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    Sich "besonders" fühlen ...

    Hallo zusammen!

    Und mal wieder ein paar Überlegungen von meiner "Wenigkeit", die aber eigentlich gar nicht auf "Wenigkeit" abzielen, sondern deren Gegenteil.

    Mich würde mal interessieren, wie ihr zu dem Gefühl des "Sich besonders fühlen" steht.

    Oft lese ich hier ja von Frauen, denen es in erster Linie darum geht, sich "gut" oder "zufrieden" zu fühlen. Ich habe jetzt für mich entdeckt, dass ich mich - so bescheuert es klingen mag - ab und zu "besonders" fühlen "muss", um glücklich und zufrieden zu sein. Und ich würde es gerne "öfter" tun!

    Das ist aber gar nicht so einfach. Wann fühlt man sich schon mal besonders? Was meine ich überhaupt damit?

    Ich weiß es selber noch nicht so genau, aber ich kann mich an Situationen im Leben erinnern (vor allem in der Jugend), wo ich irgendwas gemacht habe, was sich andere nicht getraut haben, wofür ich dann "Bewunderung" geerntet habe. Das war aufregend, das war gut ... ich habe es geliebt!
    Zum Beispiel eine Aufführung für unser weihnachtliches Schultheater, wo ich "kackfrech" für die Hauptrolle eingesprungen bin, die leider kurzfristig ausgefallen ist. Es hat geklappt und alle haben sich über mich gewundert/mich bewundert, dass ich das "einfach so" gewollt und gemacht habe.

    Gerne denke ich auch an verflossene Liebschaften zurück, also Männer, die einem das Gefühl gegeben haben, besonders und begehrenswert zu sein.

    In meinem Job habe ich auch manchmal so ein Gefühl, wenn ich ein besonders brenzliges Projekt doch noch zum Abschluss kriege oder ähnliches. Das geht aber auch immer mit einer gehörigen Portion Erschöpfung einher.

    Woher bekommt ihr dieses Gefühl? Ist es euch überhaupt wichtig??? Seht ihr darin vielleicht auch eine Gefahr, also die Gefahr "abzuheben"?


    Freue mich auf eure Gedanken und dementsprechenden Austausch!


    Grüße

    Susisa
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  2. Inaktiver User

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Das beinhaltet ja, dass man irgendwie im Mittelpunkt steht. Ich mag es gar nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Ich mag Leute nicht, die immer im Mittelpunkt stehen wollen.
    Und obwohl ich grundsätzlich Andere so sein lasse, wie sie wollen, habe ich manchmal das Bedürfnis, Leuten, die sich für "etwas Besonderes" halten, das Gegenteil zu beweisen.

    Fies, ich weiß.....und sicherlich hat das auch mehr mit mir zu tun als mit den betreffenden Personen.

    Aber ich komme ohnehin Gottseidank so gut wie nie in die Verlegenheit, da ich um solche Menschen i.d.R. einen großen Bogen mache.

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    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Hallo,

    ich kann das so gar nicht nachvollziehen.

    Mich mutet das eher so an, als das es dir recht wichtig ist, dich von anderen abzuheben.
    Und ja ich finde das dann tatsächlich auch "abgehoben"! Du beschreibst nur Situationen die

    1. mit anderen Menschen zu tun haben und
    2. in denen du etwas, wie du es sagst "Besonderes" leistest, (scheinbar besonderer als andere das können)

    dabei bedenkst du aber nicht wie das wohl auf andere wirkt.

    Würde ich an deiner Stelle mal aus einer anderen Richtung sehen.
    Den so wie du es darstellst, ist diese besondere Weg den du gehst, auf jeden Fall einer, der sich total abgrenzt von der Norm. Wenn man dann vor lauter "hach wie Besonders ich doch bin " am Ende allein da steht, dann wird man merken dass man sich damit den Weg in die Einsamkeit gelegt hat, da man so Freunde/Bekannte/ Mitmenschen auf jeden Fall nur verliert bzw. nur noch an der Oberfläche begegnen kann.
    "Denke das Unmögliche und du kommst der Wahrheit am nächsten" - Che Guevara

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    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Es gibt so einen Ausdruck auf Beziehungsebene oder im sozialen Kontext, der sagt in etwa "bewundert aber nicht geliebt" und meint, dass Menschen die so besonders erscheinen, oft nicht geliebt werden können, weil das eine das andere ausschließen kann.

    Zur Liebe gehört es, den Menschen zu lieben, also das, was sich menschlich zeigt. Was sich übermenschlich zeigt, kann man bewundern, aber nicht lieben.

    Das würde ich mir einfach mal durch den Kopf gehen lassen.

    Liebe Grüße
    Zio

  6. User Info Menu

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Hm. Das finde ich interessant. Vier Antworten, die alle einen ähnlich "warnenden Ton" beinhalten.

    Vielleicht habe ich mich nur falsch ausgedrückt?

    Hab mir gerade auch so meine eigenen Gedanken gemacht ..., was genau ich mit dem "besonders fühlen" eigentlich meine.

    Vielleicht ist es tatsächlich eher ein "besonderes Gefühl" oder ein "besonderes Fühlen". Z.B. hatte ich eine Mutter vor Augen, die ihr Kind stillt.

