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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Zitat Zitat von gruengelb Beitrag anzeigen

    Ich fühle mich heute noch etwas wackelig auf meinen "neuen" Beinen, aber immer wieder zwischendurch beschleicht mich doch ein riesiges Glücksgefühl, dass ich endlich diesen Schritt gegangen bin und mich aus dieser emotionalen Abhängigkeit befreit habe. Wahnsinn! Kein Herumvegetieren mehr in der Unsicherheit des kleinen Teenies und das Handy beschwören, dass er mir doch bitte endlich schreibt und damit "erlöst".

    Es ist wirklich ein großes Hochgefühl, dass ich endlich angefangen habe, mir gegenüber treu zu sein und darauf achte, was mir in diesem Zusammenhang gut tut. Mir ist aufgefallen, dass es dasjenige Hochgefühl ist, dass ich mir in all den Jahren von meinem Exfreund gewünscht habe: dass er mich bestätigt, zu mir steht und mir treu ist. Klasse, dass ich mir das auch selbst schaffen kann, und das ganz unabhängig von meinem Exfreund.

    .
    Glückwunsch, da hast du wirklich viel geschafft.
    Ja, es ist eine Erleichterung, die technische Leine zu kappen, denn damit wird eine Entscheidung besiegelt und der eigentliche Energiefresser gekappt. Ich mag diesen Begriff Energievampire nicht, denn letztlich sind, wenn es sich um freiwillige Kontakte mit Menschen handelt, wir selbst unser eigener Energievampir und die technischen Möglichkeiten dienen uns, diese Energie zu verbraten. Diese Leitung hast du dir nun entsprechend selbst gekappt und hast folglich auch wieder mehr Energie für dich zur Verfügung.

    Trotzdem finde ich den Hinweis mit dem inneren Kind auch wichtig. Wenn es dich mal wieder überkommt, dann kannst du dir sagen, ok das gehört in eine andere Zeit. Aber nicht um es zu verdrängen, sondern um das, was da in dir hochkommt, distanzierter anzuschauen und als dein Thema zu behandeln, wofür diese Menschen lediglich die Auslöser sind. Fragen könnten z.B. sein: was ist es genau, was da dein Selbstwertgefühl so erschüttern konnte? Wie siehst du es heute (also nicht nur vom Kopf her, sondern wie lebst du es?)

    Was war vll auch Projektion von dir, weil es deine Sehnsüchte bedient hat? z.B. mit dieser Internationalität, und dass sie hoch hinaus wollten, und dich das, wenn ich das richtig verstanden habe, in ein Minderwertigkeitsgefühl brachte? Du hast für dich jetzt gelernt, dir Bestätigung selbst zu geben und aus bodenständigeren Beziehungen zu bekommen, musst also keinem Defizit hinterher rennen, wo du nach Bestätigung hechelst, gerade WEIL du sie da nie bekommen wirst. Das ist ein wichtiger Punkt, an den viele Menschen ihr Leben lang leider nicht kommen. Aber vielleicht gibt es noch mehr Erkenntnisse: hättest du dir selbst damals vielleicht auch einen solchen Lebensstil wie diese Männer gewünscht, ihn dir aber nicht zugetraut? Wenn ja, wie stehst du jetzt dazu? Ist da vielleicht noch ein Hinweis auf ein Leben, das noch gelebt werden will oder ist das gegessen?

    Das alles sind nur Anregungen, denn du kannst die Sache nutzen, um für dich mehr herauszufinden. Letztlich, wie du ja schon geschrieben hast, gehts jetzt vor dem nächsten Schritt (Umzug, Beziehung) vielleicht einfach darum, Bilanz zu ziehen. Oder wie KK es so schön treffend formuliert hat: wenn man zum nächsten Sprung ansetzt, muss man erstmal ein Stück zurück, um Anlauf zu nehmen.

    Dafür kannst du diese Gefühle und Gedanken bezüglich deiner Vergangenheit nutzen. Du kannst diese Männer als Auslöser sehen und nicht als Ursache. Und du kannst die Schwärmereien und Sehnsüchte da sein lassen als Gefühle, die in diese Zeit gehören. Erst wenn sie verdrängt werden, bekommen sie oft eine Bedeutung, die sie eigentlich gar nicht haben.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    @gruengelb
    Super, das hast Du ja schnell und einfach über die Bühne gebracht

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Liebe Leute,

    ich danke euch ganz herzlich für euren Beistand! Es tut mir richtig gut, dass Ihr mich so anfeuert! Aber ich verdiene es leider heute noch nicht....

    Denn ich habe was ganz Blödes gemacht!

