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  1. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du unterschätzt da wohl den Krankheitsgewinn
    Krankheiten ermöglichen ja sooooooviel..........wer wollte das dann weghaben wollen?? doch nciht wirklich!!

    lg kenzia
    Oh ja, noch so ein Reizthema... Menschen, die man überhaupt nicht kennt und die sofort ihre komplette Krankheitsgeschichte über mir ausschütten. Ich frage schon niemandem mehr, wie es ihm geht. Aber manche Leute schaffen es, von jedem x-beliebigen Thema darauf umzuschwenken.

    Von mir kommt "Der Himmel ist heute schön blau" und als Antwort :" Ja, in dem Krankenhaus, in dem ich mit meiner Gallenblasen-OP lag, trugen die Schwestern Kittel in dieser Farbe. Die OP war furchtbar...blablabla "..
    Und dann gibt's kein Halten mehr.

    Wie stoppt man so etwas?

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    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Variante 1: Loben

    wie tapfer sie das alles tragen. Oft reicht das, die Leute wollen halt anerkannt sein.

    Variante 2: gnadenlos optimistisch zum Thema zurück:

    was die Kittel waren blau? Dann hatten sie ja immer den Frühlingshimmel vor sich! Bestimmt kommt heute noch die Sonne raus etc.

    oder Variante 3

    Ehrlichkeit. Du willst es nicht hören.

    Variante 4

    ein Buch oder ein Smartphone herausziehen.

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    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wie stoppt man so etwas?
    Da kannst du nur gehen. Aber du kannst gehen. Ich denke, wenn du bereit bist, den Preis für Abgrenzung zu bezahlen, nämlich dass dich halt die Energievampis dann nicht mehr so lieb haben, wenn du die möglichen Reaktionen aushalten kannst, wird dir auch die Abgrenzung gelingen.
    Möglicherweise meinst du nämlich, du müsstest oder könntest auf Nervtöter einwirken, die Situation verändern. Vergisses

    Sorg einfach für dich, zieh dir nichts, wenn daraufhin jemand ungut wird, und halte unangenehme Situationen auch mal aus. Oder geh einfach. Das macht mir immer einen Heidenspaß. Wortlos gehen. Manchmal übersteigt der mögliche Preis natürlich auch den Gewinn der Abgrenzung. Wäge das ab, entscheide dich, und - schwupp - schon bist du in der Eigenmacht.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Variante 1: Loben

    wiee tapfer sie das alles tragen. Oft reicht das, die Leute wollen halt anerkannt sein.
    Nein, das lieber nicht. Habe ich schon versucht. Da kriegst du dann zur Gallenblase auch noch den Bandscheibenvorfall und das hartnäckige Furunkel dazu...

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    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh ja, noch so ein Reizthema... Menschen, die man überhaupt nicht kennt und die sofort ihre komplette Krankheitsgeschichte über mir ausschütten. Ich frage schon niemandem mehr, wie es ihm geht. Aber manche Leute schaffen es, von jedem x-beliebigen Thema darauf umzuschwenken.

    Von mir kommt "Der Himmel ist heute schön blau" und als Antwort :" Ja, in dem Krankenhaus, in dem ich mit meiner Gallenblasen-OP lag, trugen die Schwestern Kittel in dieser Farbe. Die OP war furchtbar...blablabla "..
    Und dann gibt's kein Halten mehr.

    Wie stoppt man so etwas?
    Was mir ähnliches häufiger passiert ist Folgendes. Ich bin im netten Gespräch mit einem Freund, er fängt an eine Anekdote oder ähnliches zu schildern, ich gehe kurz dazwischen und sage "das hast du mir schon erzählt" , womit ich meine, dass ich das nicht nochmal hören möchte. Ich bekomme dann einen kurzen strengen Blick eventuell mit dem Kommentar, es wäre unhöflich jemandem ins Wort zu fallen und bekomme die Geschichte erneut erzählt. Nicht selten auf die gleiche Weise auch ein drittes Mal. Das passiert mir nicht mit jedem, aber mit ausgewählten Freunden mit denen ich ansonsten gute Gespräche führen kann.

