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  1. Inaktiver User

    AW: Geringschätzung des Berufes

    Hallo,

    ich hab jetzt nur deinen ersten Post gelesen, hier meine Gedanken dazu:

    Grundsätzlich sollte dir jeder Mensch einen gewissen Respekt entgegenbringen. Dieser Respekt beruht allerdings auf Gegenseitigkeit und setzt auch voraus, dass du nicht irgendetwas vorspielst. Ich für meinen Teil erlebe es leider sehr häufig, dass in meinem Umfeld ständig extrem übertrieben wird und es dann quasi "ausufert", z.B. jammerte meine Schwägerin immer über's Geld, hat so getan, als würde sie gerade so über die Runden kommen, hat sich überallhin einladen lassen und dann hat sich mal rausgestellt, dass sie monatlich nach Abzug aller fixen und variablen Kosten an die 600 Euro netto/Monat zum Verprassen hat. Da sind wir uns alle ziemlich verarscht vorgekommen und seither darf sie auch viele Sprüche einstecken und ihr Sympathiewert leidet drastisch drunter. ... In Bezug auf die Arbeit habe ich es auch schon oft erlebt, dass genau die Kollegen, die morgens eine dreiviertel Stunde und mittags eine ganze Stunde und dann noch nachmittags eine Kaffeepause einlegten genau die waren, die am meisten gejammert haben, weil sie ja sooooo viele Überstunden machen müssen (warum wohl ) und irgendwann ist das dann halt nur mehr bemitleidenswert und lächerlich und wenn man sowas satt hat, dann lässt man die Leute das dann halt auch spüren.

    Ich kann deinen Ärger verstehen, bin aber der Meinung, dass so eine Meldung meist nur dann kommt, wenn derjenige Gegenüber sich aufwerten möchte oder du zu viel gejammert hast und der es lächerlich findet. Es ist halt immer eine Frage der eigenen Einschätzung ... Wieso andere Leute das Gefühl haben, dass sie dir das unter die Nase reiben müssten, weiß ich nicht, ich denke aber, dass es eher deren Problem ist als deines. Kontere und lass es nicht auf dir sitzen, das ist die beste Alternative Viel Glück!

  2. Moderation

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    AW: Geringschätzung des Berufes

    Ich habe mich oft verunsichern lassen, wenn man mir einreden wollte, dass mein Assistentinnen-Job in einer größeren mittelständischen Firma viel zu gering sei und ich mein Abi weggeworfen hätte, weil ich nicht studiert habe

    Da die Entscheidung für diesen Berufsweg weniger eine Leidenschafts- als eine Vernunftentscheidung war, hat mich das früher immer ziemlich angepiekt. Heute sehe ich es anders - ich weiß, was ich leiste, ich weiß, dass ohne kompetente Mitarbeiter auf solchen Positionen gar nix laufen würde, und wenn jemand diese Art von Arbeit für minderwertig hält, ist das sein Problem, nicht meins.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Geringschätzung des Berufes

    Zitat Zitat von Lepidoptera Beitrag anzeigen
    Beispiel: "Du arbeitest als xyz? Du meinst, du hast Stress? In DEM Job? Wo sollst du denn da Stress haben?"
    Habe ich einen guten Tag wäre meine Antwort darauf eine Frage:

    Wie kommst Du darauf?

    Habe ich einen nicht so guten Tag und keine Lust auf Diskussion:

    Stimmt, bist Du neidisch weil Du den Job nicht machen kannst, hättest Du ja gekonnt, aber Du hast Dich ja anders entschieden

    Habe ich einen miesen Tag:

    Mann wie lange hast Du denn in diesem Bereich gearbeitet dass Du Dir so eine Einschätzung erlauben kannst?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Geringschätzung des Berufes

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Ich habe mich oft verunsichern lassen, wenn man mir einreden wollte, dass mein Assistentinnen-Job in einer größeren mittelständischen Firma viel zu gering sei und ich mein Abi weggeworfen hätte, weil ich nicht studiert habe

