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  1. User Info Menu

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von -blau- Beitrag anzeigen
    Natürlich muss man seine Grenze auch verdeutlichen. Hier geht es ja in erster Linie um Menschen, die diese freundliche Information ignorieren und unbehelligt weiter machen. Deswegen heißt es ja auch "Grenzen setzen lernen". Die bisherige Art war wohl zu dezent für manche Mitmenschen
    Genau das meinte ich: wieder versammeln sich Bricomlerinnen, um über die anderen zu räsnonieren, die so respektlos/übergriffig/dusselig/und überhaupt sind, um die freundlichen Hinweise der Schreiberinnen zu verstehen.

    Darum geht es aber gerade nicht! Es geht darum, die eigenen Grenzen deutlich zu machen und dafür zu sorgen, dass sie auch eingehalten werden.

    Das Zauberwort in dem Zusammenhang heisst Klarheit. Meiner Erfahrung nach halten viele für freundlich und dezent, was leider auch verschwurbelt und missverständlich ist. Freundlich und klar sein kann man aber üben.

  2. gesperrt

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    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Freundlich und klar sein kann man aber üben.
    Stimmt. Meistens hilft das auch.

    Und falls es nicht helfen sollte - was sehr selten vorkommt bei mir - muss es dann eben doch klar und unfreundlich sein.

    Ich habe keinen Anspruch, immer und unter allen Umständen höflich, nett und freundlich zu sein. Ich bin froh, wenn es mit höflich, freundlich und nett klappt; wenn es so aber nicht klappt, wird eskaliert.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von -blau- Beitrag anzeigen
    Oder, wie in meinem Beispiel, wenn es nur um einzelne Verhaltensweise geht, würde ich versuchen sie anzupassen und nicht immer wieder zu wiederholen, als ob es dann besser werden würde. Dieses beharren fühlt sich dann aggressiv an, weil es die Bedürfnisse des Zuhörers völlig ignoriert.
    ja......es kling so einfach- ist es aber nicht.

    Den Menschen ist doch überhaupt nicht klar, wo das Problem liegt! Welches Problem überhaupt denn.....es doch immer " die anderen" sind
    Und nochmal: Man gewöhnt sich auch niemals einfach so ein anderes Verhalten an......sowas steckt doch bis in den tiefsten Strukturen drin.
    Vielleicht kannst Du einem "Schweigenden" klar machen, dass er mit seinem Schweigen gehört werden will-- kannst Du Dir aber vorstellen, dass er dann im Konflikt oder Streit reden kann??

    Zusätzlich geht es doch dann auch um "das ganze Leben"- denn solche Verhaltensweisen bestimmen doch auch den ganzen Menschen.
    Das wäre ein gewaltiger Schritt für einen so übergriffigen Menschen- da hinzusehen und zu ändern.
    Und wann hat das Verhalten begonnen??......wetten, dass Du die Tendenzen schon ganz früh sehen konntest? Kindheit?........Verhalten ist ein Aufbau, der von ganz unten kommt und den ganzen Menschen beschreibt.

    Und so erfolglos fühlen sich die penetranten Vielredner ja nicht- es gibt oft genug dankbare Zuhörer, manche finden solche Menschen sehr unterhaltsam, Introvertierte sind froh über die Unterhaltung und darauf, das nicht auf ihn geblickt wird, etc.....
    Und die paar Leutchen, die damit "nicht umgehen können".....sind dann eben Neider, heute schlecht gelaunt, schon immer komisch..... sie werden halt auch nicht anders beschrieben als bei anderen Menschen, die auch nicht mit ihren Mitmenschen klar kommen


    lg kenzia

  4. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Ich habe einen guten Spruch gelesen, der in dieses Thema passt:

    "Wenn du ein Problem mit mir hast, hast du ein Problem, nicht ich..."


    @ kenzia: Danke für deine Beiträge, die mich sehr zum Nachdenken und Selbstreflektieren gebracht haben.

    Ich habe bisher immer nur die negative Seite gesehen, also, dass Menschen mir ungewollt zu nahe kommen. Aber betrachte ich es mal andersherum, könnte man es in vielen Fällen ( gut, nicht bei dem alten Mann, der sich auf meinen Schoß gesetzt hat.. ) denken, dass mich Menschen einfach sympathisch finden und deshalb wenig Hemmungen mir gegenüber haben. Vielleicht wollte die Frau in der Boutique nur nett sein und mich nicht mit einem schwarzen Strich im Gesicht herumlaufen lassen.

    Heute hatte ich ein Erlebnis in einem Hotel im Ausland. Ich war ein paar Tage dort und die Bedienung beim Frühstück war immer total nett und freundlich, also habe ich ihr ein schönes Trinkgeld gegeben. Sie hat sich so gefreut, dass sie mir 2 Wangenküsse gegeben hat. Normalerweise hätte ich Zustände bekommen. Aber ich habe gesehen, dass es einfach nur eine nette Geste war. Und das hätte sie bestimmt nicht bei jedem Gast gemacht, also war von ihrer Seite Sympathie da. Ich sehe das jetzt einfach positiv.

    Ich habe auch immer wieder genervt festgestellt, dass ich wegen meiner mangelnden Körpergröße und meiner zierlichen Figur manchmal in die "niedlich" Schublade gesteckt werde, was zur Folge hat, dass es eben Trampel gibt, die mich respektlos behandeln. Aber dafür wollten mir 2 Männer beim Koffertragen helfen . Das passiert auch nicht jeder Frau, es hat also auch Vorteile....

