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  1. Inaktiver User

    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    THReadstellerin, wenn ich das richtig zusammenfasse gibt es derzeit folgende Fakten in Deinem Leben

    1) Du bist arbeitslos.
    2) Du hast auch wenig Bildung d.h. wenig Möglichkeiten, Dich mit - nun ja- Dingen zu beschäftigen, die einen trotz der 24-Stunden-Zeithaben-Zeit ausfüllen. Nicht Zeit-Totschlagen.
    3) Du hast keinen Partner - kein Kind- keine Freunde an Deinem Wohnort. Hast Du einen Bekanntenkreis ?
    4) Möglicherweise hast du Heimweh- das ist keine Altersfrage, das kann jedem passieren
    5) Du hast kein Hobby.

    Könnte es sein, Dass Du Dich mit einer veritablen Depression herumschlägst ?

    Die Entscheidung, was ich esse - das läuft nebenher und sehr spontan.
    Die Entscheidung ob ich die Wohnung aufräume - das läuft nebenher und sehr spontan
    Die Entscheidung, ob ich rausgehe - Kontakte pflege - mit wem - wie lange - das ergibt sich mehr oder weniger von selbst. Manchmal schreibe ich mir was auf - Geburtstagsanruf nicht vergessen - aber eigentlich läuft das auch nebenbei.
    Die Entscheidung, was ich anziehe - dito
    Die Entscheidung ob Fernsehen oder nicht - nach Blick in die Zeitung - aber mehr oder weniger nebenbei

    Und ich denke, es geht bei 100.000 Menschen so, dass die Alltagsentscheidungen einfach innerhalb der täglichen Routine "gehandelt" werden, das brauch keine gr9ße Entscheidung. Gut - ich kann sagen, heute will ich meinen Kleiderschrank mal ausmisten und lasse dafür Essen kochen - Geschirr spülen- usw. liegen. Es gibt
    nur ein Butterbrot. ABer auch das ist keine schwere Entscheidung.

  2. gesperrt

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    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    2) Du hast auch wenig Bildung d.h. wenig Möglichkeiten, Dich mit - nun ja- Dingen zu beschäftigen, die einen trotz der 24-Stunden-Zeithaben-Zeit ausfüllen. Nicht Zeit-Totschlagen.
    man muss doch nicht studieren, um etwas zu finden, das den Tag sinnvoll ausfüllt...



    Und ich denke, es geht bei 100.000 Menschen so, dass die Alltagsentscheidungen einfach innerhalb der täglichen Routine "gehandelt" werden, das brauch keine gr9ße Entscheidung.
    Es geht hier um Desideria und nicht um "100'000 Personen". Man kann nie von sich selbst auf andere schliessen und grundsätzlich nicht von einer Person auf eine andere Person. zu sagen "aber alle andern schaffen das auch!" ist alles andere als hilfreich.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es geht hier um Desideria und nicht um "100'000 Personen". Man kann nie von sich selbst auf andere schliessen und grundsätzlich nicht von einer Person auf eine andere Person. zu sagen "aber alle andern schaffen das auch!" ist alles andere als hilfreich.
    Stimmt, aber di epathologische Komponente sollte berücksichtigt werden. Normal ist es nicht das man bei alltäglichen Entscheidungen so empfindet und das deutet auch einen depressiven Vorgang hin. Da ist eine gewisse Entscheidungsarmut und -unfähigkeit an der Tagesordnung und das sollte behandelt werden.

  4. Inaktiver User

    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Vielleicht kann sich die TE einfach nochmal melden und was dazu sagen, welcher Schuh sie eigentlich konkret drückt.

  5. Inaktiver User

    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Hier nun gleich wieder jemanden in eine pathologischen Situation zu schreiben, gar einer Depression, ohne mehr aus der Situation und dem Menschen erfragt zu haben, als es das Eingangsposting hergab - das zeigt wenige Nuancen und Wissen um die Vielfältigkeit menschlichen Seins.

    Auch finde ich eine so direkte Ansprache, die noch dazu eine Vorannahme darstellt - von mangelnder Bildung schon ein wenig grenzwertig. Eine nicht hochakademischen Job innezuhaben, bedeutet nicht per se über wenig Bildung zu verfügen.


    Eine Menge Vorannahmen, Ratschläge, teilweise mit wenig Feingefühl und Respekt, vor allem aber ... ohne Mitwirkung der Person, die sich hier versuchte zu zeigen - in ihrem Problem.


    Solche Verläufe sind mittlerweile in vielen Strängen zu beobachten und wäre es vermutlich auch wert, diesem Thema einen eigenen Strang zu widmen.

  6. gesperrt

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    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Entscheidungen kosten Energie. Wenn die Wahlmöglichkeiten sehr groß erscheinen und eine gewisse Erschöpfung dazu kommt, fühlt man sich davon manchmal ein wenig überfordert, besonders wenn man das Gefühl hat, sich zeitnah entscheiden zu müssen. Und dieser Druck erzeugt dann eine gewisse Verstimmung.

