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  1. Inaktiver User

    Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Liebe Forenmitglieder,

    ich nehme mir jetzt hier mal den Raum, um etwas niederzuschreiben. Wenns dem ein oder anderen zuviel ist, dann kann ich das verstehen… Wird ein recht langer Text.
    Aber es würde mich natürlich freuen, wenn der ein oder andere vielleicht einen gedanklichen Impuls für mich hätte.

    Ich bin nun knapp 30 Jahre alt, Single, wohne alleine in einer schönen Wohnung in einer Stadt, arbeite Vollzeit, hab ein Studium absolviert. In meiner Freizeit mache ich Sport, gehe gerne feiern, habe oft was vor (natürlich nur, wenn es mir gut geht).

    Seit 10 Jahren leide ich an Bulimie, dazwischen mit ein paar „freien“ Jahren. Seit viereinhalb Jahren ist es wieder ganz extrem, teilweise erbreche ich im hohen einstelligen Bereich, teilweise esse und erbreche ich den ganzen Tag. Dennoch ist es so, ich schaffe es auch mal zwischendrin ein paar Tage „normal“ zu essen. Wobei „normal“ immer mit Disziplin verbunden ist, viel Bewegung und eher tendenziell zu wenig essen. Und oft ist es so, dass ich einfach hoffe, dass der Tag vorbei geht. Ich habe dann an erfolgreichen Tagen gar keine Kraft, groß was zu machen, was mir Spaß macht, weil ich ständig solche einem inneren Druck ausgesetzt bin, dass ich den Tag auch wirklich ohne Essanfall schaffe...
    Ich wüsste auch, dass ich hier einfach mal den Sprung ins kalte Wasser wagen müsste. „Einfach mal“ essen ohne sich danach zu bewegen oder auch mal einen „Fressanfall“ drinnen behalten, aber hmmm, schwierig. Es geht mir gar nicht mehr so sehr darum, abzunehmen, ich möchte so bleiben, wie ich bin, ich find mich von meiner Figur her nun echt ok!

    Ich bin seit längerem in ambulante Verhaltenstherapie, mittlerweile sporadisch, da ich nicht das Gefühl habe, trotz einer wirklich tollen Therapeutin noch viel Neues zu erfahren. In einer Klinik war ich auch vor ein paar Jahren, hat nicht wirklich was gebracht. Im geschützten Rahmen lief es einigermaßen, zu Hause eskalierte es hingegen wieder vollends.
    Ich kenne meine „Baustellen“: Geringes Selbstwertgefühl, häufiges Gefühl innerer Leere, Perfektionismus, Gehetztsein, Einsamkeit, Schwarz-Weiß-Denken, leistungsorientierte Mutter und sich nicht wirklich abgrenzen können…

    Letztes Jahr hatte ich nen Suizidversuch unternommen, lag dadurch auf der Intensivstation, mit anschließendem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, auch da bin ich relativ schnell wieder freiwillig nach Hause, als ich gehen durfte. War für mich auch nicht einfach, da ich in der Stadt (die nicht sehr groß ist) beruflich und privat leider sehr bekannt bin und selbst im pflegerischen Bereich arbeite.

    Medikamente nehme ich keine, habe ich mal zwischenzeitlich (Antidepressiva), hat auch nicht wirklich geholfen. Die Suizidgedanken habe ich immer wieder mal sehr stark, aber ich kann mich mittlerweile gut distanzieren. Derzeit belasten mich eher meine Schlafstörungen, die ich schon seit Monaten nicht in den Griff bekomme. Aber gut, kann ich grad nicht ändern.

    Nun aber zu meinen eigentlichen „Problemen“. Ich weiß nicht, was ich in meinem Leben wirklich will. Meine Launen schwanken von jetzt auf gleich, sage ich einer Freundin ab, kann es sein, dass ich’s zwei Minuten später wieder bereue. Ich kann keine Entscheidung treffen, ohne sie tausende Male abzuwägen und dann doch zu bereuen. Ich glaube, ich bin oftmals in dieser Hinsicht sehr impulsgesteuert. Ich erzähle auch oft Dinge, gerade nur „oberflächlichen Bekanntschaften“ z. B. vom Suizidversuch oder im Job private Dinge, was ich hinterher bereue. Dann mache ich mir ununterbrochen Gedanken darüber, was die anderen nun über mich denken. Vermutlich wirke ich dadurch„nahbarer“ und „menschlich“, weiß nicht.
    Meine Therapeutin warf die Diagnose Borderline in den Raum. Kann schon sein, meine Kindheit war jetzt auch nicht sooo toll für mich, wobei ich heute ein meist ganz gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe. Bevormundet fühle ich mich dennoch. Gerade nach dem Suizidversuch machen sich meine Eltern immer noch ständig Sorgen, dass ich erneut was anstellen könnte. Meine Mutter z. B. versucht mir auch heute noch einzureden, wie falsch die Trennung von meinem Ex-Freund gewesen sei.

    Seit knapp 2 Jahren bin ich solo. Ich hatte einen tollen Ex-Freund, hab mich aber getrennt, weil ich dachte, ich liebe ihn nicht mehr. War wahrscheinlich auch so, dennoch zweifle ich heute noch manchmal an meiner Entscheidung und trauere ihm nach. Wahrscheinlich verkläre ich es zu sehr. Ich lerne viele Männer kennen, bin dann schnell „Feuer und Flamme“ (gerade unter Alkoholeinfluss nach dem Feiern), um dann ein paar Tage/Wochen später festzustellen, dass ich doch nicht verliebt bin. Dann haben sich aber meist die Männer in mich verliebt und ich muss schauen, wie ich sie wieder losbekomme und es kam durchaus schon vor, dass ich den ein oder anderen „verletzt“ habe oder mich einfach nicht mehr gemeldet habe. Dann verabscheue ich mich selber wieder dafür und frage mich, warum ich immer unüberlegt handle!

    Meine Arbeit macht mir einerseits Spaß, aber auch nur, wenn SEHR viel zu tun ist. Leere, Freiraum und ruhigere Zeiten halte ich kaum aus. Dann kommt es auch vor, dass ich während der Arbeit meine Bulimie auslebe oder eben Minusstunden mache, weil ich mich nicht anderweitig beschäftigen kann/will oder gezielt lieber zu Hause (FR)essen will.

    Freunde habe ich, ja, wobei ich die meisten dennoch als sehr sehr gute Bekannte bezeichnen würde, mit denen ich schöne Dinge unternehme. Ganz enge Freundschaften mag ich nicht, das wird mir schnell zuviel und strengt mich an. Dennoch bin ich auch neidisch auf ein paar Freundeskreise von mir, die wirklich total gut zusammenhalten und viel miteinander unternehmen. Ich unternehme meist etwas mit Einzelpersonen. Wenn es mit dem Essen gut läuft, bin ich gerne alleine. Geh dann auch alleine in eine Kneipe, lern dort wieder neue Leute kennen. Ich glaube, durch meine Extrovertiertheit (manchmal auch verbunden mit Alkohol) wirke ich durchaus interessant auf andere Menschen.

    Es ist nämlich durchaus so, dass ich an manchen Tagen mein Leben total toll finde und ich mich für ganz toll halte (Narzismus?)

    Bis auf etwa drei engere Freunde, meine Eltern und meine Therapeutin weiß aber niemand, wie es oft in mir aussieht.

    Diese innere Leere, dieses Sinnlosigkeitsgefühl gegenüber dem Leben an sich (gerade den Alltag finde ich langweilig!!), was ich oft habe, macht mich noch wahnsinnig.

    Es ist auch so, dass ich mir oft darüber Gedanken mache, warum ich eigentlich rumjammere? Ich habe KEINERLEI wirkliche Verpflichtung, nur meine Wohnung in Ordnung zu halten und zu arbeiten. Ansonsten kann ich tun und lassen was ich will.
    Andere hingegen haben Mann, Kinder, Haus und Hof und evtl. noch Tiere, Eltern zu pflegen, beruflich eine Führungsposition…
    Und ich? Ich jammere rum, weil ich mich ständig überfordert fühle. Nur, weil ich so ne doofe Essstörung hab.
    Mach ich mir das Leben einfach selbst zu schwer, weil es sonst "langweilig" wäre??

    Oft glaube ich, es liegt daran, dass ich zuviel Zeit zum nachdenken habe?! Ich denke ständig nach…
    Denke dann, dass mein Leben eh schon im Eimer ist. Ich habe durch die Bulimie starke hängende Haut (ständige extreme und schnelle Zu- und Abnahme während der Essstörung), vor allem schlimme Hängebrüste, wofür ich mich sehr schäme. Meine Zähne sind ziemlich mitgenommen, ich habe mit Sicherheit schon ein halbes Einfamilienhaus die Kanalisation heruntergespült, habe starken Haarausfall, ein aufgedunsenes Gesicht
    Dann kommen wieder die Ängste, „wenn es so weitergeht, werde ich nie wieder einen Mann finden“. „Wer will mich denn schon?“, im nächsten Moment aber „ist doch eh schon alles egal, kann ich ja auch kotzen gehen“.

    Boah, wenn ich das nochmal durchlese, finde ich mich einfach selbst NUR NOCH ANSTRENGEND!

    Seid bedankt fürs Hierlassen-dürfen und einen schönen sonnigen Tag noch allen hier!
    Geändert von Inaktiver User (19.07.2016 um 13:12 Uhr)

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    O.K. Therapieansätze hast Du ja schon genügend gehabt, von A-Z bist Du durch aber solange Du nicht willst/kannst wird sich nichts ändern...

