Liebe dsunn,
für mich liest sich das wie ein ziemlich schweres Burnout über lange Zeit.
Auch ich denke, dass das nicht von selber besser wird, sondern Du den Mut haben solltest, Dir professionelle HIlfe zu holen!
Es ist keine Schande, hinzufallen- aber es ist gar nicht gut, über ein Jahr lang liegen zu bleiben !![]()
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15.04.2016, 13:59Inaktiver User
AW: Alles geht den Bach runter...
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15.04.2016, 14:16
AW: Alles geht den Bach runter...
Danke für eure Einschätzungen.
Mir ist bewusst, dass ich vermutlich einen Burnout hatte und die Auszeit hat mir auch gut getan. Vermutlich hätte ich schon vor 6 Jahren als alles anfing eine Therapie gebraucht, um gar nicht erst bis hierhin zu kommen.
Eigentlich hatte ich mich in letzter Zeit so gefühlt, dass ich der Überzeugung war, alles wieder in den Griff zu bekommen, das Tief überwunden zu haben und ich nur einen Job oder eine Aufgabe brauche, dann wird das schon.
Wenn ich euch so lese, schätzt ihr es aber anders ein. Und ja, wenn ich klarer im Kopf wäre, eine genauere Vorstellung von meinem Leben hätte, vielleicht wäre es einfacher. Ach ich weiß auch nicht. Und ich weiß nicht, was ich von einer Therapie erwarten würde/könnte.
Ich habe mich auch gar nicht gefühlt, als würde ich am Boden liegen. Ich habe die Auszeit bewusst gewählt und mich grundsätzlich damit auch gut gefühlt. Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich denke, dass diese beendet sein müsste und ich wieder einen Schritt machen muss.
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15.04.2016, 14:25Inaktiver User
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15.04.2016, 14:27Inaktiver User
AW: Alles geht den Bach runter...
nun, Du sagst selber, dass Du das genau eben nicht schaffst!
Eine Therapie würde Dir helfen, klarere Vorstellungen von Deinem zukünftigen Leben zu entwickeln und das Ziel in kleine, gangbare Teilschritte zu zerlegen,
und mit Rückenstärkung zu beginnen, wieder zu g e h e n in kleinen Schrittchen und dabei herauszufinden, was Du möchtest und wie es weitergehen könnte.....
dazu braucht es aber Mut, Zeit und Geduld und den Willen zur Selbsterkenntnis
und ja, mir scheint es auch so, als scheutest Du Dich noch,
den Tatsachen wirklich ins Auge zu sehen,
ohne es Dir "schönreden zu wollen"......
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15.04.2016, 14:31
AW: Alles geht den Bach runter...
@kamelle
Ich wollte mich nicht damit belasten. Es war alleine meine Entscheidung und alleine schon aus der Familie wären wie immer irgendwann Vorwürfe gekommen oder Unverständnis und ein Reingequatsche. Aber ich hatte keine Kraft und Lust meine Entscheidung vor irgendjemand zu rechtfertigen und das hätte ich schon ganz automatisch ständig getan, so wie ich es immer tue. Davor wollte ich mich schützen. Und ich glaube, dass es auch im Nachhinein so besser war.
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15.04.2016, 14:32Inaktiver User
AW: Alles geht den Bach runter...
stimme Dir zu, denn ich weiß wohl, wovon Du redest aus eigener leidvoller Erfahrung.....
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15.04.2016, 14:36
AW: Alles geht den Bach runter...
Danke monika

Ich habe nie wirklich gelernt Hilfe anzunehmen, man muss und kann alles alleine schaffen, das ist in mir drin.
Ich habe keine Ahnung, ob ich tatsächlich eine Therapie anfangen kann oder würde. Aber ich gebe zu, dass ich schon darüber nachgedacht habe. Und dann kamen wieder Tage, an denen es mir besser ging, die Sonne gescheint hat und etwas Schönes passiert ist. Dann war der Gedanke schnell verdrängt.
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15.04.2016, 14:50Inaktiver User
AW: Alles geht den Bach runter...
Wie wäre es, wenn du als erstes zu einer Sozialberatungsstelle gehen würdest, um dir dort Rat zu holen? Die Angebote sind meist niederschwellig und es gibt kurzfristige Termine.
Fang einfach mal irgendwo an, dir Hilfe zu holen, der Rest ergibt sich dann.
Wie alt bist du? Wie gut sind deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Du hast weiter vorne geschrieben, dass du deinen Bekannten von einer Selbständigkeit erzählst. Wäre das eine Option?
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15.04.2016, 15:04
AW: Alles geht den Bach runter...
Die Selbständigkeit wäre eine Option allein unter dem Aspekt Geld zu verdienen.
Aber ich mag meinen erlernten Beruf nicht. Ich habe das damals studiert, weil meine Eltern das so wollten. Dann habe ich später aber in einem Quereinsteigerjob gearbeitet, der mir gefallen hat (bis zur betriebsbedingten Kündigung). Dort ist es aber sehr schwer wieder rein zu kommen, fast unmöglich, wenn man mal draußen war. In meinen eigentlichen Beruf will ich nur ungerne zurück, nur im Notfall. Zurzeit versuche ich dennoch an den alten Job anzuknüpfen und irgendetwas ähnliches zu machen. Bisher leider ohne Erfolg. Das ist eben auch ein Problem, ich würde auch irgendwas anderes machen, wenn es irgendwie passend für mich wäre.
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15.04.2016, 15:26
AW: Alles geht den Bach runter...
Es reicht, wenn du es schaffst, in eine Beratungsstelle zu gehen. Das erfordert bereits Mut von dir. Das schaffst du.
Du kannst ja verschiedene Dinge ausprobieren, z.B. über die VHS einen Nähkurs. Oder du stellst dich am Wochenende bei schönem Wetter auf den Flohmarkt und verkaufst überflüssige Dinge. Diese Arbeiten sind zeitlich begrenzt und kosten nicht viel und machen dir vielleicht Spaß.
Manchmal gibt es auch Aushilfen gesucht oder Menschen für 450 Euro-Job. Wäre das etwas für dich? Du kämst in das Arbeiten wieder hinein und kannst erkennen, was dir wirklich gefällt.




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