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  1. User Info Menu

    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Teilweise geht es hier aber sehr "novemberlich zu, heute.....
    Ganz generell glaube ich das Jeder Phasen der Unzufriedenheit und anderer unliebsamer
    Gefühle im Leben durchstehen muss.Innerhalb gewisser Grenzen ist das wahrscheinlich auch
    normal, da muss man durch, mit oder ohne Hilfe von wem auch immer.Das vergeht von selber,
    da bin ich beschlagen genug um das zu sagen, zu schreiben, auch wenn so mancher denken wird:
    so ein Blödsinn. Ein "Rosengarten" wurde uns bei der Geburt ja nicht versprochen- und haben wir
    dennoch einen ,kann man sich immer mal wieder an den Dornen pieksen.
    Ich würde solche Gefühle erst einmal akzeptieren und überlegen: will ich sie aushalten und warten
    das sie wieder auf ein akzeptables Maß verschwinden, oder nicht. Falls nicht, was kann ich kon-
    kret dagegen tun.Gleich eine Therapie zB. in Erwägung ziehen, würde mir jedenfalls im Traum nicht
    einfallen.
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

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    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Es klingt, als hättest du Sorge, "das ist so gut, das kann nur schlechter werden".
    In diese Richtung denke ich auch.

    Und das hat erstmal gar nichts mit fehlender Demut und Bescheidenheit
    zu tun. Dieser Denkweise liegt meist ein tief verinnerlichter Glaubenssatz
    zugrunde: "Ich habe es nicht verdient, dass es mir so gut geht" verbunden
    mit "So gut kann es gar nicht bleiben".

    Mir geht es zeitweise sehr ähnlich wie Dir. Vorzugsweise dann, wenn ich
    mir etwas Schönes gekauft habe (wobei es mir ohnehin sehr schwerfällt,
    Geld für mich auszugeben). Ich erfreue mich an diesen Dingen, aber im
    Hinterkopf mahnt ständig das schlechte Gewissen, ob diese Anschaffung
    denn nun "wirklich nötig" war.

    Wenn ich als Kind ausgelassen gelacht habe, dann hat mich meine Mutter
    immer eingebremst: "Warte nur, wer so viel lacht, der heult dann auch schnell":
    Keine Ahnung, was sie damit bezwecken wollte (vermutlich war es aber
    einfach Gedankenlosigkeit), aber ich habe bis heute verinnerlicht, dass es
    mir gar nicht lange gutgehen kann. Wenn alles rund für mich läuft, dann sitzt
    da diese Stimme im Kopf, die mir quasi zuflüstert "Freu Dich nicht zu früh".

    Deine Ängste vor materiellem Verlust sind bis zu einem gewissen Grad auch
    ganz rational erklärbar. Denn je mehr man hat, desto mehr kann man verlieren.
    Das kann sich durchaus in regelrechter Angst vor Besitz zeigen.

    An Deiner Stelle würde ich Deine Themen tatsächlich mal mit einem
    (vorzugsweise systemisch arbeitenden) Therapeuten angehen. Du kommst
    vielleicht Glaubenssätzen auf die Spur, deren Du Dir gar nicht bewusst bist.

  3. Inaktiver User

    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Aber nicht im Sinne von, "wenn es Ärger gibt, pack ich das".
    Ja, klar. Oder auch "es geht mir gut, no matter what". (Dann wär sie wohl Kubanerin.)

    Gut gehen halt im Sinne von: es ist eh relativ ereignis- und problemlos (halt mit Herausforderung Kredit, und zu treffenden Entscheidungen, und dem sonstigen normalen Familienleben-Alltagswahnsinn *g*). Angst vor möglicher Arbeitslosigkeit/Abstieg (die durchaus immer möglich sind, ja, auch wenn man ganz oben ist, sogar der US-Präsi kann impeached werden usw.) ist jedoch nicht das Gleiche wie "ich habe heute die Kündigung bekommen".

    Objektiv ist nur ein Hilfsausdruck, eigentlich wollte ich Gänsefüßchen machen, nicht underscores ...

