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  1. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    meiner meinung nach kann die vermeintlich selbstdisziplin nur MIT den eigenen emotionen oder dringenden bedürfnissen funktionieren, aber nicht GEGEN sie.

    aeryn,
    wer abends argen hunger hat und kurz vorm umkippen ist, kann nicht auch noch disziplin aufbringen, der braucht SOFORT was. was allerdings hilfreich ist, ist, gar nicht erst in diese unterzuckerung reinzulaufen. vielleicht hilft da schon ein ungezuckerter joghurt am nachmittag. ansonsten, wenn zwischenmahlzeiten nicht helfen, muss man eben essen.

    girl,
    was den sport angeht - ich selbst finde diese schwitzerei und kämpferei und diese ganze körperliche anstrengung auch oberätzend. aber ich habe das element "wasser" entdeckt und tobe mich nun im aquajogging aus: kein schweiß, kein muskelkater, nette musik und danach - frische!
    so meine ich eben, dass, da bewegung WIRKLICH wichtig ist, man vielleicht noch nicht fertig ist mit der suche nach dem geeigneten sport.

    und allgemein, finde ich, hilft es, in den für einen selbst kleinstmöglichen einheiten etwas neues auszuprobieren. bevor man also denkt "am morgen krempele ich mein leben um" ist es hilfreich, eine miniveräderung zu übernehmen, gegen die die unlust oder bequemlichkeit oder alles emotionale sich gar nicht zur wehr setzen muss. wer also zb lernen möchte, "bei jedem gang" etwas mitzunehmen, kann sich ja als ziel setzen, es einmal pro tag, aber JEDEN tag zu machen ... damit wird bereits eine kleine veränderung in gang gesetzt.

  2. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nö, das liegt einfach daran, dass ich um ca. 13.00 Uhr Mittag mache und selten vor 20 Uhr zuhause bin. Danach ist der Zuckerspiegel erst mal unten, und leider geht das bei mir sehr schnell von "jetzt könnte ich eigentlich was essen" zu "wo ist der nächste Stuhl, mir wird flau".
    Warum ißt Du nicht zwischendurch was Vernünftiges? Kann man auch zuhause vorbereiten. Sei es nun ein belegtes Brot, ein Couscous-Salat, eine Quarkspeise oder ein Kuchen zum Kaffee ... Und wenn Du erst um 20 Uhr nachhause kommst: wieso erwartest Du dann von Dir, gleich weiter zu funktionieren? Das kann ja gar nicht gehen, da bist Du einfach erschöpft! Also komm erst mal zuhause an und entspann Dich. Und engagiere eine Putzkraft oder erledige Notwendiges am Wochenende.


    Nachtrag: Und mit dem Gewicht hat das nichts zu tun! Alles eine Frage der richtigen Verteilung der Nahrung auf die Menge der Mahlzeiten.

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    AW: Selbstdisziplin

    Mir helfen Listen für größere Dinge (Fenster putzen, unliebsame Anrufe, Papierkram) ansonsten lebe ich nach der "wenn ich was sehe mach ich es gleich"-Regel sehr gut. Ich mag ein aufgeräumtes Haus, nur da kann ich mich wirklich entspannen. Mit einem Buch auf dem Sofa die Wollmäuse beobachten geht für mich gar nicht.

    Niemals mit leeren Händen und alles möglichst effizient hilft auch mir da sehr. Auf der Treppe steht unten ein Korb, da wird alles gesammelt was nach oben muss. Jeder nimmt sich seine Sachen raus wenn er die Treppe benutzt. Das funktioniert schon seit Jahren sehr gut. Abends immer alles wieder wegräumen, Decken falten, Zeitungen in den Zeitungskorb, Gläser und Geschirr in die Spülmaschine. Kostet 5 Minuten Zeit und morgens sieht es gleich freundlicher aus.
    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

    Goethe

  4. gesperrt

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    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Siljastern Beitrag anzeigen
    Mit einem Buch auf dem Sofa die Wollmäuse beobachten geht für mich gar nicht.
    Wenn ich ein Buch in der Hand habe, dann lese ich das Buch, da müssten mir die Wollmäuse schon auf der Nase rumtanzen, dass sie mich stören könnten.


    Kostet 5 Minuten Zeit und morgens sieht es gleich freundlicher aus.
    ja das mit diesem "ist ja schnell gemacht" ... auch wenn alles, einzeln gezählt, nur eine Minute geht, so sind doch oft hundert, zweihundert, dreihundert dieser Eine-Minuten-Dinge angebracht, und das läppert sich dann schon.

    Wenn ich Abends heimkomme und nur das Minimum mache - Schuhe mit Schuhspannern versehen ins Regal, Jacke in den Schrank, Rucksack auspacken, ev. eine Maschine Wäsche anschmeissen, Kleinkram hier, Kleinkram da - dauert es dann doch schnell mal eine Viertelstunde, bis ich angekommen bin.

    Das mit "es geht ja so schnell" habe ich seit eh und je als eine Art manipulative Lüge empfunden. Nein, es braucht Zeit, und zwar ziemlich viel Zeit, und ich muss mir diese Zeit auch tatsächlich zugestehen und sie wichtig nehmen, weil die wird ja immer von andern Dingen abgeknapst, die ich lieber machen würde.

