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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Hallo

    Bin ja mal wieder realtiv neu (seit Januar) im Job und habe jetzt rückgemeldet bekommen, dass ich zu oft ungefragt "meinen Senf" dazu gebe. respektive ungefragt etwas sage, auch wenn ich erst am Gespräch nicht beteiligt war.
    Ich kenne das, dazu neige ich wirklich, das wurde mir auch schon mit 12 attestiert.
    Also ist es wohl auch etwas, was mich mein Leben lang begeliten wird.
    Aber es war schon mal besser...
    .
    Besser? ich hoffe in dem Sinne, dass dieses normale, erwachsene Verhalten als normales erwachsenes Verhalten gesehen und nicht weiter thematisiert wurde. Und ich hoffe, dass du dich an deinem derzeitigen Arbeitsplatz trotz dieser bescheuerten Ansage
    sehr wohl fühlst und mit diesen Leuten nicht allzuviel zu tun hast.

    echt, ich fass es nicht

  2. gesperrt

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil es sehr viele Menschen als unhöflich empfinden, wenn man sich in ein fremdes Gespräch einklinkt.
    Die sind am falschen Ort zur falschen Zeit geboren. Spanisches Hofzeremoniell 16. Jahrhundert wäre wohl passender gewesen. Aber es gibt ja noch die spanische Hofreitschule, vielleicht können sie als Pferd tanzen
    ok, ich hab hier schon gelernt: Norddeutschland. Schade, dass ich in dieser wirklich schönen Gegend nicht leben könnte

  3. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    VORGENOMMEN habe ich mir das bereits. Mal sehen, wie es mit umsetzen klappt.
    (Ohne Ironie): Ist es für dich wirklich so schwer, den Mund zu halten? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen... Woher kommt der Drang, unbedingt auch deinen Senf dazugeben zu wollen?

  4. gesperrt

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Ohne Ironie): Ist es für dich wirklich so schwer, den Mund zu halten? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen... Woher kommt der Drang, unbedingt auch deinen Senf dazugeben zu wollen?
    ohne Verständnis: sich an einem Gespräch zu beteiligen ist in meinem Umfeld eine normale menschliche Verhaltensweise. Es würde als merkwürdig empfunden, länger als zwei Minuten daneben zu stehen und den Mund nicht aufzumachen.

    Schon diese abfällige Charakterisierung von "Senf dazu geben" finde ich arrogant. Aber wenn wir im Bild bleiben wollen: Senf macht üblicherweise eine langweilige Speise interessanter, besser, hebt den Geschmack. Oder gehen die Erst-Sprecher davon aus, dass nichts an ihre Weisheit heranreicht?
    Natürlich gibt es vertrauliche Gespräche, die keinen Dritten brauchen, dann sollte man Ort und Zeit entsprechend wählen oder mit einer FREUNDLICHEN Bemerkung darauf hinweisen

  5. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Reg dich ab, Ila. Die Formulierung "Senf dazu geben" stammt von der TE selbst. Erste zwei Zeilen des Eingangsbeitrags. Wieso du mich so ankeifst, verstehe ich nicht. Ich verurteile die TE nicht, ich frage nur nach, bzw. hinterfrage. Ich finde es echt bemerkenswert, dass sie es offenbar nicht schafft, willentlich den Mund zu halten und ich denke, in den Gründen dafür könnte auch die Lösung liegen.

    Dass du ein solches Verhalten total normal und toll findest, ist schön, hilft der TE aber nicht weiter. Tatsache ist, dass dieses Verhalten im Umfeld der TE -seit diese 12 Jahre alt ist- unangenehm auffällt und ihr Probleme verursacht. Sie möchte das Problem anscheinend lösen. Der Ratschlag "Die anderen sind doof und arrogant und überall mitlabern ist sozial und hör einfach nicht auf sie" ist meines Erachtens nicht wirklich zielführend.

