Liebe Forenmitglieder!
In den letzten Jahren ist unglaublich viel passiert in meinem Leben bzw. in meinem Inneren hat sich viel gewandelt. Durch die Bewältigung einer großen Krise in meinem Leben hat sich eine wunderschöne Leichtigkeit ergeben. Ich habe falsche Glaubenssätze ablegen können, dadurch eine innerliche Befreiung erlebt.
Nun habe ich das Gefühl -" da geht noch viel mehr". Ich möchte mich noch viel mehr öffnen, noch viel mehr aus mir herausgehen, weil ich festgestellt habe, dass Offenheit alle meine Beziehungen um mich herum wahnsinnig verbessert. In meiner Ehe, im Freundeskreis und in der Arbeitswelt.
Kommt das von alleine? Je mehr Selbstvertrauen man hat? Je mehr man sich öffnet und gute Erfahrungen man damit sammelt? Je tiefer Beziehungen werden? Je älter man wird?
Wie kann ich noch besser herausfinden was ich wirklich noch will vom Leben? Was ist wirklich wichtig im Leben?
Könnt Ihr mir von Euren Lebenserfahrungen berichten? Vielleicht gibt mir das neue Impulse?
LG Sister
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 22
Thema: Da geht noch mehr
-
03.06.2016, 22:58Inaktiver User
Da geht noch mehr
-
04.06.2016, 05:39Inaktiver User
AW: Da geht noch mehr
Sei einfach nur bewusst und aufmerksam!
Beachte und beobachte, wie es Dir geht- womit es Dir gut geht - was Dir nicht gut tut. Sei achtsam in Deinen Handlungen- ob Kartoffelschälen oder im Gespräch- sei einfach DA mit allen Sinnen und nehme wahr, wie alles ist und es Dir damit geht.
Alleine das- wird reichen um "noch mehr" aus allem heraus zu holen.
Denn je klarer Du Dir wirst- desto besser kannst Du Deinen Weg finden.
Offenheit ist auch ein wenig Typsache- ein Introvertierter wird grundsätzlich etwas zurückhaltender sein- wer das dann unbedingt dennoch wollte, würde sich verbiegen und das wäre wieder kaum "entsprechend".
Wichtiger als Offenheit (wsa genau meinst Du damit überhaupt?) finde ich die Fähigkeit Verbindung herzustellen- etwas, was man in der Gewaltfreien Kommunikation lernt.
Wäre also ein gutes Arbeitsfeld genau das zu lernen- weil das einmal viel mit Selbsterkenntnis aber auch dem Umgang mit anderen Menschen zu tun hat.
lg kenzia
-
04.06.2016, 06:18Inaktiver User
AW: Da geht noch mehr
Hier sollte eigentlich ein Zitat der TE kommen. Klappte aber nicht






Also - Ziele setzen, darauf hinarbeiten - dann prüfen, ob dein Ziel noch dein Ziel ist und entweder weitermachen oder aufgeben und ein neues Ziel suchen.
Praktisch- einen Zettel nehmen und aufschreiben, was du gerne tun möchtest. Ist das mit deinem Sein kompatibel ? Dann handeln.
Eine Notwendigkeit für das Lernen der gewaltfreien Kommunikation oder eine sonstige Selbstverbesserung
sehe ich nirgends.
Du schreibst, Du hast eine Krise gelöst. Dafür belohnt dich das Leben. So geht es - geh weiter. Du entscheidest, wohin Du gehst.
-
04.06.2016, 11:33
AW: Da geht noch mehr
Jein, das ist sicher individuell sehr unterschiedlich. Mit dem Alter hat das meiner Meinung nach höchstens sekundär was zu tun, weil manche Themen einfach irgendwann "abgearbeitet" sind. So häufig gerade für Frauen in der Postfamilienphase, oder generell in der Lebensmitte, wenn manche Verstrickungen mit der Herkunftsfamilie gelöst werden konnten, bzw alte Glaubenssätze wie bei dir.
Die ganzen Selbst-Wörter (Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl usw) sind schon eine große Hilfe, wenn es um Lebensqualität geht.
Ich hatte so eine "Boomzeit" in den 30ern, da nahm ich mein Leben sozusagen selbst in die Hand, lernte die richtigen Methoden und gute Leute kennen und mir gingen reihenweise die

