Ich kenne das nur zu gut. Ich male mir zwar weniger schlimmes aus, allerdings kann ich auch ewig auf Situationen und Begebenheiten herum kauen. Tage- und wochenlang. Die Gedanken drehen, wenden, neu justieren, weiter daran rum denken.
Loslassen ist eine große Herausforderung für mich. Etwas und jemanden beiseitelegen? Schön wär's, würde das so einfach gehen. Ich denke nicht eindimensional, sondern mindestens vierdimensional. Auf so vielen unterschiedlichen Ebenen, dass ich manchmal regelrecht erschöpft bin. Dies ist nicht gut, ich weiß das. Hinzukommt, dass ich sehr durchlässig bin, und mich schlecht abgrenzen kann von allem Äußeren. Alles geht durch mich hindurch, und ich nehme immer teile mit nach Hause.
Bei mir ist es wohl ein Aspekt des Themas Hochsensibilität. Dieser Tage eine "Modeerscheinung", ich weiß. Irgendwie meint ja mittlerweile jeder hochsensibel zu sein. Aber ich finde, dass es am Ende des Tages egal ist, wie man diesen Zustand nennt. Fakt ist, viele Menschen ist sehr mit ihren Gedanken beschäftigt - was ok ist. Sollte es aber dazu führen, dass sich Ängste oder soziale Einschränkungen dadurch entwickeln ist es an der zeit etwas dagegen zu tun. Autogenes Training, Meditation - sich immer wieder erden und versuchen zu sich selbst zurückzukommen. Es gibt hier eine Menge Möglichkeiten.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 26
-
08.01.2016, 17:32
AW: Sich zu viele Gedanken machen, alles an sich ranlassen
-
08.01.2016, 19:28Inaktiver User
-
08.01.2016, 20:10
AW: Sich zu viele Gedanken machen, alles an sich ranlassen
Typisch Frau. Es wird die Keule Wechseljahre geschwungen. Als ob alle Frauen ab Mitte 40 zu hirnlosen bescheuerten Zombies werden.
Mein Vorschlag: Nimm dich und deine Gefühle ernst und investiere ein bisschen Zeit, die Ursachen dafür zu erforschen.
Versuche, deine Familiengeschichte besser kennen zu lernen. Wir werden nicht nur durch das beeinflusst, was man uns mitteilt, sondern auch stark durch das, was man uns nicht sagt.
Bei meiner Familie trifft leider das Problem Kriegsgeneration und in meinem Fall Kriegsenkel zu. Ich war verblüfft, wie viele meiner "seltsamen" Verhaltensweisen, u.a. das ständige Sorgen, bei anderen auch auftreten. Ich habe unausgesprochene schreckliche Erlebnisse und Erinnerungen meiner Familie in mein Unterbewusstsein bekommen.Da ist es kein Wunder, wenn man ständig Angst hat.
Seit ich weiß, woher das kommt und dass es sich um tief verankerte Ängste handelt, kann ich besser damit umgehen. Es wird allerdings auch deutlich weniger, es schwächt sich ab.
Vielleicht trifft das bei dir nicht zu, vielleicht hat es andere Hintergründe. Mir wäre es zu wenig, einfach nur zu versuchen, meine Gefühle wegzudrücken.
-
08.01.2016, 20:57Inaktiver User
-
08.01.2016, 20:57Inaktiver User
-
08.01.2016, 20:59Inaktiver User
-
08.01.2016, 21:04
AW: Sich zu viele Gedanken machen, alles an sich ranlassen
Wenn ich mir über irgendwas zu viel Kopf mache, hilft es mir manchmal auch, mich an alles zu erinnern, wo mich die Möglichkeit, es könnte passieren, in nihilistische Panik versetzt hat, und was dann nicht passiert ist. Es ist vielleicht nicht ganz so gut wie die Erinnerung an tatsächlich bewältigte Krisen, hat aber den Vorteil, daß es gar keine Krise gab...
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
09.01.2016, 14:18Inaktiver User
AW: Sich zu viele Gedanken machen, alles an sich ranlassen
Dein gesamtes Post hätte 1:1 genauso von mir geschrieben worden sein.
Besonders die Sätze im Zitat treffen auch auf mich zu und ich wüsste auch gern, ob es für dieses Nacht grübeln einen Begriff gibt, nachdem man mal googeln kann.
Weiß das jemand von den Mitschreibenden hier?
-
09.01.2016, 23:59Inaktiver User
AW: Sich zu viele Gedanken machen, alles an sich ranlassen
-
10.01.2016, 00:11Inaktiver User


Zitieren
).


