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  1. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Zitat Zitat von Lieberanonym Beitrag anzeigen
    Ich denke ich muss einfach ganz bewusst schauen, wo, wie und wann diese ganzen Muster aus negativen Gedanken aufkommen und dann daran arbeiten. Ich hoffe sehr, dass das der Faden ist, der dieses Knaeul aus gefuehlt viel zu vielen unabhaengig voneinander bestehendend Problem aufloest.
    Lieberanonym, ich fürchte, das wird nicht der richtige Weg sein.
    Selbst wenn Du irgendwann durch viel Grübelei und/oder professioneller Hilfe dahinter kommst, was alles in Deiner Kindheit falsch gelaufen ist, was Dich in dieses Gedankenkarussell getrieben hat, hast Du immer noch kein Rezept, aus dieser Gefangenschaft auszubrechen.
    Du bist mit Theorien befasst und das hilft vielleicht zu erkennen, aber oft nicht, etwas zu ändern.
    Es gibt sicher einen Grund, weshalb Du kein Selbstbewusstsein entwickeln konntest, aber dieser Grund ist nicht mehr zu ändern.
    Ich würde Dir raten, das Ganze pragmatisch anzugehen.
    Hör auf über Dich selbst nachzudenken, denke über andere Dinge (oder Menschen) nach.
    Überlege, was Dich interessiert, entwickle eine Leidenschaft, ein Hobby oder ein Ziel, welches Du erreichen möchtest.
    Dort wirst Du Erfolg haben und geachtet werden, das kommt ganz von allein. Dadurch kann man Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln. Nach einiger Zeit erfolgreicher Arbeit, werden andere Dich anders sehen und Du Dich selbst auch.
    Dieses Vorhaben braucht Zeit und Einsatz, beschäftige Dich damit, es ist erfolgversprechender.

  2. User Info Menu

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Hallo phaden,

    vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meine nicht noch mehr "aktiv" nachdenken, sondern versuchen, achtsam zu sein und mich zurückzunehmen, wenn ich merke, dass ich wieder herumsumpfe. In dem Moment schauen, woher dieses Gefühl kommt und warum ich so empfinde und mich dann wieder zurück auf den positiveren Weg bringen. Oder meinst du, das ist auch nicht gut?

  3. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Ich glaube, das viele Herumdenken an seinen vermeintlichen Defiziten ist wenig hilfreich.
    Es kann zu Isolation führen und Depressionen. Es wäre besser, gerade wenn man noch jung ist, sein Leben auf die Beine zu stellen.
    Interessen entwickeln, sich engagieren, sich Ziele setzen und sein Zeit mit aktivem Handeln zu füllen.
    Man kann einer Interessensgruppe beitreten, Politik, Umweltschutz, Sportverein oder andere Möglichkeiten suchen, Leute kennen zu lernen und sich einen Freundeskreis und ein Betätigungsfeld zuzulegen.
    So entwickelt sich das Selbstbewusstsein, man füllt seine Zeit sinnvoll und hat immer etwas vor.
    Äußerlichkeiten werden zur Nebensache, wenn sie überhaupt eine Rolle spielen.
    Und man lernt Leute kennen, vielleicht sogar einen Partner, der die gleichen Interessen hat.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Zitat Zitat von Lieberanonym Beitrag anzeigen
    Ich meine nicht noch mehr "aktiv" nachdenken, sondern versuchen, achtsam zu sein und mich zurückzunehmen, wenn ich merke, dass ich wieder herumsumpfe. In dem Moment schauen, woher dieses Gefühl kommt und warum ich so empfinde und mich dann wieder zurück auf den positiveren Weg bringen.
    Ich finde diesen Ansatz gut. Es ist wichtig, dass Du Dich mit all dem erstmal so annimmst wie es ist. Diese Glaubensätze kommen ja nicht von ungefähr. Ganz wichtig ist diese nicht zu bewerten, Dich nicht abzuwerten. Erkenne sie als zu Dir gehörig an, ohne ihnen Glauben zu schenken. Stattdessen versuche ins Mitgefühl (Herz) für Dich zu gehen. Immer wieder bzw. so oft das nötig ist. Und dann mach Dir klar das Du eine Wahl hast die Dinge anders zu sehen und zu erleben.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Zitat Zitat von Lieberanonym Beitrag anzeigen
    Sobald ein, zwei Gedanken in eine bestimmte Richtung aufkommen zieht mich - schwupp - das Gedankenkarussell in seinen Bann und auf dem drehe ich dann Runde um Runde um Runde, sitze plantschend in meinem Teich aus Selbstmitleid...
    Guten Morgen :-)

    Unsere Sprache zeigt oft ganz viel von der Gedankenwelt eines Menschen, wie ich finde.
    Und Deine Sprache ist sehr poetisch.
    Und wenn ich mir dieses Bild, das Du beschrieben hast, anschaue, dann muss ich richtig schmunzeln...

    "Plantschend" hört sich ja ein wenig nach Fröhlichkeit und Lebensfreude an!!! Und Du kannst das sogar in einem "See aus Selbstmitleid" :-)))

    Das finde ich schön. Ehrlich. Früher, als ich solche Phasen hatte, war ein Gefühl des Ertrinkens in mir. Du bist viel weiter auf dem Weg zur Liebe als Du denkst...

