Hallo, ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich mich alleine fühle und nicht genau weiß, warum und weshalb. Ich fange am besten mal ganz vorne an. Die letzte Zeit habe ich versucht, meine Situation aufzuarbeiten und ich meine, dass das Alleinsein in meinem bisherigen Lebenslauf zu suchen ist. Fakt ist: Ich habe zum jetzigen Zeitpunkt niemanden - außer meinem Ehepartner oder Famile - mit dem ich ohne große Komplikationen einfach abends mal ins Kino gehe oder einen Wein trinken kann. Ich fange ganz vorne an.
Ich wurde [edit] in einem kleines hessischen Städtchen nahe [edit] mit ca. 7.000 Einwohnern geboren. In meiner Kindergarten- und Schulzeit hatte ich Unmengen von Freundinnen und Freunden, mit denen ich täglich irgendwas gemacht habe. Ich hatte wirklich jeden Tag Ablenkung, habe viel unternommen und mir war nie langweilig. Wir hatten in der Heimat eine Art Jugendtreff. Da war immer was los. Wenn einem langweilig war, ist man da hin geradelt und es war immer jemand da. Die Wochenenden waren toll, genauso wie die Ferien. Angeln, Lagerfeuer, Zelten. Eine wahnsinnig tolle und Zeit, in der meine Verbundenheit zur Heimat größtmöglich war. Meine ganzen "Dorf-Freunde" waren mehrheitlich nicht bei mir auf der Schule. Ich ging zum Gymnasium, meine "Dorf-Freunde" gingen zu 95 Prozent auf die Realschule und waren dann auch während meiner Abiphase in der Ausbildung. Ich hatte aber auch "Schul-Freunde", mit denen ich mich auch getroffen habe, mit denen ich aber nicht ganz so intensive Erfahrungen gemacht habe wie mit meinen "Dorf-Freunden".
Nach dem Abi hat sich das mit den "Schul-Freunden" aber leider relativ schnell gelöst. Das ganze Unheil nahm jetzt seinen Lauf. Ich ging nach Würzburg zum Studieren. Ich hatte dort eine kleine Studentenbude. Viele meiner "Schul-Freunde" gingen aber auch weiter weg: Freiburg, Berlin, Münster etc. Der Kontakt zu diesen wurde nach und nach weniger, was auch irgendwie verständlich war, da man sich einfach viel seltener sah und gerade jene "Schul-Freunde", die weiter weg studierten dort nach meinem Gefühl auch schneller einen neuen Freundeskreis aufbauten. Da meine "Schul-Freunde" aber wegbrachen, wurde meine Bindung zu den "Dorf-Freunden" noch enger. Dies führte dazu, dass ich meine Semesterferien komplett in meinem Heimatdorf verbrachte und jedes (!!!) Wochenende während des Semesters in die Heimat pendelte. Dies führte dazu, dass ich keine allzu engen Bindungen zu keinen Kommilitonen aufbaute. Wie auch, wenn man jedes Wochenende, wenn die besten Parties waren, nicht vor Ort waren. Ich hatte während des Studiums nur ca. vier Freundinnen dazu gewonnen.
Nach dem Studium hatte sich das mit den "Uni-Freunden" aber auch relativ schnell erledigt, da wir ausschwärmten, um unsere ersten Jobs anzugehen. Ich ging nach Berlin, die anderen nach München, Köln oder Hamburg. Dies führte erneut dazu, dass man sich weniger sah und immer weniger miteinander zu tun hatte. Wir stehen immer noch in Kontakt, aber auf Grund der großen Entfernungen zueinander sieht man sich natürlich sehr wenig, und einfach mal zusammen ins Kino gehen, ist so natürlich auch nicht drin. Meine Zeit in Berlin war für mich nicht glücklich. Der Job war super, aber ich war so weit weg von meiner (großen) Familie. Ich bin Familienmensch und wenn die Familie so weit weg ist, dann setzt das einem zu. Für mich war klar, dass ich nur auf Zeit in Berlin sein werde. Ich wollte zurück Richtung Heimat und habe deswegen kaum persönliche Bindungen aufgebaut. Dadurch, dass ich aber in Berlin war, brachen mir auch meine "Dorf-Freunde" weg, da man sich kaum noch sah - und - so ehrlich muss man sein, sich auch die Lebenswege irgendwie voneinander entfernten. Ich möchte jetzt keinen Weg besser als den anderen darstellen, aber es ist schon etwas anderes, ob man studiert und die Heimat verlässt oder man immer da wohnt und nach der Schule eine Ausbildung in einem örtlichen Büro macht.
