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  1. User Info Menu

    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Zitat Zitat von Lscp Beitrag anzeigen
    Klingt nach jeder Menge Baustellen... Also schön eines nach dem anderen .
    Das mit Weiterqualifikation klingt doch schon gut, mach doch mal einen Plan: Wo, was, wer bezahlt, was bringt mir das usw.? So was bringt fürs Selbstbewusstsein einen guten Schub (ich spreche da aus Erfahrung).

    Oder fang an Tagebuch zu schreiben, bspw. jeden Abend aufschreiben, was war gut am heutigen Tag, was hast Du super gewuppt, wann warst Du glücklich usw.

    Und "normal" - bin ich auch nicht . Du bist wie Du bist.
    Hallo, hm, ich leide teils auch darunter, nicht "normal" zu sein - aber das werde ich nicht mehr hinbekommen. Ich habe keinen einwandfreien Lebenslauf, sowie viele anderen, ich schäme mich manchmal für mich...
    Weil ich außer Walken, keinen richtigen Sport mache...nun ja, habe schon viele Interessen, die sind aber eher "geistiger" Natur, als körperlicher :)
    Andererseits die Angst, dass alles schon vorbei ist, ich irgendwann "weg" bin und ich nichts, aber auch gar nichts Bedeutendes gemacht habe.
    Irgendwie blöd, gell :)
    LG

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    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Einwandfreier Lebenslauf klingt lustig - wie soll das denn gehen? Und wer bestimmt, was einwandfrei ist?
    Vielleicht kannst Du ja mal damit anfangen, Sachen, die Dir an Dir gefallen, aufzuschreiben. Einfach, damit Du es vor Augen hast. Hast Du Freundinnen? Dann frag die mal, wie die Dich wahrnehmen. Eigenwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung - manchmal ganz schön überraschend.

    Eventuell überlegst Du auch mal, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Von Deinem Mann kriegst Du vermutlich nicht so den Beistand, oder?
    Meiner sagt mir nämlich, was er toll findet (klar!) und auf Rückfrage auch, wo ich mich nicht so toll gemacht habe. Und wenn ich mal wieder Selbstzweifel habe und meine, ich wäre ja nur so eine durchschnittliche Standardfrau, sagt er "Glaubst Du, ich würde mich mit Standard zufrieden geben?"
    Alles zu seiner Zeit.

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    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Hallo,
    ja weißt Du, so in die Richtung, wie üblich eben: Schule, Abitur, Freund, Heiraten, Kinder, Haus, Hund ....Scheidung..nein, jetzt mal im Ernst...ich bin da in die Richtung anders, hab spät noch einmal studiert, Job ist trotzdem nicht so gut dotiert, aber wie ich auch immer...
    Viele meiner Freunde haben so geregelte Leben - so wie es sein soll. Ich nicht. Ich hab das Gefühl ich muss noch immer ordnen, schauen, dass alles passt, es halbwegs in diesen Bahnen läuft...
    Und dann wieder die Zweifel...ja sind die mit den geregelten Leben dann glücklicher?
    Ich weiß es nicht.
    Und ein bisschen vermisse ich auch meinen Kollegen, den ich jetzt grade ja nicht mehr sehe. Und nicht mal ihn, sondern auch den Austausch...wir haben uns ja auch über so viel unterhalten.
    Distracted

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    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Ahhhhh, wenn Du hier noch einmal diesen Kollegen erwähnst ...
    Das hier ist DEIN Strang, da geht's um Dich.

    Es ist doch völlig egal, was für ein Leben andere führen. Du lebst Dein Leben. Und wie es hinter der Fassade bei anderen aussieht, weiß Du ja auch nicht. Vermutlich gibt's da auch welche, die sich denken "Mein Gott, mein Leben ist so normal und gleichförmig - Hilfe!"

    Meine Empfehlung: Kauf Dir eine richtig schöne Kladde, wo es Dir schon Freude macht, sie rauszuholen. Und dann schreib jeden Tag ein bisschen was.
    Alles zu seiner Zeit.