  4. Inaktiver User

    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Und das hat erstmal gar nichts mit fehlender Demut und Bescheidenheit
    zu tun. Dieser Denkweise liegt meist ein tief verinnerlichter Glaubenssatz
    zugrunde: "Ich habe es nicht verdient, dass es mir so gut geht" verbunden
    mit "So gut kann es gar nicht bleiben".
    Nein, dieser Glaubenssatz liegt der Demut und Bescheidenheit nicht zugrunde.
    Da geht es um den Vergleich mit anderen, denen es "immer besser geht als mir".
    Da geraten Neid und Missgunst in den Focus und darüber sollte man dringend nachdenken.

    Bei der TE handelt es sich um zwei unterschiedliche Probleme, einmal die Zukunfts- und Versagensängste und zum anderen der Blick auf diejenigen, denen es besser geht als ihr.

    Für ihre Zukunfts-und Versagensängste sollte sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
    An ihrer Vorstellung "allen anderen geht es besser als mir" könnte sie selbst arbeiten, indem sie die Tugenden "Demut" und "Bescheidenheit" und die weniger zielführenden Untugenden wie "Neid" und "Missgunst" überdenkt und für sich ordnet.

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    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das zeugt......von einem sehr wenig durchmischten Bekanntenkreis.
    Nichts gegen Vorortsiedlungen, aber ich kann mir vorstellen, dass es darin schwerer fällt, auch andere Perspektiven einzunehmen und so deutlicher wahrzunehmen, wo man steht.

    Beim ersten Lesen hatte ich ehrlich gesagt auch daran gedacht, solveigs einmal zu mir nach Hause einzuladen und ihr zu erzählen, wie es so in meinem Leben läuft. Aber das ist nicht das Problem, glaube ich.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Aber nicht im Sinne von, "wenn es Ärger gibt, pack ich das". Das weckt bei mir immer den Verdacht, man fürchtet, es knackt im Gebälk, aber traut sich nicht, nachzusehen, weil man nicht weiß, was man machen soll, wenn es wirklich knackt.

    Falls das der Fall ist, würde ich erst überlegen, "was mach ich, wenn der Dachstuhl wirklich morsch ist" und dann nachzusehen, ob er morsch ist und der Plan umgesetzt werden muß.

    Ja. Nicht umsonst bringen sich reihenweise Leute um, denen es materiell mehr als gut geht (Promis aller Art), denen aber offenbar jede Strategie fehlt im Falle von "echten" Problemen.

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    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    so jetzt komme ich endlich dazu zu atworten.
    danke für die vielen rückmeldungen. ich habe mir alles genau durchgelesen.

    ich habe auch schon überlegt therapeutische hilfe anzunehen zumal ich durch meine ängste schlecht schlafe.
    manchmal denke ich aber auch das ist unnötig da es mir ja von aßen gesehen gut geht.
    es wissen ja die wenigsten von meinen ängsten.

    ich traue mir shcon zu probleme zu lösen, ich hatte früher schon gröbere probleme (bulimie in der jugend) welche ich mittlerweile überwunden habe.
    ich möchte allerdings dass es mir nie wieder so geht.
    ich bin nicht wirklich behütet aufgewachsen.
    im gegenteil mein vater hat mich sehr jung verlassen und meine mutter war emotioal und finanziell überfordert.
    wir haben extrem bescheiden gelebt und mir wurde auch immer vor augen ehalten wie arm wir sind.
    ich denke auch daher kommen meine materiellen ängste. ich will nie wieder arm sein.

    ihr habt mir aber einige gute inputs gegeben ich werde sicher noch genuer nachdenken.

    danke

    solveig

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    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Hallo Solveig,

    Ich kenne dieses nagende Gefühl der Unzufriedenheit und die Ängste. Vor einigen Jahren hatte ich das auch- als ich ein Leben lebte, das von außen zwar glücklich und sicher und erfolgreich aussah, das aber nicht meines war. Nur wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht......Ich hab mir dann ein Coaching gesucht, um diese Gefühle " weg zu bekommen".... Und festgestellt, dass ich gar nicht wusste, wie ich leben wollte, und mich nichts traute und mir schon gar nicht.

    Was macht dich wirklich glücklich? Wo spürst du dich richtig? Wofür lohnt es sich zu leben und ggf Risiken einzugehen? Kannst du deinen Gefühlen Raum geben?

