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  1. Inaktiver User

    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gesundheit, da könnte es bei mir besser sein und stabiler, denn alles Schöne ist wenig Wert ohne!
    Ja, so geht es mir auch. Und das ist wirklich das einzige, was mir oft Sorgen bereitet. Seit meiner Jugend bin ich mit diversen Autoimmunkrankheiten geschlagen, die ich immer gut weggesteckt habe und von denen ich mein Leben auf keinen Fall bestimmen lassen wollte.

    Sehr lange ist das gut gegangen, bis zu einer schlimmen Sache vor einigen Jahren, an deren Nachwirkungen ich noch immer bastle. In jüngeren Jahren konnte ich gesundheitlich mit ein, zwei Stellschrauben viel bewirken. Das haut nicht mehr hin, die Gemengelage ist komplexer geworden. Und das schlägt mir schon manchmal schwer aufs Gemüt...

    Mann, ich komme anscheinend ins Alter, wo jeder Tag ohne körperliche Beschwerden ein guter Tag ist.
    Als junger Mensch glaubt man ja nicht, dass das einem je passieren könnte.

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    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Vielleicht ist es so, wenn es eh meist schwer war, kann man die kleinen schönen Momente leichter erkennen, schätzen und genießen? !
    Das ist ganz sicher so. Nur Dinge, die tiefe Schatten werfen, können auch den hellsten Sonnenstrahl empfangen!

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    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Hobbys sind auf mich bezogen, ...
    stricken etc., ....
    Dann empfehle ich dir, such dir ein Stricktreffen. Eine wunderbare Gelegenheit, um relativ einfach uns unkonpliziert neue Leute kennenzulernen.

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    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Sehr interessante Beiträge und ja, mit noch nicht Mitte 40 bekomme ich eine kleine Ahnung von dem, was Ihr beschreibt. Die Möglichkeiten im Leben verengen sich, Krankheiten werden im Umfeld präsenter etc etc.

    Zwei Aspekte aus dem Eingangspost möchte ich nochmal aufgreifen:

    Headache, Kinder sind kein Freunde-Ersatz. Klar, mit Kindern ist immer was los, man liebt sie und verbringt viel Zeit mit ihnen, die dann für Freunde nicht mehr im selben Umfang verfügbar ist. Trotzdem schwindet das Bedürfnis nach Freundschaften nicht zwangsläufig, weil man Kinder hat. Mit Kindern führt man keine Erwachsenen-Gespräche, kann sich nicht über Ärger mit dem Mann, Stress mit dem Chef, Probleme mit den eigenen Eltern austauschen bzw nur sehr begrenzt.
    Und man kann sich einsam fühlen, auch wenn man Kinder hat.
    Die Lücke, die Du jetzt fühlst, ist nicht durch Deine Entscheidung, keine Kinder zu bekommen, entstanden, sondern durch Brüche in den Freundschaften selbst.
    Da solltest Du ansetzen.

    Womit ich zum zweiten Punkt komme: es gibt kein Dogma, dass Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne Kinder nicht möglich sind.
    Mir sind die Freundschaften zu zwei kinderlosen Freundinnen wichtig und zum Glück auch erhalten geblieben.
    Was es dazu meiner Meinung nach braucht: die Bereitschaft der Freundin mit Kindern, auch über andere Dinge zu reden, als ihr Kind, was in der ersten Zeit bedingt durch die Riesenumstellung und Schlafmangel manchmal schwierig ist. Ist diese Zeit bei "Julia" schon vorbei? Zum anderen die Bereitschaft der kinderlosen Freundin, ab und zu auch interessiert einer Unterhaltung über ein Kinderthema zu folgen. Das können ganz interessante Gespräche sein, manchmal haben meine kinderlosen Freundinnen tolle Ideen und Vorschläge zu Kinderfragen. Und ansonsten bin ich froh, eben über andere Dinge zu reden und durch die Erzählungen meiner Freundinnen an einem -für mich oft aufregenden -Leben ein bisschen teilzunehmen.

    Könntest Du Dir "Julia" nicht einfach mal für einen Frauenabend schnappen? Irgendeine schicke, kind-ungeeignete Lokalität vorschlagen, damit sie mal rauskommt und Ihr mal quatschen könnt, wie in alten Zeiten? Vielleicht vermisst sie ihr früheres Leben manchmal, so wie Du die "Julia" von früher vermisst?
    (Ähnliches gilt natürlich auch für Torsten.)
    Oder Du fragst, ob Du Dich mal nachmittags bei einer Unternehmung mit Kind anschliessen kannst? Vielleicht langweilen sie sich auf dem Spielplatz und freuen sich, dort nebenher ein Gespräch über die Arbeit führen zu können?
    Selbst wenn es nicht so scheint, einen Versuch ist es wert.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

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    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Ich kann so gut mit Dir mitfühlen!!!
    Ich bin selbst ungewollt kinderlos. Meine Arbeitskollegen reden von nichts anderem als von ihren Kindern. Das ist hart für mich.

    Manchmal denke ich mir, dass viele auch unglücklich mit ihren Kindern sind und nun die Kinder als Lebenserfüllung herhalten müssen. Ich komme deshalb zu dem Schluss, weil es auch ganze viele Leute gibt, die gar nicht dauernd von ihren Kinder sprechen.

    Ich würde Dir empfehlen Dir eine neue berufliche Herausforderung zu suchen.
    Und beginne mit neuen Hobbies. Probiere neue Sachen aus, wo zu erwarten ist, dass noch mehr kinderlose nette Menschen zu treffen sind. Oder wo wenigstens das Thema Kinder keine Rolle spielt.
    Zum Beispiel interessante Reisen oder Hobbies, die mit Sport zu tun haben. Golf?

    Und denke doch mal so: Da gibt es Leute, die leben nur für ihre Kinder, dass es schon nicht mehr normal ist. Und irgendwann gehen die Kinder aus dem Haus und es besteht nur noch wenig Kontakt. Ob die dann auch noch so glücklich sind?

    Wenn Dich das Thema aber gar nicht mehr loslässt, dann kannst Du auch über den Weg der Eizellenspende nachdenken. Da gab es eine Frau in den Medien, die war 64. Da würde ich auf die Meinung von anderen pfeifen und das machen, was mich glücklich macht.

    Aber ganz ehrlich, ich denke, dass es nicht normal ist, wenn einer ständig von seinen Kindern auf Arbeit spricht. Meine Eltern hatten genug andere Themen und haben nicht non-stop über ihren Nachwuchs gesprochen. Man hatte Kinder und fertig. Heutzutage wird da ein riesiger Hype draus gemacht.
    Und es gibt auch immer kinderlose Menschen, Du bist da nicht alleine.

  6. Inaktiver User

    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Lange habe ich nicht geschrieben, aber ich habe mich sehr über eure vielen Kommentare gefreut! Erst einmal wollte ich in Ruhe nachdenken.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Frage an Dich: bist Du ganz sicher, daß Du jetzt doch lieber Kinder gehabt hättest oder ist das vielleicht nur ein Reflex?
    Das ist eine gute Frage, auf die ich keine überzeugende Antwort habe. Doch, ich wäre jetzt sehr gern dazu bereit Mutter zu werden und bin traurig/frustriert, weil Männer wie "Torsten" auch in meinem Alter noch eine Familie gründen können. Eine komplizierte Behandlung im Ausland kommt für mich aber definitiv nicht in Frage! (Es wäre ja auch gar nicht mein biologisches Kind, eine fremde Eizelle bräuchte ich ja in jedem Falle.)
    Meine Trauer steht aber auch im Zusammenhang mit dem Wegbrechen meines Freundeskreises, wäre das Thema nicht so akut, wäre auch die Mutterschaft vielleicht kein Thema für mich.