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    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Zitat Zitat von Lscp Beitrag anzeigen
    Ahhhhh, wenn Du hier noch einmal diesen Kollegen erwähnst ...
    Das hier ist DEIN Strang, da geht's um Dich.

    Es ist doch völlig egal, was für ein Leben andere führen. Du lebst Dein Leben. Und wie es hinter der Fassade bei anderen aussieht, weiß Du ja auch nicht. Vermutlich gibt's da auch welche, die sich denken "Mein Gott, mein Leben ist so normal und gleichförmig - Hilfe!"

    Meine Empfehlung: Kauf Dir eine richtig schöne Kladde, wo es Dir schon Freude macht, sie rauszuholen. Und dann schreib jeden Tag ein bisschen was.
    Hallo Lscp,
    ich werde das machen und mir aufschreiben. Ich habe halt das Gefühl, ich brauche NUR FÜR MICH etwas.
    Mein Mann, der hat ja SEIN Leben - er hat ja auch seine Kinder, große Familie, usw.
    Und manchmal übertüncht das alles. Er ist so überpräsent.
    Daher war der Arbeitskollege vielleicht auch wichtig.
    LG Distracted

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    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Zitat Zitat von Distracted40 Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, ab einem bestimmten Alter ist es richtig, so und so zu leben. Zumindest scheint es so.
    "richtig" "so und so zu leben" - meinst Du die strahlende Rama-Familie? Vergiss es!

    Diese "tollen Vorzeigefamilien", die vielen von Kindesbeinen an vermittelt werden, führen dann im Erwachsenenalter schnell dazu, dass Menschen meinen, nicht richtig zu leben oder gar versagt zu haben.
    Es gibt so individuelle Lebenswege - und alle haben ihre Berechtigung. Was für den einen Geborgenheit ist, ist für den anderen einengend. Was für den einen kreativ und bereichernd ist, ist für andere brotloser Schnck-Schnack usw.


    Zitat Zitat von Distracted40 Beitrag anzeigen
    Ich habe lange alles für meine Familie getan. Jetzt sind die Kinder meines Mannes groß, mein Kind ist fast groß. Ich hatte lange Patchwork, war nicht immer einfach, ich hab oft 3 Geburtstagsfeiern für meine Tochter gemacht (auch meine Eltern sind geschieden), dann jeden Geburtstag seiner Kinder gefeiert, dann die der Schwiegerkinder mit und nun sind auch schon Enkel da.
    Ist es egoistisch, einmal zu sagen, nun, ich mag nicht mehr? Wo bleib ich?
    Ich will auch einmal etwas tun...für mich?
    Nein, das ist nicht egoistisch! Es ist sogar sehr wichtig, dass Du etwas für Dich machst - etwas was Dir gut tut und Dich erfüllt. Auch Du hast das Recht, regelmäßig Deine Akkus aufzuladen!
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

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    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Zitat Zitat von Distracted40 Beitrag anzeigen
    ...ich bin da in die Richtung anders, hab spät noch einmal studiert, Job ist trotzdem nicht so gut dotiert, aber wie ich auch immer...
    Viele meiner Freunde haben so geregelte Leben - so wie es sein soll. Ich nicht. Ich hab das Gefühl ich muss noch immer ordnen, schauen, dass alles passt, es halbwegs in diesen Bahnen läuft...
    Du hast Patchwork-Themen (sind sicher nicht immer leicht) gestemmt, hast ein eigenes Kind fast großgezigen, hast sogar ein spätes Studium gemeistert (vermutlich vorher eine Ausbildung gemacht) - Du darfst auch gern mal positiv darauf schauen, was Du alles schon geschafft hast!

