So ist es bei mir mit unserer Mietwohnung bzw. unserem Wohnort. So richtig wohl fühl ich mich weder in der Wohnung selbst noch an dem Wohnort. Es gibt viele Dinge, die mich z.B. an der Wohnung stören und ich meckere da auch schon mal drüber. Beispielsweise das hässliche blau-graue Laminat im Wohnzimmer, den unschönen Treppenaufgang, den Schnitt der Küche etc.
Andererseits: Die Wohnung ist günstig, hat eine gute Größe für uns, ist vergleichsweise günstig und wir haben hier unsere Ruhe. Wir haben beide einen kurzen Arbeitsweg und können alle Dinge des täglichen Lebens hier im Ort besorgen. Und wir haben beide einen tollen Job hier, den wir nur ungerne aufgeben würden.
Trotzdem bin ich mit der derzeitigen Wohnsituation nicht zufrieden. Und meckere von Zeit zu Zeit.
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17.01.2016, 17:29
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
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17.01.2016, 17:37
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
Ich finde "gelegentliches Meckern" ganz normal und nicht verwerflich.
Auch, wenn man sein Leben, wie man es gerade führt, eigentlich mag und zufrieden ist, gibt es doch Tage, an denen irgendwie alles nervt. Warum auch immer.
Ich kenne das jedenfalls sehr gut- ich war immer sehr gerne Mutter, ebenso gern bin ich mit meinem Gatten verheiratet, aber es gab durchaus Tage, da hätte ich schon am frühen Morgen der nächstenbesten Frau, die des Wegs entlang kommt, meine Heiratsurkunde und meine Mutterpass in die Hand drücken können mit den Worten: "Hier, machen Sie weiter. Ich hab mir das überlegt, ich werde jetzt doch lieber ein gutverdienender Single!"
Dabei war eigentlich nichts Schlimmes vorgefallen, nur halt so Ärgerlichkeiten....
Ich habe nur nie eine Vertreterin gefunden, ich wohne so ländlich, hier kommt so gut wie nie jemand vorbei. Wobei wir dann schon beim nächsten Meckergrund wären- ich mag unser Haus. Wäre es nicht so alt und würde es nicht so einsam liegen, hätten wir es uns nie leisten können.
Auch für die Kinder war das früher toll, die konnte ich nämlich schon mit 3 Jahren alleine draußen spielen lassen, wäre in der STadt eher nicht gegangen....
Trotzdem nervt es mich manchmal, für jedes Pfund Zucker ins Auto steigen zu müssen, weshalb ich dann schwöre- also, wenn die Letzte aus dem Haus ist, dann ziehe ich in die Kreisstadt, 2 Zimmer Altbau, so gelegen, dass ich von der Haustür in die Bäckerei fallen kann!
Nur werde ich das wohl alleine tun müssen, Gatterich wird da kaum mitmachen
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17.01.2016, 17:55Inaktiver User
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
Wenn ich meckere, dann hat das Hand und Fuß (für mich) und es mir schlicht egal, was andere darüber denken.
Ich meckere z.B. nahezu bei jedem Einkauf, dass Berufstätige jenseits der 17 Uhr in Leere Bananenkisten gucken oder wenn überhaupt, nur noch braune, abgegrabschte Waren erwerben können. Dann frage ich mich, ob ich die Einzige Berufstätige bin, die erst gegen 17 Uhr zum Einkauf kommt
und mich mit dem zufrieden geben darf, was andere mir gnädigerweise übrig gelassen haben.
Da frag ich mich oft, was Marktleiter eigentlich zutun haben?
Es hat sich zu früher nichts geändert, da bekam ich um 17 Uhr auch keinen Liter Frischmilch mehr für meine Tochter und hatte mich beschwert. Ab da hatte die Marktleiterin um 16 Uhr noch mal ein paar Liter rausgestellt.
Ich glaube, ich muss mal wieder motzen gehen, denn ein Perspektivwechsel gelingt mir hier nicht
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17.01.2016, 18:07Inaktiver User
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
oh wie schön die letzten Beiträge zu lesen *lach & grins*
(ich hätte den Strang wohl "gelegentliches Meckern" nennen sollen)
das mit Kind-umtauschen kenne ich ;) frage mich auch manchmal wo es den nächsten second-hand laden für vorpubertierende gibt. Es macht viel Spaß mit meiner Göre aber manchmal könnte ich sie echt auf den Mond schiessen und Koche

