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  1. Inaktiver User

    Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Hallo ihr lieben,

    heute ist mir nach etwas Philosophie ;-)

    Oft gibt es im Alltag mehr als einen Weg etwas zu erreichen - einen leichten und einen schweren. Meist führt der leichte Weg im Moment zum richtigen Ziel, macht es aber später schwerer. Beim zweiten Weg ist es umgekehrt. Ich leiste jetzt mehr, habe es dafür aber später leichter.

    Beispiel für den leichten Weg: Ich sauge meist nicht in allen Ecken sondern nur an den sichtbaren oder schmutzigen Stellen. In ein paar Wochen geht die gesparte Zeit dann für einen "Großputz" drauf.

    Beispiel für einen schweren: Ich bügel nicht nur eine Bluse für morgen, sondern 5 und freue mich die nächsten Tage riesig über die große Auswahl im Kleiderschrank.

    Eigentlich war ich immer stolz mit der "Minimalmethode" in vielem recht erfolgreich zu sein und den Zweck zu erfüllen. Aber wäre es vielleicht doch besser manchmal mehr Gehirnschmalz und Arbeit zu investieren?

    Wie handhabt Ihr das und wie entscheidet Ihr zwischen leichtem und schweren Weg?

    LG Sonderlocke

  2. Moderation

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    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie handhabt Ihr das und wie entscheidet Ihr zwischen leichtem und schweren Weg?
    Anhand der momentan vorhandenen Ressourcen und der Anforderung an das Ergebnis. Dazu kommt allerdings, daß ich aus Temperamentsgründen mit "gründlichen" Lösungen glücklicher bin. Ich werde also, wenn möglich, die Umgebung oder die Arbeitsabläufe so anpassen, daß möglichst viele Probleme an der Wurzel gepackt werden. Deswegen habe ich bügelfreie Hemden...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Inaktiver User

    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Ich tendiere ja dazu, mir das Leben schwer zu machen. Und daher finde ich Leichtigkeit ein sehr erstrebenswertes Ziel!

    Zumal die Zukunft im Wandel ist. Okay, Du bügelst 5 Blusen - aber vielleicht schlägt das Wetter um, oder Du wechselst spontan Deinen Job oder... kurz: brauchst die nächsten Tage gar keine Blusen mehr?

    Thema Wohnungsputz: Ich bin sehr gründlich und perfektionistisch. Also fange ich vieles, wie einen viel zu aufwendigen, anstrengenden, zeitraubenden Großputz erst gar nicht an. Denn wenn schon, dann gründlich - oder eben gar nicht. Fühle mich aber immer unwohler in meiner zunehmend dreckigen Wohnung. Und irgendwann eben Großputz - aber was für eine Überwindung!

    Wenn ich hingegen die Taktik der kleinen, schaffbaren Dinge fahre und immer mal wieder durchsauge, nur die Ecken nicht so gründlich, ist die Hemmschwelle vorm Großputz kleiner, UND ich fühle mich die ganze Zeit viel wohler in meiner Wohnung.


    Das ist jetzt natürlich auch nur ein Gegenbeispiel, aber prinzipiell bewundere und beneide ich Menschen, die das Leben mit der Minimal-Methode hinbekommen und mit Leichtigkeit durch Vieles gehen.

    Gruß Sin

  4. Inaktiver User

    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist jetzt natürlich auch nur ein Gegenbeispiel, aber prinzipiell bewundere und beneide ich Menschen, die das Leben mit der Minimal-Methode hinbekommen und mit Leichtigkeit durch Vieles gehen.

    Gruß Sin
    Hmmm, und ich bewundere Menschen, die sich in Dinge reinfräsen und "die Extrameile" gehen.

    Oft wähle ich den einfachen Weg, um Zeit zu gewinnen oder um meine knappen Energiereserven zu schonen.

  5. Inaktiver User

    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Deswegen habe ich bügelfreie Hemden...
    Echt, die funktionieren bei Dir? Solche hatte ich schon (von Eterna) und nach waschen und trocknen musste ich trotzdem noch bügeln.

  6. Moderation

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    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Echt, die funktionieren bei Dir? Solche hatte ich schon (von Eterna) und nach waschen und trocknen musste ich trotzdem noch bügeln.
    Die müssen noch "warmgetragen" werden, dann geht's.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Inaktiver User

    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Ich mache das ganz nach gusto.
    Noch dazu hat man mit zunehmendem Alter ja schon vorher recht klar, was die Konsequenz sein wird, wenn ich den lässigen Weg gehe. Wenn ich also 5 Tage Blusen brauche, bügle ich am Sonntag nicht nur eine.

