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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    P.S. akasia, eine Frau kenne ich noch, die so spricht, wie du es tust. Auch sie sagte mir beim vorletzten Treffen, es sei für sie vollkommen in Ordnung, wenn sie noch heute Abend sterben müsste, denn sie hat alles, was sie wollte, bereits erlebt und akzeptiert alles, was sich ihr bietet. Man glaubt es ihr aufs Wort, und sie klang bei dieser Aussage völlig wohlig und im Reinen mit sich, überhaupt nicht negativ oder im Stimmungstief...

    Wie ist das bei dir, im Hinblick auf die Akzeptanz der Wirklichkeit? Also ich für meinen Teil - bekäme ich morgen früh die Diagnose einer tödlichen Krankheit, würde ich auf jeden Fall an der Wirklichkeit herumdrehen wollen, bis sich eine neue Wirklichkeit auftut, der eine andere Wirklichkeit folgen könnte...

    Überhaupt finde ich das mit der "Wirklichkeit" eine schwierige Kiste... Es gibt ja Menschen, die hätten überhaupt gar keine Wirklichkeit erlebt, wenn sie ihre Wirklichkeit nicht durch fremde Hilfe verdreht hätten. Oder Menschen, deren Wirklichkeit nur durch Kampfansage überhaupt zu einer Wirklichkeit geführt hat...
    Geändert von Divino (29.03.2016 um 01:12 Uhr)

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    So was muß man aber auch immer mal wieder neu bewerten. Viele Fehleinschätzungen kommen daher, daß man mit veralteten Annahmen arbeitet. Die Welt um einen rum ändert sich, und man selber sich mit ihr.
    Absolut. War eine schwierige Erkenntnis, zu erkennen, dass alle Erkenntnisse niemals aus Beton bestehen.. Sondern Seerosen in einem ständig fließenden Fluss sind. Besonders schwierig finde ich, einbetonierte Seerosen zu lösen und in den Fluss zurückzutragen, so dass sie auch noch Wurzeln bilden, selbst wenn sie jahrelang trockenlagen. Heute noch.

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von JeanneD Beitrag anzeigen
    Für mich wird es immer sehr schwierig, wenn Rollen auf mich zukommen, in denen ich mich sehr verbiegen müßte, sozusagen weit ab vom Kern "sein" müßte. Das versuche ich zu vermeiden oder dann zu ändern.
    Schön geschrieben... Also bei mir ist es so, dass ich mich derzeitig beruflich ca. 10 Stunden pro Woche verbiege. Ich schlüpfe für diesen Zeitraum (begrenzt auf bestimmte Ereignisse/Termine) in eine Rolle, die ich nicht bin. Also nicht "irgendwie auch bin" und bewusst so halte, weil sie einfach jobbedingt ist und mir daher selbst entspringt... Sondern wirklich nicht bin.

    Einerseits erkläre ich so einen Krams zu Luxusproblemen, andererseits merke ich sehr deutlich, dass ich mir selbst querlaufe und auch mal länger brauche, um das wieder zu kompensieren... Wiederum zahlt man mir das mehr als sehr gut... Tja, was macht man da? Augen zu und durch oder das Geld sausen lassen und 24/7 sein, wer ich bin? Ob das wohl zu mehr charakterlicher Blütenreinheit führt?

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Wie ist das bei dir, im Hinblick auf die Akzeptanz der Wirklichkeit? Also ich für meinen Teil - bekäme ich morgen früh die Diagnose einer tödlichen Krankheit, würde ich auf jeden Fall an der Wirklichkeit herumdrehen wollen, bis sich eine neue Wirklichkeit auftut, der eine andere Wirklichkeit folgen könnte...
    Ich akzeptiere sie. So wie sie ist. Wenn es um meine Angelegenheiten geht, bin ich mir bewußt, das ich die Wirklichkeit jederzeit ändern kann/darf/soll. Das ist Leben.
    Wenn es um Angelegenheiten anderer geht, akzeptiere ich es so wie sie sind, was sie tun, was sie wollen. Sie haben das selbe Recht, ihren freien Willen zu Leben wie ich. Umgekehrt, wer versucht, meinen freien Willen zu missachten bzw. nicht respektiert, weil er das noch nicht kann oder auch mit Absicht nicht will und damit übergriffig ist, dem sage ich klar, das das Meine Sache ist, ihn nichts angeht, er sich zurücknehmen muss.
    Ich prüfe deshalb vorab, genau ab, wessen Angelegenheit ist was, wenn betrifft es. Gegen die Wahrheit, kommt keiner an! Wer das mal verstanden hat, der kann sich danach richten, ander beißen sich dran sowieso die Zähne aus. Habe das schon öfter erlebt. Die Anleitung zum Leben ist viel einfacher als viele meinen. Und übrigens geht das bei Positive Angelegenheiten (im Detail dann) genauso wie bei Negative, wenn man das überhaupt so sehen will. Den ich sehe das eher recht neutral an. Ich sage das nur, weil du es mit so vielen negativen Beispielen bezeichnest, wie Krankheit und Tod.