    Ich finde es anstrengend und unnötig, mir 10 Minuten eine Geschichte anzuhören, die ich schon kenne.
    Was mache ich falschL

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    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da kriegst du dann zur Gallenblase auch noch den Bandscheibenvorfall und das hartnäckige Furunkel dazu...
    Wenn mir mal jemand so eine Jammer-Arie zur Thematik "Ganzkörper-Baustelle" antut gibt's meist folgende Antwort:
    "Am besten unterhalb des Kopfes amputieren!"
    ... oder gleich einschläfern!
    Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.

    Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!

  7. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von -blau- Beitrag anzeigen
    Ich finde es anstrengend und unnötig, mir 10 Minuten eine Geschichte anzuhören, die ich schon kenne.
    Was mache ich falschL
    Genau DAS NACH so einem Gespräch - in einer ruhigen Minute anzusprechen!

    Erzähle -frei von so einer Situation- was abläuft, wie es Dir dabei geht und was Du willst.
    Er wird das alles nicht so wahrnehmen wie Du.....also wäre es gut, es ihm mal deutlich zu machen! Wir setzen auch oft zuviel voraus

    Noch dazu kann man dann allgmein über das Thema reden und doch auch zusammen ein lustiges Code-Wort finden, was dem anderen signalisiert........"Ende"-- man kann alles auch liebevoll und freundlich vermitteln- er wird a- wollen, dass Du aufmerksam bist (was Du bei Wiederholung verlierst) b- dich sicher nicht nerven wollen (warum sollte er dir Schlechtes wollen?).

    also ansprechen und klar machen- und zwar in einer ruhigen Situation.

    lg kenzia

  8. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Noch was:

    Wenn man sich so zukäsen lässt, so übergangen fühlt- und diesen Ärger in sich spürt- dann neigt man dazu, sich über den anderen total zu ärgern.

    Man muss sich aber auch einmal klar machen, dass der Gegenüber überhaupt keine Ahnung davon hat, was in einem vorgeht!
    Womöglich lächelt man den anderen noch an- grinst dazu- nickt noch........während innerlich die Post abgeht

    Wenn man dann so verletzt, verärgert, wütend, hilflos, verzweifelt,usw dasteht......angenommen, der andere könnte genau DAS in dem Moment erfahren-- würde der andere DAS tatsächlich wollen?????

    Ich glaube nicht!
    Ich glaube nicht, dass auch nur ein Mensch vor uns- der uns zukäst- zu so einem Gefühl des Gegenüber beitragen will!
    Er weiß nichts von unserem Denken und denkt "es ist schon ok"............wenn wir uns nicht zeigen, kann man dem anderen eigntlich keinen Vorwurf machen, oder??.......mal von den ganz penetranten Menschen abgesehen

    lg kenzia

  9. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Richtig, der Andere weiß nicht, was wir denken. Von einem "normalen" Menschen erwarte ich aber eine gewisse Zurückhaltung, was persönliche oder sensible Themen angeht. Also Themen wie Krankheiten, Tod, Beziehungsprobleme, finanzielle Dinge. Dinge, die in den Intimbereich gehen. Ich will nicht wissen, dass der Kollege zwei Büros weiter auf Quickies auf dem Küchentisch steht (ja, gabs schon).

    Leider habe ich mittlerweile das Gefühl, dass es vielen nur noch um die persönliche Bedürfnisbefriedigung geht. Da will einer Mitleid, seinen Problemmüll loswerden oder Aufmerksamkeit und der Erste, der nicht sofort "Nein danke" schreit, wird gnadenlos zugetextet. Und diese Menschen interessieren sich nicht die Bohne dafür, ob der Andere sich dabei unwohl fühlt.

    Ich bezweifle deshalb hier ein bisschen deine Auffassung:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er weiß nichts von unserem Denken und denkt "es ist schon ok"............
    und unterstelle mal, dass er überhaupt nicht darüber nachdenkt.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Von einem "normalen" Menschen erwarte ich aber eine gewisse Zurückhaltung, was persönliche oder sensible Themen angeht.
    Richtig- DU ERWARTEST........und das kommt aus Deinem Bild, was DU von der Welt hast.
    Du findest bei 7,5 Milliarden Menschn 7,5 Milliarden Bilder, wie die Welt sein sollte