Nach den zwei Jahren bin ich zurück nach [edit] gezogen, rund 100 Kilometer von meiner Heimat entfernt. Ich bin verheiratet und alles ist in der Ehe gut. Mit meinem Mann bin ich glücklich und ich bin froh, wieder näher an der Familie zu sein. Andererseits ist meine Heimatbindung, die ich in meiner Schulzeit hatte, verschwunden. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, in meiner Heimat zu leben. Es ist mir dort alles zu eng und zu eingefahren. Mit meinen "Dorf-Freunden" habe ich kaum noch etwas zu tun. Die "Dorf-Freunde", wegen denen ich mich während meines Studiums gesperrt habe mehr "Uni-Freunde" aufzubauen. Jetzt stehe ich da: "Dorf-Freunde" weg, "Schul-Freunde" sind über den halben Erdball verteilt und die vier Freundinnen aus Unizeiten wohnen immer noch in München, Hamburg, Köln.
Mein Beruf macht mir Spaß, aber er ist zeitlich sehr intensiv. Ich komme mit vielen Kolleginnen auf der Arbeit gut aus, es macht mir total Spaß. Altersmäßig ist man aber tw. weit auseinander und da das Einzugsgebiet meines Arbeitgebers recht groß ist, eignen sich die Kolleginnen nun auch nicht so recht dazu, um hieraus einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Mein Mann und ich haben uns entschlossen, bin Kindern noch ein, zwei Jahre zu warten. Ich habe das Gefühl, dass andere Frauen in meinem Alter (30) zu 99 Prozent schon Kinder haben und dann auch nicht so kompatibel zu mir sind. Da ich viel Arbeite, bin ich abends froh, meinen Mann zu sehen. Groß weggehen möchte ich nicht. Das fehlt mir auch nicht. Mir fehlt einfach jemand für einen spontanen Abend, wenn ich mal weggehen möchte. Da habe ich niemanden. Ich wollte letzte Woche ins Kino. Mein Mann konnte nicht, da er krank war. Also hatte ich die Wahl: Zu Hause bleiben oder alleine gehen. Ich blieb zu hause.
Die ganze Situation tut mir so weh, wenn ich überlege, dass ich früher eine Clique von 20, 25 Leuten um mich herum hatte. Ich stehe mittlerweile alleine da. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ganz so einfach andere Frauen in meinem ALter kennen zu lernen ist es nun auch nicht.
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03.10.2016, 14:57
Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Geändert von xanidae (03.10.2016 um 15:30 Uhr) Grund: Persönliche Daten aus Anonymitätsgründen gelöscht
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03.10.2016, 15:30
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Hallo Kant,
tja, was soll man sagen?
Es ist relativ normal, was dir passiert ist, auch wenn dich das vielleicht nicht trösten wird.
Vielen Leuten, die ihren Herkunftsort verlassen haben, geht es wie dir, und so viele und enge Freundschaften wie in der Kindheit schließt man als Erwachsene nicht mehr. Und gerade in deinem Alter und allgemein in der Phase, in der viele oder die meisten Leute Kinder haben, ist es nicht einfach, in einem vollgestopften Leben Zeit und Muße für Freunde, erst recht für neue Freunde zu finden.
Nimm es nicht persönlich und schau, wo Leute sein könnten, die mit dir auf einer Wellenlänge sind, z.b. weil sie etwas tun, was dich auch interessiert. Ob das nun Chor ist oder Tierheim oder Partei oder Kirche oder Sportverein oder Lauftreff oder Spieleabend. Wichtig: knüpfe viele Bekanntschaften, sei offen, aber versuche nicht, etwas zu erzwingen.
Ich selbst habe in einer Community, die etwas mit Reisen zu tun hat (mehr aus Gründen der Anonymität hier nicht) einige Leute gefunden, die einerseits die Offenheit und den Horizont haben, den ich schätze, und die andererseits eben nicht durch Kinder, Haus etc. so eingebunden und unflexibel sind. Das funktioniert gut und mittlerweile auch ohne große Vorausplanungen. Hat aber auch ein paar Jährchen gedauert.
Vor kurzem habe ich von einer Community namens Nebenan.de gehört, wo es darum geht, Leute aus der Nachbarschaft kennenzulernen, auch z.B. für Treffen zu Spieleabenden, Weintrinken, Joggen etc. - auch da können sich interessante Kontakte ergeben.
Viel Erfolg wünscht
Agathe
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03.10.2016, 16:13
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
vielleicht tröstet es dich, dass es vielleicht genauso gekommen wäre, wenn du während des studiums jedes WE mit deinen kommilitonen party gemacht hättest...wer weiß, wo es diese freunde hinverschlagen hätte usw.
da musst du gar nichts falsch gemacht haben, das passiert im leben einfach.
aber du kannst jetzt etwas ändern - etwas offener werden und schauen, was sich ergibt: ich hab freunde mit kindern, genauso wie singles und eben auch andere ehepaare...manche kennt man ewig, manches hat sich über bekannte ergeben oder gemeinsame hobby´s.
wie verbringst du/ihr eure freizeit? gäbe es da möglichkeiten?
macht dich es dich wirklich nur traurig, dass du niemanden zum ins kino gehen hast oder fehlt dir ev. sonst noch was?Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists
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04.10.2016, 05:58Inaktiver User
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
ich glaube, es gibt mit 30 wirklich keinen Menschen, der noch eine Clique von 25 Leuten hat und mit denen auch noch genauso spontan am WE abfeiert, wie in der Jugend.