    Überhaupt finde ich das mit der "Wirklichkeit" eine schwierige Kiste... Es gibt ja Menschen, die hätten überhaupt gar keine Wirklichkeit erlebt, wenn sie ihre Wirklichkeit nicht durch fremde Hilfe verdreht hätten. Oder Menschen, deren Wirklichkeit nur durch Kampfansage überhaupt zu einer Wirklichkeit geführt hat...
    Also das ist verwirrt, was du da schreibst. ES gibt nur eine Wirklichkeit. Nur eine Wahrheit. Sie spielt sich in der Gegenwart ab. Die Gegenwart ist für viele Menschen nicht da und sie sind nicht dort.
    Schau auf deine Uhr. Schau auf deine Sekunden - Zeiger. ER springt ständig weiter. In die Zukunft - und - gerade war er noch in der Vergangenheit. Merkst du was? So kurz ist die Gegenwart! Gibt es sie denn? Wer ist den dort? Wer den Zeiger anhalten kann, durchschlüpfen sozusagen, der ist angekommen. Da tut sich etwas auf - jenseits dessen was man beschreiben sollte, da es nicht beschreibbar ist. Der angekommen ist, der denkt nicht. Ist gegenwärtig, das ist wirklich und entzieht sich Zeit und Raum. Manche beschreiben es als Nichts. Das ist vielleicht noch das treffendere. Doch in dem Nichts ist Alles. Man muss selbst hingehen. Dann weiß man es. Es entzieht sich wie ich schon sagte, auch den Worten.

    Ja es gibt sicher einige Menschen die diesen "Ort" kennen. Manche halten sich dort nur kurz auf, andere länger und manche dann schon fast die ganze Zeit während ihres Wachzustandes. Der Schlaf lässt grüssen, er ist der kleine Bruder vom Tod. Weißt du wo du bist, wenn du schläfst? Weißt du ob du wieder aufwachst? Das ist dann auch schon alles.
    "Denke das Unmögliche und du kommst der Wahrheit am nächsten" - Che Guevara

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von akasia Beitrag anzeigen

    ES gibt nur eine Wirklichkeit. Nur eine Wahrheit. Sie spielt sich in der Gegenwart ab. Die Gegenwart ist für viele Menschen nicht da und sie sind nicht dort.
    Schau auf deine Uhr. Schau auf deine Sekunden - Zeiger. ER springt ständig weiter. In die Zukunft - und - gerade war er noch in der Vergangenheit. Merkst du was? So kurz ist die Gegenwart! Gibt es sie denn? Wer ist den dort? Wer den Zeiger anhalten kann, durchschlüpfen sozusagen, der ist angekommen. Da tut sich etwas auf - jenseits dessen was man beschreiben sollte, da es nicht beschreibbar ist. Der angekommen ist, der denkt nicht. Ist gegenwärtig, das ist wirklich und entzieht sich Zeit und Raum. Manche beschreiben es als Nichts. Das ist vielleicht noch das treffendere. Doch in dem Nichts ist Alles. Man muss selbst hingehen. Dann weiß man es. Es entzieht sich wie ich schon sagte, auch den Worten.

    ... Der Schlaf lässt grüssen, er ist der kleine Bruder vom Tod. Weißt du wo du bist, wenn du schläfst? Weißt du ob du wieder aufwachst? Das ist dann auch schon alles.
    Es mag schon sein, dass es nur eine Wirklichkeit gibt, diese sich jedoch in eine unsichtbare, transzendente und grundsätzliche unterscheiden kann und sich dann hier wieder andere Wirklichkeiten eröffnen, die uns nur noch unbekannt sind.

