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Thema: Liebesträume

  1. gesperrt

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    AW: Liebesträume

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...und irgendwann schickst du es vielleicht ja doch an einen Verlag und landest einen Bestseller, wer weiss das schon

    so a la 50 shades of grey *fg*
    Könnte sein, dass Du Form und Sinn von Sudelbüchern nicht so ganz verstanden hast.

  2. Inaktiver User

    AW: Liebesträume

    @kistenkumpel

    Kladde, soweit ich weiss. Unstrukturiert usw. Aber aus jedem Notizbuch könnte man ja vielleicht eventuell gegebenenfalls....ist aber nur so ein Gedanke :) Wenn die Träumerei eine schöne Geschichte ist die sich auch mal immer weiter fortführen liesse...

  3. gesperrt

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    AW: Liebesträume

    Der Gedanke an sich verstößt gegen den Geist des Wahren Sudelbuchs.

    Und "Fifty Shades of Grey" als Beispiel, ... ich habe es nicht gelesen, aber nach allem, was man so hört, ist dies wohl kaum ein Elaborat auf der Ebene eines Wahren Sudelbuchs.
    Oder eben so verwässert, das man es auch ohne hätte schreiben können.

  4. Inaktiver User

    AW: Liebesträume

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Könnte sein, dass Du Form und Sinn von Sudelbüchern nicht so ganz verstanden hast.
    Dann reihe ich mich doch mal hier ein ;) War ja im Grunde nur ein wie ich dachte netter Kommentar.
    Das Buch lasse ich mal aussen vor, wäre sehr OT.

  5. Inaktiver User

    AW: Liebesträume

    was ist der wahre Geist eines Sudelbuchs? Ausser Kladde und Kurt Tucholsky habe ich nicht viel gefunden

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    AW: Liebesträume

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man kann Träume natürlich auch objektstufig betrachten - dann ist der Vater, von dem man träumt, eben der Vater. Subjektstufig dagegen würde der Vater einen Anteil des Träumenden repräsentieren.
    Ich habe etwas nachgelesen und bin bei diesen Bezeichnungen bei Jung gelandet. Aber das ist schon ein komplexes Thema. Ich frage mich, ob ich mich einlesen soll, wo es mir doch gut geht? Da wird über die Anerkennung von schlechten Anteilen geschrieben.

    Subjektstufig der letzte Traum: Ein Mann, der eine Frau sehr liebt, die er nicht haben kann. Eine Frau, die einen Mann liebt, ihn aber verlassen wird. Ein stiller Beobachter. Alle drei sind ich? Gefühl ist dabei Herzschmerz und befriedigend schön?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Unbewusste wählt einen Stellvertreter aus, dessen hervorstechendste Eigenschaften denjenigen nahe kommen, die dem Persönlichkeitsanteil des Träumenden, die hier eine Rolle spielt, entsprechen.
    Ist dann hervorstechendste, dass ich lieben will aber dann doch nicht und das alles gut finde?



    Deine Löwengeschichte beeindruckt mich sehr!

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    AW: Liebesträume

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    was ist der wahre Geist eines Sudelbuchs? Ausser Kladde und Kurt Tucholsky habe ich nicht viel gefunden
    Bei Sudelbuch fällt mir Groschenroman ein.

  8. Inaktiver User

    AW: Liebesträume

    Das war auch meine erste Assoziation.
    Als ich nachgeschlagen hatte kam Kladde raus, beides zusammen brachte mich auf den shades-of-grey Spruch.

    Mal davon ab - Notizen finde ich generell sehr gut. Mir persönlich helfen sie mich zu erden und auch mal den Kopf freizukriegen. Das geht von todo listen über Gedanken bis hin zu kreativen Ideen.

    Und auch deine Auseinandersetzung mit Jung finde ich sehr interessant. Es ist lange her (Grundkurs Psychologie im Abitur) da hatte ich ihn als Thema. Soweit ich recht erinnere setzt er auf Fabeln, Fabelwesen, Mythologie und dessen interpretation.

    Vielleicht wäre hier eine Möglichkeit zu schauen bei welchen Situationen in deinem Alltag sich die Träumereien wie verändern - da bist du vielleich eine Spur weiter in Richtung Zusammenhänge (wie bei dem Löwen). Und wenn das z.b. über Notizen und Parallelen herausfiltern ginge, warum nicht.

    Manch einer hat körperliche Signale auf sein seelisches und körperliches Befinden, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne, bei den anderen ist es vielleicht die Art der Tagträume...

  9. Inaktiver User

    AW: Liebesträume

    Seewespe,

    danke für Deinen tollen Bericht!

    Sin

  10. gesperrt

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    AW: Liebesträume

    OK, warum hänge ich mich daran auf, dass ein Sudelbuch nichts mit Literatur zu tun hat?

    Erstens wird damit (guter) Literatur unrecht getan, denn sie ist Ergebnis mühsamer Arbeit, sehr bewusster Reflektion und Ästhetisierung, präzise und kohärent konstruiert und formuliert. Nur sehr wenige Genies "rotzen mal eben so" einen literarischen Text hin.

    Und gerade "Shades of Grey" erscheint mir extrem auf Wirkung und Vermarktung hin kalkuliert und konstruiert, dass ich es nienichtniemals mit einem Sudelbuch in Verbindung bringen würde.


    Denn, zweitens, genau darum geht es (mir und den Therapeuten, die sowas empfehlen) bei einem Sudelbuch: Dinge einfach hinzurotzen.

    Ohne Schere im Kopf, ohne Grammatik oder Rechtschreibung, ohne zivilisatorisches oder konventionelles Zaumzeug. Alles raus, was in einem schwärt, schmerzt, mäandert, herumgeistert, oder auch blüht, freut, erhebt, aufgeilt etc. Alles ohne Sinn und Verstand, vor allem ohne Scham zu Papier zu bringen.

    Denn damit ist es aus einem selbst heraus und man kann es betrachten, befragen, befühlen, reflektieren. Nur für sich selbst, und ehrlich, das kann im Zweifelsfalle sowieso keiner entziffern oder dechiffrieren. Und wenn doch, dann ist es ein einziger Abgrund, in welcher Hinsicht auch immer. In einem Sudelbuch geht alles.

    Kann ein Sudelbuch theoretisch Ausgangspunkt von Literatur werden?
    Sicherlich kann es das theoretisch, aber es sollte niemals im Blick darauf oder auch nur xer Idee davon gepflegt werden, denn damit verfehlt es potentiell seine Wirkung, büßt seinen Sinn ein.

    Literarische Werke, von denen ich mir einen Ursprung aus Sudelbüchern vorstellen kann, sind die Arbeiten des Marquis de Sade, manches von Rimbault, Baudelaire, Bukowski, Brett Ellis Eastons "American Psycho". Und Robert Crumbs Arbeiten, aber da sind wir ja schon bei Comics bzw. Graphic Novels, also mehr Bildender Kunst (die an sich formal schon näher am Sudelbuch ist). Und natürlich die Texte mancher Punkbands.

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