Und die Gründe sind vielfältig und doch auch immer wieder gleich.
Man hat einen Partner, einen Job, hat Verpflichtungen, man hat keine Lust auf einen verkaterten nächsten Tag, man braucht länger um übermüdet wieder fit zu werden.........und und und........
Vielleicht hilft es Dir hinzusehen um was es Dir noch geht?
Was steckte denn alles in dieser alten Zeit?
War es nicht auch Spontaneität?
War es nicht die Freiheit, die Unkompliziertheit?
Und wie könntest Du Dir von diesen Gefühlen wieder etwas zurück holen?
Lebe Freiheit, lebe Spontaneität-mach Dinge, die genau das Gefühl auslösen.
Gehe alleine ins Kino und zwar mit dem Gedanken, dass es ein Abenteuer ist und Du daran Freude hast.
Vielleicht lernst Du dort noch andere Menschen kennen, denen es auch so geht wie Dir!?
Die alten Zeiten sind vorbei- würdest Du denn heute da hinein überhaupt noch passen - angenommen, es gäbe sie noch?
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04.10.2016, 21:32Inaktiver User
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Du musst aktiv werden. Freunde zu finden ist nicht einfacher als einen Partner zu finden. Such dir ein Hobby, bei dem du immer wieder auf dieselben Menschen triffst. Beweg dich aus deiner Komfortzone heraus. Anders geht es nicht.
Aus meinem Studium sind mir auch keine Freunde geblieben. Da ich schon immer allein durchs Leben gehen musste und mich nicht auf die Zweisamkeit mit einem Mann verlassen konnte, musste ich ständig daran arbeiten, nicht komplett zu vereinsamen. Und die besten Erfahrungen habe ich mit dem Mannschaftssport gemacht. Und mit einem Segelkurs.
Ich wohne in einer Großstadt, aber dennoch könnte ich mich am Wochenende abends mit Kollegen verabreden. Wieso geht das bei dir nicht?
Du hast das Glück einer großen Familie, mit der du dich verstehst und die jetzt in deiner Nähe lebt. Du hast einen Partner. Ich frage mich, wie du dich alleine fühlen kannst.
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04.10.2016, 22:20
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.

Und Kontakte/Freundschaften muss man pflegen.
Lies Dir mal Deinen eigenen Text durch:
Eigentlich möchtest Du nicht groß weggehen. Aber wenn DU dann mal Lust hast, dann soll eine Freundin zu Stelle sein? Und die wäre dann ggf. entbehrlich, falls Dein Mann gesund ist?
Warum bist Du nicht alleine ins Kino gegangen?
Ich meine das alles nicht böse, aber im Zeitalter der grandiosen berufsbedingten Mobilität gehen Sozialkontakte über Bord und müssen neu aufgebaut werden. Dazu kommt dann oft, das die Freundschaften von früher gern idealisiert werden. Klar kann man sich gut auf jemanden verlassen, den man viele Jahre kennt und mit dem man durch dick und dünn gegangen ist.
Andererseits hat man sich durch andere Schulen, Studium, Beruf, Reisen und Kontakte zu anderen auch selbst sehr verändert und es würde mit den früheren Freunden gar nicht mehr wirklich passen - aber das wird oft nicht so deutlich, weil man sich ja ohnehin aus den Augen verloren hat.Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)
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05.10.2016, 14:28Inaktiver User
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Lustig, ich komm auch aus einem hessischen Städtchen und habe in der gleichen Stadt studiert wie Du und bin genauso alt wie du :) am Ende kennen wir uns noch ;)
Und ebenfalls bin ich wie du auf der Suche nach diesem Lebensgefühl, welches man früher einmal hatte. Als die Freunde noch unser Leben prägten, man so war wie man eben war, man Abende und Nächte verbrachte mit dem Gefühl, dass das hier was ganz Besonderes ist und welches man so intensiv gespürt hat.
Und trotzdem zog es einen weg von Zuhause - in die weite Welt. Denn obwohl man sich daheim mit seinen Freunden wohl fühlte, gab es da auch einen anderen Anteil in mir und der wollte was Großes machen, die Welt sehen, inspirierende Menschen treffen.
Und auch ab da erging es mir fast so wie dir.