    Und Zeit und Gegenwart ist für jeden Menschen anders geprägt. Gut der Tag hat nur eine begrenzte Anzahl von Stunden und
    dennoch verläuft die Zeit und das Zeitempfinden für jeden individuell und somit ist Zeit relativ. Auch wenn wir uns in der alltäglichen Planung nach der Atomuhr richten. Die Zeit ist keine feste Größe, genauso wie die Ewigkeit kein Zeitraum ist sondern eine Wirklichkeit sein soll, in der Zeit einfach nicht existiert. Im Alltäglichen verändert sich das Zeitgefühl, je nachdem in welchem Bewusstseinszustand ich mich befinde.

    Es gibt auch im Tiefschlaf kein Zeitempfinden wohingegen ich im Traum mit Zeit jonglieren kann. Ein Augenblick kann furchtbar lange dauern, wenn ich zum Beispiel auf etwas warte oder mich in einem Schockzustand befinde oder wenn ich zurück sehe ist die Zeit im Fluge vergangen. Ist die Gegenwart so lange wie ein Tag oder wie eine Sekunde oder ist es doch eher eine Bewusstseinfrage? Genauso wie Bewusstsein Wirklichkeit ist und umgekehrt.

    Auf deine Frage ob ich weiß, dass ich wieder aufwache kann ich dir eine 100%ige Antwort geben und diese noch mit Ja beantworten. Das kann sich allerdings ändern, wenn meine biologische Uhr dem Ende zugeht, aber ich denke das kann man spüren, das macht sich wahrscheinlich auch im Bewusstsein bemerkbar.

    Und die Frage "wer ich eigentlich bin" beantworte ich mir gerne in meinem Spiegelbild, also mit Blick in den Spiegel und wenn ich mich als Objekt erkenne - bin ich. Auch festigt sich das Gefühl eines Ich-Bildes, wenn ich mich in einem Raum befinde und mich als das Zentrum ansehen kann mit samt dem Selbstwertgefühl und meinem Körpergefühl. Und wenn ich das mal nicht habe bin ich einfach nichts mehr - auch gut zu wissen.

    Ganz nebenbei ist mein Zeitgefühl heute auch völlig anders als gestern... Wie kann das sein?

    P.S. :Im Moment ( neunzehnuhrneunundzwanzig) würde ich sagen, dass das Ich-Gefühl sehr viel von den eigenen Handlungen abhängig ist und beurteilt werden kann.
    Geändert von Akzent (29.03.2016 um 19:32 Uhr) Grund: Postscriptum jetzt dazugefügt

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  6. Moderation

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von akasia Beitrag anzeigen
    Also das ist verwirrt, was du da schreibst. ES gibt nur eine Wirklichkeit. Nur eine Wahrheit.
    Ja, aber wir können sie nicht erkennen. Genauso wenig, wie wir die Gegenwart wahrnehmen können, weil sie zu klein ist. Alles, wovon wir glauben, daß es ist, ist eine Konstruktion in unserem Kopf, und jeder Mensch konstruiert ein bißchen anders.

    Ersteres (die nicht-Erkennbarkeit) ist für praktische Belange irrelevant. Letzteres (die unterschiedlichen Rekonstruktionen) sind Quell nicht endender Verwirrung, Mißverständnisses, und Staunens. Und gibt einem die Möglichkeit, die Wirklichkeit zu ändern, indem man seine Konstruktionsregeln ändert.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ja, aber wir können sie nicht erkennen. Genauso wenig, wie wir die Gegenwart wahrnehmen können, weil sie zu klein ist.
    Du meinst, die Gegenwart ist nur ein Moment und nicht greifbar? Wenn du deine/eine/die Wirklichkeit nicht erkennen kannst wie erklärst du dir dann deine Existenz mit samt deinem Bewusstsein in diesem Zeitalter? Aber jetzt bitte nicht schreiben, du kannst nichts dafür, dass du auf der dieser einer deiner Welt bist...