    @annakathrin: Deine Erfahrungen mit Freundinnen, die Mütter werden, decken sich zum Großteil mit meinen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Geht es dir denn um das Kinderhaben an sich oder mehr um das Thema -sagen wir - Zeitvertreib mit Kindern? Letzteres ist doch meist einfach zu lösen - z.B.Engagement für sozial benachteiligte Kinder, eine Patenschaft o.ä.
    "Zeitvertreib mit Kindern" ist nicht das Thema, es geht mir nicht ein partielles Engagement. Zudem arbeite ich im sozialen Bereich, es geht mir nicht (nur) um Problemlösungen, damit bin ich täglich genug gefordert.

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Die beiden Kollegen haben neue Lebensprojekte, ihre Kinder und es liest sich für mich so und wo ist mein aktuelles Lebensprojekt????

    Die beiden haben sich für Kids entschieden, ich habe nur noch den Job und meinen Mann, soll das die Erfüllung meines Lebens sein? Stillstand bis zur Rente? Wo gehöre ich jetzt hin wenn die beiden sich sozial in andere Richtungen entwickeln die mir nicht entsprechen? Wie get es weiter? Was will ich?

    Zurückschauen um vorwärts gehen zu können?
    Du sprichst mir aus dem Herzen, so fühle ich mich!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Jemand schrieb mal, in der Lebensmitte kommt der Tod zu Besuch, trinkt einen Tee mit dir und zieht sich dann wieder dorthin zurück, wo er hingehört (hoffentlich schön weit weg!!!). In einem meiner Lieblingsfilme (American Beauty) geht es um die Midlife-Crisis eines Mannes, und genau in der Mitte des Films taucht völlig zusammenhanglos ein Beerdigungs-Convoy aus dunklen Limousinen auf, fährt langsam die Straße herunter und verschwindet wieder. Nur eine lange Einstellung: Der Tod fährt durchs Bild. Mitten im Film/Leben.

    Wir werden gezwungen, die Weichen zu justieren oder neu zu stellen, ob wir Kinder haben oder nicht. Konzepte, die jahrelang funktioniert haben, knirschen plötzlich, und man muss sich neu erfinden. Geht nicht ohne Schmerz.

    Deine frischebackenen Eltern-Kollegen werden dich spätestens in ein paar Jahren beneiden, könnte ich mir vorstellen. (Ich jedenfalls beneide meine kinderlosen Freundinnen/Freunde mit schöner Regelmäßigkeit...) Denn Kinder sind ein Projekt, was einen für das restliche Leben beansprucht und extrem fordert, nicht nur als süße Babys. Und ein Baby mit Mitte 40 zu bekommen ist noch mal etwas anderes als ein Pubertierender im Haus, wenn man selbst 60 ist...

    Dass du um etwas trauerst, was nie mehr sein wird, ist wichtig. Doch zum Bilanzziehen gehört auch die "Haben"-Seite: eine tolle Partnerschaft, ein guter Job, Gesundheit und die Freiheit, neue Dinge in Angriff zu nehmen. Du schaffst das!

    Alles Gute!
    Danke für deine Worte.

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Könntest Du Dir "Julia" nicht einfach mal für einen Frauenabend schnappen? Irgendeine schicke, kind-ungeeignete Lokalität vorschlagen, damit sie mal rauskommt und Ihr mal quatschen könnt, wie in alten Zeiten? Vielleicht vermisst sie ihr früheres Leben manchmal, so wie Du die "Julia" von früher vermisst?
    (Ähnliches gilt natürlich auch für Torsten.)
    Oder Du fragst, ob Du Dich mal nachmittags bei einer Unternehmung mit Kind anschliessen kannst? Vielleicht langweilen sie sich auf dem Spielplatz und freuen sich, dort nebenher ein Gespräch über die Arbeit führen zu können?
    Deine Vorschläge habe ich vor ca. 20 Jahren, als die ersten Kinder im Freundeskreis kamen, versucht umzusetzen. Mit mäßigem Erfolg. Ganz ehrlich? Auf diese Spielplatzbesuche habe ich jetzt mit Ende 40 keine Lust mehr. "Julia" und "Torsten" teilen außerdem aufgrund ihres hohen Alters meine Erfahrungen, sie waren lange genug in derselben Position und wissen, wie sich das anfühlt.

