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  1. User Info Menu

    Wer bin ich, wenn ich online bin...

    und was macht mein Gehirn solange?

    So heißt eins der Bücher, das bei mir im Schrank vor sich hingammelt, weil ich lieber im Internet surfe oder auf mein Smartphone starre

    So langsam aber sicher merke ich, dass das überhand nimmt, ich vielmehr Zeit mit den "neuen Medien" verbringe, als mir gut tut, ich unkonzentriert bin und aufs Surfen ausweiche, wenn es eigentlich Wichtigeres zu tun gibt - oder etwas, das ich nicht gern machen möchte.

    Ich gehe ins Internet, will etwas wissen, komme dann vom Hunderdsten ins Tausendste, am Ende ist der Kasten endlich aus und ich habe leider vergessen um was es mir ursprünglich ging...

    Das ständige Starren aufs Handy - es nervt mich!

    Ja, das erste was mir zu dem Thema einfiel war ins I-net zu gehen und einen Beitrag in der BriComm zu schreiben

    Ich bin nicht mehr jung und nicht mit den heutigen unendlichen Möglichkeiten aufgewachsen. Ich wünsche mir auch die alten Zeiten nicht zurück, in denen man endlos Bücher wälzen und tausend Leute anrufen musste, um ein paar Infos zu bekommen, die man heute in 5 Minuten zusammen hat...

    Ich muss aber was ändern... Gibt es sowas wie I-net und Smartphone-Diät? Ganz weglassen wird vermutlich schwierig...

  2. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Im Urlaub lässt es sich gut damit anfangen. Unterkunft ohne Handy-Empfang und W-Lan buchen bzw. Smartphone, Tablet etc. zu Hause lassen. Danach ist man wieder entwöhnter.

  3. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Urlaub lässt es sich gut damit anfangen. Unterkunft ohne Handy-Empfang und W-Lan buchen bzw. Smartphone, Tablet etc. zu Hause lassen. Danach ist man wieder entwöhnter.
    So sehe ich das auch. Ich gehöre der Minderheit an, die noch kein Smartphone hat. So ein einfaches Handy reicht mir völlig aus. Die meisten Hotels haben zwar inzwischen WLAN, aber ich lasse meinen Laptop grundsätzlich daheim. Dafür kommen bei mir immer ein paar Bücher ins Gepäck.

    Inzwischen empfinde ich es als richtig erholsam, wenn ich mal ein paar Tage komplett offline bin. Das gehört für mich mittlerweile zum Urlaubsgefühl dazu

  4. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Zitat Zitat von Singin-in-the-rain Beitrag anzeigen

    Ich muss aber was ändern... Gibt es sowas wie I-net und Smartphone-Diät? Ganz weglassen wird vermutlich schwierig...
    Bewusst offline/twoff-Situationen schaffen. Ja, dann bin ich halt mal 3 Stunden oder ein Wochenende lang nicht "erreichbar". Bin ich die Queen, dass ich das müsste? Und die "Notfälle" bzw. potentielle solche haben meine Festnetznr. bzw. wissen, wo ich wohne ;-).

    Ich mach das mittlerweile sehr bewusst. In der Unterrichtsini, wo ich auch vorbereite etc., ist für mich smartphone- und internetfreie Zone (meistens zumindest, was Inet betrifft. Smartphone durchgängig). Wochenends ist das Smartphone off - Internet weniger, darüber betreibe ich rel. viel Kommunikation.

    Aber die Störenfriede werden mittlerweile relativ rigoros begrenzt, die Zeiten, wo mir jederzeit ein Anruf oder eine achsowichtige, sofort zu bearbeitende Nachricht in die Privatsphäre funkte, sind vorbei. Es lebt sich deutlich entspannter so - und das Inetten macht mehr Spaß, wenns nicht ausschließlich der Prokrastination dient ;-)

  5. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Was genau ist denn jetzt pauschal gesagt besser daran, wenn man Bücher oder Zeitschriften liest statt im Netz zu sein?

