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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Leben besteht doch nicht immer nur aus Party und Action. Wieso geht es mir nur dann gut, wenn "viel los" ist?!?! Alltag find ich öde! Das war vielleicht auch der Grund für das Aus meiner Beziehung, weil ich es zu langweilig fand und was "Neues" erleben wollte...
    Das steht doch in deinem beitrag davor .

    Du weißt doch gar nicht, was frei-zeit ist und du kannst sie nicht genießen, weil du es nicht gelernt hast, nicht gewohnt bist. Freie zeit ist sinnloser leerlauf, der unbedingt mit etwas aufgefüllt werden muß - "wer rastet, der rostet".


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings. Selbst wenn ich krank war, habe ich mich schuldig gefühlt. Wie oft habe ich gehört „(Warum) Hast du schon wieder Kopfweh?“ Ich habe bereits Migräne, seit ich 11 oder 12 bin. Getröstet wurde ich nie so wirklich. Es klang immer vorwurfsvoll. Deshalb erzähle ich auch heute nur ungern, wenn ich mal Migräne hab oder krank bin (was ich sehr selten bin). Ich gehe auch mit Migräne in die Arbeit, hab gelernt, meine Bedürfnisse zu übergehen.
    Kranksein ist Schwäche. Meine Mutter war, seit ich das bewusst wahrnehme lediglich einmal krankgeschrieben, wegen einer dringend notwendigen OP, die sie auch so lange rausschob, bis gar nichts mehr ging… Sie hat IMMER gearbeitet.
    Vielleicht könnte deine "medizin" das gegenteil von dem sein, was du bis jetzt versucht hast. Statt noch mehr sport, noch mehr aktivitäten und alles aufschreiben, noch mehr arbeit und noch mehr hobby, mal weniger. Mal zunächst vielleicht 5 minuten nichts tun, gar nichts, höchstens den wolken nachschauen. Und dir die erlaubnis und den trost, die du von deiner mutter nicht bekommen hast, jetzt selbst geben: "ja, es geht dir nicht gut, bleib ruhig einmal liegen und ruh dich aus." Anerkennen, was ist und es lassen können und nicht weg haben wollen, um (endlich) im sinne deiner mutter, im sinne anderer, zu funktionieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deine Signatur ist übrigens toll! :-)
    danke

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  2. Inaktiver User

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Andrea, Du lebst wirklich das Leben "Es reicht nie"

    ...alles nur wenn es exczessiv ist, alles muss immer ganz viel sein, wenn alles ganz viel ist bin ich gut von mir abgelenkt und dann fühle ich mich nicht...

    Kleine Schritte, wenn Du das nur hörst stellen sich Deine Haare zu Berge, so ein Blödsinn dass muss man anpacken und weg machen, so wirkst Du auf mich!!!

    Aber Dir ist schon klar, dass Fressen und Kotzen Knöpfe sind sich weg zu ballern, so fertig danach zu sein um mit Recht sagen zu dürfen, mir geht es schlecht. Klar, der Köper ist von so einem Ess-Kotz Marathon auch erschöpft...

    Du reichst Dir nicht, vielleich ist das ein Betrachtungspunkt für die Betrachtung beim Psychologen

    Wieso reiche ich mir nicht? Warum reicht mir mein Leben nicht? Warum reicht mir mein Essen nicht? Warum reicht nichts, warum habe ich so einen Hunger nach mehr? Warum werde ich nicht vom Leben nicht satt?

    Keine Ahnung ob das so ist, das wirkt so auf mich....Wenn ich falsch liege, sorry?

    Gibt es ein traumatisches Erlebnis in Deinem Leben, bitte nicht hier schreiben, damit kann man in ein tiefes Loch fallen wenn man es erzählt, ein ja oder nein reicht völlig....