    Es war mit Arbeit verbunden, aber es hat sich gelohnt. Ich bin mit meinem Inneren in Kontakt gekommen und diese Ängste und die Unzufriedenheit sind in der Tat verschwunden.

  9. VIP

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    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da geht es um den Vergleich mit anderen, denen es "immer besser geht als mir".
    Da geraten Neid und Missgunst in den Focus und darüber sollte man dringend nachdenken.
    Das sehe ich anders.

    Das Gefühl, dass es anderen "immer besser geht" muss weder Neid noch Missgunst sein, sondern ebenso wie die Versagensangst das Gefühl, selbst etwas falsch zu machen, unfähig zu sein, weil es ihr ja (vermeintlich) "schlechter" geht als den anderen. Oder morgen schlechter gehen KÖNNTE.

    Es geht nach meinem Empfinden nicht um mehr Besitz, ein größeres Auto, mehr Geld (die TE scheint ja keineswegs am Hungertuch zu nagen).

    IHR geht es schlecht (mental), "allen" anderen geht es besser. Was mir der Realität vermutlich nichts zu tun hat.
    Das Gras des Nachbarn erscheint immer grüner.

    Kennt Ihr nicht alle diese Nächte, in denen man aus dem Schlaf hochschreckt und aus dem Nichts ein irres Angstgefühl habt? Aus völlig nichtigem oder nicht erkennbarem Anlass.
    Ein unbequemer Termin, ein Gespräch, eine Bagatelle, über die man sich im Laufe des Tages geärgert.
    Manchmal kommen auch Ärgernisse aus grauer Urzeit wieder hoch. Längst abgehakt, aber plötzlich wie eine Gewitterwolke direkt über dem Kopfkissen.
    Und dann liegt man da im Dunkeln und fiese Gespenster sitzen auf der Brust und negative Ängste blockieren jeden vernünftigen Gedanken.
    Morgens beim ersten Sonnenstrahl sind die Gespenster plötzlich wieder verschwunden. Soweit, so normal.
    Wenn diese Gespenster aber beginnen, den Tag zu verdunkeln, muss man sie vertreiben.

    Ich rate auch zu therapeutischer Hilfe. Allein kommt sie aus dieser destruktiven Gedankenspirale kaum hinaus.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  10. Moderation

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    AW: irgendwie immer unzufrieden und von ängsten gebeutelt

    Zitat Zitat von solveigs Beitrag anzeigen
    manchmal denke ich aber auch das ist unnötig da es mir ja von aßen gesehen gut geht.
    Wenn "von außen gesehen" dein Problem wäre, bräuchtest du einen Schauspiellehrer, keinen Therapeuten! Therapeuten befassen sich mit der Innenwelt, das ist ihr Job. Und es könnte dir vielleicht wirklich helfen, da mit jemandem zu reden, der eben nicht sagt, "aber es geht Ihnen doch gut", sondern dir hilft, auseinanderzudröseln, was in deinem Kopf vorgeht.

    Bei dem, was du über deinen Hintergrund schreibst, kann ich mir schon vorstellen, daß dir das "Urvertrauen" fehlt. Und du dich vielleicht an Dinge klammerst, die "gut aussehen" -- wohlerzogene Kinder, ein schick eingerichtetes Haus, eine glückliche Familie. Aber das ist die Rama-Werbung. Jeder kennt nur die Rückseite seiner eigenen Kulisse, von den anderen sieht er die Fassaden, deswegen sieht's bei anderen immer properer aus als bei einem selber. Und dieser Vergleich jagt dir Angst ein, weil du deinen Stand als weniger stabil empfindest? Denk dran, es ist eine Illusion. Lies die Klatschblätter, wenn du findest, andere seien zu reich und schön! Jede Woche bricht da ein Traumhaus zusammen! (Ich sag nur, Brangelina...)

    Interessanterweise erwähnst du Elternförderung und Unterstützung in anderen Ländern -- staatliche Programme oder gesetzliche Vorgaben, denen du zutrauen würdest, dich aufzufangen? Weil du nicht weißt, wer es sonst tun könnte?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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