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das mit "es geht ja so schnell" habe ich seit eh und je als eine Art manipulative Lüge empfunden. Nein, es braucht Zeit, und zwar ziemlich viel Zeit, und ich muss mir diese Zeit auch tatsächlich zugestehen und sie wichtig nehmen, weil die wird ja immer von andern Dingen abgeknapst, die ich lieber machen würde.


    Ich las gerade gestern in einer Signatur hier im Forum:

    "Irgendein Ziel muß man haben und ansteuern - der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen." - Elke Heidenreich

    ***

    Das Lustige ist: der Strang hier weckt gerade meinen Ehrgeiz und führt dazu, daß ich unliebsame Tätigkeiten wie Haushalt angehe. Jeder hat eben so seine eigenen Motivatoren, die dazu führen, daß man Lust an einer Tätigkeit oder zumindest ihrem Ergebnis entwickelt. Und die gilt es zu entdecken - und ebenso, was einem wirklich wichtig im Leben ist. Ein "ich müßte mal wieder" scheint mir auch auf Fremdmotivation i. S. v. "weil man das so macht / die Anderen das erwarten" hinzuweisen.

  6. gesperrt

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    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn ich Abends heimkomme und nur das Minimum mache - Schuhe mit Schuhspannern versehen ins Regal, Jacke in den Schrank, Rucksack auspacken, ev. eine Maschine Wäsche anschmeissen, Kleinkram hier, Kleinkram da - dauert es dann doch schnell mal eine Viertelstunde, bis ich angekommen bin.
    Was ist die Alternative zum Jackeaufhängen, zum Schuhe wegräumen, Tasche auspacken?
    Es muss doch ohnehin gemacht werden, da kann ich es doch auch sofort machen.

    Und ja, ich kenne den Unterschied, denn in meinem 5-Personen-Haushalt gibt es eine Mehrzahl derer, die ihre Jacke "irgendwann mal...später...vielleicht" aufhängen.

    Ich liebe Ordnung!
    Dafür nähme ich eine Viertelstunde (bei mir ist es eher eine halbe Stunde) direkt nach dem Nachhausekommen in Kauf.

  7. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich liebe Ordnung!
    Dafür nähme ich eine Viertelstunde (bei mir ist es eher eine halbe Stunde) direkt nach dem Nachhausekommen in Kauf.
    Dann hast Du eine starke innere Kraft. Bei mir wirken aber folgende Kräfte häufig stärker: "Ich kann Aufräumen nicht ausstehen - ich mache lieber XY, das mir wirklich wichtig ist / mehr Spaß macht" und, nicht zu unterschätzen: "Pfft, ich schmeiße die Jacke auf den Stuhl, morgen ziehe ich sie sowieso wieder an, und außerdem ist es meine Wohnung, da kann ich machen, was ich will, ich will mich entspannen, ich brauche meine Unordnung!"

  8. gesperrt

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    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann hast Du eine starke innere Kraft. Bei mir wirken aber folgende Kräfte häufig stärker: "Ich kann Aufräumen nicht ausstehen - ich mache lieber XY, das mir wirklich wichtig ist / mehr Spaß macht" und, nicht zu unterschätzen: "Pfft, ich schmeiße die Jacke auf den Stuhl, morgen ziehe ich sie sowieso wieder an, und außerdem ist es meine Wohnung, da kann ich machen, was ich will, ich will mich entspannen, ich brauche meine Unordnung!"
    Nö. Ich bin im Grunde bequem.
    Deshalb mache ich es gleich.

    Ich gehe auch sofort einkaufen, würde ich mich hinsetzen und mein Buch weiterlesen, käme ich nicht mehr hoch.
    Das wäre für mich selbst auch nicht weiter schlimm, aber es sind noch mehr Personen da, für die ich die Verantwortung habe.

    Letztlich ist Ordnungssinn nur Bequemlichkeit.

  9. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Nö. Ich bin im Grunde bequem.
    Deshalb mache ich es gleich.
    Letztlich ist Ordnungssinn nur Bequemlichkeit.


    Ich bin faul. Darum bin ich möglichst effizient.

  10. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Nö. Ich bin im Grunde bequem.
    [...]
    Letztlich ist Ordnungssinn nur Bequemlichkeit.
    Ach geh! Das ist genauso eine Schwindelei, wie wenn ich in sportlicher Hinsicht behaupte: "Ich bin faul!"
    Ja, stimmt, ich habe keinen Bock ins Fitneßstudio zu fahren und werde nicht gerne von Trainern angetrieben. Deswegen habe ich jede Menge Equipment zuhause. Ich gehe nur dann über meine Grenzen, wenn ich mal Lust dazu habe. Und ich laufe eben ganz gemütlich nur meine kleine 5-Km-Runde, wenn ich keinen Bock habe, mich anzustrengen. Furchtbar faul. Und Augenwischerei.

    Ordnung zu schaffen kostet Aufwand. Für Dich ist der Aufwand vielleicht geringer, wenn Du immer nur ein paar Minuten machst, aber da summiert sich doch einiges an Minuten, wie Bae ganz richtig anführte. Und für andere Menschen ist es eben nervig, ständig irgendwas zu räumen. Oder zu putzen. Zumal: am nächsten Tag kann ich das auch noch - oder aber auch: schon wieder tun. Es bleibt ja nicht sauber und ordentlich. Effizienz ist gut. Manchmal bekomme ich das hin. Manchmal sind andere Dinge wichtiger. Und auch Ineffizienz hat ihren Stellenwert.

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