So definiert sich für mich mein Leben gestalten.
Auch wenn ich solche Fluchtgedanken durchaus auch kenne, das gönn ich mir dann zwei Tage, wo ich mir schrecklich leid tue, das find ich ok. Aber im Endeffekt muss man eben Verantwortung für sich übernehmen, das kann einem leider kein anderer abnehmen - und kein anderer ist verantwortlich dafür wenn man das selbst nicht tut. Ein Ehemann nicht, und ein Baby schon dreimal nicht.
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08.02.2016, 18:13Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
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08.02.2016, 18:15Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Du hast natürlich Recht. Allerdings ist es eben mit Mann und insbesondere Baby anders als als Single, wie die TE jetzt feststellt: Die Freiheit, Entscheidungen über das eigene Leben zu treffen und es ganz nach den eigenen Bedürfnissen einzurichten, ist dann eben eingeschränkt. Gerade das scheint ihr ja im Moment Kummer zu machen.
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08.02.2016, 18:20Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Schau, und das versteh ich grundsätzlich nicht. Das ist eben so, wenn ich ein Kind habe.
Das fängt an wenn ich Topfpflanzen habe, oder eine Katze: dann muss ich mich kümmern und bin angehängt.
Man muss doch aber heute nicht mehr sein ganzes künftiges Leben dem Kind weihen, wie früher - aber dass die ersten zwei, drei Jahre einfach anstrengend sind und man eben vorübergehend an seiner Selbstverwirklichung gehindert ist - das finde ich nun nicht besonders tragisch sondern völlig normal. Und überlebbar.
Das Mantra ist eben: es ist eine Phase. Die geht auch wieder vorbei.
Und dann sehnt man sich oft genug danach zurück.Geändert von Inaktiver User (08.02.2016 um 18:26 Uhr)
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08.02.2016, 18:34
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Ab davon, dass man mMn auch eine Meinung zu einem Thema haben darf, wenn man selbst noch nicht in der (geschilderten) Situation war, was würdest du dazu sagen, wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich mit einem Säugling, frisch verwitwet mutterseelenalleine auf einem Kuhkaff mit neun Häusern ein Haus renoviert und nebenbei promoviert habe? (und noch diverse Hobbys gepflegt, neu.erlernt etc.pp.)
Würdest Du dann sagen, glaub ich nicht, oder, naja, Du hast das halt geschafft weil .......dies und das?
Die TE postet nicht unter (und solche Stränge gibt hier ja auch zu Hauf) Babyzeit und alles nervt grad ein bischen.
Sie schreibt, sie habe ihr Leben verloren!
Als ich das gelesen habe, war ich erstmal echt geschockt. Und dann kommt so ne Story?
Sorry, aber da finde ich geht jede Relation verloren und da sehe ich auch im Ansatz keine Selbstwahrnehmung oder Selbstkritik, geschweige denn, den Willen, das eigene Leben zu gestalten.Und wenn Leute einfach so, weils bequemer ist, irgendwo mitschwimmen, einen anderen für sich tun und machen lassen, dann sollten sie sich mMn nicht auch noch über denjenigen beschweren, der ihnen die Mühe abnimmt, eigenverantwortlich zu leben (Was übrigens auch IN einer Partnerschaft gehen könnte
In diesem Sinne
Naja
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08.02.2016, 18:49
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Meine fast 90jährige Mutter erzählte mir früher oft, sie habe sich im ersten Ehejahr ständig scheiden lassen wollen. Mit Baby im ehemaligen Kinderzimmer meines Vaters, meckernde Schwiegermutter an der Backe - und auch ich erinnere mich daran, dass ich selten in meinem Leben so oft geweint habe wie im ersten Ehejahr mit Baby.
Ein Kind ist eine Riesenumstellung, man fühlt sich fremdbestimmt und unfrei.
Ich habe damals jede Gelegenheit genutzt, um in der Großstadt etwas zu unternehmen, habe Ausstellungen mit Baby im Tragetuch besucht, die Omas eingespannt, um etwas mit Freundinnen zu unternehmen.
Du wohnst in einer für Dich noch völlig neuen Umgebung, hast dort noch kaum Kontakte und bekommst einfach einen Stubenkoller. Das ist normal.