    Es ist doch bei jedem Medium die Frage: Wozu nutze ich das und wie?
    Ich kann Schundromane vom Kiosk lesen oder Goethe und Schiller oder wissenschaftliche Abhandlungen.
    Ich kann die Blöd Zeitung und bunte Regenbogenblätter lesen - kann aber auch die FAZ und Fachzeitschriften wählen.
    Ich kann im TV SuperRTL und trash Sendungen gucken - oder Dokumentationen auf Arte und 3sat.
    Selbst bei realen Kontakten ist es so: Ich kann mit der Nachbarin den neuesten Tratsch über andere Leute austauschen und was es auf Friedas 80. en zum Kaffee gab - ich kann aber auch mit anderen eine politische Diskussion führen.
    Ich kann mich auch von Anrufern via Festnetz gängeln lassen - oder einfach mal ausschalten.

    Das pauschale Verteufeln des "bösen Internet" und seiner Medien kann ich nicht nachvollziehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was genau ist denn jetzt pauschal gesagt besser daran, wenn man Bücher oder Zeitschriften liest statt im Netz zu sein?
    Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber wenn ich Bücher oder Zeitschriften lese, geht bei mir das Kopfkino los, wenn ich etwas im Internet lese, nicht. Bücher und Zeitschriften finde ich persönlich entspannender als Internetseiten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das pauschale Verteufeln des "bösen Internet" und seiner Medien kann ich nicht nachvollziehen.
    Gegen das Internet an sich ist meiner Meinung nach auch nichts einzuwenden. Wichtig ist der bewusste Umgang damit - und der kann bei jedem Mensch anders sein.

  7. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Meine Antworten wären da ziemlich simpel: ständig aufs Handy starren?
    Wieso, sind denn ständig irgendwelche Notfälle zu erledigen? ist jemand sterbenskrank?

    Ich lasse mein smartphone nicht ständig an, bin einfach nicht ständig zu erreichen.
    Whatsapp ist nicht installiert.

    Und obwohl ich mittlerweile google und die Möglichkeiten des Nets wie Fahrplanauskunft und auch Wikipedia liebe brauche ich es nicht täglich.
    Gerade vor kurzem habe ich mir so wunderbare Bücher wie Atlanten zugelegt.

    Man braucht das net nicht ständig - ist einfach so.

    Ich empfehle einen meiner Lieblingsorte: Büchereien.
    Und außerdem: mehr unterwegs sein, Kurzreisen zum Beispiel. Da kriegt das Hirn Futter.
    Es ist wie ein Aussteigen aus einem Kreislauf.

    Wenn ich abends wieder nach hause komme denke ich über manches was mir vorher problematisch erschien: was hast da eigentlich fürn Problem??

    Ein Handy, jedes Gerät hat einen Ein- und Ausschaltknopf. Das ist die Lösung.
    Man verpasst auch nüscht. So sehr es einem auch wundern mag, oder so sehr die Eitelkeit gekränkt ist.

  8. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Zur "Diät": Für das Smartphone gibt es Apps, die es dann für eine voreingestellte Zeit blockieren.

  9. User Info Menu

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was genau ist denn jetzt pauschal gesagt besser daran, wenn man Bücher oder Zeitschriften liest statt im Netz zu sein?

    .
    ich denke, ein großer Unterschied liegt in der Verfügbarkeit der Zeit. Klingt jetzt seltsam, aber wenn ich etwas auf Papier, oder auch ebook lese, dann nehme ich mir extra Zeit dazu, d.h. ich mache es mir gemütlich, gehe damit was trinken, gammle dazu irgendwo rum und dann tauche ich in die Geschichten oder in ein Thema ab.

    Das Rumgedaddel ist eher eine x-beliebige Sache, die immer und überall passiert, und auch sehr schnell zur Zerstreuung führen kann, wenn man vom 100. ins 1000 kommt. Letztlich fehlt die Ruhe darin.

    Natürlich ist das eine Frage der Handhabung. Geht auch anders, aber das ist mit diesem Medium nicht "von sich aus" so gegeben wie in Büchern etc.

    Ähnlich wie beim Rauchen macht zu einem sehr großen Teil die Gewohnheit die "Sucht". So wie ich das in der Öffentlichkeit sehe, ist es für sehr viele Menschen Gewohnheit an ihrem smartphone zu kleben. Ich hab auch schon Leute im Bus u. ä. beobachet, die gar nichts damit machten, sondern nur drauf starrten. Junge Leute. Vielleicht ist das so ein Getue vor den anderen, damit die den Eindruck haben, man würde ständig mit irgendwem kommunizieren, oder sie haben tatsächlich auf eine Nachricht gewartet, keine Ahnung. Aber im Gegensatz zu Büchern hat dieses Medium heute anscheinend auch die Funktion, die die Menschen als zum-Rudel-zugehörig kennzeichnen soll. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum eine "Diät" für manche Menschen sehr schwer ist?