    Hallo Veranoazul,

    ich erzähle nur ausgewählten Leuten von meiner Essstörung und wie extrem es ist.
    Also in dem Sinn hab ich ja keinen "Profit" davon, dadurch sagen oder es zeigen zu können/dürfen, dass es mir schlecht geht.
    Ich würde gerne laut in die Welt rausschreien "Schaut mich an, wie ich mich kaputt mache, welche Kraft ich aufwende, wie schei*e es mir geht, wie ich mich selber hasse, wie ich ständig im Hamsterrad laufe und keinen Ausweg finde".
    Gerade meine Arbeitskollegen denken wahrscheinlich, was ich für ein "tolles" Leben habe, gut, vll finden sie es anstrengend, kann auch sein. Aber ich kann viel erzählen, da ich viel unternehme, viele Leute kenne. Immer viel viel viel. Oh man, ich merks ja schon selbst :-)
    Was mir auch schon selbst aufgefallen ist: Ich nehme soviel um mich herum wahr, was anderen gar nicht auffällt. Zum Beispiel "Hast du den grad gesehen?" (auf der Straße jemand Bekannten, der einfach mal schnell um die Ecke ist und wo meine Freunde erst nachdenken müssen "wer ist das eigentlich", weil wir ihn nur oberflächlich "kennen". Ich merke mir Namen von Menschen, die für mein Leben völlig unwichtig sind. Ich sehe Leute und denke "ach, den hab ich ja vor ein paar Jahren mal als Kunden in meinem Nebenjob das und das verkauft (und wenns nur ne Zeitung war).
    Ich habe den Eindruck, auf mich prasseln viel mehr äußere Dinge ein, die ich verarbeite, als ichs bei anderen erlebe. Ich habe meine Augen irgendwie überall, aber leider nicht in mein Inneres gerichtet...

    Weshalb ich mir nicht reiche, begründe ich damit, dass mir das nie vermittelt wurde so richtig, dass ich GUT GENUG bin und einfach SEIN DARF, ohne was leisten zu müssen...

    Ein Trauma denke ich nicht, dass ich erlebt habe. Verdrängt man ja oft. Ich wurde des Öfteren geschlagen, wenn ich nicht funktioniert habe,ja, das schon, nicht nur "leicht geohrfeigt", aber das sehe ich nicht als Trauma an.

  3. Inaktiver User

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Threadstellerin,
    gab es einen Betroffenenbericht / Buch / Internetinformation, wo Du eine Einheit Hilfe gefunden hast ?

    Gab es "Ratschläge" die Du - wenn Du im Vollbesitz Deiner Kraft bist - als s...blöde bewertest ?

    Kannst Du ein Notizheft anfangen, und versuchen, positive Sätze / Handlungsideen und negative zu sammeln, bis Du von beiden 10 oder 15 hast ?

    Kannst Du für Dich die Trigger herausfinden, die Dich zum fressen bringen ? Gibt es Da eine Möglichkeit
    dass Du die Trigger frühzeitig erkennst bzw. Dich in Nicht-Triggersituationen damit beschäftigst, wie Du dann anders reagieren könntest ?

    Hast Du die Idee schon ausprobiert, dass Du Mit Dir einen Vertrag machst: Die nächsten 3 Tage ( 3 Tage sind 72 Stunden - genau sein ) wird nicht gefressen ? Dann keinen Vertrag machen - für mindestens eine Woche !! und irgendwann nach einem F/K Anfall nochmals einen Vertrag für drei Tage.


    Ein hilfreiches Buch habe ich ja, darin könnte ich direkt mal wieder blättern. Aber ne dauerhafte Hilfe war es mir leider nicht.

    Die Trigger weiß ich, die sind mir auch vorher durchaus bewusst, aber dann kann ich oft nicht mehr umlenken. Selten gelingt es mir, aber wirklich äußerst selten.

    Das mit dem Vertrag habe ich schon des Öfteren gelesen. Ich glaube, dass ich mich damit selbst verarschen würde. Weiß auch nicht, das ist für mich so wenig greifbar und es wäre mir so egal, wenn ich erst mal in der Spirale stecke.
    Vielleicht könnte ich den Vertrag aber mit einer Freundin machen...