    In Zukunft werde ich also versuchen, die Situation mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht wollte die Frau in der Boutique nur nett sein und mich nicht mit einem schwarzen Strich im Gesicht herumlaufen lassen.
    Das ist doch mal ein guter Ansatz.

    Es ist dir doch nicht wirklich was passiert, oder? Und rat mal, mit was du leichter und schöner durchs Leben gehst: indem du überlegst, wie schwach du wohl auf andere wirkst dass die wagen deine Grenzen einfach so zu überschreiten was ja an sich schon eine Unverschämtheit ist - oder indem du es so wie oben einsortierst: die hat sich null dabei gedacht und ganz spontan eine Fussel entfernt, und würde das bei jedem anderen auch so gemacht haben (außer bei ausgesprochenen Unsympathen vielleicht).

  6. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Genau das meinte ich: wieder versammeln sich Bricomlerinnen, um über die anderen zu räsnonieren, die so respektlos/übergriffig/dusselig/und überhaupt sind, um die freundlichen Hinweise der Schreiberinnen zu verstehen.

    Darum geht es aber gerade nicht! Es geht darum, die eigenen Grenzen deutlich zu machen und dafür zu sorgen, dass sie auch eingehalten werden.

    Das Zauberwort in dem Zusammenhang heisst Klarheit. Meiner Erfahrung nach halten viele für freundlich und dezent, was leider auch verschwurbelt und missverständlich ist. Freundlich und klar sein kann man aber üben.
    Ist mir schon klar.
    Und trotzdem werden dann weder die Grenzen noch Ansagen eingehalten.

    Was mich betrifft, ich habe wirklich keine Angst deutlich zu werden und kann auch dann jemanden zusammen falten.
    Will ich das aber?
    Will ich zum Beispiel solch eine Beziehung?

    Mein Mann hatte sich oft bei mir entschuldigt mit dem Satz: ich bin zu weit gegangen.

    Irgendwann denkst du dann einfach nur noch, ich jedenfalls: dann geh doch wohin du willst.
    Solche Menschen sind Energieräuber.

    Ich bin da nie so entspannt wie ich sein möchte.
    Über die Motive will ich mir manchmal lieber nicht so die Gedanken machen.

    Meiner Erfahrung nach ist Jeder verletzlich. Hat Schwachstellen.
    Die dann zu treffen behalte ich mir aber dann für meine Feinde auf.

    Dass Partner zur Kategorie: natürliche Feinde gehören ist nicht meine Welt.

  7. User Info Menu

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Ich bin gar nicht dafür, jemanden zusammenzufalten. Freundlich und klar ist doch viel schöner. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte: wenn ich grob werden muss, um meine Grenzen zu wahren, habe ich oft vorher etwas falsch gemacht.

    Es bringt doch viel mehr, erst bei sich zu schauen. Andere kann man nicht verändern, sich selbst bzw die eigene Art der Kommunikation aber schon.

  8. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Bist du ein Chamäleon?

    Passt dich jedem Gesprächspartner an, jeder neuen Situation?
    Letzten Endes habe ich für mich festgestellt, dass ich mit Menschen die immer von anderen ihre Grenzen brauchen nicht auf einer Wellenlinie liege.

    Allein schon die Anstrengung zu Wort zu kommen weil der Andere ja so im Redefluss ist nervt.
    Ich dachte früher ähnlich wie du.

    Heute spare ich mir das.

    Ach so, gleich danach kommt die Fraktion.: ich kann doch meine Meinung sagen....

    Aber auch mit denen leben ich heute lieber in Koexistenz als im Clinch.
    Wenn es sein muss.

    Deutlichkeit finde ich aber auch wichtig.
    Dann finden sich nämlich eher die Richtigen zusammen - und das ist die halbe Miete.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Letzten Endes habe ich für mich festgestellt, dass ich mit Menschen die immer von anderen ihre Grenzen brauchen nicht auf einer Wellenlinie liege.
    Das sortiert sich doch aber von allein, oder?

    Man schart Leute um sich, mit denen man entspannt zusammensein kann, auf die oder jene Weise.

    In den anfänglichen Beispielen ging es ja aber eher um flüchtige Zusammentreffen, da wär es mir zu anstrengend, jedes Mal auf meine Grenzen zu pochen, bei der Verkäuferin etwa.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie lernt man Grenzen zu setzen?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Es bringt doch viel mehr, erst bei sich zu schauen. Andere kann man nicht verändern, sich selbst bzw die eigene Art der Kommunikation aber schon.
    Ja das stimmt. Immer erst sich selbst an die Nase fassen und dann schauen woran es noch liegen könnte.

    Dennoch gibt es immer mehr solche Erlebnisse, in denen sich andere Personen einem gegenüber nicht benehmen können und teilweise vollkommen übers Ziel hinausschiessen. In solchen Fällen finde ich, muss man denen dann schon klar und deutlich Grenzen aufzeigen und zum Ausdruck bringen können, bis hier her und nicht weiter!

    Meine Wahrnehmung ist jedenfalls die, und das ist nicht nur meine, dass der Respekt anderen gegenüber immer mehr verloren geht. Im Strassenverkehr, an der Kasse im Supermarkt, in den öffentlichen Verkehrsmittel und und und.

    Zum Glück benehmen sich nicht alle so, aber es gibt leider immer mehr Leute denen es vollkommen egal ist, ob ihr Benehmen andere Mitmenschen stört oder nicht.

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