...sich selbst genügen, grosse Worte dass können vielleicht Eremiten...
Aber vielleicht gehört dazu sich selbst zu lieben um mit sich zufrieden sein zu können und den eigenen Wert nicht nur durch Aussenwirkungen zu steigern und zu nähren....
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Ergebnis 11 bis 20 von 23
Thema: sich selbst genügen
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06.01.2016, 15:43
AW: sich selbst genügen
Das Leben macht was es will und ich auch!
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06.01.2016, 17:25
AW: sich selbst genügen
sich selbst genügen...
Willst du denn dir nur selbst genügen, das hieße dann aber auch, sich von seiner Umgebung unabhängig machen, sich selbst versorgen und auf niemanden angewiesen sein zu müssen. Ist das nicht auch ein wenig langweilig und einseitig? - sprich keine Auseinandersetzung mehr mit anderen. Es müssen ja nicht immer Konflikte ausgetragen werden.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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08.01.2016, 13:44
AW: sich selbst genügen
Hallo an alle,
interessiert habe ich die Beiträge hier gelesen. Ja den Strang mit den Kindern ist auserzählt. Der Kontaktabbruch ist da. Klar hinterfrage ich mich. Logisch. Welche Mutter täte dies nicht. Hab meinen Lieben mehrfach angeboten zu reden. Nicht zu machen. Ich hab mehrere Freundinnen denen es komplett genauso geht. Die Kinder brechen den Kontakt ab, machen Vorwürfe. Überall da, wo die Partner (auch mein Ex) dagegengeschossen haben. Die Kinder schreien gerade zu nach konsequentem Handeln, nach einer Struktur, damit sie diese Trennung verarbeiten können. Und sobald der Partner quer schießt, egal von welcher Seite - gehts schief. Ich und meine Freundinnen sind uns einig. Wir sind zu spät gegangen. Die Kinder haben zuviel mitbekommen. Genaueres bekäme ich ja erst gesagt, wenn ich mal ein Gespräch bekomme. Mir wären offene Anfeindungen lieber. Aber es ist wie es ist. Daher habe ich dort nicht mehr weitergeschrieben.
Eine Frage an euch wegen Freizeitgestaltung schreibe ich hier nicht. Das wäre reiner Blödsinn. Gehört hier nicht rein.
Ja, ich versuche zu lernen mit mir alleine zu sein. Mich nicht abhänig zu machen. Bin in der Tat gesellig, will lieber mit anderen was unternehmen. Macht echt mehr Spaß.
Interessant fande ich das mit dem Aktiv sein. Das war mir neu. Das sich die Aktiven: NEHMEN. Erklärt so manches. Aber auch ich wünsche mir, das ich mal gefragt werde. Das Gefühl haben will, wichtig zu sein. Nicht ständig mich zu melden und zu fragen. Geben und nehmen. Daran mangelt es mir hier.
Weihnachten war ganz gleich so. Jeder kennt meine Situation hier. Selbst meine Schwester kommt nicht auf die Idee mich zu fragen ob ich Weihnachten mit denen verbringe. Fühl mich dann dementsprechend alleine stehen gelassen. Wenn man da noch fragen soll, ob man mitfeiern darf. Ich weiß ja nicht. Jeder schiebt Familie vor. Höre immer - wenn wir nicht - dann.
Ich versuche nun mit meiner Situation hier klar zu kommen.
Der Kontaktabbruch mit meiner Mutter. Schweres Thema. Sie ist seit ich klein bin Psychisch krank. Jeder der mit solchen Menschen zu tun hat, kann ermessen, was ein Angehöriger durchmacht. Ständig die Wahnvorstellungen, Verdächtigungen. Anrufen der Polizei. Dann kommt hinzu das meine Mutter mich in der Situation alleine gelassen hat, als mein Vater angefangen hat mich zu missbrauchen. Sie hat mich dieser Situation ausgeliefert. Und ja, ich habe wegen des Missbrauches eine Therapie gemacht.
Im meiner Situation ist der familiäre Backround so wichtig. Ich spüre das selbst sehr stark. Eine Schulter, an der man sich anlehenn kann. Kraft tanken. Eine Mutter die tröstet. Ich würde immer für meine Kinder da sein, aber auch ich brauche Halt, Geborgenheit und Kraft........
So, ich hoffe ich konnte hier Klarheit reinbringen.
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08.01.2016, 23:15Inaktiver User
AW: sich selbst genügen
@ Franzi: du gehst mit einer hohen Erwartungshaltung in Beziehungen ("geben und nehmen"). Die solltest du mal ablegen. Du könntest dir z.B. systematisch überlegen, was dir die Kontakte bringen, und nur dann in Aktion treten, wenn du auch klare Ziele hast. Ich mag es z.B. nicht, wenn Leute mich zum Kaffee einladen wollen, weil ihnen gerade langweilig ist und sie "entertained" werden wollen. So was rieche ich 10 km gegen den Wind.
