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  1. User Info Menu

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich mit jemandem verabredet bin, haben wir uns auf eine Zeit geeinigt, freiwillig. Wer zu spät kommt, erwartet von mir, dass ich mich seinem Verhalten anpasse und bestimmt über meine Zeit, die ihm offenbar weniger wertvoll ist als seine.
    Sehe ich auch so. Es war ja verabredet, ohne dass ein Zwang dahinter steckt.

  2. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das halte ich für ein Gerücht. Wer sich über Unpünktlichkeit ärgert, der misst ja seinem EIGENEN Zeitermessen gerade einen höheren Wert bei als dem desjenigen, der da "zu spät" erscheint. Wie also ist es wirklich mit der Wertschätzung in diesem Kontext bestellt? Vor allem mit der, die man sich selbst gebenüber empfindet? Denn wäre man darin wirklich gefestigt, könnte einen Unpünktlichkeit eigentlich nicht kränken. Man würde sie gar nicht persönlich nehmen.



    Worum es tatsächlich geht, ist doch das Gefühl, um etwas betrogen zu werden. Der andere verhält sich nicht so, wie man das erwartet. Er kommt zu spät. Eine Regelverletzung wird zum persönlichen Affront, das Thrönchen wackelt, die Krone sitzt schief.
    Das halte ich - Entschuldigung_ für ausgemachten Blödsinn.
    Wenn ich mich mit jemandem um 15 Uhr verabrede, und derjenige erscheint erst um halb vier, dann lässt er mich sitzen. Vielleicht buchstäblich im Regen. Ich möchte dem anderen die Gelegenheit geben, seine Zeit genauso sinnvoll zu nutzen wie ich meine Zeit nutzen möchte. Wenn ich aber 30 Minuten warten muss ist es schwierig, die Zeit so zu nutzen wie ich es möchte.
    Da wackelt weder das Thrönchen, noch sitzt das Krönchen schief. Es ist schlicht und ergreifend eine grobe Unhöflichkeit des anderen.

  3. User Info Menu

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer sich über Unpünktlichkeit ärgert, der misst ja seinem EIGENEN Zeitermessen gerade einen höheren Wert bei als dem desjenigen, der da "zu spät" erscheint.
    Das tut der Unpünktliche dem Wartenden gegenüber ja auch, indem er sich Zeit nimmt...
    Wie also ist es wirklich mit der Wertschätzung in diesem Kontext bestellt? Vor allem mit der, die man sich selbst gebenüber empfindet? Denn wäre man darin wirklich gefestigt, könnte einen Unpünktlichkeit eigentlich nicht kränken. Man würde sie gar nicht persönlich nehmen.
    Bei mir ist es kein Gefühl des Gekränktseins. Ich habe einfach keine Lust, meine Zeit unnötig verplempern zu lassen oder im Kalten zu stehen.
    Worum es tatsächlich geht, ist doch das Gefühl, um etwas betrogen zu werden. Der andere verhält sich nicht so, wie man das erwartet. Er kommt zu spät. Eine Regelverletzung wird zum persönlichen Affront, das Thrönchen wackelt, die Krone sitzt schief.
    Ich denke nicht in Kategorien wie Thrönchen und Krönchen.

  4. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht im Beruflichen eben oft nicht um Kulanz und Verständnis. Nicht in jedem Beruf ist es problemlos, zu spät zu kommen. Ein Chirurg, der zur OP zu spät kommt? Na, danke.
    Gerade im KH sind Terminierungen nicht in Beton gegossen. Dazu ist der Faktor Mensch zu volatil. Mal abgesehen davon beziehe ich mich auf Schwankungen von Minuten. Wenn Du als Patient behandelt wirst, möchtest Du auf der anderen Seite auch, dass derjenige, der sich Dir widmet, auf Unerwartetes reagiert, und nicht mit BLick auf den Zeitplan abwinkt und fröhlich ruft: Mach mal zu, Hase, vielleicht passt es nächste Woche rein.

