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  1. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Umso erstaunlicher ist es, dass Du es Deiner Mutter "nachmachen" möchtest - nachmachst?

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das "Negativbeispiel" Deiner Mutter einen Konflikt in Dir schürt. Da ist einerseits der Wunsch nach dem Traumprinzen und einer heilen Welt, andererseits hast Du mitbekommen, dass es Deiner Mutter "fast das Leben gekostet hat" wie Du schreibst. Der Wunsch ist in Deiner Erfahrung mit Drama verbunden und Du wiederholst "Drama", bist fast magisch davon angezogen, so wirkt es.

    Sagt Dir das was? Siehst Du da einen Zusammenhang zu Deinem heutigen Handeln?

    Für mich sieht es so aus, als würdest Du Dich anhand Deiner unbewussten? Glaubensätze selbst sabotieren und deswegen auf die falschen Männer fliegen.
    Ja, da hast Du Recht. Ich habe schon eine Vorstellung davon, wie eine Beziehung gestaltet sein sollte, damit ich mich damit wohlfühle. Grob. Aber ich fliege impulsiv auf Männer, die dem gar nicht entsprechen. Die eigentlich schon ausstrahlen - hey, bei mir gibt's nix zu holen, aber ich nehm mir gern von dir - das riecht förmlich nach Muster.

    Meine Mutter hat sich in die Welt meines Vaters begeben. Sich selbst vor der Tür abgestellt und in dem Leben verharrt. Sicherlich war nicht alles schlecht und es gab viele schöne Momente, aber ich habe als Kind auch immer eine große Traurigkeit und Stumpfheit wahrgenommen bei ihr. Sie war schwer depressiv, im Nachgang ist es mir klar. Es gab dann, viele Jahre später, einen Streit und das war es dann mit der Ehe meiner Eltern. Jetzt ist sie in ihrem eigenen Leben angekommen, hat es sich mühsam aufgebaut, sich vom Boden (wirklich, ihr Selbstwertgefühl war bei 0) hochgerappelt und ist zufrieden damit, sagt sie. Nur manchmal glaube ich ihr das nicht, vielleicht habe ich dieses Misstrauen in mir verankert und glaube nicht daran, dass es mir selbst gut geht, wenn ich mir mein Leben selbst aufbaue?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso ist das Leben ein Kampf für Dich?
    Das Leben fühlt sich aktuell an wie ein Kampf. Ein Kampf gegen mich selber, Bauch gegen Verstand, Wut gegen Schuldgefühle, Leichtigkeit gegen Schwermut, Träume gegen Realität.

  2. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Männer, die nur Sex wollen, sind einfach ungeeignete Kandidaten. Männer meinen sowas meistens ernst.
    Wahrscheinlich. Traurig, dass ich das mit meinen fast 40 noch nicht gelernt habe. Oder nicht wahrhaben möchte. Und das traurigste daran - ich bin am Wochenende früher abgereist, weil ich irgendwie eine andere Hoffnung hatte, die natürlich nicht eingetreten ist. Und jetzt plagen mich furchtbare Schuldgefühle, ich hätte ihn womöglich verletzt und enttäucht

  3. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du bist jetzt so wie Du bist, gibt es in Deiner Familie jemanden, dem Du dann im Verhalten und Tun nicht mehr ähnlich wärst würde Dir die Fee den Wunsch erfüllen?
    Ok, jetzt ist die Frage verständlicher für mich. Oh ja. Meinem Vater und eigentlich der ganzen noch verbliebenen Familie - außer meiner Mutter. Mein Vater ist einer, der erträgt. Seine jetzige Beziehung, seine (mittlerweile verstorbene) dominante Mutter, meine früher sehr unglückliche, depressive Mutter. Er ist keiner, der forscht, was man tun könnte - außer in praktischen Dingen, z. B. etwas zu reparieren. In emotionalen bzw. den wesentlichen zwischenmenschlichen Dingen ist er sehr phlegmatisch und erträgt. Und hat seine jetzige Beziehung - würde ich sagen - auch als Rettungsanker vor der Einsamkeit und der Verantwortung gesehen.

    Ohoh...mir ahnt gerade "Schlimmes". Ich habe mich früher - während und nach der Trennung - schon immer schwer getan, Partei zu ergreifen für eine Seite, Mutter oder Vater. Habe ich deshalb Schwierigkeiten, aktiv zu werden und mich (im übertragenen Sinn) auf eine Seite zu schlagen? Die aktive, handelnde, sich ein eigenes Leben aufbauende (Mutter) vs. den passiven, ertragenden, dominierten Part (Vater), weil eine Entscheidung in meinem Unterbewusstsein eine Entscheidung gegen die Rolle und somit gegen den Menschen bedeuten würde? Macht das Sinn?

