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  1. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von rotgruen Beitrag anzeigen
    Denn ich glaube, wenn man immer darauf fokussiert ist, sich selbst was aufzubauen (sich selbst zu verwirklichen), dann wächst die Wahrscheinlichkeit einer Trennung, weil Beziehungsinteressen und individuelle Interessen nicht immer gleich sind (z.B. auf der einen Seite will ich mit meinem Partner zusammen sein, aber auf der anderen Seite möchte ich beruflich gerne für 5 Jahre nach Brasilien. Mein Partner würde da nicht mitmachen. Was ist mir wichtiger?)

    Dazu die Sache mit den Freunden: Wenn man jede Möglichkeit nutzt und alle 4-5 Jahre den Wohnort wechselt, dann bleiben Freundschaften, denke ich, auf der Strecke und man ist einsam...

    Der Konflikt besteht darin, dass die Sehnsucht nach Beständigkeit und die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung kollidieren.
    aber wenn du deine eigenen projekte verfolgst, baust du dir auch was auf. halt was anderes. du hast dann aber irgendwann einen guten boden unter den füßen für deine eigenständigkeit. du lernst halt öfter neue leute kennen - das können auch neue freundschaften sein.

    sich mit sich selbst so gut anzufreunden, dass es allein gut geht, ist keinesfalls geringzuschätzen!!

    - meiner meinung nach entwickelt sich in jedem leben was. man muss einigermaßen ehrlich zu sich selber sein und darf nicht allzulange falschen (im sinne von nicht zu mir passenden) illusionen oder scheinzielen nachlaufen.

  2. gesperrt

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von rotgruen Beitrag anzeigen
    Der Konflikt besteht darin, dass die Sehnsucht nach Beständigkeit und die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung kollidieren.
    Was mich betrifft, kriege ich die beide wunderbar unter einen Hut. Selbst verwirklichen - also das tun, wozu ich gemeint bin - kann ich ja überall, also auch hier. Ich muss nicht Freundschaften aufgeben oder den Wohnort wechseln, um besser zeichnen zu lernen, oder um eine bessere Therapeutin zu werden.

    Selbstverwirklichung führt eher zu Beständigkeit, denn wenn ich das, tue, wozu ich gemeint bin, tue ich es erstens gut, und zweitens gern, sprich dann tu ich das, was ich tue, wohl auch in zehn Jahren immer noch gut und gern, und in dreissig Jahren auch immer noch.

    Dass Selbstverwirklichung es erfordert, alle und alles hinter sich lassen, dürfte in den meisten Fällen nicht zutreffen.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Hallo, das erlebe ich in meinem Umfeld anders. Arbeite im Großkonzern und die jungen Kollegen heiraten, bekommen Kinder und kaufen/bauen wie wild Häuser.

    Ich selbst mag es lieber unabhängig, im Heute und jetzt.
    Ich bin 50 und wohne mit meinem Mann zur Miete in einem Haus auf dem Land. Wir haben allerdings in einem Urlaubsgebiet in Meck Pomm für einen Appel und ein Ei ein Haus gekauft damit wir im Alter mietfrei wohnen. Arbeiten müssen wir dann nicht mehr, denn Arbeitsstellen sind da nicht vorhanden.

    Die Belastung ist unter dem Wert eines Kleinwagens. So haben wir volle Flexibilität und ein bisschen was geschaffen fürs Alter.

  4. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von rotgruen Beitrag anzeigen
    (z.B. auf der einen Seite will ich mit meinem Partner zusammen sein, aber auf der anderen Seite möchte ich beruflich gerne für 5 Jahre nach Brasilien. Mein Partner würde da nicht mitmachen. Was ist mir wichtiger?)
    Was spricht gegen einen Kompromiss - du gehst für ein Jahr, er bleibt so lange hier. So habe ich es mit meinem Partner auch gemacht. Ich hätte der Möglichkeit, für eine Zeit auf einem anderen Kontinent zu leben, sonst mein Leben lang hinterher getrauert.