@amboise
Kenne ich nur zu gut. Bis vor ein paar Jahren habe ich Vollzeit gearbeitet und & bin auch öfter mal ohne frisches Gemüse wieder aus dem Supermarkt raus. Neulich war ich recht spät einkaufen, da stand ein älterer Mann im Supermarkt und hat sich lautstark über die leere Gemüsetheke aufgeregt - und sie war wirklich leer.
Und ich konnte mich immer über fehlende Angebote für kleine Kinder aufregen. Etwas nach 17.00 für ein Kindergartenkind? Keine Chance. Arbeitet man vollzeit hat man hier definitiv die A...karte.
Du hast recht, bei diesen Sachen hilft wohl kein Perspektivwechsel, lach. Aber herrlich, dass es so einiges zum aufregen und dann doch drüber lachen gibt.
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17.01.2016, 18:13Inaktiver User
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
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17.01.2016, 18:28
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
Ja, so wie Amboise gehts mir auch.
Ich nenne sowas immer "Entlastungsmeckern". Ich neige auch zum "Entlastungsweinen". Kennt ihr bestimmt, Filme eignen sich gut dafür. Wenn ich im Kino war, nacheinander heulen-lachen- vor Spannung im Sitz festkrallen konnte....dann bin ich hinterher angenehm entspannt.
Und eine lautstarke Meckerei im Auto- oder im Kuhstall, da hört mich außer den Kühen keiner, und die können schweigen
über den dusseligen Ehemann, bei dem man sich fragt, ob man eigentlich damals Tomaten auf den Augen hatte, diese Mißstände hätte man doch auf den ersten Blick sehen können, die Gören, die man vermutlich total verzogen hat, wenn sie sich so aufführen, den nervigen Chef, die anstrengenden Kollegen.....DAS hat den gleiche Effekt.
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17.01.2016, 19:19
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
Ich meckere auch gern und oft und viel. Am liebsten, wenn ich allein bin, dann kann ich keinem damit die Laune verderben und meine eigene Laune hebt es, so richtig gründlich vor mich hin zu meckern. Im Moment meckere ich über den doofen Winter und dass ich morgen bei zehn Grad minus in aller Frühe mein Auto freikratzen muss und mich dabei halbtot frieren werde. Ich hasse Winter. Wie ich da jetzt einen Perspektivwechsel hinkriegen soll, weiß ich auch nicht. Vielleicht: Gut, nicht in Alaska leben zu müssen, da ist viel länger Winter?

Ich meckere außerdem über dämliche Autofahrer, meinen schusseligen Ehemann, meine nicht endenwollenden Zahnarzttermine und über meinen Job, der mich derzeit nicht gerade glücklich macht. Ändern kann und will ich das alles nicht, Perspektivwechsel erfordern zu viel Hirnakrobatik und Nichtmeckern macht die Sache schließlich auch nicht besser, also wird gemeckert was das Zeug hält!
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17.01.2016, 20:16
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
Fast mein ganzes Leben!
Mein Job bringt mich um den Verstand (ich krieg jetzt schon Pickel bei dem Gedanken, daß ich morgen wieder hin muß), aber es ist die Art von Job, die man sich vom Weihnachtsmann wünscht, anspruchsvoll, angesehen, sicher, gut bezahlt, mit strikten Vorgaben zur Erträglichhaltung des Betriebsklimas und Metalltarif.
Meine Mutter macht mich oft rasend (man hat halt Geschichte), aber sie hat mich immer bedingungslos unterstützt, mir nie etwas weggenommen und mich nie ins Messer laufen lassen.
Trotz Hosengröße 36/38 nicht in Skinny jeans zu passen, weil ich unbedingt Sportarten treiben muß, die mit dünnen Waden nicht vereinbar sind. Kann ich mich stundenlang drüber ereifern. Zum Glück lieben mich meine Freunde trotzdem, auch wenn eigentlich jeder ab Größe 48 mildernde Umstände bekäme, wenn er mich mit einem nassen Lappen erschlüge sobald ich damit wieder anfange.
Das Leben besteht nun mal aus Ambivalenzen. Wenn man keine hat, bleibt man vermutlich unterhalb seiner Möglichkeiten.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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17.01.2016, 20:26
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17.01.2016, 20:36
AW: Meckern vs. Luxus. Ein Perspektivwechsel Strang
Nach 12 Jahren Laternenparken werde ich niiieeee über meinen TG-Stellplatz meckern!
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **



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