    Da die Entscheidung für diesen Berufsweg weniger eine Leidenschafts- als eine Vernunftentscheidung war, hat mich das früher immer ziemlich angepiekt. Heute sehe ich es anders - ich weiß, was ich leiste, ich weiß, dass ohne kompetente Mitarbeiter auf solchen Positionen gar nix laufen würde, und wenn jemand diese Art von Arbeit für minderwertig hält, ist das sein Problem, nicht meins.
    Mein Vater pflegt zu sagen: "Ein Chef ist nur so gut, wie seine Sekretärin."
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

  5. Inaktiver User

    AW: Geringschätzung des Berufes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schwieriger wirds, wenn es in folgende Ecke geht:

    "also ich war ja nicht so doof und habe xy gelernt, deswegen werd' ich auch nicht so leicht arbeitslos wie die ganzen xy."

    Anmerkung: Ich bin xy.
    Und nein ich hatte nicht gefragt.

    Was macht man da?
    Im Zweifelsfall: Faktencheck zuhause im stillen Kämmerlein. Ist die Aussage nicht zutreffend, kann sie beim nächsten Mal schnell entkräftet werden. Trifft sie dagegen zu, kann man sie entweder akzeptieren oder gegensteuern.

  6. Inaktiver User

    AW: Geringschätzung des Berufes

    Traf tatsächlich nicht zu, aber glaub mir, entkräften wäre nicht möglich gewesen.

    Die Person hatte eifach was gegen Studieren, und zwar völlig unabhängig vom Fach.

    Sie vertrat das auch so.

  7. Inaktiver User

    AW: Geringschätzung des Berufes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Traf tatsächlich nicht zu, aber glaub mir, entkräften wäre nicht möglich gewesen.
    .
    Aber dann ist doch alles in Butter. Don't sweat the small stuff...

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    AW: Geringschätzung des Berufes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Freundin in diesem Fall zu ihrer Bekannten: Hättscht halt was G'scheits g'lernt.
    Genau das ist auch mein Spruch bei solchen Leuten. Schwäbisch ka scho schee sei
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  9. Moderation

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    AW: Geringschätzung des Berufes

    Vielleicht würde man da als Norddeutscher nur "jo" sagen ;-)

  10. Moderation

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    AW: Geringschätzung des Berufes

    Erst mal hilft's schon zu merken, daß man in eine Angeberei geraten ist.

    Dann sollte man sich überlegen, was will man? Bestätigt zu kriegen, daß es einem schlecht geht, Mitleid und eine heiße Schokolade muß man meistens explizit anfordern. Die Hälfte der Leute fühlt sich sonst getriggert, dir entweder zu sagen, daß es so schlimm nicht sein kann, oder noch einen Draufzusetzen (Angeberei), weil sie sonst nichts sinnvolles dazu sagen können.

    In Gesprächen Dritter, wenn ich mich denn einmischen möchte bzw muß, würde ich sagen, "Ihr armen Schweine. Können wir jetzt wieder zum Thema kommen?"

    Sonst gibt's noch, "Mach's selber, dann darfst du auch meckern", oder "Du verstehst mich falsch. Ich hab keinen Streß. Ich hab einen wunderbaren und befriedigenden Job. Du nicht? Du arme Sau. Hast du mal über einen Wechsel nachgedacht?" Streß ist weder eine Tugend noch ein Wert an sich. Oder "Du verwechselst mich mit jemandem, den das interessiert." (OK, das gibt's auch in sanfter. "Aha" und "Soso" sind immer gute Platzhalter für gerade aushäusige Schlagfertigkeit oder mangelnde Aggression.)

    Wenn nur nicht anerkannt wird, daß du noch was anderes zu tun hast als Zeit für alle Leute zu haben, die anfragen, bietet sich statt langer Rechtfertigungen wegen Jobstreß auch an, "Tut mir (auch) leid, ist aber so."

    Ich hab so überhaupt keine Geduld mehr mit Wettjammern...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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