    Ich halte es für falsch, sich gerade in jungen Jahren so sehr für eine Partnerschaft zu verbiegen. Es gibt 80 Millionen Menschen in Deutschland, da wird man schon Alternativen finden.

  5. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    verkaufe Haus, möchte jemand?
    Bungalow? In dem Fall ja

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was spricht gegen einen Kompromiss - du gehst für ein Jahr, er bleibt so lange hier. So habe ich es mit meinem Partner auch gemacht. Ich hätte der Möglichkeit, für eine Zeit auf einem anderen Kontinent zu leben, sonst mein Leben lang hinterher getrauert.
    halte ich auch für einen guten Kompromiss. Eine gute Beziehung hält ein Jahr Fernbeziehung auch mal aus. Was übrigens das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr stärken kann.

    Mit den heutigen medialen Möglichkeiten und Flügen haben wir da viel bessere Voraussetzungen als die Generationen vor uns. Da braucht es kein Haus und 4 Kinder um etwas gemeinsames zu schaffen und aufzubauen. Unsere Eltern und Großeltern haben/hätten von unseren Möglichkeiten geträumt. Meine Großmutter hatte mir so was in der Art mal gesagt. Und "wir" verklären wieder die Zeiten, aus denen diese Frauen nicht entkommen konnten...
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Ich glaube, das mit Brasilien ist nur ein Beispiel und keine konkrete Situation der TE.

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    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das mit Brasilien ist nur ein Beispiel und keine konkrete Situation der TE.
    ich meine das auch im Hinblick auf den Threadtitel.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  9. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    Ich habe es leider in meinem Umfeld öfter erlebt, dass Pläne und Ziele schnell zerplatzen können, da Unfall, Krankheit, Tod sich einfach nicht an diese Ziele halten. Mein Leitspruch lautet daher seit jeher, wer weiß, was morgen ist. Meine Eltern waren die typische Nachkriegsgeneration und mein Vater hat gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet und ich habe es zunehmend gehasst, an das Haus und den Ort gebunden zu sein. Trotzdem verfolge ich auch immer wieder Ziele, aber das sind dann mehr so Sachen, wie weiter Wissen zu erwerben, noch einen zusätzlichen Abschluss zu machen usw. Aber ohne, dass dahinter nun ein großes berufliches Ziel stehen würde, die beruflichen Stationen ergeben sich halt so nach und nach. Ich mag es ungebunden zu sein. Viele denken vielleicht, ich würde egoistisch leben, aber mir geht es dabei einfach gut, ich fühle mich wohl und schade niemanden. Konsumieren bedeutet ja auch, die Wirtschaft am laufen zu halten und anderen die Arbeitsplätze zu sichern.

  10. Inaktiver User

    AW: Ziele verfolgen versus Konsum

    @deliria ...leider kein bungalow...hach mensch (
    ...

    wenn ich mir all das so durchlese habe ich immer wieder diese Karikatur vor Augen, vielleicht kennt ihr die: Geburt, hinter Geldschein herlaufen der an einer Angel aufgehängt ist, das ganze Leben lang...und dann ins Grab.

    Ich finde Bae´s Beitrag ganz toll - es geht m.E. darum etwas zu finden hinter dem man stehen kann, was einem Spaß macht, was einen erfüllt. Und dabei ist es doch unwesentlich ob es ein Haus ist an dem man (jap, wieder derjenige welche) sein ganzes Leben voller Hingabe rumrenoviert oder der Außendienstler der auf das Fahren/Verkaufen/ Leute kennenlernen steht.

    Traurig ist, wenn man irgendwann feststellt, dass es doch nicht gepasst hat. Aber auch hier hat man noch genug Möglichkeiten ggf. das Ruder rumzureissen. Ob mit 30, 40, 50... wenn man es denn möchte.

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