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  1. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von Zikade Beitrag anzeigen
    Da die Formulierung "Senf dazu geben" hier im Eingangsbeitrag in Anführungsstriche gesetzt wurde, gehe ich davon aus, dass es sich hierbei um ein Zitat derjenigen Kolleginnen handelt denen dieses Verhalten - wie auch immer das im Einzelfall aussehen mag - nicht passt.

    Ich finde diese Formulierung auch abwertend und wenig präzise. Wenn einem etwas nicht passt, dann kann man das ja auch konkret und situationsbezogen formulieren.
    Wir wissen nicht, ob das von den Kollegen so forumliert wurde oder ob die TE diese Redewendung verwandt hat, um hier ihr Problem darzustellen. Keine Grund also sich über ungelegte Eier aufzuregen.

    Grundsätzlich finde ich auch, dass es völlig normal ist, zu einem Kollegengespräch hinzu zu kommen und einfach mit zu machen.
    Es geht auch anscheinend nicht um Gespräche unter Kollegen, sondern sie mischt sich in die Gespräche ein die ihre Kollegen mit Patienen führen.

    Siehe hier:

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen

    Wenn die Kolleginnen mit den Patienten schwätzen(abends zB, wenn nicht soviel los ist), dann schalte ich mich ein. Wohl zu oft. Ist gar keine böse Absicht...
    Und ja, mich würde es auch stören, wenn ständig jemand dazwischen plappert, salopp ausgedrückt.

    Das ist nicht bös gemeint liebe TE. Es erinnert mich an ein Kind das Aufmerksamkeit will und dazu gehören möchte. Du lebst derzeit noch in einer relativen Unsicherheit in dem neuen Job, deswegen wird dieses "Muster", wie Du selbst schreibst, auch wieder aktiv. Du suchst nach Sicherheit.
    Halte Dich zurück, wie Dir hier schon geraten wurde und konzentriere Dich auf den fachlichen Bereich.
    Geändert von Inaktiver User (07.05.2016 um 01:21 Uhr)

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es geht auch anscheinend nicht um Gespräche unter Kollegen, sondern sie mischt sich in die Gespräche ein die ihre Kollegen mit Patienen führen.

    Siehe hier: [..]
    Ja. Auch eine mögliche Betrachtungsweise.

  3. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Was ermöglichst Du Dir damit, wenn Du in Gesprächen mitredest?

    Du sprichst von Deiner Unsicherheit und ich stimme simpleness zu- auch ich finde, dass Unsicherheit eine Ursache für Dein Verhalten sein wird- aber auch noch mehr.

    Es hat auch mit dem Gefühl von Zugehörigkeit zu tun- mit Verbindung- mit Anerkennung und Akzeptanz- ja- auch wenn es um ganz alltägliche Themen gehen sollte.

    Werde Dir klar, dass Dich diese Bedürfnisse zum Mitreden "treiben" und Du dabei dann aber genau das Gegenteil erreichst-- statt dazu zugehören, erfährst Du - jetzt gerade Kritik- Ablehnung und keine Akzeptanz, was sich natürlich schlimm anfühlt.

    Simpleness hat es schon getroffen- werde Du für Dich im Job sicherer und lass Dir einfach Zeit um Dich dort einzufinden.
    Das Gefühl der Zugehörigkeit wird mit der Zeit schon kommen und Du dann alle anderen Bedürfnisse darin auch ausfüllen.
    Die Regeln dieser jetzt bestehenden Gruppe solltest Du erst einmal berücksichtigen- das gehört zu dem sich-einreihen und dann dazugehören, dazu und später wirst Du von Dir aus spüren, ob nun ein Mitreden stimmig ist oder nicht.

    Die Motivation mitzureden ist also Dein Schlüssel- werde Dir klar WAS Du gerade tief in Dir möchtest!

    Man sollte übrigens im Hinterkopf behalten, dass ein Zweiergespräch immer ein wenig exklusiv ist, denn man bekommt ja die Aufmerksamkeit des Gegenüber zu 100%.
    Genug Menschen mögen den Verlust dieser 100% weniger-- Ego meldet sich dann- und dann kann es auch zu Kritik kommen obwohl letztlich alles ok gewesen wäre

    Unabhängig davon- geht es aber jetzt auch darum in die Gruppe zu finden und Teil zu werden und damit muss man auch auf solche Reaktionen eingehen- egal wie sie fundiert sind.

    lg kenzia

  4. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Mich würde noch interessieren, wie es zu diesem Feedback kam - haben die Kolleginnen Dich einfach so angesprochen oder gab es ein offizielles Feedbackgespräch?

