Ich muss gestehen, mir geht es wie Paraplumeau, es gibt Berufe, die ich absolut nicht wertschätze, eher unter den gutbezahlten angesiedelt (etwas wie Schrottimmobilienandreher, die kleine Leute abzocken). Das wurde ich jedoch nicht mit einer Geringschätzung der entsprechenden Person verbinden, wer weiß, wie die da reingerutscht ist. Und das heißt auch nicht, dass der Beruf nicht antrengend oder fordernd wäre. Und ich würde die Geringschätzung auch nicht der Person gegenüber zum Ausdruck bringen, sondern für mich behalten.
Ansonsten ist die von manchen offen kommunzierte Geringschätzung oft nur verborgener Neid. Da trifft es dann wahlweise Lehrer, Finanzbeamte, Künstler, hausfrauen, Politiker, usw. Berufe eben, die allen anderen auch offenstehen.
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Thema: Geringschätzung des Berufes
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23.03.2016, 09:20Inaktiver User
AW: Geringschätzung des Berufes
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23.03.2016, 10:00
AW: Geringschätzung des Berufes
Ich glaube nicht, daß "unehrlicher Immobilienmakler", "schlechter Lehrer", "inkompetenter Klempner" jetzt eigene Berufe sind

Es gibt schon eine Mengen Berufe, wo ich mir denke, "das spricht gegen diese Person". Entweder, weil die Tätigkeit eine Weltsicht oder ein Profil erfordert, mit denen ich nicht so viel zu tun haben möchte, oder weil die Tätigkeit als solche den wenigestn guttut. Egal, was für Gründe jemand hat. Es gibt immer Gründe, und jeder bewertet sie anders und für jeden sind sie anders.
Das hat aber nichts damit zu tun, daß ich nicht nachvollziehen könnte, daß die Leute Streß haben. Unpopularität des Berufs trägt bei normal sozial verdrahteten Leuten zum Streß bei.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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23.03.2016, 12:28Inaktiver User
AW: Geringschätzung des Berufes
Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass wir hier über die Geringschätzung jener Berufe diskutieren, die man als ordentliche Berufe definiert. Wenn z. B. ein Makler aus seinem Beruf missbräuchlich bzw. unlauter Kapital schlägt, dann ist das sicher zu verurteilen. Dies hat jedoch nichts mit dem Beruf im eigentlichen Sinne zu tun.
Man kann also ohne Probleme den Beruf eines Maklers wertschätzen, die ja überwiegend ein gute Arbeit verrichten.
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23.03.2016, 13:34
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23.03.2016, 14:24
AW: Geringschätzung des Berufes
echt passiert oder modernes Märchen?
Vor ein paar Wochen im Kino 'Mademoiselle Hanna', Protagonistin fragt die Familienrunde, ob sie alle Ärzte seien. Sie stellen sich vor: Internist, Kardiologin, nochwas, ein Schwager ist Zahnarzt. "Das sind ja keine richtigen Ärzte", sagt die Kardio-Schwester
In Kleingeiers Grundschulklasse hatte eine Mama einen Beruf, der früher mal schon ein bisschen Glamour hatte, Traumjob vieler Mädchen. Sie flocht gerne Job-Episoden in so ziemlich jedes Gespräch ein, ziemlich offenkundig sollte das uns Dorftrampel beeindrucken.
Mit mir taten sich noch ein paar schwer mit der erwarteten Bewunderung, weil wir genau diese Arbeit auch für viel mehr Geld als sie kriegte nicht hätten machen wollen. Nicht nur, weil wir sie für anstrengend und wenig erfüllend hielten, sondern (unter uns gesagt) auch ein bisschen doof.
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23.03.2016, 14:25
AW: Geringschätzung des Berufes
Stewardess?
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23.03.2016, 14:30
AW: Geringschätzung des Berufes
ich kanns nicht sagen, mich tut ein arger Schnupfen plagen
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23.03.2016, 14:34
AW: Geringschätzung des Berufes
wobei ich klar sagen möchte, dass ich die Anforderungen in diesem Job durchaus nicht geringschätze, die Tätigkeit aber finde ich trotzdem nicht verlockend
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23.03.2016, 14:39
AW: Geringschätzung des Berufes
Die Geringschätzung es Berufs kenne ich, die Überschätzung auch. Nach dem Abi habe ich Arzthelferin gelernt, weil mein Abi Schnitt nicht ganz für das Medizin- Studium reichte.
Anerkennung ist da fehl am Platze, viele denken das machen nur Dummchen. Als ich mit dreißig Jahren dann mein Medizin- Studium fertig hatte, aber schon als Studentin schlug mir oft unverhohlene Bewunderung entgegen.
Als Facharzt mit Doktortitel wird man tatsächlich ganz anders behandelt und bekommt viel Anerkennung.
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23.03.2016, 15:01Inaktiver User
AW: Geringschätzung des Berufes
Gratulation @Elixia zum bisherigen Erfolg!
Anerkennung ist auch wichtig. Aber ich finden dass man das mit der Anerkennung heutzutage schon etwas übertreibt und dem Berufstitel mehr Bedeutung beimisst, als der Berufsleistung, die in Tat und Wahrheit dahinter steckt.
Nehmen wir nur den Beruf des Coiffeurs. Ein Coiffeur steht den ganzen Tag und schnippelt Haare und trägt erheblich dazu bei, die äusserliche Erscheinung vieler Menschen aufzupolieren. Das Image des Berufes sieht aber leider weniger gut aus, obwohl es um ein Handwerk geht, welches auch erst erlernt werden muss.
Ich denke es gibt unzählige Beispiele von Berufen, die in der Gesellschaft eher geringeschätzt werden. Dennoch sind wir alle froh darüber, dass es diese Berufe gibt und zudem auch noch Berufsleute, die diesen geringeschätzten Beruf ausüben.
Nehmen wir nur den Beruf der Polizei. Für mich sind die Polizisten die Prügelknaben einer Gesellschaft, die nur zu gerne angepöbelt werden, wenn sie ihren Beruf zu unser aller Wohlbefinden und Sicherheit ausüben.
So ist das nun leider in unserer heutigen narzisstischen Gesellschaft, in der der gegenseitige Respekt immer mehr abhanden kommt und Leistung immer weniger geschätzt wird.


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Recht hat er.
