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    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Tulipali volle Zustimmung!

    Headache, in Tulipalis Post findest Du vieles bedenkenswertes.

    Was ich noch ergänzen möchte: ich habe das Gefühl, Du versteifst Dich momentan sehr auf: "alles wäre besser, wenn ich Kinder hätte", führst aber als Grund für Kinder vor allem an: alle anderen haben auch welche.
    Das ist kein tragender Grund für einen Kinderwunsch, hättest Du einen echten, inneren Kinderwunsch verspürt, hättest Du trotz rationaler Überlegungen versucht, Kinder zu bekommen.
    Es gibt sicher einen Grund, warum Du dies nicht getan hast, warum es Dir nicht wichtig genug war, als es noch ging. Vielleicht schaust Du da nochmal hin?

    Und selbst wenn Deine/Eure Entscheidung, keine Kinder zu bekommen, aus heutiger Sicht falsch war, inwiefern hilft es Dir, Dich gedanklich darauf zu konzentrieren und Dir das immer wieder vorzuhalten?
    Lebt es sich nicht besser mit der Einstellung "There´s no crying over spilled milk" und einem Blick, der auf aktuelle Verbesserungsmöglichkeiten gerichtet ist?

    Leider hast Du nur den zweiten meiner Vorschläge aufgegriffen und abgelehnt, ok, Spielplatz ist nicht das richtige, aber warum soll ein schöner Frauenabend mit Julia keine Möglichkeit sein, Eure Freundschaft aufleben zu lassen?
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

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    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Hallo headache,

    ich kann dich gut verstehen. Habe einige Jahre damit verbracht meinem Familienwunsch hinterher zu trauern. :unterwert: Und mir sind sehr viele Freundschaften durch den erfüllten Kinderwunsch schlichtweg weggebrochen. Es gab nur noch das Kind und ich hatte bei vielen den Eindruck, das ich keine Eintrittskarte für diese Show besaß. Sehr schmerzhaft diese Erkenntnis und auch mein Rückzug.

    Das waren lange, schmerzhafte, dunkle Jahre. Bei mir hat es aufgrund verschiedener Dinge nicht geklappt Kinder zu bekommen, einen Mann zu finden der mit mir eine Familie gründen wollte, aber das ist ein anderes Thema.
    Heutzutage bin ich wirklich super glücklich und mit einem ganz wundervollen Menschen verheiratet. Mit den fehlenden Kindern habe ich Friede geschlossen. Eine Narbe wird immer bleiben, aber das ist ok so. Ich habe intensive Trauerjahre hinter mich gebracht und schätze inzwischen meine Freiheiten, das Reisen und die Paarzeit mit meinem Mann

    Ich glaube, dass diese positive Entwicklung nur möglich war, wenn man auch schwierige Zeiten hinter sich bringen konnte. Ein gewisser Wachstumsschmerz.

    Aber das geht vorbei und irgendwann stellt man vielleicht fest, hey, es ist ok so wie es ist, auch wenn ich mir mein Leben durchaus auch anders vorgestellt hätte.

    Ich bin wieder zufrieden und manchmal richtig glücklich. Dankbar. Das Leben ist schön. Alles Glück kommt vielleicht nie. Es ist nicht immer alles nur falsch in einem Leben. Kinder bergen so viele Dinge, die nicht berechenbar sind. Aktuell leide ich mit meinem Mann, dessen Kinder erwachsen sind und sich so gut wie nie bei ihm melden. Nein, sie wurden nie misshandelt und es wurde alles für sie getan. Kinder sind eben keine Garantie, dass man jemanden zum liebhaben hat und er einen vor dem Alleinsein schützt und das diese kleinen Menschen auch als erwachsene Menschen Kontakt zu Eltern haben möchten. Im Gegenteil. Es kann sehr viel passieren und auch das sind Herausforderungen. Viele Eltern fanden ja die Kleinkinderzeit die beglückendste Zeit ihrer Elternzeit.

    Aber ist es nicht infam anzunehmen, dass man nie, nie Lebenskrisen in einem ganzen, langen Leben haben wird und alles immer nur aufwärts geht. Man nie Einbrüche und Schwierigkeiten zu meistern hat ? Das wäre doch tatsächlich irre, oder ? Das gibt es doch gar nicht.

    Ich erfreue mich trotz einer chronischen Erkrankung bester Gesundheit und dafür bin ich so dankbar. Sehe ich doch auch bei einigen Menschen in meinem Umkreis viele schwer erkrankte Menschen.

    Mein Freundeskreis hat sich mit meinem 38. Geburtstag sonderbarer Weise auf wenige Menschen reduziert. Wie das so passieren konnte, ist für mich bis heute rätselhaft.

    Viel Kraft und Energie wünsche ich dir
    Geändert von Avocados (07.03.2016 um 14:52 Uhr)

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