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27.09.2016, 16:15Inaktiver User
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
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27.09.2016, 18:38
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Hallo,
ja, recht habt ihr. Aber ich weiß gar nicht, was ich tun kann für mich. Ich arbeite und bin für die Kinder da und dann geh ich ab und zu raus (allein) mit einer Clique, in der ich mich sehr wohl fühle. ICh glaube ich bin in mir selbst total unsicher, weil ich zB Leute die total übertrieben selbstbewusst nicht mag, will ich auf gar keinen Fall so rüberkommen, weiß aber gar nicht, wie ich mich in bestimmten Situationen (Feier) angemessen verhalten kann, so dass es mir gut geht und ich mich auch amüsieren kann und vor allen Dingen nachher nicht so mental "abstürze".
LG
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27.09.2016, 19:48
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Das geht nicht, indem du für eine Situation quasi einen Text und ein Verhalten einstudierst. Das geht, indem du das, was du darstellen möchtest (Stärke, Selbstbewusstsein, Liebenswürdigkeit) auch tatsächlich bist. Alles andere fliegt auf. Wirkt unauthentisch, also irgendwie unstimmig, und von daher schon schräg.
Ich meine, man braucht keinen Psychologen, um zu erkennen, dass wer täglich runtergeputzt wird (vielleicht überspitzt ausgedrückt), irgendwann eine Art von "Gehirnwäsche" hinter sich hat und sich tatsächlich so fühlt, wie er betitelt wird. (Jede Wette, das mit dem Geld erwähnt er, wenn er wütend rumbrüllt, doch auch mal, oder??)
Da liegt wohl der Hund begraben.
Woher es kommen mag, dass du sowas erlaubst, kannst du vielleicht nicht ganz allein durchschauen. Wohl aber mit Hilfe eines Psychologen.
Vielleicht kanntest du ähnliches schon vom Elternhaus her?
Erst, wenn du für dich sagen kannst "Das will ich nicht mehr, statt dessen will ich..." kannst du eine Veränderung starten. Der Wille ist entscheidend. Der Punkt muss erreicht werden, an dem du wirklich, wirklich so nicht mehr willst.
Was meinst du: Wird dieser Punkt erreicht werden? Früher? Oder später?
GLG KarlaThe original Karla
est. 2006











