Antworten
Seite 2 von 14 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 135
  1. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du kannst es niemals WIRKLICH wollen, wenn es noch wenn und aber gibt!.
    Sehr witzig. Wenn ich mit zitternden Knien und flauem Magen in der Haustür stehe, kann ich "wollen", soviel ich will, das beschert mir dann höchstens einen Kreislaufzusammenbruch.

    Klar "kann" ich was dagegen machen - mir am Bahnhof was zu essen kaufen, das im Zug essen und dann ohne weitere Verzögerung den Haushalt machen. Nur das ist teuer und nicht unbedingt so lecker, wenn man es dauernd macht.

    Im Übrigen würde ich gerne erfahren, wie Horus das handhabt.

  2. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Im Übrigen würde ich gerne erfahren, wie Horus das handhabt.
    Ganz einfach: ignorieren. In der halben Stunde, die ich brauche, um noch gewisse Dinge im Haushalt zu erledigen, verhungere ich nicht, auch wenn meine Körperfett-Vorräte nicht wesentlich ausgebildet sind.
    Ich komme wie du oft auch ausgehungert heim - an einem normalen Arbeitstag esse ich Mitte Vormittag was und das wars dann für den Rest des Tages, die grosse Mahlzeit hab ich immer erst abends. Klar hab ich somit oft Hunger, wenn ich heim komme - das ist aber nichts, was mich stört. Das wird ignoriert, für eine halbe Stunde zur Seite gestellt und gut. Man kann das trainieren, so dass man nicht sofort einen Kreislaufzusammenbruch einfährt.
    Wenn ich nach einer Bergtour, Skitour oder Klettertour nach Hause komme, ists noch krasser - da gabs irgendwann früh am Morgen Frühstück und dann unterwegs vielleicht einen Riegel und ein paar Nüsse. Und trotzdem stürze ich mich beim Heimkommen nicht aufs Essen, sondern packe zuerst aus, verräume die Hardware, hänge die Klamotten auf, dusche - und DANN wird gegessen, als Abschluss des ganzen Tages und Start ins gemütliche Nichtstun. Okay, meistens hab ich im Zug auf der Heimfahrt noch den Restproviant gegessen, so dass das mit dem Ausgehungert-sein sich relativiert.

    Der Trick ist ja: wenn das mit dem Haushalt so konsequent durchführt, dann hat man beim Heimkommen eigentlich NIE noch viel zu tun. Einkäufe verstauen, ok, aber sicher nicht Krimsch vom Morgen oder vom Vorabend wegräumen. Fürs Putzen hab ich jemanden engagiert, weil ich das wirklich hasse und es mir zu viel Zeit frisst und die Putzfee umgekehrt auf den Verdienst angewiesen ist. Also Win-win für beide.

    Wenn es für dich WIRKLICH ein Problem ist - häufig ist es mehr ein Kopfproblem als was anderes - dann komm nach Hause, räum Jacke und Tasche weg, iss eine Banane oder ein paar Nüsse und dann erledige, was es zu erledigen gibt. Oder, besser, nimm morgens eine Banane mit und iss sie auf der Heimfahrt im Zug. Oder einen Apfel. Das reicht, um das Extrem-Flau-Gefühl ein gutes Stück rauszuschieben.

  3. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Hallo allseits!

    Ich handhabe das anders... Ich habe zu lange und zu oft Dinge hungrig und das heißt bei mir: schlecht gelaunt erledigt. Putzen hasse ich. Hungrig putzen noch viel mehr. Das hat bei mir nicht unbedingt dazu geführt, daß ich meine Hemmungen vorm Putzen abgebaut habe. Je öfter man nämlich etwas tut, desto mehr gewöhnt man sich dran, und desto einfacher weil gewöhnlicher wird es, sich aufzuraffen. Nun esse ich erst etwas und putze dann. Also zum Beispiel.

    Man muß sich auch nicht unnötig quälen. Dinge, die unangenehm sind, für die man nicht brennt, die aber trotzdem erledigt werden müssen, erledigt man am besten in der bestmöglichsten Verfassung, unter den angenehmsten Umständen. Das heißt für mich: definitiv nicht abends nach der Arbeit. Morgens, wenn der Tag noch frisch ist und ich gut gelaunt bin. Und nie vor dem ersten Kaffee.

    Und dazu kommt das Bedürfnis nach Entspannung. Bedeutet für mich klar: natürlich könnte ich die Tasse auch gleich abwaschen. Aber es gehört für mich zur Gemütlichkeit und Entspannung dazu, die Küche auch mal vollzumüllen. Morgen ist ein neuer Tag...

    Und: wirklich wichtige Dinge kommen einem hinterher.

    Liebe Grüße

    Sin

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Selbstdisziplin

    Timing finde ich auch wichtig.

    Am Abend, wenn ich heimkomme - besonders, wenn ich spät heimkomme - muss das Minimalprogramm reichen. Als schon Jacke aufhängen, Schuhe ins Regal, aber Rucksack ausräumen nur, wenn da was drin ist, das in den Kühlschrank muss, oder das nass ist und zu stinken anfangen könnte.

    Wenn ich finde, dass unbedingt etwas bald getan werden muss, fällt es mir deutlich leichter, es gleich am Morgen früh zu machen, bevor ich aus dem Haus muss, und im schlimmsten Fall eine halbe Stunde früher aufzustehen als üblich. Die Idee "jetzt hab ich noch eine Stunde bis ich gehen muss" hilft mir sehr dabei, Gas zu geben und nicht rumzutrödel, das geht dann hopp hopp zack zack. Aber am Abend... will ich nur meine Ruhe. So schnell wie möglich.