    Also! Es ist was passiert, was wieder typisch 17-Jährige war. Und zwar habe ich meiner Mutter vor ein paar Wochen davon erzählt, dass ich wegen dieser uralten Sache wieder so down bin, als er mir mitteilte, er würde in meine Stadt ziehen. Dieses "Mama-die Jungsgeschichten-anvertrauen" passt eigentlich auch schon gar nicht mehr zu mir, aus gutem Grund.

    Meine Mutter war früher immer sehr engagiert, was meine Freunde anging und hat auch gleich Kontakte zu deren Eltern gepflegt, die nach den Trennungen dann fortbestanden, was es mir alles sehr viel schwerer gemacht hat, abzuschließen, weil die Eltern dann irgendwann zu ihren Bekannten/Freunden wurden und ich mir dann hin und wieder die Geschichten der Söhne ihrer Freundinnen anhören musste - meiner Exfreunde. Das habe ich als riesige Illoyalität empfunden, und sie hat auch nicht damit aufgehört, nachdem ich es ihr mehrmals gesagt habe. Auf jeden Fall habe ich es mir irgendwann abgewöhnt, meinen Eltern so detailliert von meinen Liebesgeschichten zu berichten. zu den Eltern dieses betreffenden Exfreunds pflegen sie aber zum Glück keine Kontakte mehr.

    Naja, auf jeden Fall sprach mich meine Mutter ausgerechnet GESTERN darauf an, dass ich ja vor einiger Zeit wieder so gelitten hätte und fragte, wie ich jetzt mit meinem Exfreund verblieben wäre. Ich sagte, ich hätte den Kontakt abgebrochen und Schluss, ich würde jetzt nach vorne schauen wollen. Da sagte sie, dass es die denkbar schlechteste Lösung wäre, den Kontakt einfach abzubrechen, das würde mein Exfreund doch bestimmt komisch finden, ich solle ihm schon eine Erklärung geben, à la "Hab viel zu tun" oder "bin nicht in der Stadt" oder so.


    Ahhhh, scheiße! Es hätte mir so egal sein können, aber ich war wieder wie 17 und Mamas Wort war Gesetz und ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht, bis ich abends doch die alte Emailadresse meines Exfreunds auskramte und ihm schrieb.

    So eine scheiße! Nach einer Nacht schlechten Schlafs kann ich mich heute schon wieder nicht ablenken und warte! So eine scheiße, und dabei will ich nur ein "Habs gelesen", damit ich auch diesen Kontakt kappen kann.

    Das Gefühl gestern war so befreiend, ich fühlte mich wieder wie voll in meiner Haut - in der 27jährigen Haut.

    Naja, also nun vediene ich euer Lob fürs Erste nicht, aber ich bemühe mich, das Ganze wieder so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, denn ich empfinde heute - wie gestern - dass dieser Kontakt zu ihm Seelenmüll schafft, den ich abwerfen möchte.

    Dabei nehme ich eure Idee des "Kindpflegens" gerne nochmal auf. Da nehme ich mir deine Fragen zu Herzen, Amelie63, vielen Dank dafür.

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    naja, das Pubertier in dir ist halt noch nicht fertisch Gerade unsere Eltern schaffen es selbst bis ins hohe Alter hinein die Kleine immer wieder in uns hochzuholen

    Aber sieh es mit dem "Rückschlag" nicht so negativ und selbtbezichtigend, sondern als Wasserstandsmelder: du weisst jetzt wieder ein Stück mehr wo du stehst und kannst dran arbeiten. Um so eher ist es dann mal nicht nur einfach überschminkt und zugedeckelt, sondern wirklich abgearbeitet.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Um so eher ist es dann mal nicht nur einfach überschminkt und zugedeckelt, sondern wirklich abgearbeitet.

    Ja, absolut!

    Ich habe gerade einen "meditativen Spaziergang" durch die Sonne gemacht und mir Gedanken über die in diesem Forum gestellten Fragen gemacht.

    Wie sah mein Leben und mein Inneres aus, als ich ihn mit 17 kennenlernte und als er mit mir Schluss machte. Wie empfand das Mädchen, das es eventuell zu trösten gilt?
    - unsicher
    - gelangweilt von den wenigen Möglichkeiten am äußersten Rand einer Stadt
    - häufig schlecht gelaunte Eltern ohne Hobbies, deren Leben scheinbar nur aus Grenzen im Kopf besteht und denen man es häufig nicht recht machen konnte
    -habe mich fast nur über mein Äußeres definiert
    - riesige Sehnsucht danach, einfach mal so angenommen zu werden, wie man war (Einstellung meiner Mutter: Denk bloß nicht, du wärst was besonderes; Aussehen ist unglaublich wichtig, um akzeptiert zu sein, aber wenn du gut aussiehst, bilde dir bloß nichts darauf ein)
    - Sehnsucht nach einem starken Netz des Freundeskreises, was aber nicht so war, weil Freundeskreise in den Jugendjahren noch vielen Veränderungen unterliegen

    Was hat mein Exfreund mir damals gegeben?
    - Abwechslung
    - den Duft vieler Möglichkeiten
    - coole Freunde
    - Eltern die so anders schienen als meine, weil sie mehr in Möglichkeiten als in Problemen gedacht haben


    Wie bin ich heute:
    - meine Eltern sind nur noch ein Faktor in meinem Leben und spielen keine so große Rolle mehr wie damals
    - die Einstellungen meiner Eltern sind die EInstellungen meiner Eltern
    - habe eigene Einstellungen: Habe das "bloß nicht auffallen und lieb sein" meiner Eltern hinterfragt. Warum soll man nicht auffallen dürfen? Und warum muss man immer lange Haare und eine schmale Figur haben? - bullshit)
    - ich wohne, wo und wie ich will und habe Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung
    - habe Hobbies
    - fühle mich wohl in meinem Körper
    - habe einen größeren lockeren und einen kleinen engen Freundeskreis
    - bin offen für Menschen und Interssen

    Unterm Strich: Die Bedürfnisse, von denen ich damals hoffte, er könnte sie stillen, die kann ich mittlerweile längst selbst stillen.

    Ich werde der Frage, "bin ich die, die ich sein will" noch ein wenig nachgehen, denn natürlich ist man ja nie ganz so, wie man gern wäre. Die Prinzipien meines Lebens sind: (diese Prinzipien sind nur dafür da, dass es mir in mir drinnen gut geht, nicht dazu da, dass andere das auch sehen)
    - ich will offen und interessiert sein und meine vielen Interessen pflegen
    - ich will beweglich und gesund sein
    - ich will Spaß und eine möglichst schöne Zeit haben
    - ich will meinen Freunden, meiner Familie, meinem Partner und mir gegenüber loyal sein und für sie da sein

    Und wahrscheinlich habt ihr Recht. Ich hinterfrage gerade so viel und schaue so stark nach hinten, weil der nächste große Schritt ansteht (Jobstart, neue Stadt, zusammenziehen mit meinem Freund, ich habe noch nie mit einem festen Freund zusammengewohnt).

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Du bist aber schon einen sehr großen Schritt weitergekommen, wo das ganze Hinterfragen dann auch konstruktiv wird: du hast deine Themen von dem menschlichen Auslöser mit den drei Beinen abgetrennt, d.h. du hinterfragst jetzt deine Themen und nicht mehr den Kontakt mit diesen Menschen.

    Und du lässt die Pubertäterin in dir zu Wort kommen, gibst ihr Raum und dadurch könnt ihr auch beide nebeneinander existieren. Du nimmst sie wahr, bleibst aber trotzdem in deiner Zeitschiene. Sie ist ein Teil von dir, aber sie ist nicht du in deiner Gesamtheit.

    Ich finde, du räumst grad richtig gut auf und entsprechend wirst du mit dem Schritt, den du jetzt machst auch klar kommen, auch wenns mal schwierig oder holprig wird und du was korrigieren musst. Leben ist nunmal lebensgefährlich
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Inaktiver User

    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Ich bin sehr beeindruckt von diesem Beitrag, den Tipps und dem Reflexionsvermögen der Treadstarterin.

    Mir ist es bis vor ein paar Tagen mit meiner Jugendliebe auch so gegangen, genau so!

    Allerdings liegt es bei mir noch länger zurück und ich habe in der Zwischenzeit auch so gut wie nie an ihn gedacht. Er hat sich alle paar Jahre mal bei mir gemeldet, ich habe auch immer "brav" geantwortet, mir nix oder kaum was bei gedacht, Gefühle waren keine da ... und dann hat er mir geschrieben, dass er heiratet und ich war völlig von den Socken.

    Jetzt habe ich diesen Strang sehr interessiert gelesen und frage mich gerade, inwiefern bei diesen Jugendlieben evtl. auch ein "Machtkampf" eine Rolle spielt.

    Allein die Vorstellung, dass der Exfreund Gruengelb seine neue Freundin beim Kaffeetrinken präsentiert; die Gefühle, die Gruengelb beschrieben hat (vor allem eben negativ erregt zu sein), das alles kommt mir so bekannt vor.

    Möglicherweise ist also dieses Denken und "Fühlen" der Jugendliebe doch mehr mit einem "Ätsch, guck mal, was du nicht hast" verbunden, als mit ehrlichen, tiefen Gefühlen.