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27.09.2016, 20:41
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Hallo Karla,
ja, das stimmt, aus dem Elternhaus kenn ich das nur zu gut. Meine Mutter ist sehr dominant und ich war quasi zwanzig Jahre auf der Hut. Mir fällt nur einfach keine Strategie ein, wie ich mein Verhalten ändern könnte. Und ich möchte tief im Inneren wahrscheinlich beachtet werden, wie eigentlich jeder Mensch. Und dann denke ich bei solchen Feiern sofort: du schaffst es einfach nicht, dich auch nur ein bisschen zu amüsieren. LG
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27.09.2016, 21:20
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Schlimm, wenn man als Kind so krass dominiert wird.
Gewohnheiten, auch Gedanken, (aus "Gehirnwäschen") abzulegen, ist ein Prozeß. Ein arbeitsreicher. Der Zeit braucht. Was man in 40 Jahren (oder so ähnlich) gelernt hat, braucht auch Zeit, um abgelegt zu werden.
Ich empfehle dir, das mit einem Therapeuten zu bearbeiten.
Sicher kann man tolle Bücher lesen zum Thema. Die sind auch interessant. Aber aufgrund von Lesewissen kann man sein Verhalten nicht groß ändern, und man dreht sich ja gedanklich auch ausschließlich im eigenen Kreise.
Übrigens. Auf solche Feiern würde ich gar nicht gehen. Wozu, wenn nicht um mich zu amüsieren, gehe ich auf Parties? Ist es geschäftlich wichtig - ok, da muss man Kompromisse machen. Aber sonst? Würde ich mir was schönes anderes vornehmen. Und inzwischen auch lernen und mich entwickeln und eines Tages *kazoom* als Phönix aus der Asche auf einer Party auftauchen
und es allen so richtig zeigen, dass du auch jemand bist. Einfach nur dadurch, dass du da bist und das ausstrahlst.
Hol dir die Hilfe, die du brauchst!
Es gibt sie, greif zu!
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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27.09.2016, 21:31
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27.09.2016, 21:48
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Hallo Karla,
vielen Dank, deine Antwort hat mich doch sehr aufgebaut. Zurück blieb erst nur ein Gefühl, du hast es wieder nicht geschafft, wie schon so oft. Auch im Vergleich zu meinem MAnn fühlte ich mich selbst wieder abgewertet= blöde Spaßbremse, aber mir fallen solche sozialen Situationen nach wie vor so schwer. Vorher ging es mir eigentlich recht gut und es stimmt schon, warum sollte ich da hin, wenn es mir so schwerfällt? Bei vielen anderen Verabredungen in einem anderen Rahmen fühle ich mich viel wohler. Bin dann mal gespannt, ob ich irgendwann wie Phönix aus der Asche aufsteige......LG
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27.09.2016, 22:07
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Ja so klingt das, wenn man die Hinweise berücksichtigt, dass in anderen Strängen der Mann gar nicht so toll ist, wie hier beschrieben.
Wie soll man Tipps geben, wenn man nur das liest, was die TE selber gerne glauben möchte von ihrer Beziehung?
Wenn der Mann cholerisch wird zu Hause, dann muss er mal eine Therapie machen. Ggf. ne Ehetherapie. Dort bekommt er gesagt, wie er sich gegenüber seiner Familie verhalten sollte.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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28.09.2016, 16:54
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Dieser Konflikt zuhause gehört bearbeitet und auch ausgetragen.
Dazu braucht man Mut. Diesen bekommt man durch Therapie! Und durch Erkenntnis. "Ich bin ein wertvoller Mensch. Ich will, dass es aufhört, dass ich unterdrückt werde". Und durch eigene (!) Erlebnisse, bei denen man sieht "Aha, siehste, ich kann was, ich bin gar nicht klein und doof!".
So lange einem der Lebensstil noch wichtiger ist als das Recht an der eigenen Unversehrtheit, so lange bleibt man.
Aber der Punkt kommt. Irgendwann.
Das kann aber dauern.
Wichtige Dinge werden mir meistens bei irgendeiner völlig banalen Situation klar. Beim Haustüre aufschließen oder so. *bling* Geistesblitz: SO! Jetzt kann ich entscheiden!".
Liebe TE, mach bloss nicht den Fehler, deine Traurigkeit in irgendwelchen Getränken oder mit PIllen oder so zu übertünschen. Bleib klar im Kopf, damit du dein Leben in die Hand nehmen kannst. Ansonsten hättest du nämlich bloss eines: Noch ein Problem mehr. Ich meine das nur ganz prophylaktisch allgemein.The original Karla
est. 2006











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28.09.2016, 17:21
AW: Selbstwertgefühl und ständige Minderwertigkeitskomplexe
Pascale , schön dass dir meine trockenen Worte ein wenig gut tun!
Wenn man etwas nicht schafft, dann hat das einen Grund. Man ist weder zu dämlich noch zu sonstwas negatives.
Und man entscheidet auch zu oft gegen sich selber und tut Dinge, die man gar nicht schaffen muss.
NurZuGast, stimmt - das habe ich auch schon öfter beobachtet. Gerade Choleriker suchen sich anscheinend häufiger mal jemanden, bei dem nicht von allzu starker Gegenwehr auszugehen ist. Aber es gibt auch den Fall, dass sich erst im Lauf einer Ehe jemand sehr verändert. Am deutlichsten kenne ich das von aktiven Alkoholikern. Aber auch ander Veränderungen im Kopf können dazu führen. Nicht im Sinne von "Krankheit". Aber im Sinne von "sich gehen lassen, keine Kraft sich zusammen zu reißen".The original Karla
est. 2006














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