    Durch die ständige Bewegung ist der eigentliche Moment der Gegenwart nicht fassbar ist, also grundsätzlich nicht festzuhalten - aber nicht weil sie zu klein ist, sondern weil eine ständige Bewegung und Veränderung stattfindet, ob jetzt im Hirn im TV im Radio in der Lichtkonstruktion mit Stromkreislauf oder einfach nur die Gedanken und lässt sich nur mit der äußeren sichtbaren Wirklichkeit messen und vergleichen, kann aber doch mit all dieser Bewegung trotzdem Gegenwart sein. Ich würde sagen, Gegenwart ist dehnbar, wie auch ein Moment dehnbar sein kann und schon erkennbar und wahrnehmbar. Gäbe es keine Ablenkung und Verbindung mit der äußeren Welt befände man sich wahrscheinlich nur in der Gegenwart?



    Auch wenn der Moment weg ist ich kann ihn mir wieder herholen, zumindest in meiner Vorstellung und damit bin ich dann wieder in der auch wenn in der vergangenen Gegenwart. Ich kann die gleiche Handlung durchführen, die ich vor 5 Minuten getan habe, wenn ich es darauf anlege. Ob ich den ursprünglich gleichen Gedanken habe ist eine andere Frage. Wie auch immer - Zeit ist ein spannendes Thema.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  8. Moderation

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Du meinst, die Gegenwart ist nur ein Moment und nicht greifbar? Wenn du deine/eine/die Wirklichkeit nicht erkennen kannst wie erklärst du dir dann deine Existenz mit samt deinem Bewusstsein in diesem Zeitalter?
    Milliarden Jahr der Entwicklung des Lebens haben mich mit sehr guten Heuristiken ausgestattet.

    Den Floh zum Thema Gegenwart hat mir Michael Ende mit "Momo" in den Kopf gesetzt. Da stellt Meister Hora Momo ein Rätsel...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Milliarden Jahr der Entwicklung des Lebens haben mich mit sehr guten Heuristiken ausgestattet.

    Den Floh zum Thema Gegenwart hat mir Michael Ende mit "Momo" in den Kopf gesetzt. Da stellt Meister Hora Momo ein Rätsel...

    Yeah, okay, alles klar - du meinst du regierst gemeinsam ein großes Reich

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    AW: Wer oder wie bin ich eigentlich "wirklich"?

    Zitat Zitat von akasia Beitrag anzeigen
    Ich akzeptiere sie. So wie sie ist. Wenn es um meine Angelegenheiten geht, bin ich mir bewußt, das ich die Wirklichkeit jederzeit ändern kann/darf/soll. Das ist Leben.
    Ja, das ist natürlich klar... Ich hatte das jetzt eine Etage tiefer betrachtet - mit dem Blickwinkel darauf, ob Akzeptanz und "nur eine Wahrheit" heissen soll, dass die Wahrheit akzeptiert wird wie sie ist, ohne etwas daran verändern zu wollen.

    Wenn es um Angelegenheiten anderer geht, akzeptiere ich es so wie sie sind, was sie tun, was sie wollen. Sie haben das selbe Recht, ihren freien Willen zu Leben wie ich. Umgekehrt, wer versucht, meinen freien Willen zu missachten bzw. nicht respektiert, weil er das noch nicht kann oder auch mit Absicht nicht will und damit übergriffig ist, dem sage ich klar, das das Meine Sache ist, ihn nichts angeht, er sich zurücknehmen muss.
    Sehr viele Angelegenheiten, aufgrund derer andere ein kritisches Gespräch mit uns suchen, betrifft sie (zumindest sekundär) auch irgendwie. Akzeptierst du da, dass sie sind wie sie sind und das tun wollen - oder "dürfen" sie das dann deines Erachtens vielmehr doch nicht und sollten deiner Ansicht nach ihre Wirklichkeit zurücknehmen, weil sie damit auf deine abzielen?

    Ich prüfe deshalb vorab, genau ab, wessen Angelegenheit ist was, wenn betrifft es.
    Was mich allein betrifft, beackere nur ich. Alles andere betrifft irgendjemanden zusätzlich. Wie handelst du nach der Feststellung, dass etwas zwei oder mehr Menschen betrifft?

    Die Anleitung zum Leben ist viel einfacher als viele meinen.
    Das denke ich auch absolut!

