So viele Antworten. Ich danke euch!
Zu erst einmal: Das Baby war keine Notlösung oder dergleichen. Auch wenn der Gedanke an Adoption das vielleicht angedeutet hat. Ich wollte nur damit ausdrücken, dass ich nicht zu tiefst deprimiert gewesen wäre, wenn es mit einem Kind nicht geklappt hätte. Mein Mann wollte unser Kind auch.
Ihr habt allerdings recht. Mit meinem Mann muss ich dringend sprechen und einen Fahrplan bzw. Wünsche für die nächsten Jahre besprechen - seine und meine. Früher haben wir mehr Zeit zusammen verbracht. Das vermisse ich. in den letzten Monaten dreht sich bei ihm alles nur ums Haus.
@Marta-Agata: Ein paar freie Stunden würden mir gut tun. Allerdings nicht um z. B. zum Chor zu gehen oder mich mit einer Freundin/ Bekannten zu treffen, sondern für mich alleine - zum malen, schreiben, lesen, nähen etc. Eine kreative Beschäftigung vermisse ich.
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08.02.2016, 14:03
AW: Ich habe mein Leben verloren.
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08.02.2016, 14:06
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Gibt es keine Großeltern in der Nähe die das Baby mal für ein paar Stunden nehmen könnten ? Eine Aussicht auf einen Job gibt's nicht ?
Gruss
Meagan
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08.02.2016, 16:09
AW: Ich habe mein Leben verloren.
In Volkshochschulen zB: gibt es manchmal Kurse, in die Kinderbetreuung eingebettet ist.
Sehr gut ist es auch, einige Mütter mit Kindern im etwa gleichen Alter zu kennen, dann kann
man sich gegenseitig mal unterstützen und reihum die Kinder gelegentlich abnehmen- für einige
Stunden. Später, wenn deine Tochter in den Kiga kommt, wird es wieder mehr freie Zeit für dich
geben. Alles hat Vor-und Nachteile, das Rundherum-Lebensverwöhnprogramm gibt es noch
nicht, gewisse Frust-und Durststrecken sind normal.Es gibt sicherlich Frauen die einiges
täten um mit dir zu "tauschen", was dein Baby angeht.
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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08.02.2016, 16:37Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Und wieso geht das mit Baby nicht? Was machst du wenn es schläft? Hoffentlich nicht nur den Haushalt...
Ich lese deinen Strangtitel, und ich bin mir nicht sicher, von was du sprichst. Ich hab eher das Gefühl, du hattest gar nicht "dein" Leben, und schiebst es jetzt ein bisschen auf das Kind (was für das Kind ehrlich gesagt verheerend ist).
Du musst das hier nicht beantworten, aber da stellt sich schon die Frage, wieso das Kind?
Ich will die Babyzeit gar nicht verherrlichen, klar ist das anstrengend. Aber ich finde es Erwachsenen durchaus zumutbar, sich mal eine gewisse Zeit zurückzunehmen. Und anzunehmen, was jetzt ist. Sich in einem was wäre wenn zu verlieren find ich persönlich eher leidfördernd als konstruktiv. Es ist jetzt wie es ist, das Kind wird jeden Tag größer.
Such dir eine Ersatzoma, einen Babysitter, eine andere Mutter und wechselt euch ab mit der Betreuung, schon hast du deine freie Zeit. Dass du das nicht machst, dafür kann dein Kind nichts - genau das ist "dein Leben".
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08.02.2016, 16:39Inaktiver User
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08.02.2016, 17:34Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
... mit Baby ist mir auch schon mal die Decke auf den Kopf gefallen und ich hätte gerne mein Leben vor Kind und Mann zurück gehabt - für ein paar Tage

Es ist nur ein wirkliches Problem, wenn du die ganze Zeit schon gegen deine Interessen und Bedürfnisse gelebt hast, dein Mann nix davon weiß und ihr nicht darüber sprecht.
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08.02.2016, 17:39Inaktiver User
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08.02.2016, 17:43
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Also der Mann der TE ist ja wohl selten egoistisch!
Wieso lässt er nicht einfach ne Zeitlang einfach das Schlafen weg und sucht sich außerdem noch nen Zweitjob, um der armen Frau das Kind abzunehmen und noch einen Babysitter sowie die Handwerker finanzieren zu können
Wenn das so weitergeht, braucht er sich nicht zu wundern, wenn sich bei ihr bald ein Schatten aus der Vergangenheit meldet und sie, vernachlässigt wie sie von ihm wird, sich dort zwangsweise Bestätigung, Zuneigung, gesehen werden und achtsame Seelenverwandtschaft holen muss
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08.02.2016, 18:01
AW: Ich habe mein Leben verloren.

