Hallo Pascale,
wenn dein Freund so hübsch ist wie du sagst, dann mußt du mindestens genauso hübsch sein.
Es ist eine einfache biologische Wahrheit: Hübsche Menschen "paaren" sich nur mit anderen hübschen Menschen.
Etwas anderes gilt nur, wenn sozialer Status, Macht oder Geld im Spiel sind. Wenn du also nicht irgendwo ein paar Millionen herumliegen hast, mindestens Oberbürgermeisterin einer Großstadt oder mit Til Schweiger verwandt bist, muß es an deinem guten Aussehen liegen.
Daß du dich immer so klein fühlst, liegt nach dem bisher geschriebenen vermutlich hauptsächlich an 2 Dingen:
1. Deine Mutter
Autoritäre Eltern machen es ihren Kindern immer sehr schwer mit dem Selbstbewußtsein. Das hat nicht zwingend was mit böser Absicht zu tun, aber wenn man immer zu hören bekommt "mach, was ich sage" und sich als Kind dann immer dazu denkt "weil Mama weiß was zu tun ist und ich nicht, ich zu blöd bin, alleine nichts auf die Reihe bekomme usw." werden diese Gedanken irgendwann zur Charaktereigenschaft. Die einen nervt, gegen die aber schwer anzukommen ist.
2. Dein Mann
Ich vermute, es gibt eine gewisse Ähnlichkeit im Verhalten deines Mannes und deiner Mutter dir gegenüber? Stichwort Dominanz?
Unabhängig davon: Dein Kerl ist wahrscheinlich einer der Männer, die salopp formuliert den Raum betreten, sich in dessen Mitte stellen und alle im Raum mit dieser "Hallo hier bin ich, beachtet mich und jetzt geht's erstmal um mich"-Attitüde einsprühen.
Du dagegen bist ein eher introvertierter Mensch und damit das genaue Gegenteil. Daran ist nichts verkehrt, es gibt unterschiedliche Charaktere (wie es auch unterschiedliche Haarfarben gibt), aber deswegen kommst du dir immer so klein vor. Aber: Lautstärke ist nicht dasselbe wie Größe. Also fühl dich nicht klein, nur weil du leise bist.
Wenn du das Problem schon lange mit dir herumträgst, es dich immer mehr stört und du trotzdem nicht dagegen ankommst, würde ich dir raten, wende dich an einen Psychotherapeuten oder Psychiater, die können dir dabei helfen, das Problem erstmal genau zu definieren und dir Lösungswege aufzeigen.
Viel Erfolg!
Zarozinia
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29.09.2016, 12:06
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
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29.09.2016, 15:35
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Hallo Karla,
ich würde auch definitiv sagen, dass er sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Von Anfang an war dieses cholerische nicht da. Die Arbeitsbelastung ist viel mehr geworden, womit ich das Verhalten keineswegs entschuldigen will, sondern nur meine, er denkt, dass er zu Hause "die Hüllen" fallen lassen kann, im negativen Sinne von sich gehen-lassen, beschimpfen, kritisierenn u.ä. Mit etwas Abstand betrachtet denke ich auch, nehmen wir mal an, ich selber sehe einen sehr attraktiven Mann, dann wäre er ja genau das, ein Hingucker - aber mehr weiß man zu dem Zeitpunkt ja gar nicht. Punkt.
Ich bin im Moment aber so down, dass ich immer denke, da muss nur mal eine kommen, ihn anhimmeln und er findet sie attraktiv und dann ist er weg. - Versuche jetzt erstmal zu sehen, dass es mir wieder besser geht. LG
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29.09.2016, 15:38
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Hallo Zarozinia,
du sprichst mir aus der Seele. LG
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29.09.2016, 16:13
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Also das "sich gehen lassen" zu Hause, das sollte wirklich nicht in Beschimpfungen und Niedermachen des anderen gipfeln. Man kann granteln, ok. Aber handfeste Beleidigungen verteilen - no way, das geht gar nicht.
Weiss er denn eigentlich, wie unglücklich du bist? Wie niedergemacht du dich fühlst? Deine Gefühle, kennt er die?
Was sagt er dazu, wie er sein Verhalten mal in den Griff kriegen könnte? Er kann unmöglich von dir fordern, dass du so leben musst, weil er gestresst ist. Klar, er verdient die Brötchen. Aber du hast nicht deine Seele verkauft. Nur dein Herz verschenkt. Und Geschenke sollte man größtenteils sorgsam behandeln.
Wenn du still hältst, ändert sich ja nichts. Für stilles Leiden gibt es keinen Orden, sondern nur die Quittung:
Man fühlt sich immer kleiner.
Ja, er kann weggehen. Solange dir das quasi als das "Lebensende" erscheint, hat er dich im Griff. Man muss den worst case einfach mal durchspielen. Du wirst doch nicht in der Gosse landen, arm und mittellos, und auf ewig ungeliebt - oder was du für sonstige negative Phantasien hast.
Ihr müsst unbedingt reden. Wie es euch geht mitteilen. Und mache ihm klar, dass du eine Verbesserung brauchst und das SO nicht mehr länger willst.
Erzähl mir jetzt nicht "Aber er liebt mich ja". Das soll er zeigen, und nicht sagen. Und da ist es mit Geld nicht getan.
Du willst den wieder, den du geheiratet hast. Frag ihn, was du dazu beitragen kannst!
GLG!The original Karla
est. 2006













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