Ich will sagen: du bist nicht alleine! Ich habe Freundschaften immer sehr intensiv gelebt und jetzt sind fast keine mehr davon da. Das ist der Preis, den wir alle zahlen müssen dafür, dass die Welt uns offen steht.
Auch ich sehne mich oft nach diesem alten Gefühl der Verwurzelung - denn ich glaube, das ist es, was einem fehlt. Heute hier, morgen dort, übermorgen woanders. Das ist toll, weil es frei ist. Und gleichzeitig merkt man, dass an einem Ort einen nichts hält, die Menschen dort nur eine Phase ihres Lebens verbringen und dann wieder fortgehen. Und das war früher als Jugendlicher anders. Meine besten Freunde waren mein ein und Alles. Jetzt habe ich nur noch Bekannte.
Ich kann mir vorstellen, dass es sich ändert, wenn man selber eine Familie gründet.
Ich glaube, dein Schmerz gehört zum Erwachsenwerden dazu :)
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05.10.2016, 15:08
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Hallo Kant,
du beschreibst etwas, was die meisten so durch gemacht haben. Immer wieder gibt es einen Neuanfang. Selbst wenn du Kinder bekommst, wird es wieder einen Neuanfang geben, da du andere Mütter kennenlernen wirst. Das ist ein ewiges Karusell. Schön ist es, wenn man aus jeder Epoche den ein oder anderen Freund mitnehmen kann.
Du hast eine sehr schöne und intensive Zeit in deinem Heimat-Ort erleben dürfen. Das prägt einen. Und doch bist du dann in die große weite Welt gezogen. Ich finde das persönlich sehr schön, weil man dadurch ein offener Mensch gegenüber anders Denkenden, anders Lebenden wird. Ist sicherlich nicht zwingend, jedoch zum Großteil so geschehen. Du stellst doch selber fest, dass die schöne Zeit mit deinen "Dorf-Freunden" eigentlich vorbei ist. Die alte Zeit kann man nun nicht zurückdrehen. Man kann sie nur in schöner Erinnerung behalten.
Du bist sehr eingespannt in deine Arbeit. Wenn du wirklich Kontakt mit anderen möchtest, dann musst du dich eben auch mal dazu aufraffen, auszugehen. Natürlich ist es schöner mit Mann, jedoch kann dies auch geschehen, wenn man in einem Verein ist oder einfach in einer VHS-Sportgruppe. Die Freunde fliegen ja nicht zu einem nach Hause, da muss man schon selbst aktiv werden. Der Weg wird erst einmal steinig sein, weil man ja auch nicht mehr so ungezwungen ist, wie als Kind oder Tennie, jedoch, wenn du regelmäßig in z. B. Sportgruppen gehst, dann kommt das mit den Bekannten und dann vielleicht sogar Freundschaften von ganz alleine wieder.
Ich denke, dass du das im Unterbewusstsein auch weißt, du konntest dich aber bis jetzt nicht aufraffen...
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07.10.2016, 10:02
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Du möchtest also Milch trinken, aber keine Kühe melken.
Natürlich musst du ausgehen, wenn du Leute kennen lernen willst.
Oder denkst du, die klingeln unbekannterweise mal einfach so bei dir und fragen, ob sie sich zu dir und deinem Mann mit auf's Sofa setzen dürfen?
Die beste Möglichkeit ist anfangs ein Workshop oder Kurs mit wöchentlichem Abendtermin.
Töpfern, ne Sprache, Hobby, Theater, Kochen, was dich halt interessiert. Um überhaupt mit Leuten in Kontakt zu kommen. So hab ich vor'm Jahr auch n Mann kennen gelernt, mit dem ich jetzt befreundet bin.
Daneben gibt's Foren wie new-in-town.de, die Stammtische anbieten (schwarzes Brett) oder Freizeitaktivitäten, denen man sich anschließen kann.
Aber jammern und nichts tun - ist total sinnlos.Geändert von tabbi (07.10.2016 um 11:31 Uhr)
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Franz Kafka
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07.10.2016, 10:10
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Es gibt doch Internetforen, wo man sich spontan verabreden kann (mir fallen "Groops" und "New in Town" ein). Ja, ich weiß, du bist nicht neu in deiner Heimat!
Aber trotzdem kannst du dich da einklinken. Die Leute sind dankbar, wenn sie Insider kennen lernen dürfen.
Ich kenne dein Problem. Ich hatte noch dazu ein Kind und meine Vollzeitstelle in einer neuen Heimat. Das war so hart! Ich hatte weder Zeit noch Kraft übrig, mich mit anderen Familien zu treffen. Ich habe jahrelang daran gefeilt. Irgend etwas musst du dir einfallen lassen. Sonst bleibst du einsam.
Ich finde es heute viel einfacher übers Internet, als ich es damals hatte. Ich bin auch in Communities gewesen, aber die waren vor 20 Jahren erst am Entstehen.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.


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