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  1. Inaktiver User

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Als ich dann aber auf die Mutter von vieren traf, die mir humorvoll erzählte, wie zeitweise zwei Kinder im "Gräbele", eines oben quer und das vierte auf der Matratze vor dem Elternbett schliefen, da ging es mir gleich besser.


    Und man hüte sich vor denjenigen, bei denen immer alles supi ist.

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    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    2) Kreatitität - das kannst du ohne Ende in einem Haus mit Baby machen: Collagen- Malen-Textiles Arbeiten
    (Textilbilder am Webrahmen gestaltet) - Musik üben - Fremdsprache lernen - Garten gestalten Du hast 150 Möglichkeiten.
    Kannst du das? Ich konnte es nicht, als meine Tochter klein war. Sie hat nur immer kurz und insgesamt wenig geschlafen.
    Dann schnell in den Kreativitätsmodus zu verfallen, ging nicht. Dafür brauche ich einen freien Kopf und Muße und die hat man mit einem Baby nicht.

  3. Moderation

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    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Meredyth,

    was ich mich frage:

    1. wie gehst du Tag für Tag mit den Situationen um, in denen es um Selbstbehauptung und für-Dich-Sorgen geht, und die dich in der Summe dann irgendwann so an die Wand drücken, dass du Explosions-Phantasien bekommst?

    Wenn dein Mann zum Beispiel allabendlich am PC sitzt und du gleichzeitig zuwenig Raum zum Luftholen/für dich selbst hast - schluckst du deine Bedürfnisse einfach immer wieder, oder gehst du hin und sagst "ich brauche jetzt auch mal eine Ruhepause?". Mich würde das auf Dauer wütend machen, macht es dich auch wütend?


    2. wie geht es dir mit dem Kind und dem Kind mit dir?

    Neben der Fürsorge bezüglich Ernährung, Hygiene usw. besteht ja die elterliche Hauptfunktion im Zusammensein mit dem Kind, der Interaktion, dem Spiel, dem Singen, Ballkullern, verliebt Ansehen - ist dir das noch möglich, wenn es eigentlich in dir so verzweifelt ausschaut, zumindestens gelegentlich?
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  4. Inaktiver User

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich denke, das wär genauso, wenn man kinderlos am Schreibtisch sitzt - auch da schreit man nicht jeden Tag tschakka, sondern hat ab und an mal das Gefühl, das wirklich wahre tolle Leben haben nur die anderen. Oder nicht?
    Nein, man schreit nicht jeden Tag tschakka. Aber ein Kind ist schon ein gigantischer Schritt, den man eben NICHT rückgängig machen kann, und der einen endgültig fixiert. Den Job kann man kündigen, vom Mann sich scheiden lassen, das Haus verkaufen - Mutter bleibt man. Denn das Kind sitzen lassen oder zur Adoption frei geben ist normalerweise nun wirklich nicht eine Option, mit der man sich wohl fühlen würde.

    Das ist für mich der Grund, weshalb ich keine Kinder habe, denn dieser Gedanke alleine hat bei mir immer Beklemmungen ausgelöst.

    Von daher kann ich gut nachvollziehen, dass es mancher Mutter auch so geht. Auch, wenn es leider tabuisiert ist, so was zu sagen. Im neuen Spiegel ist ein guter Artikel über Frauen, die ihre Mutterschaft bereuen.

    @meredyth,
    in so verfahrenen Lebenssituationen habe ich immer eine Bestandsanalyse gemacht, was denn gerade am einfachsten zu ändern ist, und die Sachen dann Stück für Stück angegangen.
    Bei Dir wäre es, dass Du erst mal wieder etwas Freiraum für Dich hast, also, dringend mit Deinem Mann reden.

    Das Haus mit seinem Renovierungsstau scheint mir auch ein ziemlicher Klotz am Bein zu sein ..... Vielleicht kannst Du Deinen Mann ja überzeugen, es zu verkaufen und den Traum vom Eigenheim später noch mal zu realisieren ?

    An Deiner Stelle würde ich auch so früh wie möglich wieder arbeiten gehen - vielleicht kannst Du ja auch eine Umschulung machen, wodurch Du bessere Jobchancen in der Nähe hast ?

