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    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Wie seht ihr das mit meiner Annahme der Engstirnigkeit der Landbevölkerung? Gehe ich da zu weit?

  2. gesperrt

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    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Zitat Zitat von PetersensMondfahrt Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das mit meiner Annahme der Engstirnigkeit der Landbevölkerung? Gehe ich da zu weit?
    Keine Ahnung, bin Stadtmensch.

    Ich meine, ihr habt doch den idealen Ort gefunden, an dem ihr euch niederlassen wollt.
    Die Stadt, in der ihr jetzt lebt, ist nicht Dorf und nicht zu groß.
    Ihr arbeitet beide dort, die Entfernung zu den Eltern ist nicht groß.

  3. Inaktiver User

    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Ich habe so eine Vermutung wo die Stadt liegt in der Ihr wohnt.

    Wenn ich Recht habe, ist in Städten wie der Heimatstadt natürlich Überalterung ein ernstes Problem, und das würde ich im Kopf behalten: Die Infrastruktur wird dann auch eher weniger statt mehr.

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    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Zitat Zitat von PetersensMondfahrt Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das mit meiner Annahme der Engstirnigkeit der Landbevölkerung? Gehe ich da zu weit?
    Aus meiner Erfahrung: Nein, insbesondere nicht in Zusammenhang mit dem doch höheren Durchschnittsalter. Die Generationen, die sich noch nie wegbewegt haben, noch nie etwas anderes kennengelernt haben, können schon einen recht engen Horizont haben.

    Das war damals für mich mit ein Grund, so schnell wie möglich zu verschwinden und es ist nicht besser geworden, im Gegenteil, es fällt mir immer stärker auf - und stört mich immer mehr.
    *lost in the woods*

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    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe so eine Vermutung wo die Stadt liegt in der Ihr wohnt.
    Jetzt bin ich gespannt!

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    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Muesst ihr denn unbedingt alles auf ein Pferd setzen? Ich wohne in so einer grossen und teuren Millionenstadt, dass sich die wenigsten ein eigenes Haus leisten koennen. Manche jungen Paare, die beide arbeiten, fahren dann jedes WE in ihr "Landhaus" mit Garten um den Kindern etwas Landleben und Ruhe zu goennen. Nur leider sind dann nicht ihre Freunde in der Naehe. In der Stadt mieten sie.

    An Eurer Stelle wuerde ich in der Stadt, in der ihr Euch "pudelwohl" fuehlt vielleicht erst mal eine Wohnung kaufen wenn das jetzt ansteht (oder erst mal ein Kind bekommen).

    Es ist z.B. viel einfacher mit einem Baby alles auf eine Reihe zu bekommen, wenn in der Wohnung oder dem Haus KEINE Treppen sind. Am besten noch ebenerdig. Vielleicht findet ihr ja so eine Wohnung zum kaufen oder mieten. Wenn erst mal das Baby da ist, dann werdet ihr ja merken, was Euch noch fehlt.

    Ich wuerde mich davor nicht so festlegen mit Haus bauen usw. Als Architektin weiss ich, dass man viele Sachen erst richtig erlebt, wenn man schon eine Weile an einem Platz wohnt und mit den gleichen Menschen. Gerade das mit den Treppen!

    In der kleinen Heimat-Stadt koennt ihr ja bei Euren Eltern Ferienwohnungen mieten oder vielleicht einmal an eines der Haeuser anbauen? Speicher ausbauen? Aber, das waere meine zweite Sorge. Die erste waere Eure Hauptwohnstelle und da stimme ich fuer die Kleinstadt, die Euch beiden gefaellt.

    In Deiner Kindheit gab es vielleicht auch viele Kinder, mit denen ihr spielen durftet. Und jetzt sind dort sicher weniger Kinder und lange Schulwege. Es ist alles nicht das, was ich meinen Kindern wuenschen wuerde.

    Kleinstadt

  7. Inaktiver User

    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Mir hat sich so ein bisschen die Frage aufgedrängt, was wäre wenn ihr euch zwischen den beiden Städten (Heimat- und momentanem Wohnort) eine nicht zu kleine Stadt aussucht, in die ihr dann zur Probe zieht oder die euch auch jetzt schon gut gefällt? Ihr verkürzt den Weg in beide Richtungen sozusagen und habt trotzdem alle Möglichkeiten.

    Ich hänge ähnlich an meinem Heimatort (350 Einwohner ca.), aber momentan sehe ich es nicht, das ich noch einmal zurück ziehe. Sondern bin glücklich mit einer zufällig gewählten Stadt (wegen Entfernung zur Arbeit) mit etwa 6000 Menschen und einigen kleinen Geschäften (Buchhandlung, Post, Bäcker, Metzger, Apotheke, Supermarkt) um mich rum und dem glücklichen Umstand das ich in alle Richtungen (Freunde, Patenkind, Arbeit, Familie) eine kurze Distanz von bis zu maximal 50 Minuten habe.
    Damit bin ich echt zufrieden und lebe gerne hier, auch wenn ich die Stadt vorher nicht kannte.
    Vielleicht wäre das für euch eine Option?

  8. Inaktiver User

    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Es gibt so Dinge, die wollte man früher einmal. Ganz unbedingt. Mit viel Herzblut. (Ich denke bei mir an eine frühere Berufsrichtung, eine Abzweigung, die ich nach dem Studium nicht genommen habe.) Und es schmerzt, daß die Vergangenheit und die Chance vorbei sind - aber sie sind vorbei. Etwas Altes wieder leben zu wollen, funktioniert vermutlich selten bis nie. Das tut weh, der Abschied von Träumen tut weh, die Einsicht, daß es vorbei ist, tut weh.

    Den Schmerz gilt es zu akzeptieren, die Unwiderbringlichkeit zu betrauern, Abschied zu nehmen. Der Schmerz bedeutet nicht, daß es richtig wäre, Vergangenes wieder leben zu wollen. Und all Deine positiven Gefühle zum Heimatort wurzeln in der Vergangenheit.

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    AW: Zurück in die Heimat? Oder doch nicht?

    Ich habe es gemacht, zwei Tage im Hotel in meiner Heimat. Zwei Tage nachdenken. Nun bin ich zurück zu Hause. Die Enge in meiner Heimat hat mich wahnsinnig gemacht. Die Engstirnigkeit der Leute beim Bäcker, beim Metzger, im Edeka. Man wird als Fremde angesehen, die die Ordnung dort durcheinander bringt. Was, was will die hier? Wer ist das? Die Gespräche zwischen den Leuten dort. Es macht mich verrückt. Nur örtlich begrenzte Themen. Wahnsinn. Hast du schon gehört: Der Hans ist arbeitslos. Die Erna ist tot. Der Werner hat eine Neue. Schlimm. Um 20 Uhr sind die Bürgersteige hoch geklappt. Ausgehmöglichkeiten? Keine. Ich bin ohne Auto angereist. ÖPNV? Haha. Ich saß quasi fest. An einem tristen Januarwochenende. Hätte ich vielleicht in die Sportsbar mit der blinkenden Reklame gehen sollen? In jenem Haus, in dem früher der Laden war, in dem ich meine Schulhefte kaufte.

    Andererseits: Das Gefühl der Heimat kam. Die Trauer über den Zerfall der Heimat. Das Entsetzen über die triste Erscheinung.

    Liebe? Hass? Wut?

    Ich weiß es nicht.

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