  4. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Aton Beitrag anzeigen
    kurz gesagt: das Leben ist nicht lebenswert. Du wirst alt und grau werden. Und du wirst noch genauso unglücklich sein wie jetzt. Es wird sich nichts an deinem empfinden ändern.

    Das Leben ist nicht lebenswert!!!
    Es ist einfach ganz schrecklich, dass ich geboren worden bin!!!

    Ich bin so unglücklich darüber. Aber ich kann es natürlich nicht ändern. Und jetzt muss ich mich mit diesem Dreck abfinden.

    Im Moment versuche ich einfach so viel wie möglich zu schlafen, damit ich vom Leben nichts mitbekomme.Vielleicht schlafe ich irgendwann ein, und wache nie wieder auf.nein, so einfach ist es leider nicht.
    Liebe Aton, Dein Beitrag hat mich sehr erschreckt. Und gezeigt - nein, so ist es bei mir nicht. Ich habe viel Schönes im Leben, Freunde, Familie und Erinnerungen an schöne Momente. So gebe ich mich nicht auf. Sonst würde ich hier nicht schreiben. Ich suche Lösungen, auch wenn ich mich noch viel zu oft zurückfallen lasse in meine Starre. Auch wenn ich selbst oft fühle, dass ich kämpfen muss um jeden kleinen Schritt. Und dann doch wieder umfalle. Es tut mir wirklich leid, dass Du so tief unten angekommen bist. Ich wünsche dir einen Impuls, der Dir die Richtung nach oben zeigt. Und wenn Du erstmal schlafen magst, dann ist das nur berechtigt.

  5. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    .
    Geändert von Inaktiver User (11.04.2016 um 18:09 Uhr)

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    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Die heile Welt gibt es nicht, sehe die Welt so wie ist und die Menschen auch. Es gibt nichts auf der Welt was perfekt ist. Keiner hat es bisher geschafft perfekt zu sein. Wobei man jetzt Fragen könnte, wie ein perfekter Mensche eigentlich sein sollte. Wenn du weiter deinem Traum hinterherläufst, wirst du nicht wach werden.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, da hast Du Recht. Ich habe schon eine Vorstellung davon, wie eine Beziehung gestaltet sein sollte, damit ich mich damit wohlfühle. Grob. Aber ich fliege impulsiv auf Männer, die dem gar nicht entsprechen. Die eigentlich schon ausstrahlen - hey, bei mir gibt's nix zu holen, aber ich nehm mir gern von dir - das riecht förmlich nach Muster.

    Meine Mutter hat sich in die Welt meines Vaters begeben. Sich selbst vor der Tür abgestellt und in dem Leben verharrt. Sicherlich war nicht alles schlecht und es gab viele schöne Momente, aber ich habe als Kind auch immer eine große Traurigkeit und Stumpfheit wahrgenommen bei ihr. Sie war schwer depressiv, im Nachgang ist es mir klar. Es gab dann, viele Jahre später, einen Streit und das war es dann mit der Ehe meiner Eltern. Jetzt ist sie in ihrem eigenen Leben angekommen, hat es sich mühsam aufgebaut, sich vom Boden (wirklich, ihr Selbstwertgefühl war bei 0) hochgerappelt und ist zufrieden damit, sagt sie. Nur manchmal glaube ich ihr das nicht, vielleicht habe ich dieses Misstrauen in mir verankert und glaube nicht daran, dass es mir selbst gut geht, wenn ich mir mein Leben selbst aufbaue?



    Das Leben fühlt sich aktuell an wie ein Kampf. Ein Kampf gegen mich selber, Bauch gegen Verstand, Wut gegen Schuldgefühle, Leichtigkeit gegen Schwermut, Träume gegen Realität.
    Dann wird es Zeit, dass du die Gegensätze zusammenbringst und die Ambivalenzen auflöst. Bauch mit Verstand, Wut und Schuldgefühle, Leichtigkeit und Schwermut, Träume und Realität.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok, jetzt ist die Frage verständlicher für mich. Oh ja. Meinem Vater und eigentlich der ganzen noch verbliebenen Familie - außer meiner Mutter. Mein Vater ist einer, der erträgt. Seine jetzige Beziehung, seine (mittlerweile verstorbene) dominante Mutter, meine früher sehr unglückliche, depressive Mutter. Er ist keiner, der forscht, was man tun könnte - außer in praktischen Dingen, z. B. etwas zu reparieren. In emotionalen bzw. den wesentlichen zwischenmenschlichen Dingen ist er sehr phlegmatisch und erträgt. Und hat seine jetzige Beziehung - würde ich sagen - auch als Rettungsanker vor der Einsamkeit und der Verantwortung gesehen.