    Es geht Dir schlecht, O.K., was erhoffst Du Dir hier? Worüber möchtest Du Dich austauschen?

    Apropos Zähne, Du weisst schon dass Du nach dem Kotzen aufgrund der Säure Dir nicht direkt die Zähne putzen sollst, dann wird diese Säure schön in den Zahn gebürstet...
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  3. User Info Menu

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Was genau hat die Therapeutin denn noch zur Diagnose Borderline zu sagen, ausser dass sie die "in den Raum geworfen hat"? Will sie hier ansetzen? Wenn ja, wie? Was genau macht diese Therapeutin denn aus, dass Du sie so "toll" findest? Und Du "Neues erfährst"? Arbeitet sie mit dir gezielt an Deiner Problematik?
    Warum gehst Du nur sporadisch hin? Warum hast Du die Klinik freiwillig so schnell verlassen?
    Da hätte es doch eine "Nach"-Begleitung gebraucht. Die gab es anscheinend nach Deinem ersten Klinikaufenthalt auch nicht.
    Mir kommt es so vor, als ob Du weglaufen würdest, wenns mal fordernder wird. Du belässt es dabei, bisschen was probiert zu haben, und dann "versteckst" Du dich dahinter und beklagst Dich, "dass das alles nix bringt".
    Nur weil jetzt die Diagnose "Borderline" im Raum steht, gibt es da auch keinen Knopf wo man drücken muss und dann ist das Problem gelöst. Im Gegenteil. Du wirst immer mitarbeiten müssen und Dich reinhängen müssen, wenn Du wirklich an einer Besserung interessiert bist.
    Therapeuten kann man wechseln, es kann auch sein, dass man eine Therapieform wählt, die einfach ungünstig und ungeeignet für einen selber ist. Dann muss man weiterprobieren.
    Mit Sicherheit ein nicht einfacher Weg, ich wünsch Dir da auch alles Gute.
    Hast Du schon mal Yoga, Meditation, Tai Chi oder was in die Richtung ausprobiert? Das kann Dir helfen, die Leere besser auszuhalten.
    life's a beach

  4. Moderation

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Ich möchte mich fairysister anschließen.


    Eine Bulimie und Depression finde ich als Diagnose nicht wirklich überzeugend, und wenn Borderline/BPD "in den Raum geworfen" wurde, was folgt denn therapeutisch daraus?

    Eine reine VT ohne weitere Ansätze, die sie dann eigentlich zu einer DBT machen würden, wäre bei Borderline nicht sinnvoll. Und da es mehrere Therapieformen gibt, die bei BPD gute Ergebnisse zeigen, wäre 1)eine Abklärung sinnvoll und 2) dann auch ein entsprechendes therapeutisches Konzept.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  5. User Info Menu

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Sie hat seid 10 Jahren Bulimie, nicht seid 2 Jahren.....

    Sie war in Kliniken, bei Psychologen und findet ihren Zugang zu sich selbst nicht um diese Spirale zu verlassen....

    Wenn sie isst, exzesiives Sporteln...

    Feiern exzessiv,

    Männer exzessiv

    Es handelt sich hierbei nicht um eine Fehldiagnose dass ist Bulimie und na ja Borderline kann sein, es ist nähmlich selbstzerstörrerisch so zu leben.

    Selbstmordversuch....

    Vollfressen bis man platzt und dann kotzen bis man völlig fertig daneben hängt und nix mehr spürt, dass ist eine Sucht....

    Dass ist ganz schlimm krank!!!!

    Aber ei ei machen hilft hier nichts, klare Ansagen, nur Du kannst die Entscheidung für Dich und Dein Leben treffen, denn es betrifft in erster Linie nur Dich...

    Aber sie weiss mittlerweile doch alles selbst, bei so einem langen Leidensweg...

    Welche Hilfe brauchst Du ist hier die Frage?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  6. gesperrt

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie


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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    und Du hast ihren Namen falsch geschrieben damit sie nicht alleine doof da steht? Oder wie soll Dein Post zu verstehen sein...?
    life's a beach

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Na wenn dass hier das grösste Problem ist, dann könnten wir zufrieden sein...

    Ich schenck oder schenk oder schänck Dir so viele T wie Dich glücklich machen
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  9. Moderation

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Welche Hilfe brauchst Du ist hier die Frage?

    Das ist in der Tat eine wesentliche Frage, und genau aus dem Grund habe ich auch meinen Beitrag verfasst.


    Vor die Behandlung hat der liebe Gott nämlich die Diagnose gestellt, und das gilt für psychische Störungen genau wie für andere Krankheitsbilder.


    Damit man weiß, was man eigentlich behandelt, und damit man eine passende Behandliungsform wählt.