    Wenn ich mit jemandem verabredet bin, haben wir uns auf eine Zeit geeinigt, freiwillig. Wer zu spät kommt, erwartet von mir, dass ich mich seinem Verhalten anpasse und bestimmt über meine Zeit, die ihm offenbar weniger wertvoll ist als seine.
    Irrtum. Du bist frei zu gehen, wenn Dir das derart aufstösst. Deine Interpretation entspricht nicht unbedingt der Intention des Zuspätkommenden.

  5. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch, auch das akademische Viertel ist für mich eine Verspätung. Ich MÖCHTE niemandem warten lassen, ich schaffe es aber dennoch nur in ca. 50%, das zu vermeiden.
    Woran liegt das?
    Willst Du es nicht wirklich oder welche Kräfte wirken dann in Dir??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Worum es tatsächlich geht, ist doch das Gefühl, um etwas betrogen zu werden. Der andere verhält sich nicht so, wie man das erwartet. Er kommt zu spät.
    Ich sehe in einer gemeinsamen Terminvereinbarung tatsächlich auch eine Verbindlichkeit, die logischerweise zu einer Erwartung führt!
    Ich erwarte Zeit mit dem anderen zu verbringen- erwarte damit, dass er auch pünktlich erscheint- und gehe auch davon aus, dass der Zuspätkommende genauso erwartet, dass der andere noch dasitzt.
    Die Erwartungen entstanden doch in gegenseitigem Einverständnis!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Regelverletzung wird zum persönlichen Affront, das Thrönchen wackelt, die Krone sitzt schief.
    Es geht nicht um eine Regel- es geht um einen Konsenz, der im Vertrauen abgeschlossen worden ist.
    Ich vertraue doch dem anderen, wenn ich eine Zeit angebe. Was ich persönlich mit unpünkltichen Personen so regle, dass kein Zeitpunkt sondern ein Zeitrahmen genommen wird

    Deine Worte wirken auf mich als wäre man ungerechtfertigterweise beleidigt......aber hier werden durchaus einige Bedürfnisse nicht erfüllt. Es klingt auf mich wenig verbindend- was doch ein Treffen sein sollte Ich glaube, wichtig ist, dass man es klar formuliert und jeder weiß, wo er dran ist.
    Denn erst die unterschiedlchen Vorgehensweisen bringen ja die Probleme- treffen sich zwei Unpünktliche- gibts kein Problem

    lg kenzia

  6. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Das tut der Unpünktliche dem Wartenden gegenüber ja auch, indem er sich Zeit nimmt...
    Aber nicht doch. Er lebt nur gerade SEIN Leben, inklusive aller Konsequenzen, die das u.U. haben kann.

    Bei mir ist es kein Gefühl des Gekränktseins. Ich habe einfach keine Lust, meine Zeit unnötig verplempern zu lassen oder im Kalten zu stehen.
    Na dann, husch husch, heim ins Reich. Wenn es Dir auf wenige Minuten so sehr ankommt, musst Du dem Folge leisten. Möglicherweise passt es dann auf ganzer Linie eben dauerhaft nicht.

    Ich denke nicht in Kategorien wie Thrönchen und Krönchen.
    Steht Dir völlig frei.

  7. User Info Menu

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Steht Dir völlig frei.
    Ich danke recht schön.

  8. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Woran liegt das?
    Willst Du es nicht wirklich oder welche Kräfte wirken dann in Dir??
    Lies meinen Beitrag weiter vorn. Ich habe versucht, es zu erklären, sofern es sich mir selbst erschlossen hat.

    Ich sehe in einer gemeinsamen Terminvereinbarung tatsächlich auch eine Verbindlichkeit, die logischerweise zu einer Erwartung führt!
    Ich erwarte Zeit mit dem anderen zu verbringen- erwarte damit, dass er auch pünktlich erscheint- und gehe auch davon aus, dass der Zuspätkommende genauso erwartet, dass der andere noch dasitzt.
    Die Erwartungen entstanden doch in gegenseitigem Einverständnis!
    Erwartungen haben leider oft viel mit Warten zu tun. Das ist sozusagen systemimmanent. Die Erwartungen, die Du dem Zuspätkommenden zuschreibst, sind DEINE Interpretation. Wenn jemand partout nicht warten möchte, ist er frei zu gehen. Ich kann meinerseits den Zufrühkommenden auch jederzeit unter Hinweis, dass sie bitte in 10 Minuten wieder kommen möchten, die Tür vor der Nase zumachen. Ich kann aber auch darüber lachen, dass ich noch im Badelaken da stehe, und das Ganze saukomisch finden.

