Perfekte Konditionierung, die bei dir als Einzelkind besonders gut fruchtet.
Du kannst dich innerlich davon lösen, wenn du dir immer wieder selbst sagst, dass ihr Verhalten eine emotionale Erpressung ist, auf die du nicht mehr eingehst.
Wenn du also das nächste Mal etwas ankündigst und sie mit dem üblichen Theater beginnt, dann sag das doch: "Mutter, ich habe auf dein Theater gewartet. Das ist langweilig, wenn du immer mit derselben Masche ankommst. Und ja, ab heute ist es mir egal, ob ich böse Tochter dich deswegen ins Grab bringe. Verhalte dich endlich mal erwachsen."
Du wirst sehen, wie das 'reinhaut. Deine Mutter wird sich zukünftig zweimal überlegen, ob sie wieder mit ihrer gewohnten Masche anfängt. Ich meine, sie hört damit auf.
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Thema: Mutter verbietet Urlaub
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24.03.2016, 14:11
AW: Mutter verbietet Urlaub
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24.03.2016, 14:21
AW: Mutter verbietet Urlaub
Man könnte ja auch gleich zum Telefon greifen, wenn Mutter mal wieder "krank" wird wegen Urlaub oder was auch immer:"Ich ruf schon mal den Arzt"
Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.
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24.03.2016, 15:02Inaktiver User
AW: Mutter verbietet Urlaub
Das würde nur einen größeren Tobsuchtsanfall nach sich ziehen. Oder Vorwürfe usw.
Es wäre besser bei sich zu bleiben und der Mutter klar zu machen, dass man dieses schlechte Gefühl (das man ja ohnehin hat) schon aushalten kann. "Ich werde schon mit meinem schlechten Gewissen fertig, ich kann mit einem unguten Gefühl leben, es macht mich stark, etwas auszuhalten."
So braucht die Mutter keine Kohle mehr auflegen, sie kann den Dampf rausnehmen, es fruchtet nicht mehr.
Die Mutter kann nicht mehr geändert werden, sie hängt in ihrem Netz fest. Sie kann nur mehr oder weniger zappeln.
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24.03.2016, 15:07
AW: Mutter verbietet Urlaub
Der Tobsuchtsanfall ist die beste Gelegenheit für Leonie zu gehen: "Ich rede wieder mit dir, Mutter, wenn du deinen Anfall hinter dir hast."
Die Mutter hat nur ein eingeübtes Repertoire. Wenn Leonie dieses als "langweilig, vorhersehbar, witzlos, kindisch, lächerlich" bezeichnet, nimmt sie der Mutter erheblichen Wind aus den Segeln. Darum geht es doch: seinen eigenen Umgang zu ändern und so das Verhalten im Umfeld zu ändern.
Wenn Leonie der Mutter sagt, dass sie kein schlechtes Gewissen hat, wenn die Mutter "sich Sorgen macht", zeigt sie erwachsenen Verhalten. Leonie muss nichts aushalten, sondern kann den Versuch der emotionalen Erpressung an die Mutter zurück geben.
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24.03.2016, 15:24Inaktiver User
AW: Mutter verbietet Urlaub
Leonie hat aber ein schlechtes Gewissen. Weshalb soll sie nicht dazu stehen?
Sie möchte dieses schlechte Gewissen immer vermeiden und deshalb gehorcht sie der Mutter und lässt sich erpressen.
Wenn sie es einfach aushält, wird sie merken, dass es eigentlich ganz leicht ist. Und so kann sie den Schalter bei sich selbst umlegen.
Die Mutter wird sie nicht mehr ändern. Und es wird jedes Mal wieder ein Versuch, wieder ein Kampf, wieder ein offenes Ergebnis bei der Mutter sein.
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24.03.2016, 15:33
AW: Mutter verbietet Urlaub
Leonies schlechtes Gewissen löst sich allerdings ganz schnell in Luft auf, wenn sie der Mutter gegenüber sagt, dass sie keines hat und die Mutter toben kann, wie sie will. Bisher ist die Mutter ja noch höchst lebendig.
Ein-, zweimal einen deutlichen Satz auf den Tisch geknallt ist besser als dieses Geschwurbel von "ja, ich habe ein schlechtes Gewissen". Genau das möchte die Mutter ja hören. Genau darauf will sie hinaus. Wenn aber sämtliche Erpressungsversuche an Leonie abprallen und dann noch kommt, dass Leonie kein schlechtes Gewissen hat, merkt die Mutter, dass sie verloren hat.
Dann ist der Weg zur Veränderung frei.
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24.03.2016, 15:37Inaktiver User
AW: Mutter verbietet Urlaub
Ich denke, das wäre dann schon die Veränderung.
Wenn Leonie das so hinkriegt, spart sie natürlich einige Umwege über sich selbst.
Aber ich glaube, das wird ihr so radikal nicht gelingen. Sie müsste einige Entwicklungsschritte überspringen.
Wenn ihr das möglich wäre, gäbe es diesen Thread nicht.
Die Mutter möchte natürlich ein schlechtes Gewissen bei ihrer Tochter erzeugen, aber was sie nicht möchte, ist dass die Tochter dieses schlechte Gefühl aushalten kann.
Damit wird ihr zwar nicht die Waffe genommen (die kann man ihr auch nicht nehmen, der Mechanismus ist zu eingefahren), aber sie ist wirkungslos geworden.
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24.03.2016, 15:41Inaktiver User
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24.03.2016, 15:45Inaktiver User
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24.03.2016, 18:42Inaktiver User
AW: Mutter verbietet Urlaub
Leonie kann dann doch einfach sagen, was in ihr hoch kommt. Die Mutter dann einfach stehen lassen, bzw den Hörer auflegen. Und das immer so machen, ganz unaufgeregt sagen "höre auf mit dem Theater, das zieht nicht mehr. " z.B.



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