Was die Erwartungshaltung gegenüber der Familie angeht, ist das genauso: deine Schwester ist doch nicht irgendwie verpflichtet, sich um dich zu kümmern. Du bist erwachsen und stehst mit beiden Beinen im Leben. Wenn du deine Schwester sehen möchtest, dann ruf sie doch an und frag sie, ob sie Zeit hat. Da brauchst du doch nicht warten. Ich vermute aber, es geht dir gar nicht darum, die Schwester zu sehen, sondern du willst , dass sie sich kümmert, einfach aus Prinzip. Und das ist der falsche Ansatz.
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09.01.2016, 06:23
AW: sich selbst genügen
Mich wundert, dass Du dann diese Beziehungen (Du schreibst ja auch von
"mehreren Freundinnen") als Freundschaften bezeichnest.
Der Begriff Freundschaft beinhaltet für mich Gegenseitigkeit - also auch das
Geben, das Du ja bemängelst.
Nur meine persönliche Wahrnehmung ... aber ich finde es sehr ungewöhnlich,Ich hab mehrere Freundinnen denen es komplett genauso geht. Die Kinder brechen den Kontakt ab.
dass Du gleich mehrere (!) Freundinnen hast, deren Kinder den Kontakt zur
Mutter abgebrochen haben. Und dass daran jeweils der Vater schuld sein soll.
Für mich stellt sich das zu einfach und vor allem zu undifferenziert dar.
Wie meinst Du das?Eine Frage an euch wegen Freizeitgestaltung schreibe ich hier nicht.
Falls Du Dich damit auf meine Sport-Beispiele beziehst - das
waren lediglich Anregungen für Aktivitäten, die man gezielt und
bewusst alleine - im Sinne von unabhängig von Anderen - ausführen kann.
Das gehört mE schon zum Thema.
Es ging weniger um Klarheit als um Auseinandersetzung.So, ich hoffe ich konnte hier Klarheit reinbringen.
Das vermisse ich bei Dir, auch das Kinderthema betreffend.
Wenn Du ohnehin konterst, dass Du sowieso lieber in Gesellschaft bist,
welches sind dann die Situationen, in denen Du selbstgenügsam sein möchtest?
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10.01.2016, 00:38
AW: sich selbst genügen
Hallo
ich hab wie oft versucht mit meinen Kindern in Kontakt zu kommen. Vergebens. Ein Schulfreund meiner Kinder versteht das Ganze ebenfalls nicht. Ihm habe ich meine Situation geschildert. Der schüttelte nur den Kopf. Ich hab bei der Trennung wie oft zu meinem Ex gesagt, er solle die Kinder raushalten. Schlimm genug, das sie das alles so mitbekommen haben. Schlimm genug, das sie vom Ex so belagert und mit reingezogen wurden. Auf der anderen Seite, sie sind erwachsen. Mich hat man verurteilt - ohne das ich weiß warum. Ich hab sehr wohl versucht, alles in Bewegung zu setzen, um Klarheit und Klärung zu erlangen. Was glaubt ihr denn?
Klar vermisse ich den Zusammenhalt. Hab ihn immer wieder gepredigt. Auch bei meiner Schwester vermisse ich das. Ihr würdet euch in dieser Situation auch nach Nähe sehnen. Bin ich keine Ausnahme. Ich ruf sie immer wieder an. Lad sie ein. Sind immer nette Mittage, aber von ihr kommt nix. Das ist was ich meine. Sie lebt in iherer Welt. Sie ist ganz klar nicht dafür da mich zu unterhalten. Ich würde sie so nie dastehen lassen. Wenn sie in meiner Situation wäre, ich würde völlig selbstvertändich zu ihr sagen, das sie kommen soll.
Ich will auch keine Treffen, nur damit ich jemand um mich habe. Sondern ich freu mich immer, wenn ich mich verabrede. Aber: warum muss das immer nur von mir kommen. Es fragt kaum einer, ob ich mal kommen will oder ob ich mal irgendwohin mit will. Logisch hat jeder sein Leben. Und auch ich frage mich. Sind das Freunde, von dennen nix kommt? Und gerade heute Abend sagte eine liebe Freundin - exakt das Gleiche. Sie hätte eind Freundin, die dieses Weihnachten mal ganz gezielt keine Karten geschrieben hat. Gerade mal 5 haben sich gemeldet. Das ist was ich mein. Man macht viel, tut viel - ist aktiv.
Das tut weh, und ich versuche mich darauf einzustellen, mir selbst zu genügen - damit ich auch was mit mir anfangen kann, ohne mich dann einsam zu fühlen. Ist das so verkehrt, das ich mich das frage? Wenn man so aktiv und ein Gruppenmensch ist, tut man sich damit schwer. Und genau das versuche ich zu lernen. Das nähme dem ganzen den Druck raus. Man bleibt vielleicht gelassener. Hoffe ich mal.