    Es geht nicht um eine Regel- es geht um einen Konsenz, der im Vertrauen abgeschlossen worden ist.
    Ich vertraue doch dem anderen, wenn ich eine Zeit angebe. Was ich persönlich mit unpünkltichen Personen so regle, dass kein Zeitpunkt sondern ein Zeitrahmen genommen wird
    Der Konsens beruht aber auf Annahmen, und Annahmen können, müssen aber nicht zutreffen. Wie gesagt - ich schaffe es in ca 50% prima, in den übrigen nicht so prima, trotz bester Absichten.

    Deine Worte wirken auf mich als wäre man ungerechtfertigterweise beleidigt......aber hier werden durchaus einige Bedürfnisse nicht erfüllt.
    Das mag daran liegen, dass ich andere nicht als meine Bedürfniserfüller betrachte, und selbst auch nicht so betrachtet werden mag. Ich halte es gern großzügig, und, ich wiederhole mich: Ich rede hier von Minuten, nicht von Stunden, noch nicht einmal von einer halben Stunde, und in den allerseltensten Fällen von einem Viertelstündchen.

  9. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Die ewigen Zuspätkommer kommen aber leider meist nicht ein paar Minütchen oder ein Viertelstündchen ( wie niedlich) zu spät...
    Und die Idee mit der flexiblen Arbeitszeit werd ich am Montag gleich mal meiner Chefin unterbreiten. Die wird begeistert sein. Ebenso die Eltern und Kinder, die dann halt, leider leider, ein Viertelstündchen auf mich warten müssen.

    Die eigene Unzulänglichkeit so dazustellen, dass die anderen komplete Idioten sind, die "husch husch, heim ins Reich" müssen kann auch nicht jeder. Chapeau

  10. Inaktiver User

    AW: Was geht in Menschen vor, die notorisch unpünktlich sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das halte ich - Entschuldigung_ für ausgemachten Blödsinn.
    Wenn ich mich mit jemandem um 15 Uhr verabrede, und derjenige erscheint erst um halb vier, dann lässt er mich sitzen. Vielleicht buchstäblich im Regen. Ich möchte dem anderen die Gelegenheit geben, seine Zeit genauso sinnvoll zu nutzen wie ich meine Zeit nutzen möchte. Wenn ich aber 30 Minuten warten muss ist es schwierig, die Zeit so zu nutzen wie ich es möchte.
    Da wackelt weder das Thrönchen, noch sitzt das Krönchen schief. Es ist schlicht und ergreifend eine grobe Unhöflichkeit des anderen.

    Wenn DU das so empfindest - was keinesfalls dem entsprechen muss, was der Zuspätkommende beabsichtigt - dann ist das so, und Du musst dafür die Verantwortung übernehmen. Heimgehen. Eine böse Email schreiben. Eine geharnischte Rede halten. Den Kontakt abbrechen. Whatever.

    Du hältst Dich bei der Interpretation, die Du formulierst, offenbar für so uninteressant / unwichtig, dass Du davon ausgehst, dass Dich jemand böswillig versetzt. Was natürlich die Frage aufwirft, nach welchen Kriterien Du Deine Kontakte knüpfst.

    Du fühlst Dich "sitzen gelassen", weil jemand zu spät kommt? Das klingt wirklich dramatisch.

    Gehst Du dagegen davon aus, dass der andere mit seinem Zuspätkommen gar keine Wertung DIR GEGENÜBER vornimmt, sondern ihm einfach ein Stück Leben dazwischen gekommen ist, entspannt sich die Lage emotional vielleicht etwas.

    Wie gesagt: Ich komme nicht geplant zu spät, und auch nicht ständig. Aber es kann passieren. Es WIRD passieren, irgendwann. Ebenso wie bei mir immer mal wieder jemand zu früh in meine Terminplanungen schneit. Leben - nicht mehr, nicht weniger.

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