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Ohne Ironie): Ist es für dich wirklich so schwer, den Mund zu halten? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen... Woher kommt der Drang, unbedingt auch deinen Senf dazugeben zu wollen?
    Weiß ich nicht. Manchmal kann ich es, es gibt auch Tage, da sage ich fast nix (im Büro oder so). Hier ist es glaube ich, Unsicherheit und Dazugehören-wollen. Und dann merke ich oft etwas zu spät, dass der Kommentar nicht passend war.
    An der Anmeldung ist es ja oft so, das da mehrere Personen stehen und auch mehrere pseronen hinter dem Tresen sitzen oder stehen. Da empfinde ich die Gespräche nciht immer als "exklusiv".
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich würde noch interessieren, wie es zu diesem Feedback kam - haben die Kolleginnen Dich einfach so angesprochen oder gab es ein offizielles Feedbackgespräch?
    Naja, die beiden ältesten und auch dienstältesten Kolleginnen haben mich angesprochen,
    a ber schon auch im Namen der Kollegschaft.
    ch habe auch direkt gesagt, dass ich um das problem weiß und darauf achten muss. Auch Das Schwitzen ist mir ja aufgefallen,aber im größten Trubel ist es halt schwierig, ins Bad zu laufen und sich zu waschen. Ich versuche das schon.
    Ich habe mir jetzt erst mal vorgenommen, immer zusätzlich zu Deo und Co auch eine Zweitgarnitur dabeizuhaben und halt möglichst viel die Klappe zu halten, wenn ich nicht gefragt bin.
    Ich habe mich halt total erschrocken, weil sie das Gespräch so ernst eröffnet haben (uns ist das jetzt auch unagenehm..)- das kenne ich sonst eher von Kündigungen. Und ich hatte meine vorlaute Klappe halt schon besser im Griff, deswegen ärgert mich das Ganze.
    Das mit dem Senf war das Zitat der Kollegin, aber da war mir schon klar, wie es gemeint war.
    Außerdem bin ich der meinung, dass ich jetzt möglichst schon alles gut können sollte-meinen Anspruch an mich selbst überbeiten nur wneige. Obwohl ich auch dahingehend schon an mir gearbeitet habe.
    Aber Geduld und Lockerheit gehören nicht unbedingt zu meinen größten persönlichen Stärken.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  7. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    ohne Verständnis: sich an einem Gespräch zu beteiligen ist in meinem Umfeld eine normale menschliche Verhaltensweise. Es würde als merkwürdig empfunden, länger als zwei Minuten daneben zu stehen und den Mund nicht aufzumachen.
    Eben. Auf mich wirkt dieses Geforderte wie Lehrmädchen-Verhalten aus gsd längst vergangener Zeit: große Ohren machen und dabei freundlich auf die Schuhspitzen gucken, damit man die Erwachsenen nicht bei ihren Dingen stört.

  8. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Und ich hatte meine vorlaute Klappe halt schon besser im Griff, deswegen ärgert mich das Ganze.
    Das heißt, Du hast diese "vorlaute Klappe" und empfindest sie als (k)einen Teil von Dir, den Du kontrollieren musst......"im Griff" haben musst.......-- werde Dir einmal klar, dass Du DEIN Verhalten beschreibst als ob es gar nicht Deines wäre!

    Es ist also wie ein Anteil in Dir, der autonom ist.......der sich selbständig macht.....auf den aufpassen musst und achtgeben.....der kontrolliert werden muss.......???

    Du redest hier von Dir und lehnst diesen Teil in Dir ab........das ist doch eine Formulierung aus Kindertagen - stimmts?? Wer hat das zu Dir immer gesagt?? Mutter? Vater?

    Dieser Anteil in Dir- möchte für etwas sorgen!
    Möchte dafür sorgen, dass es Dir gut geht........und statt ihn abzulehnen solltest Du Dich ihm liebevoll zuwenden und mal zuhören worum es ihm geht......was er für Dich möchte.
    Du hörst Dir selbst nicht zu (was tatsächlich gebraucht wird)- und Dir wurde sicher auch einst nicht zugehört- kann man nur viel ablehnen- stimmts?

    ich glaube, hier wird was Uraltes wiederholt- in den berühmten Endlosschleifen- was Du dann durch genug Erziehung Deiner Selbst gut in Schach halten konntest aber immer wieder mal auftritt.
    Was dieser Anteil alles möchte- kannst nur Du selbst heraus finden- hier kann man Dir nur Eventuelles anbieten. Und heraus zufinden, worum es diesem Anteil geht- wäre für Dein ganzes zukünftiges Leben sehr entlastend.

    Es ist wirklich Zeit, mit Dir liebevoller umzugehen!
    lg kenzia

  9. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Guten Morgen allseits!

    Ganz spontaner Gedanke/Eindruck: Wenn Du immer wieder und schon von Kindheit an mit Deinem Verhalten aneckst, Mono, dann steckt da mehr dahinter als das eigentliche Verhalten.