    Die Intimgrenze oder Schamgrenze ist bei jedem anders- ich glaube auch, dass jeder schon so ein Thema als "zuviel des Guten" erlebt hat (so kam ich in einem Supermarkt einmal mit einem Mann ins Gespräch- wir reden über Gesundheit und Müsli und dann erzählt er mir, wie er jeden Morgen immer seinen Stuhlgang haarklein untersucht- um zu erkennen wie gesund er ist....!!--DA hab ich auch nur noch gestaunt........WAS es für Menschen gibt!!)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leider habe ich mittlerweile das Gefühl, dass es vielen nur noch um die persönliche Bedürfnisbefriedigung geht. Da will einer Mitleid, seinen Problemmüll loswerden oder Aufmerksamkeit und der Erste, der nicht sofort "Nein danke" schreit, wird gnadenlos zugetextet.
    ALLES was wir machen, sagen oder tun- dient einer Bedürfnisbefriedigung.
    Wir wollen uns immer ein oder mehrere Bedürfnisse befriedigen.......immerzu- ja auch, wenn man hier liest oder schreibt, geht es darum Bedürfnisse zu befriedigen.

    In Gesprächen ist das nichts anderes und am besten verlaufen Gespräche, bei denen die Bedürfnisse aller befriedigt werden.
    Deine Unzufriedenheit spricht dafür, dass Deine Bedürfnisse zu kurz kommen und nicht befriedigt werden.
    Und es stimmt doch: DU fühlst Dich- nicht gesehen, nicht respektiert, nicht anerkannt, usw.....
    Und- es fehlt Dir auch die Kraft oder das Handwerkszeug um das "einzufordern", was Du gerne hättest.

    Es wird also deutlich, dass es um zwei Anteile geht und nie nur bei einer Person liegt
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und diese Menschen interessieren sich nicht die Bohne dafür, ob der Andere sich dabei unwohl fühlt.
    Nein- das glaube ich- bis auf wenige Ausnahmen- so nicht!
    Der Mensch redet, weil er letztlich Verbindung sucht. Er sucht eine Spiegelung, er sucht Kontakt und ebenso möchte er eine positive Rückmeldung.
    Wenn Du es zuende denkst, dann kann es so einem Menschen nicht egal sein, ob der Gegenüber sich unwohl fühlt, denn die Gefahr- die Verbindung, Rückmeldung, den Kontakt- zu verlieren- ist groß und das will keiner!
    Wäre es so- dann könnte man den Menschen ja total blöd kommen......dann bliebe das ohne Reaktion-- ist aber doch nicht so! Warum? Weil sie einen Kontakt eingehen, bei dem sie von etwas Positivem an Rückmeldung ausgehen!

    Wenn Du so davon überzeugt bist, dann MACH es doch das nächste Mal so, dass Du mitten im Reden unterbrichst und ganz ehrlich und offen sagst "wenn ich Dir zuhöre, gehts mir richtig schlecht".
    MACH das mal und schau auf die Reaktion......ich will DEN sehen, der dann noch weiter redet, wenn die Worte bei ihm angekommen sind (kann natürlich sein, dass Du erst einmal durchdringen musst)!
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und unterstelle mal, dass er überhaupt nicht darüber nachdenkt.
    DAS glaube ich auch- aber das bedeutet eben nicht, dass es dem Gegnüber egal ist, ob es Dir schlecht geht!

    Im Normalfall denkt kein Mensch lang und breit über sein Reden oder Auftreten nach.
    Man ist einfach wie man ist und sofern man nicht total aneckt, braucht man auch nicht mehr
    Oder fragst Du Dich nach jedem Kontakt, ob es für den Gegenüber nun gut war?? Du gehst doch auch davon aus, das Deine Wahrnehmung richtig ist- und alles gut gelaufen ist- stimmts??

    Man muss auch aus der Opferrolle heraus treten, wenn man alles ansieht- denn man ist NICHT ausgeliefert.
    Man kann verstehen lernen, was wohl beim anderen gerade "läuft"- wie man das auch von sich selbst erkennen kann und HANDELN.
    Das ist eine Herausforderung, die sich aber lohnt anzunehmen

    Schon zu erkennen, dass der andere gar ncihts Böses will......kann sehr entlastend sein

    lg kenzia

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