    Ich wiederhole mich, es gibt geeignete Therapieformen für Borderline, VT gehört erst mal nicht dazu, insofern ist die Frage Borderline ja oder nein, eine berechtigte.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  10. Inaktiver User

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von fairysister Beitrag anzeigen
    Was genau hat die Therapeutin denn noch zur Diagnose Borderline zu sagen, ausser dass sie die "in den Raum geworfen hat"? Will sie hier ansetzen? Wenn ja, wie? Was genau macht diese Therapeutin denn aus, dass Du sie so "toll" findest? Und Du "Neues erfährst"? Arbeitet sie mit dir gezielt an Deiner Problematik?
    Warum gehst Du nur sporadisch hin? Warum hast Du die Klinik freiwillig so schnell verlassen?
    Da hätte es doch eine "Nach"-Begleitung gebraucht. Die gab es anscheinend nach Deinem ersten Klinikaufenthalt auch nicht.
    Mir kommt es so vor, als ob Du weglaufen würdest, wenns mal fordernder wird. Du belässt es dabei, bisschen was probiert zu haben, und dann "versteckst" Du dich dahinter und beklagst Dich, "dass das alles nix bringt".
    Nur weil jetzt die Diagnose "Borderline" im Raum steht, gibt es da auch keinen Knopf wo man drücken muss und dann ist das Problem gelöst. Im Gegenteil. Du wirst immer mitarbeiten müssen und Dich reinhängen müssen, wenn Du wirklich an einer Besserung interessiert bist.
    Therapeuten kann man wechseln, es kann auch sein, dass man eine Therapieform wählt, die einfach ungünstig und ungeeignet für einen selber ist. Dann muss man weiterprobieren.
    Mit Sicherheit ein nicht einfacher Weg, ich wünsch Dir da auch alles Gute.
    Hast Du schon mal Yoga, Meditation, Tai Chi oder was in die Richtung ausprobiert? Das kann Dir helfen, die Leere besser auszuhalten.
    Hallo fairysister,
    hm, ansetzen tun wir indirekt ja dadurch, dass wir darüber sprechen, was mich belastet. Sie gibt mir dann schon "Ratschläge", die mir auch weiterhelfen, aber oft halt nur kurzfristig.
    Sporadisch nur deshalb, weil es für mich oft vergeudete Zeit ist und es mir komischerweise oft DANN gut geht, wenn ich einen Termin habe und dann gar nicht groß weiß, was ich mit reden soll, ich bräuchte sie eher "spontan" in Krisensituationen.
    Ich find sie deshalb gut, weil sie mir zuhört und mir wie gesagt schon auch Tipps gibt, wie ich in manchen Situationen handeln soll (im Umgang mit Kollegen, Männern, meinen Eltern).
    Da sie ja keine Psychiaterin oder Ärztin ist, kann sie ja nicht felsenfest die Diagnose stellen.
    In der Psychiatrie hat man "akute Belastungsreaktion" diagnostiziert. Frühzeitig bin ich deshalb gegangen, weil ich mich von meiner Krise wieder erholt hatte und ich dort ja nur zum Stabiliseren war, es gab dort z. B. keine Psychologengespräche. Ein Medikament wurde angesetzt, aber richtig begeistert war ich von Antidepressiva nie, hab dort erlebt, wie abgestumpft manchen Menschen durch Pillen werden. Erlebe das auch tagtäglich in meinem Job.
    Ich hab mich dort eher gelangweilt, sollte 2 oder 3 Termine am Tag wahrnehmen (Sport, Basteln...) und sonst war rumsitzen, auf die nächste Mahlzeit und mit den Mitpatienten austauschen angesagt. Da bin ich lieber wieder zur Arbeit gegangen.

    Ich hab einmal bei einer Umfrage für Borderliner mitgemacht (wollte an einer angesehenen Studie teilnehmen) und dort erfüllte ich einige Kriterien, aber für die Studie hats nicht "gereicht".
    Ich wüsste nicht, was es mir wirklich bringen sollte, wenn ich nun diese Diagnose erhalte.
    Eine DBT-Therapie werde ich nicht machen, dauert ja i. d. R. 12 Wochen. Das kann ich mir beruflich nicht leisten.

    Zu deiner Frage: Yoga, Tai Chi - hab ich durch. Yoga find ich anstrengend, Tai Chi langweilig.
    Dafür gehe ich viel spazieren, das ist ja auch "entspannend" und ich bin mit mir selbst konfrontiert.

    Aber du hast schon irgendwo recht, ich hab alles ein bisschen versucht und getestet und denk dann ganz schnell "bringt eh nichts".

    Ich möchte es halt immer noch ALLEINE schaffen. So blöd kann ich doch gar nicht sein, dass ich das nicht endlich mal auf die Reihe krieg...

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