    Es wurde der Film American Beauty zitiert, ich nehme Und täglich grüßt das Murmeltier. Seit Jahren, nein, seit zwei Jahrzehnten stecke ich in der Ich-bin-schwanger!-Dauerschleife anderer. Ich versuche mich in Bezug auf Freunde neu zu orientieren, probiere aus, lerne neue Menschen kennen und es endet jedes Mal mit dem Baby der anderen. Und es scheint nicht aufzuhören, selbst mit über 50 werden meine Freunde noch Eltern, das konnte ich einfach nicht wissen und es zermürbt mich so unglaublich, dass ich es nicht zu beschreiben vermag. Es bleibt dabei: Hätte ich diese Entwicklung vorhersehen können, wäre ich auch Mutter geworden.

    Aber ich weiß die positiven Aspekte meines Lebens (großartiger Ehemann, der Job, den ich immer wollte) durchaus zu schätzen, das könnt ihr mir glauben, aber sie allein reichen nicht zum Glück. Wie soll das in Zukunft sein? Werde ich die kauzige Alte mit fünfzehn Katzen sein? Frustriert von der Welt den Garten umkrempeln und zum Selbstversorger mutieren? Allein sterben und erst Jahre später zufällig gefunden werden? (Ich gehe von der Statistik aus, nach der Männer früher das Zeitliche segnen.) Eltern haben Kinder, daher Familie, einen Zusammenhalt, der stärker ist als Freundschaften. Und selbst wenn die Eltern keine guten waren, gibt es immer eine ganz besondere Bindung. Etwas Spezielles.

    Nur ich war zu blöd, um das rechtzeitig zu erkennen! Und was bringt mir die Erkenntnis jetzt? Wie geht es weiter?

  7. User Info Menu

    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Vergiss folgendes nicht: Sehr viele Kinder besuchen ihre Eltern gar nicht oft oder haben nicht mal Kontakt.

  8. Inaktiver User

    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    @satc: Das stimmt, aber wenn Kinder keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern mehr haben (möchten), dann gibt es dafür auch gute Gründe! Wer seine Nachkommen ständig drangsaliert hat, gequält oder missbraucht, der darf auch nichts erwarten. Ansonsten bleibt der Kontakt erhalten, meist auch von Respekt begleitet, so sieht jedenfalls meine Beobachtung aus.

  9. Inaktiver User

    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Liebe Headache,

    ich kann Dich gut verstehen, auch wenn ich erst Anfang 40 bin und zwei kleine Kinder habe und "meine" Krise eine andere ist.

    Ich will dir nicht einreden, dass es doof ist, Kinder zu haben. Das stimmt nicht, sie sind wirklich mein größtes Glück. Aber es ist einfach nicht richtig, dass es nur mit Kindern ein gutes, erfülltes Leben geben kann. Du fokussierst Dich da gerade auf ein paar Aspekte, die für Dich alles überlagern, aber man muss immer das Gesamtpaket sehen. Und da steckt ganz schön viel mit drin, wenn man Kinder hat und speziell, wenn man schon älter ist.

    Kinder haben heißt auch: sich ganz oft Sorgen machen, rundum die Uhr beschäftigt sein, ständig zurückstecken, ständig Stress haben. Kinder bekommen mit 40 heißt, mit spätestens Mitte 50 die Kinder loszulassen, Sie ihren eigenen Weg gehen zu lassen, nachdem man sich viele Jahre um nichts anderes kümmern konnte. Es ist schwierig, mit Kindern und Beruf und ggfs noch pflegebwdürftigen Eltern Freundschaften zu pflegen. Das heißt aber auch, dass man mit Mitte/Ende 50 vielleicht ganz alleine dasteht. Ja, die Kinder rufen vielleicht pflichtbewusst einmal die Woche an oder kommen auf einen Kaffee vorbei, aber sonst gehört es doch zum Leben dazu, dass man sich ab der Pubertät von den Eltern erstmal distanziert. Ich habe oft Angst, dass ich es nicht mehr erlebe, dass wir uns wieder annähern, weil ich dann einfach auch schon alt sein werde.