    So etwas ähnliches wie das Notizheft habe ich früher mal gemacht, habe auch viele Spruchkarten gesammelt und immer wieder durchgelesen, dass mache ich auch heute noch.

    Danke dir, allesch für deine Anregungen!

  4. Inaktiver User

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, gut, es kann sein, dass sie Dich hinführen möchte zu dem was Du als schön und gut für Dich empfindest? Könnte es sein, dass sie Dir helfen möchte weg zu kommen von dem auf Probleme fixierten Denken hin viel mehr Resilienz und trotz des Verstehens, dass das Leben unangenehme Seiten hat für jeden von uns und mit diesen erwachsen umgehen zu können, sich viel mehr an den schönen Seiten zu erfreuen und eine positive Lebenseinstellung zu haben?

    Ja, das hat sie mir auch schon so gesagt :-) Und ich fang das jetzt wieder an, denn es tat mir schon gut!! Ich habe viele kleine schöne Erlebnisse tagtäglich, aber das verliere ich so aus den Augen.
    Auch, dass ich z. B. "ich muss" zu "ich will" oder "ich darf" umformulieren sollte. War auch ein guter Tipp von ihr!

    Sie hat mir neulich gesagt, dass ich durchaus Fortschritte gemacht habe und nicht mehr wie ein gleich überschwappendes Pulverfass zu ihr in die Stunde komme. Und das nehme ich auch selbst wahr, das ist schon richtig.
    Ich bin nicht mehr ganz so auf Turbo.

  5. Inaktiver User

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Morgen ist Freitag, endlich!
    Ich habe vier ganz schreckliche (Essens-)Tage hinter mir, keinen Sport gemacht, kein Geld mehr am Konto. (Hoffe, dass morgen mein Gehalt kommt).

    Immerhin hatte ich am Dienstag Abend ein tolles Treffen mit einem Freund und obwohl ich (auch objektiv) reichaltig gegessen habe, konnte ich es bei mir behalten, weil ich den Abend nicht mit Erbrechen ausklingen lassen wollte, da war ich sehr stolz auf mich.

    Am Wochenende habe ich schon wieder (viel zu) viel geplant. Um dann wahrscheinlich am Montag wieder in ein Loch zu fallen.
    Aber man weiß es nicht. Erst mal morgen wieder aufraffen. Einen Tag gut schaffen!
    4 solche Tage hatte ich schon ewig nicht mehr.
    Und dennoch verabscheue ich mich nicht gar so stark, wie sonst nach solchen Tagen.
    Ich hab ein bisschen mehr einen "LMAA" Haltung. Ob das gut ist? Ich weiß es nicht.
    Aber wer weiß das schon ? :-)

    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und freue mich so, dass ich so tolle Anregungen von euch bekomme!!

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Hallöchen Andrea,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Immerhin hatte ich am Dienstag Abend ein tolles Treffen mit einem Freund und obwohl ich (auch objektiv) reichaltig gegessen habe, konnte ich es bei mir behalten, weil ich den Abend nicht mit Erbrechen ausklingen lassen wollte, da war ich sehr stolz auf mich.
    Das ist natürlich toll! Aber das hier


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    4 solche Tage hatte ich schon ewig nicht mehr.
    Und dennoch verabscheue ich mich nicht gar so stark, wie sonst nach solchen Tagen.
    Ich hab ein bisschen mehr einen "LMAA" Haltung.
    finde ich um einiges besser!!! Wenn ich LMAA richtig interpretiert habe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob das gut ist? Ich weiß es nicht.
    Aber wer weiß das schon ? :-)
    Ja, ist es. Sich selbst zu verachten , ist sicherlicht NICHT der Weg raus aus der Bulimie!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Am Wochenende habe ich schon wieder (viel zu) viel geplant. Um dann wahrscheinlich am Montag wieder in ein Loch zu fallen.
    Aber man weiß es nicht. Erst mal morgen wieder aufraffen. Einen Tag gut schaffen!
    Mich würde mal interessieren, wie viel für dich zu viel ist, damit wir dir vielleicht sagen können, wie man weniger macht und es dir doch reicht!?

    LG

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