    Ohoh...mir ahnt gerade "Schlimmes". Ich habe mich früher - während und nach der Trennung - schon immer schwer getan, Partei zu ergreifen für eine Seite, Mutter oder Vater. Habe ich deshalb Schwierigkeiten, aktiv zu werden und mich (im übertragenen Sinn) auf eine Seite zu schlagen? Die aktive, handelnde, sich ein eigenes Leben aufbauende (Mutter) vs. den passiven, ertragenden, dominierten Part (Vater), weil eine Entscheidung in meinem Unterbewusstsein eine Entscheidung gegen die Rolle und somit gegen den Menschen bedeuten würde? Macht das Sinn?
    Wieso muss man sich auf eine Seite schlagen, man kann seine eigenen Erkenntnisse und Gedanken haben, die mit anderen nichts zu tun haben, aber man muss den Mut haben, so zu sein und sich Gedanken darüber machen, wieso man sich auf eine Seite schlagen soll.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  9. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok, jetzt ist die Frage verständlicher für mich. Oh ja. Meinem Vater und eigentlich der ganzen noch verbliebenen Familie - außer meiner Mutter. Mein Vater ist einer, der erträgt. Seine jetzige Beziehung, seine (mittlerweile verstorbene) dominante Mutter, meine früher sehr unglückliche, depressive Mutter. Er ist keiner, der forscht, was man tun könnte - außer in praktischen Dingen, z. B. etwas zu reparieren. In emotionalen bzw. den wesentlichen zwischenmenschlichen Dingen ist er sehr phlegmatisch und erträgt. Und hat seine jetzige Beziehung - würde ich sagen - auch als Rettungsanker vor der Einsamkeit und der Verantwortung gesehen.

    Ohoh...mir ahnt gerade "Schlimmes". Ich habe mich früher - während und nach der Trennung - schon immer schwer getan, Partei zu ergreifen für eine Seite, Mutter oder Vater. Habe ich deshalb Schwierigkeiten, aktiv zu werden und mich (im übertragenen Sinn) auf eine Seite zu schlagen? Die aktive, handelnde, sich ein eigenes Leben aufbauende (Mutter) vs. den passiven, ertragenden, dominierten Part (Vater), weil eine Entscheidung in meinem Unterbewusstsein eine Entscheidung gegen die Rolle und somit gegen den Menschen bedeuten würde? Macht das Sinn?

    Wenn Kinder Partei ergreifen müssen dann ist das fürchterlich für sie, denn sie lieben beide Elternteile, sie sind ja auch abhängig. Es entsteht ein Loyalitätskonflikt und den hattest Du auch bereits. Jedes Kind hat das Recht beide Elternteile lieben zu dürfen und sich eben nicht entscheiden zu müssen. Dies sicherzustellen wäre die Aufgabe der Eltern auch wenn sie getrennt sind.

    Ein "ertragender" Vater kann phlegmatisch rüberkommen, nicht anwesend obwohl körperlich da, nicht spürbar für die Tochter. Und manchmal denkt man dann als Kind, soooo einen Vater wil ich nicht bzw. so einen Mann möchte ich nicht. Dann begibst Du Dich auf die Suche und triffst die vermeintlich taffen, die Machos und was machen sie, sie verlassen Dich. Sei es durch notorisches Fremdgehen oder auch durch Lügen oder ständiger Abwesenheit.
    Du holst Dir vermeintlich das Gegenteil und landest genau bei dem was Du nicht haben möchtest.

    Und da Du Dich als Mädchen in Deiner Identitässuche nach der Mutter orientierst und die auch nicht anwesend war für Dich erscheint dann das Leben so wie wenn Du auch unglücklich zu sein hättest. Wir ahmen das nach was wir sehen und Du hast jahrelang das gesehen was Du jetzt selbst in Deinem Leben vorfindest.