    Gute Gewohnheiten wie "kein leerer Gang" helfen auch, das Chaos gar nicht erst gross werden zu lassen.

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und: wirklich wichtige Dinge kommen einem hinterher.
    Genau - so wie die Wollmäuse, die nachts hinter dem Schrank hervorkriechen und mich dann morgens angrinsen

    @Horus: ich bewundere deine Disziplin, die hätte ich auch gern. Wobei bei mir so ein Haushaltsprogramm schon länger dauert als eine halbe Stunde (bügeln z.B., oder Bad tutto completto putzen). Am besten klappt es aber, wenn ich schon gegessen habe, bevor ich zuhause bin (mache ich z.B., wenn der Zug Verspätung hat, damit die Zeit genutzt wird).

    Womit ich umgekehrt ganz gute Erfahrungen gemacht habe: Timer auf 30 m stellen und los, und sich dann beim Klingeln freuen, dass man doch einiges geschafft hat. Vielleicht nicht den ganzen Bügelkorb, aber sagen wir:2/3.
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2016 um 23:25 Uhr)

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Selbstdisziplin

    Ein paar Rituale erleichtern mir auch den Alltag. Ähnlich wie Horus ist das Nachhausekommen ein "Zwei-Minuten-Meditation", in der ich meine Schuhe wechsle und die Jacke gleich an den Haken hänge. Wichtiger ist der Schlüssel, der am gleichen Platz landen muss.
    Auch "keine Wege ohne eine Minierledigung" praktiziere ich, so dass es selten riesige Aufräumaktionen gibt. Es hilft ungemein, die Sachen wieder an ihren Ort zu bringen. Suchen kostet Zeit.
    Was ich gerne gegen eine unordentliche Küche mache: Beim Kochen räume ich die Spülmaschine gleich ein oder aus. Nach dem Abendessen kann ich sie mit den benutzten Sachen bestücken und laufen lassen oder das Geschirr steht frisch gereinigt im Schrank.

    Für Sachen, die ich gerne aufschiebe, versuche ich mit der "Dreier-Regel" entgegen zu steuern: drei wichtige Sachen pro Tag müssen gemacht werden. Die schreib ich mir auch gerne auf, so dass ich das meistens auch hinkriege.
    Oft erledige ich noch zwei, drei weitere Dinge, die nicht auf meiner Liste stehen. Aber das flutscht nur bei guter Laune nach Erledigung und gefühlt viel Zeit.

  7. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    (bügeln z.B., oder Bad tutto completto putzen).
    Ich bin faul, sagte ich doch: Putzen hab ich delegiert und Bügeln tue ich nicht, halte ich für überbewertet ...

    Aber es stimmt schon: ich erledige auch einiges am Morgen vor dem Weggehen. Zum Beispiel Klo und Waschbecken kurz mal durchschruppen. Dauert 10 Minuten und das erledige ich tatsächlich frühmorgens, nicht abends.

    "keine Wege ohne eine Minierledigung"
    Stimmt, DAS ist auch eine meiner Regeln.
    Wenn ich eh in die Küche latsche und mir dort einen Jogurt hole, nehm ich natürlich die gelesene Zeitung für den Altpapierstapel mit, der sich in der Küche befindet, und räume dort auch gleich die zwei abgewaschenen Gläser, die seit ein paar Stunden in der Abtropfe stehen und trocken sind, in den Schrank. Ich stehe ja eh gleich dort.

    Beim Kochen gibts ja auch immer Zeiten, in denen man kurz warten muss, bis etwas gar ist. Diese Zeiten werden genutzt, um gleich wieder das, was nicht mehr gebraucht wird, zu säubern und wegzuräumen. Oder um die Post, die auf dem Küchentisch gelagert wurde, zu öffnen und zu sortieren. Ich stehe ja sowieso gleich dort und hab ein paar Minuten Leerlauf, also kann ich es gleich ohne Aufwand erledigen.

  8. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Schmetterlingsraupe Beitrag anzeigen

    Mir ist klar, dass es letztlich auch eine Frage der Gewohnheit ist. Doch das hilft sehr wenig, wenn man noch am Anfang des Pfades ist.

    Es wäre toll, wenn Ihr mir helfen könntet.
    Ich glaube eigentlich eher, dass es eine Frage ist, wie Du an Dein Leben und Deine Dir entsprechenden Aufgaben herangeführt wurdest, ob da ggf Druck vorhanden war, schlechte Vorbilder, die einfach nur noch reagieren konnten in der von außen weitestgehend diktierten Situation und manche wurden sogar in eine falsche Richtung gepresst z.B. von den eigenen Eltern und das hat dann so seine Auswirkungen.

  9. Inaktiver User

    AW: Selbstdisziplin

    Scheint ja mit der Disziplin bei der TE allgemein nicht so gut zu klappen. An dem Thema hat sie wohl direkt wieder die Lust verloren.

  10. User Info Menu

    AW: Selbstdisziplin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Scheint ja mit der Disziplin bei der TE allgemein nicht so gut zu klappen. An dem Thema hat sie wohl direkt wieder die Lust verloren.
    Unsinn!
    Sie ist die ganze Zeit am sporteln und aufräumen seither...
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

Antworten
Seite 2 von 14 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •