Ordnungsgemässe Pünktlichkeit und gute Zeitplanung ist bei mir gerade das, was das Hetzen verhindert. Es ist auch das, war mir vor einem Termin manchmal noch Gelegenheit gibt, durchzuatmen und runterzukommen und auch mental vorbereitet zu sein.
Wenn ich unterwegs bin, hab ich immer ein Buch mit mir; mit dem kann ich problemlos noch zehn Minuten lang in der Bushaltestelle sitzen und lesen, bis es Zeit ist. Oder einen Spaziergang in der Gegend machen.Am Abreisetag geht so etwas - aber im Alltag? Wenn Du vor einem Kundentermin keine Arbeit mehr anfangen/erledigen kannst, weil Du nur mit Vorbereitungen und Fahrtwegen und Warten am Zielort beschäftigt bist?
gruss, barbara
Antworten
Ergebnis 61 bis 70 von 804
-
21.05.2016, 08:56
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
-
21.05.2016, 08:59
-
21.05.2016, 09:03
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
Oha.... also bin ich einsam? Ich denke mal darüber nach :-)
Warum ich immer pünktlich bin, hängt mit einer Sache zusammen, die hier schon genannt wurde: das Treffen gleich mit einer Entschuldigung zu beginnen.
Das mag ich ganz und gar nicht. Auch die Aufmerksamkeit, die mir zuteil wurde, wenn ich mal in der Schule oder bei Vorlesungen zu spät kam... nä. Mag ich nicht.
Nun bin ich selber Lehrer und finde es geradezu asozial, wenn (übrigens immer die gleichen, welche häufig schon volljährig sind) Schüler zu spät kommen.
Bei mir hat das Auswirkungen auf die mündliche Note. Die anderen hätten schließlich wohl auch noch gerne mehr Zeit mit etwas anderem verbracht, waren aber pünktlich da.
Im Privaten finde ich das auch eher unverschämt. Wobei ich irgendwie das akademische Viertel verinnerlicht habe. Was über 15 Minuten geht, finde ich echt mühselig.
Auch ich habe gefragt, warum seid ihr (oft oder immer) zu spät?
Antwort bei Schülern: verschlafen, Bus zu spät, Zug zu spät....
Antwort bei Freunden: STRESS! Busy.... und dann kam noch... und dann rief noch an.... und dann.....
Ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Und wenn ich wirklich einen zuverlässigen Menschen brauche, dann spielen diese Erfahrungen in die Auswahl mit hinein. Ich kann mir da nicht helfen.
Übrigens bin ich auch ein Mensch, der sehr ungerne "das Heim verlässt". Und oft keinen Bock mehr auf Verabredungen hat. Aber irgendwie schaffe ich diesen "Machtkampf" früher und komme trotzdem pünktlich an :-)
Nichts für Ungut :-)Man muss die Welt nicht verstehen. Es reicht, sich darin zurecht zu finden.
-
21.05.2016, 09:09Inaktiver User
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
Ja klar - wenn ich irgendwo was Wichtiges habe, zu dem ich gut vorbereitet sein muß, dann ja!
Das stimmt - mit einem guten Buch erträgt sich die Zeit leichter! Trotzdem empfinde ich Warten/Leerlauf eben als vergeudete Zeit. Vielleicht hatte ich auch einfach lange, lange Jahre immer viel zu viel zu tun.Wenn ich unterwegs bin, hab ich immer ein Buch mit mir; mit dem kann ich problemlos noch zehn Minuten lang in der Bushaltestelle sitzen und lesen, bis es Zeit ist. Oder einen Spaziergang in der Gegend machen.
-
21.05.2016, 09:11Inaktiver User
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
Verstehe ich beides.
DAS ist illegal! Verhaltenszensuren wurden doch eigentlich mal abgeschafft... Gibt ja genug Maßregelungen wie Eintrag ins Klassenbuch, Verwarnungen, Erwähnung der Verspätungen auf dem Zeugnis etc.Bei mir hat das Auswirkungen auf die mündliche Note. Die anderen hätten schließlich wohl auch noch gerne mehr Zeit mit etwas anderem verbracht, waren aber pünktlich da.
-
21.05.2016, 09:14Inaktiver User
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
-
21.05.2016, 09:15Inaktiver User
-
21.05.2016, 09:18
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
Ich mag Unpünktlichkeit überhaupt nicht und bin wirklich froh, dass meine Stiefmutter mich dahingehend erzogen hat. Mein Vater ist nämlich auch so einer, der öfter die Zeit vergisst und alles auf den letzten Drücker macht

Im Job ist Pünktlichkeit selbstverständlich, ich bin sogar oft eine Viertelstunde vor Arbeitsbeginn im Büro. Meine Kollegin kommt regelmäßig 5 Minuten zu spät. Mein Chef ist da nicht so kleinlich, ich finde es trotzdem respektlos dem Arbeitgeber gegenüber. Wenn ich morgens partout es nicht schaffe, pünktlich um 8.30 h bei der Arbeit zu sein, spreche ich mit meinem Chef und verlege den Arbeitsbeginn eben auf 8.45 h.
Und entgegen vielfacher Meinung denke ich schon, dass man Pünktlichkeit lernen kann. Auch als Erwachsener.
Mein Freund war vor unserer Zeit auch ein notorischer Zuspätkommer. Und damit meine ich nicht zu spät kommen im Sinne von "ich stand im Stau", "musste länger arbeiten" oder "der Termin hat länger gedauert", sondern Zuspätkommen im Sinne von Rumtrödelei, alles auf die lange Bank schieben, nicht auf die Uhr schauen.
Mich hat das so extrem genervt, vor allem, wenn ich mit betroffen war. Was ist so schwer daran, rechtzeitig sich fertig zu machen und umzuziehen und startklar zu sein, wenn man den ganzen Tag weiß, dass man um 19.30 h aufbrechen muss, um zur verabredeten Zeit da zu sein. Dann fang ich eben um 18 h schon an und wenn ich dann noch Zeit hab, les ich bis zum Losgehen noch ein Buch oder räum etwas auf oder so. Dann geh ich nicht erst um 19.25 h ins Bad, frisch machen, auf Toilette gehen und dann doch nochmal ein anderes T-Shirt anziehen...nehme ich jetzt das grüne oder das blaue???...und komme letztenlich erst um kurz vor 20 h los.
Das hat so weit geführt, dass ich ihm immer bei Verabredungen mit Freunden oder Besuch bei der Familie eine halbe Stunde früher als verabredete Zeit angegeben hat. So waren wir dann fast immer pünktlich.
Bei Freunden war er immer als derjenige bekannt, der als letzter kam.
Inzwischen ist er fast immer pünktlich (zum Erstaunen aller) +/- 5 Minuten. Laut seiner eigenen Aussage habe ich da nicht unwesentlich Anteil daran. *ironie on" Was "gute Erziehung" alles ausmachen kann
*ironie off*
Bei Einladungen schon 20 Minuten vorher auf der Matte zu stehen, finde ich übrigens genauso unhöflich.
Bei Terminen beim Arzt, Friseur oder bei der Behörde bin ich aber auch meist 5-10 Minuten vorher da, weil ich da auf keinen Fall zu spät sein möchte, da das sonst den ganzen Ablauf stört. Andere Kunden, die nach mir dran sind, müssten evtl. warten.
-
21.05.2016, 09:23
AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?
Alle meine Termine sind wichtig; wären sie nicht wichtig, würde ich sie absagen.
Wenn ich das Empfinden habe, ich hätte zu viel zu tun - fange ich gleich und sofort an, weniger zu tun. Dazu warte ich nicht "lange Jahre" sondern das muss sich spätestens in zwei, drei Wochen lichten. Da fange ich auch an, gegebenenfalls Termine abzusagen - auch wenn sie interessant und schön wären - aber nicht, die Leute warten zu lassen, sondern mit ausreichend Vorlauf.Das stimmt - mit einem guten Buch erträgt sich die Zeit leichter! Trotzdem empfinde ich Warten/Leerlauf eben als vergeudete Zeit. Vielleicht hatte ich auch einfach lange, lange Jahre immer viel zu viel zu tun.
gruss, barbara
-
21.05.2016, 09:25



Zitieren