    Vielleicht schließt sich beides auch nicht aus ... Kaum eine Wunde ist so tief wie die, die die erste Trennung reißt. Kaum ein Gefühl ist so intensiv, wie das der ersten Liebe.

    Spannend ist es auf jeden Fall, muss aber jeder selber entscheiden, ob sich die Spannung wirklich lohnt, vor allem, wenn man eine erfüllende Beziehung lebt.

    Ich glaube nicht.


    Ein paar Aspekte, die mir sehr geholfen haben:


    Das alte mangelhafte Selbstwertgefühl gibt es aber noch irgendwo, GsD in rudimentärer Form. An diese Rudimente docken diese beiden Männer an und lassen den uralten Wunsch aufleben, doch noch Anerkennung (macht high und abhängig) von einer Stelle zu bekommen, die bereits bekannt dafür ist, diese Anerkennung zu verweigern. Wie gesagt, ganz uraltes Spiel, noch älter als diese beiden Männer.


    Du hattest damals das Gefühl, diesen Männern nicht zu genügen.
    Du hast damals nicht ausprobiert, ob das stimmt.
    Du hast "gekniffen".

    Heute bist Du lebensalter- und situationsmäßig an einem Punkt, wo vielleicht der nächste Große Schritt bevorsteht.
    Das könnten z. B. Heirat oder Familiengründung sein.
    Vor jedem Großen Schritt nimmt jeder Mensch Anlauf.
    Und um Anlauf zunehmen, läuft man logischerweise ein Stück zurück.


    Vielleicht hältst Du dich mit den Gedankenspielen mit den anderen Männern auf um ( noch) nicht einen Entwicklungsschritt weiter mit Deinem Partner zu gehen? Vielleicht fühlst Du dich diesem Schritt gegenüber genauso unzulänglich wie mit 17 gegenüber deinen Exfreunden?


    in der Psychotherapie ist die "Arbeit mit dem inneren Kind" sehr beliebt geworden. Dabei heißt es weniger darauf zu schauen was dein heutiges ich braucht oder für richtig hält (z.b.Kontaktabbruch), sondern was dein 19jähriges ich braucht. Es wäre schade wenn du das was du fühlst bewertest. Du hast deine Gefühle damals nicht ernst genommen. nimm sie doch jetzt ernst. nimm dein 19jähriges ich in den arm, biete ihr Schokoladeneis an und weine mit ihr. Hol nach was du damals nicht getan hast.Trauer um eine vergangene liebe. Das hat mit deinem heutigen leben nichts zu tun. Aber ein teil deiner seele durfte nicht trauern und dass es nötig ist zeigt dir dieser teil immer und immer wieder. Bis du ihm zuhörst!
    Danke dafür!
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2016 um 21:11 Uhr)

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Halliiiihallooooo =)

    Oh Mann, denique, das ist ja harter Tobak. Das stelle ich mir als ganz schweren Moment vor, wenn man erfährt, dass der Ex heiratet - oder ein Kind bekommt! Konntest du es mittlerweile etwas verdauen? Wie empfindest du jetzt?


    Die Stellen, die du zitiert hast, denique, waren für mich auch die inspririerendsten. Besonders haben mir auch die Beiträge von Amelie63 geholfen. Dafür danke ich dir ganz herzlich, liebe Amelie63!

    Meine SMS-Email-Geschichte hat sich mittlerweile wieder erledigt, er schrieb mir ein paar Stunden später, dass ich mich ja melden könne, wenn ich wieder in der Stadt sei und danach habe ich ihn wieder auf sämtlichen Kanälen blockiert.

    Aber ehrlicherweise spielt mein Kopf hin und wieder doch mit dem Gedanken, ob ich ihn nicht doch treffen soll, wenn ich wieder in der Stadt bin? Ich weiß, man soll sich keine Gedanken darüber machen, was in der Zukunft liegt, aber ich erwische mich doch immer wieder bei dem Gedanken.

    Und da kommt dein Macht-Thema ins Spiel. Weshalb er seine Freundin mitbringen will, keine Ahnung, vielleicht, weil er ihr erzählt hat, dass wir Exfreunde sind und sie ihn deshalb nicht allein vondannen ziehen lassen will? Oder dass er mir eben doch zeigen will, was für eine fesche Freundin er hat? Wer weiß.