    Und dann...
    Wenn Du die Füße kurz still hälst und das Wasser ganz ruhig wird, kannst Du vielleicht am Grund ein paar bunte Fische und Krebse erkennen? Und wenn Du den Blick hebst, siehst Du den Bach, aus dem der See getränkt wird? Und den Bach, aus dem das Wasser abfließt? Irgendwo in diese Richtung ist das Meer. Und in der anderen Richtung die Quelle. Die könnte man versuchen auszutrocknen. Dann sterben die Fische und die Krebse...

    Ich mag ja das Meer...

    Und dann kannst Du die Füße aus dem Wasser rausnehmen und losgehen. Du entscheidest, in welche Richtung... Oder ob Du noch weiter plantschen magst :-)

    Übrigens - wenn Du den Kopf hebst und noch ein bisschen mehr und ihn dann in den Nacken legst - da ist die SONNE ! Auch hinter den Wolken! :-)

    Magst Du loslaufen?

  6. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    PS:
    Und weil Du ja "nur" an einem TEICH statt an einem See (wie ich damals) sitzt, ist es noch einfacher :-))

  7. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Ich glaube, man kann gut mit dem IST- Zustand beginnen- kein Blick nach vorne- kein Blick nach hinten sondern zuerst im Hier und Jetzt ankommen!

    Aufschreiben- die Liste den ganzen Tag offen liegen lassen und ständig ergänzen........"ich bin..........."
    Und zwar ganz frei ohne das nun zu bewerten, zu erklären oder zu entschuldigen.....einfach nur eine Bestandsaufnahme.

    Das beinhaltet ganz viel Achtsamkeit und Zentrierung- man bleibt in der Gegenwart und wird zu seinem eigenen Beobachter, der aber nur notiert und aufschreibt.

    Hat man eine gute Liste erstellt, wie man nun IST-- kann man diese Sätze alle nacheinander ansehen und sich fragen, was einem dieses "ich bin...." Gutes bringt.
    Es hat einen wirklich GUTEN GRUND warum man so geworden ist wie man ist, auch wenn einem heutzutage das Verhalten nicht mehr gut tun sollte......es kam aus einer Quelle, die für etwas sorgen wollte- einst.

    Schon alleine diese Arbeit reicht erst einmal um sich mit sich zu befassen.
    Statt Ablehnung der eigenen Person und der sonst üblichen Ab-Wertung darf nun ein klarer Blick erfolgen, der das eigene Verhalten mit Nachsicht und Verständnis füllt.

    Verletzte Menschen sind im Denken- in der Kopfarbeit- oft sehr gut und so kann ein ganz rationales und analytisches Beleuchten dieser Sätze zu sehr viel Erkenntnis führen.
    Zum Beispiel, dass alles mindestens zwei Seiten hat und in jedem Verhalten etwas Gutes zu finden ist......wobei das keinerlei Schönfärberei ist sondern eine ganz logische Schlussfolgerung, die man nur erfassen muss.
    Wer das verstanden hat (man muss nur oft genug beide Seiten finden), der wird langfristig mit seinen Wertungen vorsichtiger werden- gegen sich und gegen andere.

    Sowas könnte ein Anfang sein.
    Statt immer nur "denken über".........hineingehen und damit arbeiten!

  8. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    PS:
    Und weil Du ja "nur" an einem TEICH statt an einem See (wie ich damals) sitzt, ist es noch einfacher :-))
    Ich finde die angebotene Bilderwelt von Dir sehr schön und damit lässt sich gut arbeiten.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Und vielleicht auch kein zu grundsätzliches Problem draus machen?

    Eine frische Trennung - das würde JEDEN Menschen runterziehen! Und klar, wenn man verlassen wird, ist das nicht gerade gut für's eigene Ego. Zwei Mal hintereinander macht es nicht besser. Und wenn einem von außen Liebe versagt wird, zweifelt man daran, liebenswert zu sein.

    Noch dazu kommt die unsichere Gesamtsituation: Studium zuende - und jetzt? Das Loch danach kennen viele.

    Das ist aktuell eine harte Phase, aber es ist eine Phase! Das wird auch wieder besser!

    Trennung verarbeiten, Männerbild und -wahl überdenken. Ja, das klingt jetzt arg pragmatisch, ich meine nur: vielleicht sollte man eine zugegebenermaßen beschissene Gefühlslage und Situation nicht zu einem grundsätzlichen Problem hochstilisieren? Es gibt ja einen klaren Auslöser! Liest sich für mich jedenfalls so.

    Alles Gute!

    Sin

  10. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man sich selber lieben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde die angebotene Bilderwelt von Dir sehr schön und damit lässt sich gut arbeiten.
    Danke für die Blume :-)

    Mir helfen solche inneren Bilder ganz oft, wenn ich im Gedankenkarussell feststecke, und es einfach nicht aufhören mag, sich zu drehen. Der Trick ist, zu üben, sich solche Bilder zunutze zu machen.

    Und für die TE, falls sie mitliest...
    Auch Karussell fahren macht ja Spaß, Kinder lieben es. Kettenkarussell- herrlich...

    Naja, und wenn es nicht aufhört, kann einem schon mal schwindlig und schlecht werden ;-) Dann krallt man sich an der Kette fest, setzt sich - soweit die Übelkeit es zulässt - auf und frühstückt rückwärts in Richtung der Karussellbetreibers... *verschämterBlickundheimlichesSchenkelklopfen*

    Müssen nicht immer anständige und wohlfeile innere Bilder sein, die solche Knoten auflösen können ;-)

    Die Gedanken sind ja frei...

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