auf.
Dann hats eine Zeit gebraucht, in der sich diese neue Lebensqualität sozusagen als Alltagslebensstandard etablieren konnte, d.h. der neue, gefühlt höhere Level wurde Gewohnheit. Klar gibts immer wieder ein vor und zurück, aber ich erlebe es so, dass ich nicht mehr hinter eine gewisse Grenze gefallen bin, auch in weniger guten Zeiten. Ein gewisses "Elend" aus jungen Jahren ist einfach gegessen. Das ist das gute daran.
Auch gut ist, dass ich einen Werkzeugkasten habe, um mit aktuellen Krisen umgehen zu können, das ist wohl auch ein Gewinn des Älterwerdens, das positiv gesehen ja auch einen höheren Erfahrungsschatz darstellt.
Weniger gut empfinde ich es, dass ich Weiterentwicklungen seitdem nie mehr so als "Boom" erlebt und empfunden habe und dem manchmal etwas nachtrauere. Es liegt vielleicht daran, dass nichts mehr wirklich neu ist, zumindest nicht so wie damals, als sich gefühlt plötzlich die Tür zur Welt öffnete. Aber ich vermisse das, obwohl ich auch noch mit 50 größere Veränderungen im Außen und Innen hatte und der Prozess auch noch nicht abgeschlossen ist.
Ich kann nur für mich sprechen, aber diese große Veränderungszeit in den 30ern, die brachte auch ein High-Gefühl mit, vor allem in den Erntephasen, das schon fast Suchtpotenzial hatte. Es ist für mich aber wichtig, an meinen inneren Entwicklungen dranzubleiben, auch ohne dieses High-Gefühl. Und genau genommen kann ich auch gar nicht anders, denn die Grenze habe ich wohl damals geknackt. Ich bin in einen Dialog mit mir selbst gekommen, der zwar manchmal stottert, aber zum Glück nie mehr ganz verschwunden ist.
Und dann ist es doch eigentlich egal, ob da noch mehr kommt oder ob es ruhiger wird. Es geht ums Wohlgefühl mit mir selbst, denn das ist auch die Grundlage für unsere Beziehungen und Lebensqualität. (neben der wirtschaftlichen Basis, die es meiner Überzeugung nach auch braucht, um überhaupt die Luft für Persönlichkeitsentwicklung zu haben)Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
-
04.06.2016, 11:43
AW: Da geht noch mehr
kann ich so erstmal nicht bestätigen, aber es kommt wirklich darauf an, was die TE unter Offenheit versteht.
Ich bin aber ein eher introvertierter Mensch und sehe Zurückhaltung und Offenheit als zwei völlig verschiedene Dinge. Ich hatte schon immer eine große Offenheit und Neugier für - nennen wir es mal ganz pauschal - zwischenmenschliche Themen. Ohne diese Offenheit wäre ich wohl auch nicht an so Dinge wie an die GfK hingerannt. Ich glaube daher schon, dass Offenheit genauso wichtig ist wie -äh ja was was meinst du denn mit der Fähigkeit, Verbindung herzustellen? Vernetztes Denken? Empathie? Ich halte das alles für gleichermaßen wichtig und sich gegenseitig ergänzend.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
-
04.06.2016, 14:14Inaktiver User
AW: Da geht noch mehr
Die Fülle des Lebens offenbart sich mir am besten in
1. Zen Meditation - Sitzen in Stille
und
2. in empfundener Freude, im Lachen bzw überhaupt in meinen Gefühlen, in deren Fluß, Annahme, Wahrnehmung und (manchmal) Ausleben.
-
04.06.2016, 14:34
-
04.06.2016, 14:36Inaktiver User
AW: Da geht noch mehr
Ganz simpel:
Der Weg entsteht, während Du ihn gehst. Oder auch: Glück ist ein Tu-Wort.
Eine Fixierung auf "höher, besser, schneller, weiter, mehr" ist dabei eher hinderlich. Aufmerksamkeit und Achtsamkeit im Hier und Jetzt, der Mut, bei sich zu bleiben, sich zu spüren, und sich so zu zeigen, wie man ist, auch wenn das ver_rückt scheint oder von anderen belächelt, kritisiert, abgewertet und abgetan wird - das sind Kinder der Freiheit. Ein weiterer Schlüssel ist die Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben, Sein, Wohl.
Das sind aber keine Etappen, die man auf einer Liste mit "erreicht, hab ich, what next?" abhaken kann, sondern eher Prozesse, Seins-Zustände, die dynamisch sind, und mal gut, mal weniger gut gelingen.
Das Schöne an der Sache ist aber: wenn man einmal diesen Weg eingeschlagen hat, geht man ihn normalerweise auch immer weiter. Weil es gar nicht anders geht.
-
04.06.2016, 14:49
-
04.06.2016, 18:18Inaktiver User
AW: Da geht noch mehr
Bezugnehmend auf diese Worte:
habe ich Offenheit so verstanden, dass man offener auf die Menschen zugehen kann- leichter ins Gespräch kommen usw.
Was die TE nun genau meint, ist aber wirklich nicht klar bevor sie es nochmal genau sagt
Und was ich meinte war- es ist ein Unterschied ob ich einfach nur leicht auf Menschen zugehen kann, sie ansprechen und ins Gespräch kommen......also so eine Offenheit lebe oder ob ich - wie Du es nun auch beschrieben hast- noch auf ganz anderen Ebenen offen bin.
Mit Verbindung meine ich, dass man miteinander redet und aufeinander eingeht- jeder wird gehört und gesehen mit dem, was er sagen will.
Mag ja nun selbstverständlich klingen, aber wenn Du selbst GfK machst, dann wirst Du wissen, dass tatsächlich eher selten solche Gespräche vorkommen. Meist ist jeder nur in seinem Film und nimmt das Wort des Gegenüber nur als Themenstart für die eigene Geschichte.
lg kenzia


Zitieren

