Hey, sich einsam zu fühlen ist ganz ganz mies und man glaubt, daran zu verzweifeln, versteht nicht, warum das, was früher einfach so funktionierte, jetzt auf einmal so mühsam ist oder gar nicht klappt, hm?
Aber eigentlich hast du es schon ganz gut begonnen. Dir gefällt nicht, wie es ist, also überlegst du, was du ändern könntest, du suchst hier im Forum auch etwas Zuflucht. Also hast du durchaus wichtige Kompetenzen in dir.
Vielleicht könntest du versuchen, deine jetzige Situation als “Testphase“ zu sehen? Wie sich Geselligkeit anfühlt, weißt du schon. Mache doch jetzt mal das Experiment, wie es sich eher ruhiger oder mehr nur in der Familie / Beziehung lebt. Du willst doch innerhalb deines Lebens ganz viele verschiedene Facetten sehen, verschiedenes ausprobieren, zu einer ganz vielschichtigen Persönlichkeit werden, die anderen irgendwann mal sagen kann: kenne ich, das war so und so.
Was ich damit für dich erreichen will, ist, dass du dich nicht so hilflos fühlst, sondern dich aktuell für dieses Leben entscheidest. Damit behältst du die Zügel in der Hand quasi. Das kann stärken.
Noch eine Überlegung am Rande, empfindest du deinen Partner als ausreichend inspirierend und lebhaft?
LG
Antworten
Ergebnis 11 bis 18 von 18
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07.10.2016, 21:45
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
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13.10.2016, 00:58
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Ich kann ebenfalls gut nachvollziehen, dass einem das nicht so leicht fällt, neu anzuknüpfen. Fände es schön, wenn noch welche erzählen, wie sie das genau machen und ob sie dabei auch mal Schwierigkeiten begegnen.
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
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19.10.2016, 18:40
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Mit meiner Familie bin ich die 5 mal in den letzten 15 Jahren umgezogen, dabei haben wir auch die Bundesländer gewechselt und ich weis, wie es sich anfühlt, wenn man niemanden kennt.
Ich sehe das mittlerweile so:
"Das Leben ist wie eine Fahrt mit einem Zug, es kommen Mitreisende, die einen eine Weile begleiten und dann wieder aussteigen. Dann kommen wieder neue Mitreisende. Wenn man Glück hat begleiten einen die Mitreisenden eine sehr lange Zeit, manchmal wechseln sie schnell."
Am jetzigen Wohnort habe ich durch mein Hobby einige neue Bekanntschaften schließen können.
Das Internet ist hilfreich, aber ersetzt nicht die "face to face Beziehung". Manchmal helfen auch ganz banale Sachen wie ein Schwatz mit der Nachbarin, Verkäuferin ...
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20.10.2016, 15:07
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Ich kenne diese Problematik auch.
Ich hatte nie einen riesigen Freundeskreis und habe zudem in einer mir völlig fremden Stadt vor zwölf Jahren noch einmal neu angefangen. Hunderte von Kilometern von der Heimat entfernt. Dort hatte ich zunächst nur den Job und Kollegen. Und Letztere waren nicht gerade auf Aktivitäten erpicht.
Also musste ich mich selbst sehr engagieren und habe das auf vielfältige Art und Weise getan. Als erstes habe ich mich in einem Fitness-Studio angemeldet, einfach um raus und unter Leute zu kommen. Das alleine hat mir schon ein paar nette Kontakte gebracht, zumindest für zwanglose Abende oder etwas gemeinsamen Outdoor-Sport an schönen Tagen. Und dabei bin ich absolut niemand, der so einfach auf andere zugeht. Das ergab sich eher so, durch die gemeinsame Aktivität im Studio und eben regelmäßigen Small-Talk. Allerdings habe ich mir anfangs quasi verboten, aus Schüchternheit "nein" zu sagen.
Darüber hinaus hatte ich mich bei New-In-Town angemeldet, dort regelmäßig an regionalen Stammtischen teilgenommen und mich bei dort geplanten Aktivitäten eingeklinkt. Das fiel mir anfangs sehr schwer, wurde aber immer einfacher. Letzten Endes habe ich mich persönlich dadurch sehr entwickelt, dass ich immer wieder gezwungen war, auf Fremde zuzugehen, Smalltalk zu betreiben, offen zu bleiben .... Heute sehe ich das als sehr großen Gewinn. Ich habe so vieles in den letzten Jahre erlebt, was mir sonst entgangen wäre.
Und das könnte ich weiter fortführen ... gerade über die Bri habe ich im letzten Jahr noch einmal sehr gute und nette Kontakte geknüpft!
So ist mein Leben heute so reich, wie es früher, vor diesem krassen Ortswechsel, nie war.
Es war aber harte Arbeit an mir selbst, ich musste mich immer wieder aufraffen und über meinen eigenen Schatten springen. Aber das zahlte sich aus!!!! Also nur Mut!“In the middle of difficulty lies opportunity”
― Albert Einstein
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24.11.2016, 19:17Inaktiver User
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
Liebe TS,
Du bist definitiv nicht allein damit. Manchmal hilft es auch wenn man hört, dass es anderen auch so ergeht wie einem Selbst. Mir geht es auch ähnlich - mir fehlt auch der enge Kontakt zu den Freunden, wie in der Schule, sehr. Meine Kindheitsfreunde wohnen zwar größtenteils in meiner Nähe, dennoch verläuft sich da vieles.