Also mal ganz im ernst jetzt (übrigens volle Zustimmung zu deinem Beitrag, wollte was kürzen, um kein Vollzitat zu bringen, aber ich hätte nicht gewußt , was davon) ich finde einfach Deal ist Deal.
Und wenn der Deal ist, dass er arbeiten geht und sie zu hause sitzt, da geht er eben arbeiten und sie sitzt zu Hause (hätte ja auch noch mehrere andere Möglichkeiten gegeben, die landauf landab von x Frauen so praktiziert werden)
Wie du schon schreibst, wieso kann man solche Hobbys nicht nebenher pflegen?
Und wieso kann frau nicht hergehen, und sich handwerkliche Fähigkeiten aneignen, anstatt sich zu beschweren, dass der Mann keine Zeit hat, weil er nach der Arbeit auch noch das handwerkliche alles alleine machen muss bzw nix schnell genug vom Fleck geht?
Statt dessen wird sich beschwert, dass er das Kind "nur" abends füttert? Ja soll er mittags zum Füttern von der Arbeit heimkommen?
Sorry, aber ich begreif das echt nicht.
Ab davon, dass frau mit (auch Kleinkind,) sehr wohl wieder arbeiten gehen kann, wenn sie nur will. Und so massiv hängt das Herz ja offenkundig nicht am Kind, wenn bereits in Erwägung gezogen wird, Mann, Haus und Kind (So war glaube ich sogar die Reihenfolge!) einfach zurückzulassen und sich ne Wohnung in der Stadt zu nehmen.
Aber vermutlich krieg ich wieder Ansprachen, ich wäre nicht fluffig genug, dabei beziehe ich mich bei allem, das ich schreibe, direkt auf die Angaben der TE.
Sie hat sich in die ganze Situation sehenden Augens willentlich und wollentlich hineinbegeben.
Sie wurde, soweit ersichtlich, zu nix gezwungen oder sonstwie übertölpelt. Auch scheint keine übergroße Liebesabhängigkeit zum Mann zu bestehen, welche sie blind gemacht haben könnte (Was noch immer keine Begründung wäre, sondern maixmal ne Ausrede)
Da eine Ausbildung und ein Beruf prinzipiell vorhanden sind, gibt es also keinerlei Grund, wenigstens das wieder zu machen, dann ist auch gleich doppelt Geld da, die Handwerker können bezahlt werden und die schnöde Langweile ist vorbei.
Und fürs Kind wäre das sicherlich nicht das schlechteste, die Gefahr, die HK da sieht, sehe ich exakt genauso und kenne auch genug Familien, in denen die Kinder dann den Frust der (selbstverschuldet) gelangweilten Mutter ausbaden mussten.
Also, einfach den Blick auf sich selbst wenden und handeln, was anderes bleibt eh nicht übrig, so oder so.
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08.02.2016, 18:12Inaktiver User
AW: Ich habe mein Leben verloren.
Liebe Naja,
hast Du ein Kind? Und wenn ja, warst Du in der Babyzeit in einer relativ neuen Umgebung, ohne Verwandte oder Freunde in der Nähe, mit einem Vollzeit arbeitenden Partner, der demgemäß eben fünf Tage außer Haus ist? Ich schon, und ich hatte zwar nicht gerade Gedanken ans Hausabfackeln - der Hauskauf und die Wahl der Umgebung waren eine gemeinsame Entscheidung, nicht nur der Traum meines Mannes - aber ich hätte fürchterlich gerne so etwas wie Zeit für mich und für "Erwachsenen-Sachen" gehabt, die über die Erledigung des Haushalts hinaus gingen. Mit meiner Tochter ging das kaum, weil sie eher die Power-Napperin war tagsüber: Viele kleine Schläfchen, in denen ich vielleicht gerade mal eine Waschmaschine einräumen konnte, so etwas wie ein Bild malen war sicher nicht drin. Abends war ich platt von der ständigen "Rufbereitschaft" tagsüber und den mehrfach unterbrochenen Nächten, da war an Kreatives erst recht nicht zu denken. Daher verstehe ich die TE sehr gut.
Meredyth: Klare Absprachen mit Deinem Mann, und raffe Dich auf zum Rausgehen - auch Kleinstädte bieten Abwechslung wie Ausstellungen. Macht Dein Mann jetzt weniger im Haushalt als früher? Ohne mehr Zeit im Beruf zu verbringen? Dann mach ihm klar, dass das nicht "der Deal" war, dass er wegen des Kindes letztlich weniger Belastung hat. Und handele klare Freiräume für Dich aus. Wie wäre es mit einem Urlaub für Dich? Entweder ganz ohne Kind für ein paar Tage, wenn die Kleine Fläschchen nimmt, sonst vielleicht eine Woche mit Kind bei Deinen Eltern oder einer guten Freundin, mit der Du mal wieder richtig quatschen kannst? So etwas bringt enorm Erholung.


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