  6. gesperrt

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    ich keife und greife nicht dich persönlich an. Der TE könnte eine Perspektivwechsel durchaus helfen: nicht sie ist komisch, die Anderen sind es; sie muss sich diesen Schuh also nicht unbedingt anziehen, konkret: sich in Frage stellen. Dann kann sie - vielleicht - selbstsicherer damit umgehen.

  7. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    ich keife und greife nicht dich persönlich an. Der TE könnte eine Perspektivwechsel durchaus helfen: nicht sie ist komisch, die Anderen sind es; sie muss sich diesen Schuh also nicht unbedingt anziehen, konkret: sich in Frage stellen. Dann kann sie - vielleicht - selbstsicherer damit umgehen.
    Wieso sind die anderen komisch? das ist in diesem Fall wohl eher nicht so, denn die TE schreibt ja, dass dieses Problem mit dem Dazusenfen nicht erst an dem jetzigen Arbeitsplatz aufgetreten ist, sondern sie diese Rückmeldung schon öfter bekommen hat.
    Und das sie das jetzt bei sich hinterfragt, finde ich sehr gut und sinnvoll.
    Manchmal ist die Geisterfahrertaktik eben NICHT zielführend.

  8. gesperrt

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Man muss nicht zum Geisterfahrer werde, wenn man seine Persönlichkeit - und darum geht es wohl - nicht umkrempeln will. was erfahrungsgemäß nur selten funktioniert.
    Schritt 1 ist dann, sich zu akzeptieren, was leichter fällt, wenn klar ist, dass das eigene Verhalten von den meisten Gesellschaften zumindest in Europa als normal empfunden würde. Ohne Verunsicherung kann man dann überlegen, wie man sich mit dem Umfeld arrangiert, ohne sich total zu verbiegen.

  9. Inaktiver User

    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Ich lese hier nicht, dass die TE ihr Verhalten nicht umkrempeln will, im Gegenteil, sie merkt, dass ihr Verhalten bei vielen und schon lange aneckt und versucht nun, eine Lösung zu finden.
    Würde sie, wie von die vorgeschlagen, einfach so weitermachen und sich dabei gut finden, kämen über kurz oder lang an diesem Arbeitsplatz sicher Probleme auf sie zu, und an folgenden wahrscheinlich auch.
    Sie soll ja auch nicht ihre Persönlichkeit komplett ändern, sondern eine Angewohnheit, mit der nicht nur ihre Umwelt sondern dadurch auch sie selbst Probleme hat.
    Sie zu bestärken, dass es nicht an ihr liegt, finde ich daher nicht zielführend. Und welche Gesellschaften es gut finden, wenn sich jemand einmischt/die Meinung aufdrängt/ein Gespräch unterbricht ist mir auch noch nicht eingefallen.

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    AW: "Rückfall" in alte Verhaltensmuster

    Da die Formulierung "Senf dazu geben" hier im Eingangsbeitrag in Anführungsstriche gesetzt wurde, gehe ich davon aus, dass es sich hierbei um ein Zitat derjenigen Kolleginnen handelt denen dieses Verhalten - wie auch immer das im Einzelfall aussehen mag - nicht passt.

    Ich finde diese Formulierung auch abwertend und wenig präzise. Wenn einem etwas nicht passt, dann kann man das ja auch konkret und situationsbezogen formulieren.

    Grundsätzlich finde ich auch, dass es völlig normal ist, zu einem Kollegengespräch hinzu zu kommen und einfach mit zu machen. Nur weil ich mit etwas anecke, muss das noch lange nicht heißen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Es kann auch einfach bedeuten, dass ein Mißverständnis vorliegt, dass über eine bestimmte Sache ganz unterschiedliche Vorstellungen im Spiel sind oder eben auch, dass man mich ärgern will.

    Es kann natürlich auch bedeuten, dass ich gerne als Neuling etablierte Arbeitsabläufe infrage stelle. Das muss auch nicht falsch sein, aber wenn ich das machen will, muss ich natürlich mit Gegenwind rechnen und es wäre wahrscheinlich geschickter, das aufzuschieben.

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