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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen


    Vor die Behandlung hat der liebe Gott nämlich die Diagnose gestellt, und das gilt für psychische Störungen genau wie für andere Krankheitsbilder.


    Und das ist wirklich gar nicht mal so schlecht zu wissen. Und damit erklärt sich mir auch, warum Menschen versuchten mir immer mal wieder nahe zu legen, ich persönlich sei vom Kurs abgekommen, obwohl ich es gar nicht war.


    Ich ärgerte mich in jungen Jahren öfters darüber, die äußere Welt als gesund und normal betrachten zu müssen...



    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  2. Inaktiver User

    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    O.K. Therapieansätze hast Du ja schon genügend gehabt, von A-Z bist Du durch aber solange Du nicht willst/kannst wird sich nichts ändern...

    Es geht Dir schlecht, O.K., was erhoffst Du Dir hier? Worüber möchtest Du Dich austauschen?

    Apropos Zähne, Du weisst schon dass Du nach dem Kotzen aufgrund der Säure Dir nicht direkt die Zähne putzen sollst, dann wird diese Säure schön in den Zahn gebürstet...

    Ich will ja! WIRKLICH! Ich weiß nur einfach nicht mehr, was ICH noch tun kann, ich möchte in keine Klinik mehr gehen und ich hab alles durch.
    Klinik, ambulant, Medikamente, Selbsthilfegruppen...

    Was ich mir erhoffe, weiß ich gar nicht.
    Ich fühle mich halt so verloren in mir selbst, ich kann es gar nicht beschreiben. Ständig nach außen hin zu funktionieren obwohl es einem nicht so gut geht, ist anstrengend, darum wollte ich es hier einfach mal niederschreiben.
    Vielleicht wünsche ich mir einfach etwas Zuspruch :(

    Das mit dem Zähneputzen weiß ich, aber danke dir :)

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber du hast schon irgendwo recht, ich hab alles ein bisschen versucht und getestet und denk dann ganz schnell "bringt eh nichts".
    Genau das ist das Problem. Du hast nicht hinter Deinen Therapien gestanden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will ja! WIRKLICH! Ich weiß nur einfach nicht mehr, was ICH noch tun kann, ich möchte in keine Klinik mehr gehen und ich hab alles durch.
    Klinik, ambulant, Medikamente, Selbsthilfegruppen...
    Du hast eben nicht alles durch. Sich irgendwohin zu setzen und in die Luft zu gucken hilft nicht. Man muß sich auf eine Therapie auch einlassen und sich dafür öffnen. Was Du noch tun kannst ? Eine Therapie, zu der Du bereit bist, beginnen und wirklich mitmachen. Zu Beginn ist das üblicherweise sehr schmerzhaft, aber da muß man durch. Ich habe vor einiger Zeit mal mit depressiven Patienten, die eine stationäre Psychotherapie machten, gesprochen. Die Aussage war "als ich herkam, dachte ich, es ginge mir schlecht. Nach zwei Wochen wußte ich, was "schlecht-gehen" wirklich heißt.

    Also reiß Dich am Riemen und übernimm Verantwortung für Dich und Dein Leben.

    Gruß

    W.

  4. gesperrt

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne meine „Baustellen“: Geringes Selbstwertgefühl, häufiges Gefühl innerer Leere, Perfektionismus, Gehetztsein, Einsamkeit, Schwarz-Weiß-Denken, leistungsorientierte Mutter und sich nicht wirklich abgrenzen können…
    Aus der Liste lassen sich ja leicht eine ganze Menge Hausaufgaben ableiten, und Übungen, um das Leben zu verändern. Tust du da einigermassen systematisch und regelmässig etwas dafür?

    Ich weiß nicht, was ich in meinem Leben wirklich will.
    Das ist etwas, das man nicht wirklich erzwingen kann. Eine sinnvollere - kleinere - Frage wäre vielleicht: was will ich hier und jetzt? Was will ich WIRKLICH hier und jetzt? - sich diese Frage gelegentlich zu stellen, kann zu überraschenden Antworten führen. :-)

    Ich kann keine Entscheidung treffen, ohne sie tausende Male abzuwägen und dann doch zu bereuen.
    Man kann sich selbst dazu zwingen, einmal gemachte Entscheidungen nicht mehr in Frage zu stellen - zu beschliessen, sobald die Entscheidung getroffen wurde, ist es so wie es ist.