    Es ist eben mehr als nur ein sich-damit-beschäftigen. Es hat auch eine soziale Funktion, und damit meine ich jetzt weniger die direkte über die sozialen Netzwerke, sondern die indirekte über die Signalwirkung, oder diesen "life-style" oder wie man das auch nennen will.

    Ich entziehe mich dem noch hartnäckig, indem ich nur ein einfaches mobilfon hab und auch das nicht immer höre. Und dann halt möglichst viel raus in die Natur. Ich bin allerdings auch ein Mensch, der generell Reizüberflutungen meidet, weil ich mit denen nicht so zurecht komme. Ich weiss, dass ich mehr Kontakt zu Verwandten und auch zu ein paar Bekannten hätte, wenn ich whats app hätte. Das geht mir so flöten. Aber ich lebe immer noch und wenn es so ist, dass ich zu diesen Kontakten online sein muss, dann passt es halt nicht so vom Lebensstil. Früher haben sich auch nur die Kontakte gehalten, wo es gepasst hat.

    Generell ist es ganz interessant einfach mal ganz bewusst NICHTS zu tun. Man kann das ja auch zur Gewohnheit machen, also einmal am Tag 5 Minuten direkt nach der Arbeit oder so. Einfach hinhocken (beim liegen schläft man vielleicht ein) und nichts tun, auch keine Absicht haben. Und das Aushalten lernen. 5 Minuten können lang sein Aber es ist interessant, was da so alles in einem abgehen kann.

    Ich hab da das Gefühl, dass mir die Sinne einfach wieder etwas mehr aufgehen: ich höre plötzlich bewusst die Vögel, rieche die Luft, spüre die Wärme, nehme die Farben bewusster war, die Stimmung usw. Oder ich merke, dass ich erschöpft bin, vielleicht sogar Traurigkeit, oder innere Ruhe und Zufriedenheit, oder dass ich innerlich mit den Hufen scharre usw. Ein zeitlicher Rahmen, das einfach mal wahrzunehmen, verhindert auch, gleich wieder aktiv zu werden oder das jetzt irgendwie bewerten zu müssen. Für viele Menschen ist das bedrohlich. Oder einfach nur ungewohnt.

    Wenn man das regelmäßig macht, könnte ich mir vorstellen, dass man dann auch beim Rumdaddeln öfter mal in sich reinhorcht, ob man das jetzt wirklich will oder ob man gerade in irgend einer Vermeidung ist (Haushalt schreit, oder auch Langeweile, Einsamkeit usw)
    Geändert von Amelie63 (13.08.2016 um 08:11 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  10. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich, wenn ich online bin...

    Ich fand es bisher nicht tragisch - aber in letzter Zeit habe ich auch darüber nachgedacht.
    Weil meine Tochter inzwischen auch gern auf meinem Handy rumwuselt und sich Kurzfilme ansieht, die ich von ihr gemacht habe. Noch besser als Fernsehen finde ich, aber dass sie es auch neudings in die Hand nimmt, ohne mich zu fragen, hat mich dann echt stutzig werden lassen. Sie weiß genau wo die Galerie abgelegt ist und scrollt mit Eleganz über den Touchscreen... und das mit 3 (!) Jahren!
    Hülfe!!!
    Ich habe mir also nun die Zeitung bestellt und schaue mir die morgens an anstatt die Nachrichten online zu lesen.
    Vermeide das Handy auf den Spielplatz mitzunehmen und verlege das Internetstöbern grundsätzlich auf die Mittagsschlafzeit oder den Abend, wo sie im Bett liegt.

    Meine Entschuldigung für das viele Online-Stöbern statt Buchlesen ist, dass ich mich abends kaum mehr auf ein Buch oder einen Film konzentrieren kann, wenn ich den ganzen Nachmittag auf mein Kind achtgeben muss, das ist mir einfach zu viel. Und sage mir, dass das besser wird, je älter sie wird.

    Vielleicht liegt bei dir das nicht-konzentrieren-können auf längere Einheiten (Buch/Film) auch an irgendwas und es gibt sich wieder mit der Zeit, wenn die Stressquelle nicht mehr so akut ist.
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2016 um 15:18 Uhr)

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