    Meine Intention wäre dabei, dass ich ihm zeigen könnte, was für eine selbstbewusste, in sich ruhende (aber nur äußerlich ) Frau aus mir geworden ist. Und ich würde wissen wollen, was aus ihm geworden ist, in der Hoffnung, dann zu sehen, dass er ein langweiliger Spießer geworden ist, der eine Freundin hat, die gaaaaaaanz anders ist als ich. Wäre sie ganz anders als ich, könnte ich besser damit umgehen, denke ich, weil ich dann eben wüsste: "Ja mein Gott, ich bin eben nicht mehr sein Typ, ich könnte seine Bedürfnisse nicht befriedigen und er meine nicht."


    Naja blaaaa blaaaaa blaaa....das ist alles hypothetisches Denken. Ich versuche, mir alles aus dem Kopf zu schlagen, und das Gefühl von vor ein paar Tagen zurück zu gewinnen, als ich mich mit der Aussicht, diesen Typen endlich aus meinem Leben zu jagen, so leicht und frei gefühlt habe.

    Ich habe letztens in einem suuuuper Buch etwas gelesen: dass nicht zählt, was/wer man mal war oder wo man herkommt, sondern dass nur das wichtig ist, was/wer man sein will und wo man hinwill!

    Ich versuche, mich an dieses Motto zu halten! Ich will nicht darüber nachdenken, was die kleine gruengelb mit 17 falsch gemacht haben könnte oder wie unsicher sie war und abhängig nach Anerkennung sie war, ich will daran denken, wie cool ich erst sein werde, wenn ich die vor mir liegenden Ziele (momentan in erster Linie beruflich) erreicht haben werde und in der neuen Stadt wohne Das wird mich wieder ein Stück unabhängiger von diesem ollen Kerl machen.

    Euch einen ganz schönen Abend!

  9. Inaktiver User

    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Zitat Zitat von gruengelb Beitrag anzeigen
    Aber ehrlicherweise spielt mein Kopf hin und wieder doch mit dem Gedanken, ob ich ihn nicht doch treffen soll, wenn ich wieder in der Stadt bin? Ich weiß, man soll sich keine Gedanken darüber machen, was in der Zukunft liegt, aber ich erwische mich doch immer wieder bei dem Gedanken.
    ...
    Meine Intention wäre dabei, dass ich ihm zeigen könnte, was für eine selbstbewusste, in sich ruhende (aber nur äußerlich ) Frau aus mir geworden ist.
    Das könntest Du ihm am besten zeigen, indem Du ihn und seine SMSen, Mails etc. KOMPLETT ignorierst!

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    AW: Die Dämonen der Vergangenheit (Exfreunde...)

    Wie recht du hast, Luna_34!! Absolut!

    Mir ist noch was eingefallen, was ich mir hauptsächlich von einem Treffen erwarte. Herzklopfen, Abwechslung, mal für 2 Stunden aus dem Alltag auszusteigen, und nur die beste Version meinerselbst zu sein.

    Ja, ich denke, das ist auch ein wesentlicher Teil. Mein Exfreund bedeutet Aufregung und alles andere als Alltag mit all seiner Mittelmäßigkeit. Ihm würde ich mich nur von meiner besten aufregenden Seite zeigen (und das kann ich gut, nicht umsonst haben sich diese Abenteuer-affinen Männer damals in mich verliebt) und ich würde mir für 2 Stunden selbst abnehmen, dass ich ein aufregender Mensch bin, der viel erlebt.

    Aber dabei bin ich trotz Hobbies, Freunden und co. doch irgendwie echt gelangweilt.

    Meinen Exfreund umgibt eben diese Aura, die verheißt, dass er ein aufregendes Leben hat und immer viel erlebt. Wo er ist, ist was los.

    Und nun habe ich das Gefühl, ich kann nicht wegziehen aus meiner alten Stadt in die neue Stadt. Mein Gefühl sagt, er wohnt jetzt in "meiner" Stadt, jetzt passiert endlich wieder was.

    Außerdem hat er ein schönes (nicht so überteuertes) Nestchen in der Nähe seiner Arbeitsstelle und damit alles, was ich gerne hätte. Die alte Stadt ist nicht allzu groß, eine mittelgroße deutsche Stadt eben, es passiert nicht allzu viel, aber doch genug für ein nettes Leben.

    Ich werde in einer der deutschen Großstädte ziehen (ich bin alles andere als ein Großstadtmensch) und die momentane Wohnungssuche ist schon ein Horror. Mir graust es vor den langen Arbeitswegen, der Enge der Stadt, der Entfernung zur Natur.


    Aber ich sehne mich trotzdem beständig nach Ausbrüchen aus dem Alltag. Und für ein Alltagsausbrechen wäre ein "verbotenes" Treffen mit meinem Exfreund ein guter Ausbruch. Inklusive allen Leidens.

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