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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Persönliches Engagement löst nämlich nicht die materiellen Probleme von Hilfsorganisationen. Irgendwie müssen auch Decken, Medikamente, Unterrichtsmaterial und sonstiges bezahlt werden.
    Das kommt darauf an.

    Jetzt im Moment wäre es viel wichtiger, dass sich die meisten Menschen persönlich engagieren. Denn mit Decken und anderem Kram kann man die Probleme der massenhaften Einwanderung nun gar nicht lösen. Das wird unterschätzt.

    Ich empfinde das Spenden vieler Menschen eher so, als wollten sie damit ihr Gewissen beruhigen. Vieles richtet zudem noch Schaden an (Kleiderspenden zerstörte Industrie).

    Aber ansonsten stimme ich zu: Ohne Geld geht es auch nicht. Erst einmal ist es wichtig, Fuß zu fassen und sich etwas aufzubauen, um nicht selber abhängig zu sein. Es ist schwer zu helfen, wenn man selber Hilfe benötigt.

    Andererseits gibt es bei uns nun mal die Möglichkeit, sich vom Sozialsystem auffangen zu lassen, zum Glück. Und diejenigen, die das nutzen müssen, können sich natürlich sehr wohl heute engagieren für Flüchtlinge. Es geht also auch beides, was wiederum sehr gut ist.
    Geändert von animosa (31.01.2016 um 13:56 Uhr)
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Weltrettung wäre immerhin etwas, was dich vermutlich noch die nächsten paar Jahre beschäftigen könnte, so bis sich eine neue Sache auftut.

    gruss, barbara


    Ich bin aber heute realistischer als früher. Immerhin! Habe mich weiterentwickelt.

    Ich wollte früher die Umwelt retten und für Gerechtigkeit eintreten und und und ... Ging ja aber nicht, musste selber sehen, wie ich klar kam und zum Familieneinkommen beitrug. Diese Herausforderung war für mich gewaltig genug und dank meiner Tochter, war es auch mein Ziel, das zu schaffen.

    Heute kann ich helfen, ein wenig dazu beizutragen, mich für Flüchtlinge aktiv engagieren. Und das werde ich auch machen. So weit bin ich schon.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was spricht gegen einen Kompromiss - du gehst für ein Jahr, er bleibt so lange hier. So habe ich es mit meinem Partner auch gemacht. Ich hätte der Möglichkeit, für eine Zeit auf einem anderen Kontinent zu leben, sonst mein Leben lang hinterher getrauert.

    Ich halte es für falsch, sich gerade in jungen Jahren so sehr für eine Partnerschaft zu verbiegen. Es gibt 80 Millionen Menschen in Deutschland, da wird man schon Alternativen finden.
    Ich war schon einmal für ein Jahr im Ausland, da klappte die Fernbeziehung auch ganz gut. Schwierig war es für unsere Beziehung eher in den Monaten danach, als man sich wieder aneinander und an das regelmäßige sehen gewöhnt hat.

    "Alternativen" kommen für mich nicht infrage. Ich habe einen großartigen Mann an meiner Seite, der sehr gut zu mir passt. Eine beständige jahreüberdauernde Beziehung gehört im übrigen zu meinem lebenskonzept dazu.

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Was mich betrifft, kriege ich die beide wunderbar unter einen Hut. Selbst verwirklichen - also das tun, wozu ich gemeint bin - kann ich ja überall, also auch hier. Ich muss nicht Freundschaften aufgeben oder den Wohnort wechseln, um besser zeichnen zu lernen, oder um eine bessere Therapeutin zu werden.

    Selbstverwirklichung führt eher zu Beständigkeit, denn wenn ich das, tue, wozu ich gemeint bin, tue ich es erstens gut, und zweitens gern, sprich dann tu ich das, was ich tue, wohl auch in zehn Jahren immer noch gut und gern, und in dreissig Jahren auch immer noch.

    Dass Selbstverwirklichung es erfordert, alle und alles hinter sich lassen, dürfte in den meisten Fällen nicht zutreffen.

    gruss, barbara
    Das hast du sehr schön geschrieben, bae!

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen


    Und was soll der Fazit deines Bekannten sein, rotgruen?
    "Baut Häuser! Dann werdet ihr glücklich."?
    Jaa, früher war alles besser.
    Ja, das Fazit ist eine gute Frage: ich denke, mit der Meinung beklagte sie sich auch darüber, dass die jungen (Frauen) mehr an sich denken als früher und sich selbst verwirklichen wollen. Sie ist eine sehr familiäre und denkt selten an sich, eigentlich denkt sie nur an das wohl der Familie.

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Das kann ich gut nachvollziehen. Als ich jung war, wollte ich die Welt retten. Ich sah den Sinn nicht, nur für mich selber da zu sein. Ich hätte mich wie in einem goldenen Käfig gefühlt und vollkommen nutzlos.

    Ein Haus zu bauen, war nicht mein Ziel. Das kann man doch überhaupt nicht verallgemeinern. Aber Ziele hatte ich immer und sie hielten mich bei Laune. Das stimmt einfach.

    Heute ist es anders. Mir fehlen die Ziele nun, ich habe erreicht, was ich wollte und muss nun einen neuen Sinn finden. Aber ich werde danach suchen. Und es ist nicht mein Lebensinhalt zu verreisen. Ich möchte mich meiner Umwelt widmen. Ich arbeite mir gerade Freizeit raus, habe dann ab Sommer 3 Monate frei und werde mich mit meinem kranken Vater befassen, ihn pflegen und weitere sinnvolle Vorhaben (in meinen Augen) planen. Konsum gehört nicht dazu.

    Ich merke allerdings, dass meine Bekannten damit nicht viel anfangen können. Ich werde gefragt, wohin ich verreisen möchte. Naja, ich stelle immer wieder fest, dass ich nicht ins "normale" Bild passe. Ich möchte hier glücklich leben, ich empfinde es nicht als Glück, irgendwo Urlaub zu machen. Das mache ich nur, um mich zu erholen, nicht als Sinnsuche bzw -erfüllung.

    Ja, das kann ich Gut verstehen! Ich bin in meinem Freundeskreis auch eher die "langweilige". Mache gerne Urlaub in Deutschland oder Europa, bleibe aber auch gerne zu Hause.

    Ich hatte mit ihr letztens auch eine andere interessante Diskussion: es ging darum, dass viele so gerne reisen, am liebsten durch die ganze Welt, was auch alles schön und gut ist. Früher sei man auch in den Urlaub gefahren, aber an die Ostsee, nach Holland oder Frankreich, aber nicht wie selbstverständlich eine 6-wochentour durch Südamerika, Asien oder sonstwo( machen in unserem Bekanntenkreis viele wirklich viele; ich, die am liebsten Urlaub in Deutschland oder Europa macht und damit völlig zufrieden ist, bin da eher die Ausnahme) Sie empfindet das ständig reisen und unterwegs sein wollen als Flucht und Möglichkeit, sich einen Sinn zu schaffen. Und dabei sagte sie, gehe es doch darum, sich zu Hause einen Sinn zu schaffen, langfristige Freundschaften aufzubauen und Hobbies zu pflegen, die einem gefallen. Wer ständig nur unterwegs ist oder die nächste Reise plant, der bekommt auch keine Langeweile, die ihn verleiten dazu könnte, sich ein Hobby zu suchen.

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