    Und übrigens geht das bei Positive Angelegenheiten (im Detail dann) genauso wie bei Negative, wenn man das überhaupt so sehen will. Den ich sehe das eher recht neutral an. Ich sage das nur, weil du es mit so vielen negativen Beispielen bezeichnest, wie Krankheit und Tod.
    Nun ja.. Die Akzeptanz der Wirklichkeit/Gegenwart ist im positiven Fall ein Kinderspiel, daher stelle ich solche Fragen zu dieser Überzeugung eben einfach mal in Beispielen zu Krankheit und Tod. Wobei ich gleich gern wissen würde - warum ist der Tod für dich ein "negatives Beispiel"? Gehört es zu einer ganzheitlichen Akzeptanz nicht irgendwo auch dazu, diesen anzunehmen wie er ist?

    ES gibt nur eine Wirklichkeit. Nur eine Wahrheit. Sie spielt sich in der Gegenwart ab.
    Das sehe ich anders, war allerdings ein langer Lernprozess. Nicht nur meine Wirklichkeit ist Wirklichkeit, auch die der anderen ist Wirklichkeit - und verschmilzt im Zwischenmenschlichen auch unmittelbar in meine, selbst dann, wenn beide Wirklichkeiten ganz unterschiedlich aussehen. Im Zwischenmenschlichen ist das nicht ganz so eindimensional zu sehen, meine ich.

    Die Gegenwart ist für viele Menschen nicht da und sie sind nicht dort.
    Wie kommst du darauf? Woran meinst du das zu merken?

    Schau auf deine Uhr. Schau auf deine Sekunden - Zeiger. ER springt ständig weiter. In die Zukunft - und - gerade war er noch in der Vergangenheit. Merkst du was?
    Ja. Ich merke, dass ich die Sekunden, Minuten und Tage gern um die doppelte Menge erhöhen würde, da ich so viel tun, erfassen, durchdenken und durchspüren möchte, wozu die Zeit nicht reicht.. Denn ich muss ja nunmal leider schlafen irgendwann, sonst wird es morgen früh zur Gegenwart, dass ich zu müde für Sport bin, und der tut mir so gut, dass ich ihn auf keinen Fall missen möchte.

    Wer den Zeiger anhalten kann, durchschlüpfen sozusagen, der ist angekommen.
    Ich denke vielmehr, wer mit dem Zeiger geht, ohne ihn überhaupt im Blick zu haben, ist angekommen. Die Zeit kann ja niemand anhalten. Leider manchmal. Es gibt wunderbare Momente, die werde ich nie vergessen. Schön wärs gewesen, sie hätten zehnmal so lange gedauert. Ich bin immer etwas traurig, wenn ich in so einem Moment so schnell schon weitergehen muss. Ich geh ja gern weiter, aber so schnell immer?? Mir ist das oft nicht langsam genug.

    Ich kann stundenlang auf einer einsamen verstaubten Bank am Atlantik sitzen und Eidechsen füttern, die aus den Schlitzen der Lavasteine gucken, sich langsam vorwagen und ihre Zunge in ein Fruchtstück tauchen. Alles erfassen, das Muster auf ihrem Rücken, die Form ihrer Kiefer... Wie sie versuchen, das Fruchtfleisch aus der Schale zu lösen... Das Meer vor mir riechen, den Wind fühlen, der mir über die Haut streicht... Nach 3 Stunden muss ich schon weiter, weil irgendwas ist... Irgendwer fremdes dazukommt und stört oder ich brauche ein WC oder bekomme langsam selbst Hunger und habe nichts mehr dabei... Dann würde ich diese Dinge gern abstellen und einfach weitermachen, bis ich satt von der Situation bin, genug habe und mich auf ein schönes Essen freue. Aber ich bin dann wie ein kleines Kind und fühle auch so. Am liebsten würde ich dann sagen "Nur noch 10 Minuten..." und nach Verstreichen dieser "Nur noch 10 Minuten bittebitte... Ich hab keinen Hunger und ich muss nicht aufs WC."

    Der Schlaf lässt grüssen, er ist der kleine Bruder vom Tod.
    Hmm. Vermutlich ist das auch ein Grund dafür, warum ich Schlaf möglichst kurz halte.

    Weißt du wo du bist, wenn du schläfst?
    In den Untiefen des Unterbewusstseins. Auch das gehört zur Wirklichkeit. Dennoch wäre mir recht, mit 2 Stunden Schlaf am Tag auszukommen. ohne auf meine Träume verzichten zu müssen.
    Geändert von Divino (30.03.2016 um 00:49 Uhr)

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