Viele Menschen (inkl. mir) denken, wenn man dies und das anders gemacht hätte in der Vergangenheit, dann wäre heute alles besser. Das mag durchaus zutreffen, aber muss nicht immer der Fall sein.Dies führte dazu, dass ich meine Semesterferien komplett in meinem Heimatdorf verbrachte und jedes (!!!) Wochenende während des Semesters in die Heimat pendelte. Dies führte dazu, dass ich keine allzu engen Bindungen zu keinen Kommilitonen aufbaute. Wie auch, wenn man jedes Wochenende, wenn die besten Parties waren, nicht vor Ort waren. Ich hatte während des Studiums nur ca. vier Freundinnen dazu gewonnen.
In meinem Erststudium bin ich auch immer oft in die Heimat gefahren und hatte bis auf 2 Freundinnen auch niemanden dort. Heute beschränkt t sich der Kontakt nur noch auf Nachrichten zum Geburtstag oder Weihnachten - mehr auch nicht.
Wenn ich verstärkt den Kontakt in Vereinen oder an der Uni gesucht hätte, hätte ich vermutlich mehr Freunde bzw. Bekannte gefunden. Mit meinen Kommilitonen habe ich mich nämlich gar nicht verstanden. Ob ich mit diesen Leuten aber über längere Zeit befreundet gewesen wäre, ist schwer zu sagen.
Ich würde das auch so wie meine Vorrednerinnen sehen: Im Laufe eines Lebens trifft man auf viele Leute, sei es auf der Arbeit oder in der Freizeit, bei manchen bleibt der Kontakt bestehen. Bei vielen aber auch nicht!
Ich finde das persönlich sehr schade, weil mir Freundschaften sehr am Herzen liegen. Aber erzwingen kann man auch nichts.
Mir selbst fällt das Kontakt-knüpfen mit anderen auch nicht so leicht. Deswegen tue ich mich hier mit Empfehlungen auch schwer. Von einem Kumpel weiß ich aber, dass er sich z.B. in Vereinen/Kirche/ Gruppen engagiert hat, auf Facebook bestimmten Gruppen beigetreten ist oder sich einfach mit Leuten im Café unterhalten hat, wenn er in eine neue Stadt umgezogen ist. Und er ist sehr oft umgezogen in seinem Leben
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24.11.2016, 20:55Inaktiver User
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
@Lauren, der Strang ist vier Wochen alt und die TE hat genau einen Beitrag geschrieben.
Glaubst Du, dass sie wirklich an Freunden interessiert ist?
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24.11.2016, 22:18Inaktiver User
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
@phaden: 4 Wochen finde ich nicht so alt, aber das ist Ansichtssache.
Eventuell. Kann natürlich auch nur sein, dass sie ihren Kummer los werden wollte. Sie hat insgesamt ja nur einen Beitrag verfasst. Aber zu den Absichten müsste sie selbst sich am besten äußern können
(sofern Sie das überhaupt noch macht).
Geändert von Inaktiver User (24.11.2016 um 22:24 Uhr)
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24.11.2016, 22:57
AW: Ich fühle mich alleine. Es tut weh.
New in town scheint ein bißchen zu schwächeln, ich höre kaum noch davon.
Ich bin Anfang des Jahres in eine andere Stadt gezogen, war aber letztes Jahr schon vorrübergehend hier. Neben Kontakten auf der Arbeit habe ich Leute beim Sport und bei einem Konzert kennengelernt, dann bin ich auch zu einem Stammtisch für Frauen in dieser Stadt gegangen, den ich bei facebook gefunden hatte.
Da bin ich auch seit kurzem aktiv - eine prima Sache. Das steht und fällt mit dem, was man daraus macht - also nicht warten, dass etwas auf dem Tablett serviert wird, sondern selber aktiv werden.
Ich hab mit ein paar Leuten aus meinem Viertel gekocht und war bei einem Konzert. Ich fand die Musik grottenschlecht, hatte aber einen netten Abend. Man kann dort selbst z.B. einfach schreiben: Wer geht mit mir joggen/frühstücken/zum Weihnachtsmarkt.
Was nicht klappt (dort und auch woanders) ist, Mädelsrunden gründen zu wollen und dafür Whatsapp Gruppen zu gründen, da gibt es 30 Nachrichten, wer wann kann oder nicht, aber die Leute kommen nicht in den Quark.
Großräumiger organisiert ist spantacts, da kannst du z.B. Kinobegleitungen suchen oder Mitmacher für einen Spaziergang. Was mich da zunehmend nervt ist die hohe Anzahl an Beobachtern, die sich nicht entscheiden können. Besonders die, die gefühlt 5 mal nach Details fragen, sagen ne halbe Stunde vorher ab oder melden sich gar nicht mehr.
Das klappt bei nebenan.de deutlich besser.


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