    Ich glaube, dass diese Mutter vielleicht das Gefühl hat, etwas Besonderes zu sein. Vielleicht nicht immer und jederzeit, aber in diesem Moment ist sie eben die einzige, die "Besondere", die das Stillen ausführen kann ...

    Ich dachte auch daran, dass es ein gutes, ein besonderes Gefühl sein kann, jemandem eine Freude zu machen ... und sei es jemand Obdachlosem, dem man ein paar Cents gibt.

    Dann dachte ich daran, dass es auch etwas "besonderes" sein kann, sich etwas Gutes zu tun. (Shoppen, Make-Up, Wellness, - sowas halt ...)

    Und ja, ich meine damit auch Dinge, wo man (ein wenig) aus der Masse heraussticht. Die obigen Beispiele tun das ja irgendwie auch schon, oder?
    Nicht jeder "stillt", "gibt Geld", "macht sich hübsch".


    Aber das nur zur Konkretion. So richtig weiß ich auch noch nicht, was ich eigentlich meine.

    Aber mich würde interessieren, wie ihr meinen Beitrag verstanden habt, dass ihr so "warnend" darauf geantwortet habt.

    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  7. Inaktiver User

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Das klingt für mich, als würdest Du dich nach diesen besonderen Gefühlen sehnen, die man sich verdienen muss, oder sollte.

    Weil eben gerade in diesem Moment hat man eine Aufgabe, die nur man selbst bewältigen kann, die jemand anders nicht erwartet hätte, die bestätigt, dass man etwas kann, mehr kann als andere glauben (Projekte) und über die Anstrengung hinaus einen Glückshormonrausch erzeugen.

    Die Phasen der Projektplanung sehen auch durchaus ein kleines Loch nach Abschluss eines Projektes, egal ob erfolgreich oder nicht, jetzt kommt die Analyse (nimmt in der Praxis kaum jemand ernst), die Spannung ist weg und das Ergebnis nicht mehr änderbar.

    Was ich gefährlich sehe, ähnlich wie meine Vorschreiber, dein Gefühl des "Besonderen" scheint auch von einer exogenen Reaktion abhängig zu sein. Vielleicht hilft Dir die Vorstellung, dass wir alle etwas Besonderes sind.
    Es mag sich für dich toll anfühlen, wenn Du selbst gespiegelt bekommst, dass Du etwas Besonderes bist, doch stell Dir mal das Hochgefühl vor, wenn Du das "Besondere" in jedem deiner Mitmenschen wecken kannst und sie sich durch Dich anders wahrnehmen? Das ist fast noch besser

  8. Inaktiver User

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Aber das nur zur Konkretion. So richtig weiß ich auch noch nicht, was ich eigentlich meine.
    all deine beispiele laufen für mich nicht so sehr auf was besonderes hinaus, sondern auf den wunsch, gebraucht zu werden.
    und zwar dass speziell du, individuell und höchstpersönlich gebraucht wirst und nicht (oder nicht so leicht) ersetzbar bist.

    ich finde diesen wunsch ziemlich normal...

  9. Inaktiver User

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Ich verstehe unter dem, was Du beschreibst eine Mischung aus Anerkennung, Respekt und auch einer gewissen Machtposition.
    Ob man "auf Händen getragen wird" oder wie Du von einer Theateraufführung erzählst- das wird sich ganz sicher toll anfühlen!

    Und- das ist ganz natürlich, denn es bedient ganz zenrale Bedürfnisse, die in jedem Menschen stecken.
    Machtanerkennung- braucht keine Liebe und deshalb muss man zB bei Lob zu einer guten Aufführung auch keine Liebesbezeugungen.

    Auch, wenn jetzt sicher einige widersprechen werden- ich bin davon überzeugt, dass so ein Gefühlscocktail sich für JEDEN gut anfühlt und das auch jeder gerne wenigstens einmal im Leben spüren würde.

    Jeder will "was besonderes" sein- bzw- weil doch jeder was besonderes IST, möchte sich auch jeder gerne so fühlen!
    Warum auch nicht??
    Wollte der Mensch an sich mittelmäßig, unauffällig und am besten unsichtbar sein.......gäbe es ihn nicht mehr.

    lg kenzia

  10. Inaktiver User

    AW: Sich "besonders" fühlen ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    all deine beispiele laufen für mich nicht so sehr auf was besonderes hinaus, sondern auf den wunsch, gebraucht zu werden.
    und zwar dass speziell du, individuell und höchstpersönlich gebraucht wirst und nicht (oder nicht so leicht) ersetzbar bist.

    ich finde diesen wunsch ziemlich normal...
    Mir fällt dazu noch "unersetzbar" ein. Ich glaube niemand möchte das Gefühl haben austauschbar zu sein. Und jeder der eine Partnerschaft/Ehe eingeht geht doch im Grunde davon aus das er so "besonders" ist, dass der Andere deswegen sein Leben mit einem Teilen möchte.
    Ja - ich halte so ein Ansinnen auch für normal. Blöd wird es wenn es in ein Geltungsbedürfnis umschlägt und man immer und überall meint sich profilieren zu müssen.

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