    Wenn man alleinstehend ist bzw. niemanden hat, an den man gewisse Entscheidungen übergeben kann, ist das schon ein wenig blöd. Dazu kommt dieses ausgebremste Gefühl aus dem alten Job, in dem es üblich war, seine Zeit totzuschlagen, anstatt sie effektiv zu nutzen.

    Ich würde dir raten, mal auf einen Besuch nach München zu fahren und dort auf andere Gedanken zu kommen. Du hängst mom. mit deinen Gedanken in einer Schleife fest. Du brauchst Denkanstöße von außen. Du solltest das auch nicht lange aufschieben.

  7. User Info Menu

    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Wenn ich die TE wäre würde ich allesch für die Punkte eins bis fünf eine überziehen - auch wenn sie so überspannt reagiert und so eigenartig tickt

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Wenn ich die TE wäre würde ich allesch für die Punkte eins bis fünf eine überziehen - auch wenn sie so überspannt reagiert und so eigenartig tickt
    see you on be friends online!

  9. Inaktiver User

    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Wer außer Dir selber, soll denn über Dein Leben entscheiden? Wir alle treffen jeden Tag neue Entscheidungen!

    Wenn wir das nicht tun, treffen wir zumindestens die Entscheidung alles so belassen, wie es ist!

  10. Moderation

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    AW: Manchmal bin ich es leid, alles selbst zu entscheiden.

    Ob ich die TE verstehen kann, kann ich nichtbeurteilen, aber ich kenne eine ähnliche Situation von mir.

    Ich bin auch alleinstehend, habe eine eigene Firma, war in einem Verein in einer Entscheiderposition und betreibe einen Sport in dem ich Teamleaderin bin.
    Und das hieß, ich muss alle wesentlichen und auch alle unwesentlichen Entscheidungen selbst treffen und in der Regel alleine, weil sich alle anderen auf mich verlassen.
    Und gelegentlich war ich es leid, ich hatte keine Lust wirklich alle Entscheidungen zu treffen.


    Dafür dass ich alle meine wesentlichen Lebensentscheidungen selbst treffen darf, kann und muss bin ich dankbar - das habe ich mir ja auch so ausgesucht, aber ich empfinde es schon auch als entspannend, wenn ich mal Entscheidungen nicht selbst treffen muss, sondern es ein anderer entscheidet - die Kunst ist dann allerdings die Entscheidung auch anzunehmen und mit zu tragen - was manchmal auch nicht so einfach ist. ;-))


    Ich habe dazu in drei Bereichen etwas verändert.

    Ich bin beruflich eine Partnerschaft eingegangen, was die Entscheidung und vor allem die Diskussion über Entscheidungen auf zwei verteilt und ich hatte Glück, ich habe exakt die richtige Partnerin dafür. Ich bin immer noch verantwortlich und treffe Entscheidungen, aber ich kann einige abgeben und andere werden eben besprochen

    Ich habe mein Engagement im Verein nach zehn Jahren deutlich runter gefahren und schaue jetzt anderen dabei zu ... was auch sehr entspannend ist. Und mir erstaunlicherweise nicht schwerfällt .... was aber auch damit zusammenhing, dass ich in meinem Verein für das Engagement nicht wertgeschätzt wurde. Die neuen am Ruder werden genauso wenig wertgeschätzt, was mir zeigt, es hatte nichts mit mir zu tun und ich habe einen guten Job gemacht. Und ich habe viel über Psychologie gelernt.

    Das erste was ich versucht hatte zu ändern, dass ich in meinem Sportteam nicht mehr die Anführerin bin, sondern Teil des Teams .... eigentlich eine gute Idee und quasi das erste was ich ändern wollte, aber das ist das schwierigste, weil ich immer wieder als Teamleaderin angefragt werde und auf der anderen Seite merke, dass ich dort wo ich Teil des Teams sein will, nicht wirklich rein passe bzw. es zwar toll finde unter einem guten Teamleader zu "arbeiten" aber es enorm schwer finde es unter einem unfähigen zu tun. Und die guten haben alle schon ein fest Team und so habe ich immer nur die weniger guten zur Auswahl, die ständig neue Teams suchen, weil es keiner lange mit ihnen aushält.



    Daher meine Erkenntnis und vielleicht auch mein Rat an die TE.
    Du kannst nicht "keine Entscheidung" treffen, auch keine Entscheidung zu treffen ist eine Entscheidung.
    Überlege dir welche Möglichkeiten du hast und wo du Entscheidungen zeitnah treffen muss und wo du abwarten kannst, was passiert, wenn du keine Entscheidung triffst.
    Besprich Möglichkeiten mit anderen Menschen, idealerweise im RL - du musst die Entscheidung dann immer noch selbst treffen, aber hast eine bessere Entscheidungsbasis.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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