    Irgendwann wirst du dann auch erleben, wie befreiend es ist, Entscheidungen zu treffen. Getroffene Entscheidungen fokussieren die Energie und schenken Kraft.

    weil ich dachte, ich liebe ihn nicht mehr. War wahrscheinlich auch so,
    Hast du denn ein Gefühl für die Dinge? Weisst du, wie sich Liebe anfühlt, Freundschaft, Sympathie, sexuelles Angezogensein, Respekt...? und wie sie sich unterscheiden?

    Dann verabscheue ich mich selber wieder dafür und frage mich, warum ich immer unüberlegt handle!
    und, warum tust du es?


    Meine Arbeit macht mir einerseits Spaß, aber auch nur, wenn SEHR viel zu tun ist. Leere, Freiraum und ruhigere Zeiten halte ich kaum aus. Dann kommt es auch vor, dass ich während der Arbeit meine Bulimie auslebe oder eben Minusstunden mache, weil ich mich nicht anderweitig beschäftigen kann/will oder gezielt lieber zu Hause (FR)essen will.
    Ein Alternativprogramm für die ruhigen Stunden festlegen ist keine Option?


    Es ist nämlich durchaus so, dass ich an manchen Tagen mein Leben total toll finde und ich mich für ganz toll halte (Narzismus?)
    Unsinn! Freu dich an den Tagen, wo du dich toll findest, und geniesse es, ohne gleich wieder ein Problem dran kleben zu wollen.

    Diese innere Leere, dieses Sinnlosigkeitsgefühl gegenüber dem Leben an sich (gerade den Alltag finde ich langweilig!!), was ich oft habe, macht mich noch wahnsinnig.
    Wenn Geld und Zeit kein Thema wäre, wie würdest du denn leben? Wenn du alle Möglichkeiten hättest?


    Ich jammere rum, weil ich mich ständig überfordert fühle. Nur, weil ich so ne doofe Essstörung hab.
    Mach ich mir das Leben einfach selbst zu schwer, weil es sonst "langweilig" wäre??
    So nach dem was du beschreibst, hast du Grund genug, damit ge- oder manchmal auch über-fordert zu sein.

    Gerade wenn es um das Thema Essen geht, ist ein "anderen geht's noch schlimmer, stell dich nicht so an!"-Ansatz wohl ganz falsch.

    Kannst du denn Essen überhaupt geniessen?

    Oft glaube ich, es liegt daran, dass ich zuviel Zeit zum nachdenken habe?! Ich denke ständig nach…
    Nachdenken ist doch etwas Gutes! Was sind denn die Ergebnisse des Nachdenkens, bringen sie dich weiter? Helfen sie?

    Denke dann, dass mein Leben eh schon im Eimer ist.
    nein, ist es nicht. Da ist noch sehr vieles möglich.

    gruss, barbara

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will ja! WIRKLICH! Ich weiß nur einfach nicht mehr, was ICH noch tun kann, ich möchte in keine Klinik mehr gehen und ich hab alles durch.
    Klinik, ambulant, Medikamente, Selbsthilfegruppen...
    Liebe Andrea,

    zwei Anregungen möchte ich dir hierlassen:
    1. Narzissmus ist gar nichts von alldem. Und davon verstehe ich was.
    2. Vom ganzen Rest verstehe ich nicht wirklich viel über die Küchentischebene hinaus.
    Aber eine Idee wäre: hast du dich schon mal mit Heilfasten befasst? Das kann ganz viel - mit dem Körper UND mit der Psyche. Untergewichtig bist du vielleicht nicht (bei Bulimie ist das Gewicht ja häufig im Normbereich), aber selbst wenn, kann man damit viel in Bewegung setzen.
    Du solltest es sicherlich von einem wirklich erfahrenen Arzt begleiten lassen, aber möglicherweise ist das eine Hilfe für dein Problem, um zumindest die eingefahrenen Muster der Ernährungsstörung aufzubrechen und um einen besseren Zugang zu dir selbst zu bekommen.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Ich kann gut verstehen dass Du müde bist und hoffnungslos, da kein Versuch Besserung verschafft hat.
    Aber bitte gib nicht auf! Es lohnt sich, weiter zu kämpfen und nach einer für Dich passenden Hilfe zu suchen.
    life's a beach

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab mich dort eher gelangweilt, sollte 2 oder 3 Termine am Tag wahrnehmen (Sport, Basteln...) und sonst war rumsitzen, auf die nächste Mahlzeit und mit den Mitpatienten austauschen angesagt. Da bin ich lieber wieder zur Arbeit gegangen.
    Dass du dich langweilst, da bin ich beim lesen ein paar mal drüber gestolpert und dann in kombination mit dem strangtitel: Nicht wissen, was man im Leben will - kann es sein, dass du einen weg in deiner berufs- und lebensplanung eingeschlagen hast, der gar nicht deiner ist? Wie bist du nach der schule zu deinem studium gekommen, wessen vorstellung von leben ist "eine schöne wohnung, arbeite vollzeit"?