    Gusto entwickelt sich auch proportional zu der Dringlichkeit -meistens jedenfalls.

  8. Inaktiver User

    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Vielleicht sind die Begriffe "leicht" und "schwer" auch nicht ganz passend. Beides hat einen negativen Touch, sich etwas (zu) leicht wie (zu) schwer machen.

    Es gibt Dinge, die sind (einem selbst) wichtig. Und es gibt Dinge, die lohnen übertriebenen Aufwand und Perfektionismus einfach nicht. Die muß man unterscheiden und sich danach verhalten lernen - so vielleicht?

    Und um noch mal zu den Blusen zu kommen: jeden Tag eine zu bügeln fände ich persönlich deutlich beschwerlicher, als fünfe am Stück, wenn ich mich denn schon mal aufgerafft hätte, und dabei dann noch nett ein bißchen Trash-TV zu schauen / Musik / Hörbuch zu hören. Fände und hätte, denn das ist bei mir hypothetisch - ich besitze ein Bügelbrett, aber kein Bügeleisen. Was eigentlich schade ist, denn meine Blusen hängen ungetragen im Schrank, da ich sie beruflich nicht brauche - aber ich meine, auch früher hätte ich sie nicht gebügelt. Es lebe die Krinkel-Optik. Und für alles andere gibt es die Reinigung à ~1 € / Stück.

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    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    ich hab das bügeleisen zu original-sins bügelbrett :-) aber ich verwende es nie :-)

    ich hab mir die selbe frage dieses jahr gestellt, weil ich nächstes jahr eine berufliche weiterbildung machen werde, die mir erst in ein paar jahren finanzell wirklich etwas bringt, jetzt aber geld und zeit kostet - für mich persönlich zahlt sich der schwierigere weg aus, wenn das ziel und auch der weg irgendeinen mehrwert für mich bringt.

    beim haushaltsthema: wenn mich der großputz mehr nerven würde, als regelmäßig ein bissl mehr als notwendig zu machen, dann würd ich mich gegen großputz entscheiden und versuchen, mir das "schwierige" in den alltag zu integrieren, irgendwann ists dann nicht mehr so schwierig.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  10. Inaktiver User

    AW: Der leichte oder der schwere Weg - welcher ist der Richtige

    Ich mache es lieber gleich "richtig". Ecken rund wischen beispielsweise mag schnell funzen, macht mich aber unzufrieden. Und die paar Augenblicke, die es oft dauert, etwas gleich vernünftig aufzusetzen, zu erledigen, abzuarbeiten zahlen sich für mich immer aus.

    Ich empfinde das aber nicht als "schwer", sondern letztendlich als den direkteren, effizienteren Weg. Wenn ich mich entscheide, etwas zu tun, dann bin ich ganz dabei, hier und jetzt, und packe das an.

    Diese sogenannten Großputzaktionen beispielsweise finde ich grauenhaft ineffizient. Da habe ich dann ein, zwei, dreimal im Jahr dieses "Rundumgefühl", aber dafür einen enormen Arbeitseinsatz. Wenn ich stattdessen dafür sorge, dass alles solide gepflegt wird, habe ich feste Routinen, die ich mir zudem schön gestalten kann, indem ich beispielsweise ein Hörbuch dabei geniesse, während meine Hände eine Arbeit tun, die ihnen vertraut und damit leicht ist.

    Ich investiere lieber ein paar Momente "Hirnschmalz" in Planung für einen guten Ablaufplan, den ich dann systematisch abarbeite, als hier und da "kölsche Wisch" zu machen. Das gilt für den Haushalt genauso wie für Projekte und Fortbildungen.

    Mir gibt diese Herangehensweise eine Ruhe und Struktur, die gleichzeitig viele Zeitfenster für "kreatives Chaos" im Gepäck haben. Das, was getan werden muss, wird konsequent aufgesetzt und durchgezogen.

    Ein simples Beispiel: Ich sortiere permanent aus, und reduziere seit Jahren konsequent - schafft Freiraum und Luft, auch gedanklich und emotional. Nachkäufe werden heute viel intensiver überlegt. Weniger ist mehr!

    Bei mir wird ausserdem Zeug sofort weggeräumt, und so ist Ordnung ein permanenter Zustand, und keiner, den ich erst über eine Großaktion herstellen muss. Das macht frei, denn ich finde alles gleich, muss nicht suchen, oder in letzter Minute Zeit, die ich eigentlich gar nicht habe, für Tätigkeiten erübrigen, die ich vorher vernachlässigt habe.
    Geändert von Inaktiver User (10.10.2016 um 11:12 Uhr)

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