    Zitat Zitat von Distracted40 Beitrag anzeigen
    Und dann wieder die Zweifel...ja sind die mit den geregelten Leben dann glücklicher?
    Ich weiß es nicht.
    Ich weiß es auch nicht - vermutlich gibt es darunter glückliche, unglückliche, halbwegs-zufriedene, resignierte Menschen - das weiß man von außen betrachtet wohl niemals so genau.
    Aber: Löse Dich doch vom Vergleich mit anderen! Es ist DEIN Leben! Gestalte es nach Deinen Vorstellungen, schau welche Interessen Du auch mit kleinerem Budget verfolgen kannst - das sind meist mehr als man denkt.
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

  8. Inaktiver User

    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manchmal steckt aber nichts weiter dahinter als der situative Reiz, eine kurze Lust, eine Flause im Kopf. Ohne jegliche Tiefe. Ich weiß nicht, ob immer direkt in der Tiefe der eigenen Persönlichkeit gegraben werden muss, anstatt zu akzeptieren, dass es so gewesen ist. Manche Themen bekommen durch das Reflektieren erst ein Gewicht, dass es ohne gar nicht gehabt hätte. Und wenn man diese Situation auf den Grund gegangen ist, sie für sich geklärt hat, dann kommt eine andere und man fängt wieder von vorne an. Die Evolution hat dem Menschen nicht umsonst das Vergessen geschenkt.
    Es steckt IMMER was hinter einem Verhalten- auch ein situativer Reiz kann entschlüsselt werden, denn der ist ja ebenfalls durch irgendwas motiviert.
    Es ist also genau genommen niemals "nur".
    Die Frage ist, ob ich Gedanken folge oder sie stehen lasse.........das kann doch jeder nur für sich beantworten.

    Ja- Themen bekommen immer durch Reflektieren ein Gewicht- manche Menschen brauchen genau solche "Gewichte" um stabiler im Leben zu stehen.

    lg kenzia

  9. Inaktiver User

    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Hallo distracted,

    Zitat Zitat von Distracted40 Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, ab einem bestimmten Alter ist es richtig, so und so zu leben. Zumindest scheint es so
    Vermutlich ist das nicht Dein Gefühl sondern Dein Denken....?? ein großer Unterschied!

    Nachdem ich jetzt mehr von Dir gelesen habe- ist doch Deine Verwirrung sehr gut zu verstehen!

    Offensichtlich warst Du lange mit dem Thema "Angst" beschäftigt und damit alles andere als frei um nach Dir oder Deinen Wünschen, Bedürfnissen zu sehen.
    Daneben gab es dann viele Aufgaben im Außen, die Dir einen Halt und "Sinn" gegeben haben......und nun fällt da alles weg und vielleicht beginnst Du jetzt das erste Mal mit einem ganz neuen Blick auf Dich?

    Was Du nun von dem Kollegen schreibst, verstehe ich jetzt als harmloses Geflirte, was unzählige Male vorkommt.
    Es geht dabei nicht um Fremdgehen oder Betrügen- es geht nur darum, dass man "die BLumen in Nachbars Garten bewundert". Genau deshalb spricht man auch offen von seinem Partner und macht damti deutlich, dass man vergeben ist.....aber dennoch kann man doch auch andere Menschen attraktiv und reizvoll finden!
    Vielleicht hat es für ihn auch den besonderen Reiz, es so zu machen........letztlich lehnt er sich aber doch auch nur weit aus dem Fenster und bleibt aber in seinem Haus.

    Das Dich das so verunsichert und verwirrt- liegt doch vielleicht nur daran, dass Du sowas gar nicht kennst?
    Mal flirten, mal nen kleinen Spruch........auch mal zweideutig......und doch weiß jeder wo die Grenzen sind.

    Vielleicht geht es bei Dir genau um Deine Grenzen.......die Du erst finden musst.

    Ich lese bei Dir viel Fremdbestimmung und Vergleiche-- aber wo stehst Du?
    Was würdest Du wollen, wenn Du jetzt ganz frei wärst?
    Wo und wann warst Du das letzte Mal ganz frei?

    Dieser Mann erinnert Dich daran, dass Du eine Frau bist......ansprechend für Männer- wann hat Dir das Dein Mann das letzte Mal spürbar gemacht??

    lg kenzia

  10. User Info Menu

    AW: Reflektieren, Aufmerksamkeit, Ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo distracted,


    Vermutlich ist das nicht Dein Gefühl sondern Dein Denken....?? ein großer Unterschied!