    Wäre es möglich, dass du ganz versteckt in dir drin als kind, jungendliche eigentlich andere wünsche, träume und pläne gehabt hättest, aber den "vernünftigen" oder den '"richtigen" weg gewählt hast, weil "man das so macht", weil "das so richtig ist", weil "deine eltern sonst enttäuscht werden" und jetzt wirst du zwischen langeweile und überforderung hin- und hergerissen genauso wie zwischen fr-essen und k***, weil du im falschen leben feststeckst?

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Aber eine Idee wäre: hast du dich schon mal mit Heilfasten befasst? Das kann ganz viel - mit dem Körper UND mit der Psyche. Untergewichtig bist du vielleicht nicht (bei Bulimie ist das Gewicht ja häufig im Normbereich), aber selbst wenn, kann man damit viel in Bewegung setzen.
    und dass ist dass schlechteste was man einem Menschen mit einer Essstörung raten kann, eine Ernährungsumstellung die nur temporär bei einem gesunden Essverhalten gesund ist!

    Andrea, bitte beschäftige Dich nicht mit diesem Thema, Du hast ganz andere Baustellen!
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Aber du hast schon irgendwo recht, ich hab alles ein bisschen versucht und getestet und denk dann ganz schnell "bringt eh nichts".

    Ich möchte es halt immer noch ALLEINE schaffen. So blöd kann ich doch gar nicht sein, dass ich das nicht endlich mal auf die Reihe krieg...
    Liebe Andrea,

    ein bischen hier von ein bischen davon und schon wird daraus ein Kraut und Rübentopf...

    Eigentlich wünscht Du Dir dass Dir jemand einen Helm auf den Kopf setzt und alles ist gut!

    Du gibst auf bevor Du begonnen hast, bevor Du soweit an Dir gearbeitet hast dass eine Verhaltensänderung passiert, dass dauert Monate, Jahre und ist alles andere als LANGWEILIG, dass ist anstrengend, dass ist schmerzhaft, schön reden kann man das nicht.

    Du willst nicht raus, dein Kotzen hilft Dir nämlich temporär alles auszublenden was Dir weh tut, Dir Langeweile zu nehmen denn danach bist Du so fix und alle dass Du erst einmal Erholung brauchst.

    Warum ich das weiss? Weil ich das Spiel selber jahrelang gespielt habe... Ich kotze nicht mehr, aber mein Essen habe ich nicht im Griff aber ich bin glücklich, ich bin frei geworden in mir...

    Wie lange das gedauert hat? Es wird nie aufhören, denn ich will mich entwickeln, ich will glücklich sein und auch keine guten Momente haben denn so ist das Leben!

    Von wegen ich kann vom Job nicht weg, blablabla, vorgeschoben und dass weisst Du ganz genau!

    Es ist Deine Entscheidung im Jammertal zu bleiben und darauf zu hoffen dass Du hier ein paar tröstende Worte findest, aber in wie fern sollte Dich das weiterbringen? Es lässt Dich verharren....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  10. gesperrt

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    AW: Nicht wissen, was man im Leben will, „Fähnchen im Wind“ und Bulimie

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Du willst nicht raus, dein Kotzen hilft Dir nämlich
    Auch ein Ansatz: mal gründlich oder sorgfältig darüber nachdenken, wobei hilft das Erbrechen? Welche Bedürfnisse befriedigt es? - das müssen wohl ein paar grosse, wichtige Bedürfnisse sein, da es so hartnäckig ist!

    Und falls du da Ideen hast, und Bedürfnisse, welche das Erbrechen erfüllt - könnte man diese Bedürfnisse auch auf ANDERE Weise erfüllen? - das könnte den Druck von der Bulimie etwas wegnehmen, einfach weil sie dann weniger notwendig ist.

    gruss, barbara

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