    Das ist jetzt schwer klar zu formulieren, aber ich versuche es mit einem Beispiel: Ich habe eine Freundin, die neigt dazu, interessierte Nachfragen zu stellen - und Leute manchmal regelrecht zu verhören, weil sie die nonverbalen Signale nicht mitbekommt, die längst "laß mich in Ruhe / rück mir nicht so sehr auf die Pelle / mir ist das Thema unangenehm / das geht Dich nichts an" etc. signalisieren.

    Sie bekommt also im persönlichen Gespräch das Feedback: "Du fragst zuviel." Und sagt mit gutem Recht und völligem Unverständnis: "Aber ich zeige doch nur Interesse! Andere Menschen tun das auch!"

    Worauf ihre Gegenüber eigentlich reagieren, ist nicht das Fragen an sich, sondern ein sozial-unangemessenes Fragen/Verhalten, das auch viel mit dem Nicht-Mitbekommen/Nicht-richtig-Deuten nonverbaler Kommunikationsmuster zu tun hat.

    Verstehst Du, worauf ich hinaus will? Es mag Menschen geben, die mögen es nicht, wenn man sich in ihr Gespräch einmischt, bei anderen Menschen und in anderen Situationen wäre das aber prinzipiell okay. Wenn Du aber immer wieder das Feedback bekommst, Dich zuviel einzumischen und zuviel "dazuzusenfen", dann geht es vielleicht nicht um das "Senfen" an sich, sondern es läuft irgend etwas anderes unrund. Du vermittelst in der Art Deines "Senfens" ein Gefühl von Bedürftigkeit, Dazugehörenwollen, was vielleicht (der Situation/den Personen) nicht angemessen ist - und die anderen spüren intuitiv, daß da sozial etwas unrund läuft (man spürt die Absicht und ist verstimmt), darauf reagieren sie, und weil sie es nicht besser zu fassen und formuliert bekommen, hörst Du die unspezifische Kritik: "Du senfst zuviel." Oder Du hast - so etwas schreibst Du selbst - vielleicht einfach kein Gespür dafür, ob Dein Kommentar jetzt gerade in die Situation paßt oder nicht. So etwas in die Richtung.

    Kannst Du damit etwas anfangen?

    Ich weiß nicht, was die Lösung wäre. Die Klappe halten - klar, das wäre die einfachste, aber es wäre nur eine Bekämpfung/Ausschaltung des Symptoms. Interessanter und zielgerichteter fände ich es ja, zu lernen: wo verhalte ich mich sozial inadäquat - und warum? Wo kann ich mitreden, wie kann ich mitreden, was will ich eigentlich damit bezwecken, wie befriedige ich meine Bedürfnisse besser und an der richtigen Stelle?

    Denn dann wäre die Konsequenz kein allgemeiner Maulkorb für Dich. Und mit einem generellen "Halt den Mund, wenn Du nicht gefragt wirst", bist Du vermutlich eher nicht glücklich. Wäre ich auch nicht.

    Und letztlich bleibt auch immer noch die Möglichkeit: Dein Umfeld ist falsch. In manche Situationen und Menschengruppen paßt man auch einfach nicht rein.

    Liebe Grüße

    Sin

  10. User Info Menu

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Naja, meistens kann ich das schon, und spüre auch,was angemessen ist und was nicht. Es sind wirklich meistens Situationen, in denen ich unsicher bin/mich unwohl fühle. das weiß ich schon. Die Anmeldung ist für mich immer noch ziemlich fordernd- da ist sehr viel auf einmal los. Ich bin-schon immer-besser, wenn ich mcih auf ein oder wenige Gegenüber konzentrieren kann und mit meinen Wahrnehmungen nicht überalls ein muss/will. Also zB im Beratungskontext, denn das sind ja meist Eins zu eins Situationen oder kleine Gruppen.

    das mit dem vorlaut ahbe ich jetzt ahlt mal so formuliert, wie egsagt, ich bin das gar nciht immer, ich kann auch total zurückhaltend sein. manchmal wirke ich auch kühl udn unnahbar. Vielleicht will ich auch unbewusst eggen diese Kühlschrankimage ansteuern.
    Es hilft ja nix, ich uss drauf achten, und ich denke/hoffe, je sicherer ich auch an der Anmeldung werde, desto besser wird das auch.
    Was das Umfeld anbetrifft: Das Ideal gibt es nicht, und ich bin sehr froh, dass eine Blindbewerbung funktioniert hat und ich als Hauptaufgabe das machen kann, was ich studiert habe und auch immer machen wollte. ich denke, deshalb will ich auch möglichst perfekt sein (das will ich an sich ohnehin immer gerne).
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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