    Nachdem ich jetzt mehr von Dir gelesen habe- ist doch Deine Verwirrung sehr gut zu verstehen!

    Offensichtlich warst Du lange mit dem Thema "Angst" beschäftigt und damit alles andere als frei um nach Dir oder Deinen Wünschen, Bedürfnissen zu sehen.
    Daneben gab es dann viele Aufgaben im Außen, die Dir einen Halt und "Sinn" gegeben haben......und nun fällt da alles weg und vielleicht beginnst Du jetzt das erste Mal mit einem ganz neuen Blick auf Dich?

    Was Du nun von dem Kollegen schreibst, verstehe ich jetzt als harmloses Geflirte, was unzählige Male vorkommt.
    Es geht dabei nicht um Fremdgehen oder Betrügen- es geht nur darum, dass man "die BLumen in Nachbars Garten bewundert". Genau deshalb spricht man auch offen von seinem Partner und macht damti deutlich, dass man vergeben ist.....aber dennoch kann man doch auch andere Menschen attraktiv und reizvoll finden!
    Vielleicht hat es für ihn auch den besonderen Reiz, es so zu machen........letztlich lehnt er sich aber doch auch nur weit aus dem Fenster und bleibt aber in seinem Haus.

    Das Dich das so verunsichert und verwirrt- liegt doch vielleicht nur daran, dass Du sowas gar nicht kennst?
    Mal flirten, mal nen kleinen Spruch........auch mal zweideutig......und doch weiß jeder wo die Grenzen sind.

    Vielleicht geht es bei Dir genau um Deine Grenzen.......die Du erst finden musst.

    Ich lese bei Dir viel Fremdbestimmung und Vergleiche-- aber wo stehst Du?
    Was würdest Du wollen, wenn Du jetzt ganz frei wärst?
    Wo und wann warst Du das letzte Mal ganz frei?

    Dieser Mann erinnert Dich daran, dass Du eine Frau bist......ansprechend für Männer- wann hat Dir das Dein Mann das letzte Mal spürbar gemacht??

    lg kenzia
    Hallo kenzia,
    Wir haben immer beide offen von unseren Partnern gesprochen, da wir diese ja jeweils kannten. Auch in unsere Hobbies sind unsere Partner ja auch involviert, daher war das kein Thema, dass da nicht drüber gesprochen wurde.
    Hm, ob ich es nicht kenne, weiß ich eigentlich gar nicht - es ist, finde ich nicht so, dass ich die letzten Jahre hinterm Mond gelebt habe aber es stimmt, in dieser Form und Intensität kannte ich es nicht.
    Zumal er ja neben der Blödelei, sich auch so ernsthaft für mich interessierte und sich einsetzte...er scheint eben so ein Typ Mensch zu sein.

    Ja, gute Frage, wo stehe ich.
    Ich habe jetzt lange Jahre getan und gemacht - und ich möchte jetzt aber auch mal ICH sein dürfen.
    Ohne all die Verpflichtungen, Kinder, etc - weil ich ja für die Kinder meines Mannes auch immer viel da war.
    Eben genau, mal ohne (oder fast ohne) Angst, mich in den Mittelpunkt stellen dürfen.
    Auch mal "fertig" sein dürfen, mit all der Kinderarbeit (nachdem meine Tochter dann mit Schule fertig ist) meine ich.

    Und klar, bei all dem "Guten" sagen wir mal, was der Kollege mit sich brachte...
    Er hat mir schon immer wieder seine Macht demonstriert - was er sich leisten würde, was er sich nun kaufen würde, welch Projekte seinerseits anstünden (alle sehr geldintensiv), welche Prämie ICH den bekommen würde - wohlwissend, dass seine sicher wesentlich fetter aussehen würde - und klar - das waren dann auch die Momente, wo ich mir klein neben ihm vorgekommen bin.
    Distracted

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