    Als ich jünger war und Single, dachte ich auch oft, dass ich mal eine Familie haben möchte, um nicht alleine zu sein im Alter. Heute sehe ich das anders. Es ist schön, etwas weiterzugeben und sich zugehörig zu fühlen zu anderen, aber später bringt einem ein großer Freundes- und Bekanntenkreis mindestens genauso viel. Ich kenne fast nur Eltern, die weit weg von ihren eigenen Eltern leben (wohne in Großstadt-Nähe). Von ein paar Anrufen und Besuchen im Monat oder Jahr wird man meines Erachtens im Alter aber sozial nicht "satt". Im Gegenteil - ich denke es ist ganz schwer, zu akzeptieren, dass die Kinder eben ihr eigenes, sehr ausgefülltes Leben führen und dass man selbst nur am Rande mitläuft (obwohl man sich selbst ganz lange auf die Kinder fokussiert hat). Dieses Manko macht bestimmt manche unglücklicher als andere, die gar keine Familie haben und dann auch nichts vermissen. Wobei ich ganz klar sage: wenn es so kommt, dann ist das mein Problem und ich will auf jeden Fall, dass es meinen Kindern gut geht und dass sie sich nicht kümmern "müssen".

    Ich habe gerade meine Mutter fast zwei Jahre durch eine Krebserkrankung begleitet und schließlich verloren. Ja, sie war bestimmt froh, dass es mich gab, aber letztlich habe ich auch gemerkt, dass man im Leben auch viele Wege einfach allein gehen muss. Die kann einem niemand abnehmen. Ich hatte oft nur zehn Minuten am Tag für Sie Zeit - die restlichen 23,8 Stunden war sie alleine. Da war es hilfreich, dass sie ein gutes soziales Netz hat und hier sehe ich einfach auch für Dich einen Ansatzpunkt. Kinder wirst du keine mehr haben, das musst du emotional irgendwie abschließen, aber Freunde, Bekannte, Nachbarn kann man auch mit Ende 40 noch zu einem sozialen Netz zusammenfügen und sich darin geborgen fühlen. Es ist vielleicht schwierig und anstrengend, aber das sind Kinder wirklich auch.

    Alles Gute!
    Tulipali

  10. Inaktiver User

    AW: Krise mit Ende 40, wie geht es jetzt weiter?

    Kopfweh, Dein Beitrag den ich nur flüchtig gelesen habe macht mir Kopfweh.
    1) Du hast eine gute und erfüllte Partnerschaft mit Deinem Traummann. Das zählt für Dich nicht.
    2) Du hast einen Beruf, der Dir gefällt. ( Klar - der Kollegenkreis ändert sich - aber der Beruf ist geblieben)
    Das zählt nicht.

    3) Vor Jahren hat sich dein Freunden/Bekanntenkreis gewandelt. Du hast darauf extremst passiv reagiert und keine neues privates soziales Netz geknüpft. So ein Verhalten verstehe ich nicht.

    4) Du hast die Entscheidung keine Kinder getroffen. Du hast keine Kinder. Jetzt bedauerst Du die Entscheidung - aber es war Deine freie Entscheidung. Andere Frauen jammern weil sie Kinder haben.

    5) Anscheinend hattest Du mit den Kollegen keinen privaten Kontakt sondern nur professionell. Dann kannst Du die aber auch nicht als "weggebrochene Freundschaften" bezeichnen.

    Ich sehe nur zwei Dinge bei Dir _ sich in der Opferrolle wohlfühlen und jede Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens ablehnen. Go on. Deine Entscheidungen sind Dein leben. Und die- das hat Max Frisch in Homo Faber wundeerbar dargestellt- die Entscheidungen triffst Du wenn due Handelst und wenn Du Dich dem Handeln verweigerst. Your life. Your Choice. Be unhappy all your life long.

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