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23.05.2016, 10:02Inaktiver User
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
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23.05.2016, 11:11Inaktiver User
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
puh, Du lebst deren Leben bzw sie benutzen Dich...
wie lange willst Du das noch mitmachen?? Du wirst mit den Folgen lebenslang "geschlagen" sein.....
je eher Du das beendest um so besser für DIch!
Ich finde es allerhöchste Zeit auszuziehen und endlich Dein eigenes Leben zu beginnen!!
trau DIch!!!
Es kann nur b e s s e r werden!!
Deine ELtern müssen endlich die volle Veranmtwortung für ihr Leben selbst übernehmen und das nicht an DIch delegieren!!!
Du bist emotional abhängig von ihnen- befreie Dich!
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23.05.2016, 11:25
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23.05.2016, 13:01
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
Du hast schon genug Jahre deines Lebens verschenkt, geh und fang an es zu LEBEN!
Das Leben deiner Eltern ist IHR Leben, sie entscheiden frei darüber, wie sie es verbringen möchten und tragen die Verantwortung dafür selbst.
Eine Veränderung wäre gesund, und genau dazu kannst du möglicherweise sogar beitragen. Ihr lebt in ständiger Interaktion, das heißt, jedes Verhalten des Einen wirkt sich auf die Anderen aus, verursacht eine Reaktion.
Veränderst du jetzt dein Verhalten, ermöglichst du eine veränderte Reaktion. Das KANN der entscheidende Impuls für - vielleicht auch nur kleine - Veränderungen sein.
Grundsätzlich werden sie sich dann sowieso etwas anders organisieren müssen, da kann durchaus also auch Positives entstehen.
Ermuntern sie dich gar nicht dazu, endlich auf eigenen Füßen stehen und die Welt entdecken zu wollen?
Deine Ängste werden sich nicht in Luft auflösen, wenn du dich ihnen nicht stellst, sondern ausweichst. Du bist sehr viel stärker als du denkst, mit jedem neuen Schritt wirst du mehr erstaunliches und tolles über dich selbst lernen.
Trau dich. Du hast so viel mehr vom Leben zu erwarten als das Betüddeln deiner Eltern. Die das nicht brauchen, auch wenn sie das teilweise vielleicht selbst erst wieder lernen müssen.
Gib ihnen und dir diese Chance.Geändert von Lizzy1234 (23.05.2016 um 13:02 Uhr) Grund: Wort ergänzt
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23.05.2016, 13:43
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
Liebe neutrogena
Bitte verrate mir, wie Deine Eltern Dich zu so einem pflichtbewusstem Kind erzogen haben, das ihnen mit Mitte 20 bereits den Haushalt fuehrt! Den Trick wuerde ich gerne auf mein Kind anwenden.
Nein, Spass beiseite.
Bei mir klingelt da als erstes: Uebersteigertes Verantwortungsgefuehl. Du bist auf der einen Seite sehr reflektiert, das haben die Mitforisten ja bereits erwaehnt, andererseits blockierst Du Dich selbst durch diese uebersteigerte Verantwortung. Das macht ja noch nichtmal Halt bei Deiner staendigen Praesenz und Haushaltsfuehrung, sondern Du zermarterst Dir (vermutlich im Wortsinne) noch das Hirn, ob Du als Tochter "gut genug" bist. Gehe ich recht in der Annahme, dass Du auch sonst zum Ueber-Analysieren neigst?
Dann koennten wir uns die Hand reichen. Da sollte und kann man aber lernen, zu sich selber, laut und entschieden: "Stop" zu sagen.
Zweitens wuerde ich gerne wissen, was Deine Mutter zu alledem sagt. Du schreibst "meine Eltern", aber eigentlich berichtest Du nur von Deinem Vater, der hilfsbeduerftig scheint, Deine Mutter dagegen erscheint in Deinem Bericht aktiv und unabhaengig. Wuenscht sie sich wohl, dass ihre Tochter das Leben an sich vorbeiziehen laesst?
Drittens moechte ich Dir aus der Elternperspektive sagen: Mein Kind ist noch lange nicht erwachsen, aber spaeter wuerde ich mir natuerlich seinen Beistand in Akutsituationen wuenschen, so wie ich es generell in der Familie kenne und halte. Aber erstens sollte jede Hilfe fuer den Hilfeleistenden zu verkraften sein, ohne sich selber voellig zu zermuerben, und zweitens denke ich dabei eher an kurzfristige Notsituationen, nicht an ein Dauerarrangement - zumindest nicht, solange wir nicht von tatsaechlicher Pflege sprechen, und das waere wirklich ein Thema fuer sich.