Du hast hier schon viele Tipps bekommen, wie Du Deine Situation verbessern kannst. Und selbst wenn Du Dein Kind noch nicht jetzt in eine Krippe geben möchtest oder kannst hilft Dir doch sicher die Aussicht darauf, dass sich in absehbarer Zeit vieles in Deinem Leben verändern kann. Wie sieht es mit dem Job aus ? Schaust Du Dich schon um, hast Du schon etwas in Aussicht ? Mach Pläne, versinke nicht in Selbstmitleid.
Stell Dir Deine Staffelei in Sichtweite hin, so dass Du jederzeit malen kannst. Ein 8 Monate altes Kind kann sich durchaus in Mamas Nähe beschäftigen. Im Chor singen ist ein tolles Hobby, singen hat geradezu etwas Therapeutisches. Einmal die Woche muss eben Dein Mann die Kleine ins Bett bringen.
Parke Baby bei Deinen Eltern und geh mit Deinen alten Schulfreundinnen bummeln oder auf die Piste.
Ich habe das Gefühl, Du bist extrem unzufrieden mit Deinem Partner. Da hilft nur reden, reden, reden. Männer können oft mit Babys nicht viel anfangen. Das ändert sich aber wenn die Kleinen anfangen zu laufen und zu reden. Dann kann das Kind auch schon mal im Garten spielen während Papa die Beete anlegt.
Es wird alles leichter, glaub mir.
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08.02.2016, 19:03Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Du hast ja meine volle Zustimmung - rückblickend. Tatsächlich war es gerade beim ersten Kind für mich auch ein gewisser Schock zu erleben, dass ich SO völlig angehängt war, und manchmal abends, wenn mein Mann endlich aus der Arbeit kam, froh war es geschafft zu haben, aus dem Schlafanzug in normale Klamotten zu wechseln. Von Selbstverwirklichung will ich da gar nicht reden.
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08.02.2016, 19:34
AW: Ich habe mein Leben verloren.
@Meredith
Ich kann dich so gut verstehen. Mein Mann war auch so - aufgewachsen in einem EFH, wollte er so etwas auch immer. Und auch ich habe mich anstecken lassen.
Mein Kinder waren schon etwas größer, als das realisiert wurde und wir hatten auch keine Dauerbaustelle. Aber ich habe oftmals einfach dagesessen und geheult, weil FÜR MICH ein so großes tolles Haus mit Garten weder schön noch erholsam war, sondern nur Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Neulich lief ein Film im Fernsehen, da schrie die Frau :"Das geht hier alles nicht mehr, ich will das nicht, dieses Haus und dieser SCHEISS Garten". Ich musste soooo lachen - genauso habe ich mich immer gefühlt.
Was soll ich sagen - ich bin geschieden und aus dem Haus ausgezogen. Ich geniesse mein Leben in einer Wohnung. Dank einigermaßem normalen Verhältnis bin ich bei Feiern der Kindern auch noch manchmal in dem Haus zu Gast. Die neue Freundin meines Ex fragte mich, ob das nicht komisch für mich sei. Und ich habe geantwortet, nein, ich bin nur immer sehr erleichtert.
Kurz - ihr habt euch zu viel auf einmal vorgenommen und dazu kommt: Vielleicht bist du auch kein Haustyp.
Habe gerade keine Zeit mehr, aber noch mehr Gedanken - nächstes Mal.
Gruß
Schnurpsel
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08.02.2016, 22:41Inaktiver User
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08.02.2016, 22:49
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben verloren habe.
Zum Studieren bin ich vor ungefähr 12 Jahren in eine kleine Stadt gezogen und habe dort meinen Mann kennengelernt. So nach und nach habe ich mich selbst verloren.
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Ich habe jetzt den ganzen Strang noch einmal gelesen. Und muss mal fragen - wie sah denn genau dein Leben vor Haus und Kind aus? Was ist aus deinen Freundschaften geworden? Was hast du für Hobbies?
Falls du in deinem Beruf vielleicht gar nicht arbeiten möchtest - was genau möchtest du denn gerne machen?
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08.02.2016, 22:52Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Nicht unbedingt. Ich finde, mich bringt es schon weiter mich auch mal durch was durchzubeissen, weil es sich insgesamt lohnt.
Für mich hat alles seinen Preis, egal was man macht, es schließt halt das Gegenteil meistens aus und beschränkt einen so in den Möglichkeiten.
Die Vorstellung, egal was wär immerwährend nur toll (und speziell das was ich nun grad nicht habe), ist mir fremd.



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