    Last but not least: Du MUSST NICHT die Supermutter sein !! Mütter machen sich mit diesem Anspruch selbst das Leben zur Hölle.

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    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Meredyth,

    hier sind schon sehr viele gute Posts, die Dir eine Menge zum nachdenken geben und Dir eigentlich gut weiterhelfen könnten. Das will ich nicht alles nochmal wiederholen.
    Dein Eingangspost liest sich wirklich sehr verzweifelt und es drängt sich der Verdacht auf, mir jedenfalls,
    das Du eventuell wirklich an einer Art "Wochenbett-Depression" leiden könntest........

    Vorstellungen eines brennenden Hauses und eines zur Adoption freigebenen Kindes sind schon harter Tobak.
    Hast Du es nur sehr überspitzt formuliert oder sieht es tatsächlich so in Dir aus?
    Das frage ich mich dabei.

    Sind es Deine echten Gefühle oder nur etwas drastische Umschreibungen, um es für uns anschaulich zu machen?

    Es ist im übrigen nie verkehrt, wenn man solche starken negativen Strömungen in sich spürt, sich Gedanken über therapeutische Hilfe zu machen.
    In einer Situation, die Dir ja offensichtlich sehr stark zusetzt und du mehr oder weniger keinen vernünftigen Ausweg zu sehen scheinst, wäre es durchaus naheliegend, sich um professionelle Hilfe zu bemühen......
    Und wenn es nur dazu führt, das Du Hilfe dabei bekommst, Auswege aus dem jetzigen Tief zu finden und Dich selber besser wahrnehmen zu können.......

    Ich hoffe, Du schaffst es, einen Horizont zu erspähen, den Du auch aus eigener Kraft erreichen kannst!
    Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.
    - Immanuel Kant

    Gott hat einen harten linken Haken.....
    ....aus: "Ein Haus am See" von Peter Fox

  6. Inaktiver User

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Macht Dein Mann jetzt weniger im Haushalt als früher? Ohne mehr Zeit im Beruf zu verbringen? Dann mach ihm klar, dass das nicht "der Deal" war, dass er wegen des Kindes letztlich weniger Belastung hat.
    Das ist jetzt nicht Dein Ernst, gelle ?

    Er arbeitet den ganzen Tag und renoviert noch nebenher. Und soll noch den halben Haushalt machen ? Obwohl SIE - im Gegensatz zu früher ! - den ganzen Tag zuhause ist, also viel mehr Zeit hat.

    Mit Anfahrswegen dürfe er 10-12 h am Tag außer Haus sein. Und genauso viel Zeit sollte sie in Kind und gemeinsamen Haushalt investieren.

    Ich finde Najas Vorschlag gut, sich handwerkliche Fähigkeiten anzueignen und selbst Hand anzulegen - das gibt doch wieder einen Push fürs Selbstbewußtsein und Erfolgserlebnisse ! Und ob man jetzt hobbymäßig Bilder malt oder ein Zimmer streicht kommt doch aufs gleiche raus, unter dem Aspekt, mal was anderes machen zu wollen.

  7. Inaktiver User

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, man schreit nicht jeden Tag tschakka. Aber ein Kind ist schon ein gigantischer Schritt, den man eben NICHT rückgängig machen kann, und der einen endgültig fixiert. Den Job kann man kündigen, vom Mann sich scheiden lassen, das Haus verkaufen - Mutter bleibt man. Denn das Kind sitzen lassen oder zur Adoption frei geben ist normalerweise nun wirklich nicht eine Option, mit der man sich wohl fühlen würde.
    Na ja, aber du sagst es ja selbst: du hast dir das vorgestellt und es dann sein lassen. Die Option hat man ja heute gottseidank.

    Mich wundert halt, wieso man ein Kind bekommt wenn man das generell so negativ bewertet - ich meine, die Babyzeit ist ja auch nicht nur schrecklich.

    Noch dazu hat man ja eben auch Gestaltungsspielraum, man kann die Gluckenmama sein die am liebsten 24/7 an ihrem Kind rumzippelt und mit Inbrunst jede Regung begleitet - oder man organisiert sich eben anders.