    Das bedeutet konkret, daß Du unbewußt vermeidest ein glückliches Leben zu führen, denn dann müsstest Du Dich von beiden ein Stück weit distanzieren und für Dich entscheiden!
    Dein Loyalitätskonflikt besteht noch immer fort den Du bereits als Kind hattest und der hindert Dich daran Dein Leben zu gehen. Die heile Welt ist nicht das Ziel, sondern daß Deine innerliche Zerissenheit heilt!

    Den ersten Schritt hast Du bereits getan, den nächsten musst Du jetzt gehen wenn Du weiterkommen möchtest. Das ist Arbeit aber ich kann Dir sagen sie lohnt sich!
    Geändert von Inaktiver User (11.04.2016 um 16:09 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Mein großer Wunsch nach heiler Welt

    Ach Stecher, ich lese Dich gern. Du stellst immer wirklich gute Fragen, finde ich.
    Und ja, Du hast sicher Recht mit der These, dass ich mich unbewusst gegen ein "Loslassen" und für mein eigenes Glück entscheide.

    Ich war heute spontan bei der Coach - weil ich einfach in einem Gedankenkarrussell festhing - und war das Thema, dass ich mir z. B. immer die Schuld gebe, an was auch immer, wieder da. Ich sehe auch immer Ablehnung bei anderen mir gegenüber - anstatt dass ich mich dafür entscheiden würde, die Schuld nicht anzunehmen, und die Ablehnung nicht als eine solche bzw. gegen meine Person zu werten. Aber das ist so tief in mir verankert, dass es nicht leicht ist, das aufzulösen. Und da hemme ich mich selbst in meinem Glück. Genauso wie Du es schreibst. Und genauso wie es Simpleness glaube ich auch schrieb "ich hänge irgendwo fest". Ich merkte es in den letzten Tagen ja auch so deutlich - es war innerlich ein Hin- und Hergeschiebe zwischen meiner - lt. der Coach sehr gut funktionierten, sehr sensiblen - Intuition/Bauchgefühl und meinen alten Gedankenmustern/Ängsten/Erfahrungen. Mal war der eine oben, mal der andere, und es hat mich kirre gemacht, dass ich scheinbar von einer Minute auf die nächste von einem Gefühl zum anderen kippe. Und ich irgendwann, nach sovielen ähnlichen MOmenten im Leben, einfach nur den Wunsch verspüre, diese inneren Konflike ausschalten zu können. Mich forttragen zu lassen, in ein Leben, das von mir aus von Gleichmut geprägt ist, aber diese ständigen, inneren Kämpfe nicht mehr durchleben zu müssen.

    Es verdichtet sich in meinem Leben gerade viel. Ich habe das Gefühl, es schiebt etwas, und zwar in eine Richtung, die ich nicht definieren kann zu dem Zeitpunkt. Ich fühle mich oft, als würde ich an einem Ast über einen reißenden Fluß hängen - ich kann schwimmen und der Fluß trägt mich - aber ich wage es nicht, loszulassen, obwohl der Fluß zerrt und meine Kräfte schwinden, aber ich habe zusehr Angst, mitgerissen zu werden und nicht zu wissen, wo ich wieder an Land gespült werde. Das ist ein Bild, das ich sehr oft in mir sehe im Moment.

    Ich weiß, daß ich loslassen muss, viel alten Krempel. Nicht dass es unnützer Krempel wäre, aber es ist Ballast, das mich noch festtackert. Ich hänge schon irgendwie noch an meinen Eltern fest. Ich denke z. B. doch oft, wenn ich dies und jenes jetzt einfach machen würde (z. B. einfach den Job kündigen und eine lange Reise tun) - was würde mein Vater wohl dazu sagen, würde er sich Sorgen machen? Und wenn diese Gedanken schon geformt sind, und bei einer solchen Träumerei auftauchen, was haben sie erst für eine Wirkung, wenn sich noch nicht geformt sind, sondern im unbewussten Einfluss haben? Macht das Sinn? Ich bin schon noch oft (gedanklich) bei meinen Eltern und weniger bei mir selbst. Genauso wie ich in Partnerschaften oder beginnenden Beziehungen oft mehr beim Anderen bin als bei mir selbst. Wie geht es dem anderen, wie reagiert er wenn ich das und das mache, wenn ich mich so und so gebe, verletze/enttäusche/verärgere ich ihn - das ist nicht gut. Ich weiß noch nicht, wie ich da jetzt genau die Tür raus finden soll, aber im Moment glaube ich, dass es sie irgendwo gibt zumindest.

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