Solange alles seinen gewohnten Gang ginge, wuerde ich mir wuenschen, dass mein Kind gluecklich ist. Das wollen alle Eltern, bestimmt auch Deine. Ich denke, es ist ihnen gar nicht klar, wie ungluecklich Du bist, sonst wuerden sie Dich bestimmt dazu ermutigen, Dich zu veraendern. Ich waere froh und stolz, wenn mein Kind sein Leben lebt, mit Mitte 20, sein ganz eigenes. Sich auch so ein bisschen selber durchschlaegt, ohne dass ich immer daneben stehe. Das wuerde mich gluecklich machen und mir das Gefuehl geben, einen "guten" Sohn herangezogen zu haben. Und einmal die Woche wuerde ich ihn anrufen und ihm in sein Leben reinquatschen.
Nur Mut! Deine Eltern werden sich hoechstwahrscheinlich mit Dir freuen, wenn Du tust, was fuer Dich richtig ist!Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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24.05.2016, 14:33
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
Hallo,
"Deine Eltern haben so viel für dich getan, du kannst jetzt nicht einfach gehen".
Von wem kommt dieser Satz? Ist er dir "eingefallen" oder kam der irgendwann von außen (Eltern, Geschwister, Tanten, Onkel usw.)?
Ich finde diesen Satz sehr manipulativ.
Dieser Satz bedeutet nämlich, dass ein Kind nur dann sein eigenenes Leben leben darf wenn die Eltern damit einverstanden sind. Andernfalls ist man als Kind immer undankbar.
Nein, Kinder werden nicht geboren um die (Vorsicht, hart formuliert) "Sklaven" ihrer Eltern zu sein. Wurzeln und Flügel, das ist es was Kinder brauchen. Ganz sicher aber kein "sie haben soviel für dich getan, du bist dein Leben lang verpflichtet usw. usw.
Deine Wurzeln hindern dich daran Flügel zu bekommen. Lerne fliegen, zieh aus und vor allem lerne, dass du der Mittelpunkt deines Lebens bist, und dass du für dich verantwortlich bist, nicht für deine Eltern. Die sind bereits seit langer Zeit erwachsen.
LG Raffa
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24.05.2016, 16:59Inaktiver User
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
Buchtipp: Susan Forward, Vergiftetete KIndheit- elterliche Macht und ihre Folgen
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24.05.2016, 17:28
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
In der Tat, und ich moechte hier noch einmal darauf hinweisen, dass es Deine Eltern sehr wohl als "Erfolg" (ganz egoistisch gesprochen) sehen koennten, wenn Du ein glueckliches, selbstbestimmtes Leben lebst. Du tust Ihnen also nicht unbedingt dann einen Gefallen, wenn Du daheim in der Kinder-Rolle verharrst. Im Gegenteil. Dankbarkeit an die Eltern drueckt sich nicht zuletzt in einem "guten" Leben aus, also einem, in dem Du Dich selber wohlfuehlst.*
Heuer sah ich eine Muttertagskarte, die ich auch prompt verwendet habe:
"Thanks Mum! I turned out AWSOME!"
Das trifft es ganz gut.
*Disclaimer: Ich will damit natuerlich nicht aussagen, dass wir unser Leben zum Glueck und zur Zufriedenheit unserer Eltern leben sollen! Ich meine jedoch, dass es Eltern sehr wohl auch ein gutes Gefuehl gibt, wenn ihre Kinder froh und selbstbestimmt leben. Die TE sollte sich daher von dem Gedanken frei machen, dass es ihren Eltern irgendetwas wegnimmt, wenn sie ihren eigenen Weg geht.Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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25.05.2016, 14:32Inaktiver User
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
Ja, so wie sich das alles liest, würde ich auch sagen: Du musst bzw. solltest weg! Und auch richtig weg, also nicht so, dass Du trotzdem noch auf Anruf innerhalb einer Stunde da bist. Du solltest versuchen ein richtiges eigenes Leben zu führen und bitte auch nicht darauf hoffen, dass Dich irgendwann sozusagen ein Freund/Partner/Lebensgefährte da rausholt! Sowas kann sich zu ganz unguten Lebensläufen entwickeln.
Aus leidvoller eigener Erfahrung kann ich auch sagen, es wird, je länger Du wartest auch immer schlimmer und verzwickter. Bei mir war es so, dass immer meine Mutter ganz schlimme Krankheiten hatte und ich mich auch verpflichtet fühlte da zu Hause mitzuhelfen, dann passierte folgendes: Mein Vater (der eigentlich gesunde Teil der Eltern) starb plötzlich und unerwartet und ich sah mich noch mehr in der Rolle festgenagelt, jetzt die hilflose und kranke Mutter zu versorgen, die das auch vehement erwartete ... Mittlerweile führe ich mein eigenes Leben, weil jetzt alle gestorben sind, aber daran hat man ewig zu kauen.
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25.05.2016, 18:18
AW: Überfordert als Tochter - muss ich hier weg?
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.
Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931
Dieses Gedicht passt zu deinem Thema, wir hatten es damals zur Geburt des ersten Kindes geschenkt bekommen!
Ja, auch ich finde du musst gehen. Beide Seiten müssen loslassen.
Alles Gute.



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