    Ich war jetzt auch keine die Babyschwimmen oder Musikgarten übermäßig sinnstiftend fand - und hab mir Gleichgesinnte gesucht. Wir waren zusammen einkaufen, essen, im Cafe oder schwimmen, und hatten so nicht das Gefühl, nur an das Kind gekettet zu sein. Mich wundert schon, dass man das so selten sieht, wir haben immer Aufsehen erregt in Lokalen etc - aber wer hält einen denn davon ab?

    Ich finde, auch als Mutter kann man sich Freiräume schaffen, heute mehr denn ja - daher find ich dieses Klagen schon ein bisschen wehleidig. Eben weil einen ja keiner dazu gezwungen hat.

    Ich frag mich, ob genau diese Frauen nicht irgendwann genauso jammern würden, kein Kind zu haben?

  8. Inaktiver User

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Frau_Maja Beitrag anzeigen
    Aber was es wirklich heißt, ein Kind zu haben, wie sehr man gerade in den ersten Jahren fremdbestimmt ist, das weiß man definitiv erst, wenn das Kind da ist.
    Ich möchte mal behaupten, dass ich das schon weiß - genau deshalb habe ich nämlich kein Kind !

    Ich glaube eher, dass Menschen mit Kinderwunsch das einfach vorher verdrängen. Ist ja vielleicht gut so, sonst gäb' es keine Kinder mehr.

  9. User Info Menu

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Die Renovierung steht erst noch an. Im Moment ist er dafür in der Vorplanung. Bevor jetzt wieder Meckereien kommen: Mit Elektrik kennt er sich aus. Ich überhaupt nicht. Also ist es nur logisch, dass er sich darum kümmert. Ich kümmere mich dafür hauptsächlich um das Kind, also auch alles, was Kinderarzttermine, Kleidung, Spielzeug, Essen kaufen und so weiter angeht.
    Vor dem Tapezieren und Streichen muss aber noch die komplette Elektrik und die komplette Heizung (auch die Leitungen bzw. Rohre in den Wänden) ausgetauscht werden. Dass ich als Frau eine Fräse bedienen könnte, ist mir klar. Wie das praktisch mit einem krabbelnden Kind an der Seite funktionieren sollte, würde mich mal interessieren.

    Zum Thema PC-Spielen: Das macht mein Mann nur noch ab und zu und erst, wenn die Kleine im Bett ist.

    Heute bin ich übrigens wieder besser drauf. Manchmal habe ich so Depri-Tage. Da formuliere ich gerne mal sehr dramatisch. Dass allerdings einiges überlegt werden und geschehen muss, ist mir trotzdem klar.

    @Lorelei: Der Vorschlag der Bestandsanalyse ist super. Eigentlich bin ich ja ein optimistischer Mensch und kann gut handeln, aber manchmal scheint trotzdem alles so verfahren.

    @maryquitecontrary: Die Interaktion kommt nicht zu kurz. Bevor ich da Abstriche mache, bleibt lieber mal die Wäsche nicht zusammengefaltet liegen. ;-)

  10. Inaktiver User

    AW: Ich habe mein Leben verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @meredyth,
    in so verfahrenen Lebenssituationen habe ich immer eine Bestandsanalyse gemacht, was denn gerade am einfachsten zu ändern ist, und die Sachen dann Stück für Stück angegangen.
    Das würde ich auch empfehlen und versuchen herausfinden, welche Unzufriedenheit nur aus einer bestimmten Phase herrührt und welche grundsätzlicher Natur ist. Hierzu braucht man Perspektiven, also z.B.:

    "Die Renoviererei macht mich fertig, manchmal möchte ich die Hütte einfach anzünden. Ich weiß aber, dass es hier sehr schön sein wird, wenn wir das alles hinter uns haben. Ich kann nächsten Sommer schon gemütlich auf der Terasse sitzen und dem Kind beim Spielen im Sandkasten zusehen."

    "Es nervt mich, hier die ganze Zeit alleine mit dem Baby angebunden zu sein. Sie ist aber schon acht Monate alt und kann bald in die KiTa. Dann kann ich x Tage die Woche arbeiten und bin zumindest wieder mehr unter erwachsenen Leuten."

    Wenn Du Dir für die Zukunft keine positiven Szenarien ausmalen kannst, führst Du vermutlich wirklich das falsche Leben.

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