Und zu den Freundinnen, denen es ganz genau so geht mit dem Abbruch der Kontakte, fällt uns das einfach auf. Da ist es so wie ich es sage, die Ex schießen dagegen. Die Kinder brauchen in einer solchen Situation Halt, von beiden Seiten. Und oft ist es so das der der quer schießt - der ist, der verletzt ist. Nicht sachlich bleibt. Streitereien vor den Kindern austrägt, wo es nicht hingehört. Es ist auch unglaublich schwer in der Situation die eigenen Gefühle im Griff zu haben. Ich kann nur von mir reden. Ich war es nicht, der den Ältesten Sohn selbst im Betrieb nicht damit in Ruhe gelassen habe. Das hat er mir noch damals gesagt. Der kam aus der Situation net weg. Konnte nicht objektiv bleiben. Ich habe strickt darauf geachtet, nicht das Gleiche zu tun. Der Mittlere blieb auch nicht verschont, der wohnte nach dem Auszug bei ihm. Auch der hatte wenig Ruhe. Er studierte teilweise weiter weg. Der war weitestgehend aussenvor. Auch da habe ich es mir verkniffen, irgendwie ihn zu behelligen.
Bei der Tochter ebenso. Sie hat die Erfahrung gemacht, wie ihr Vater sich verhalten kann. Sie ist aber diejenige die ihr Fähnchen in den Wind hängt. Je nach Lust und Laune reagiert. Durch die Erbschaftsangelegenheit - hat sie sich ausgeklinkt. Verhält sich völlig albern. Völlig überzogen. Auch da, hab sie angeschrieben. Nichts.
Nur wie lange will ich das noch zum Thema machen? Es ändert sich momentan nichts.
Und daher, will ich mich nicht weiter abhängig machen. Will lernen mit mir alleine gut auszukommen, ohne den Kontakt zu anderen völlig abzubrechen. Das ist nicht meine Agenda. Ich möchte lernen nicht einsam zu sein, weil keiner da ist.
Besser mit der Situation umzugehen.
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10.01.2016, 10:21Inaktiver User
AW: sich selbst genügen
Hallo franzi,
zu Deiner Familiengeschichte kann ich trotz Deiner Ausführungen nicht viel sagen- dafür weiß ich zu wenig.
Sicher ist es sehr schmerzhaft, wenn man Kontakt möchte, der aber verwehrt wird.
Vielleicht solltest Du diesen Kontaktabbruch aber auch anders bewerten.
Leben muss geschehen und kann man nicht herreden- und das bedeutet Zeit, die gebraucht wird.
Niemand kann Dir sagen, wie die Zukunft wird aber mit zunehmendem Alter kommt bei fast jedem Menschen eine Reflektion und damit eine Auseinandersetzung mti dem, was mal war.
Kannst Du die Zeit jetzt nicht als "Abnabeln" sehen? Als Zeit, die sie für sich brauchen um sich im Leben zurecht zu finden?
Und ist möglicherweise Schweigen gerade auch besser erträglich als Vorwürfe und STreitereien, die sonst evtl wären?
Vielleicht ist es ja gerade genau richtig jetzt??
Hast Du darüber mal nachgedacht?
Was ermöglicht Dir denn diese Situation jetzt?
Ich kann ebenso verstehen, dass Du Dich nicht hinstellen und nachfragen willst wegen Weihnachten.
Ganz klar ist Dein Wunsch vollkommen normal und nicht überzogen- aber Du sagst ja selbst, dass Deine Schwester so anders ist........ihr Verhalten gar nicht Dich verletzen soll!
Also von außen betrachtet passen nur Deine Lebensvorstellungen nicht mit denen der anderen überein.
Lösung wäre: andere Freunde!??
Hast Du Deine Gedanken je vor all den Menschen geäußert? Je Deinen Freunden das gesagt, was Du hier schreibst?
Deine Verletzlichkeit gezeigt?
lg kenzia
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10.01.2016, 16:13Inaktiver User
AW: sich selbst genügen
Das sehe ich genauso. @Franzi: vllt. Ist dein Freundeskreis die falsche Peergroup.
Möglicherweise wirst du auch als sehr problembehaftet wahrgenommen - das ist dann für die anderen immer so eine Gratwanderung: selbst wenn man beim Treffen nicht über das Problem spricht, ist es als "Elefant im Raum" trotzdem da. Andererseits hat man als Freund oder Verwandter auch nicht ständig Lust, über das Problem zu sprechen, und vor allem dann nicht, wenn keine Lösungsansätze erkennbar sind.
Ich könnte mir vorstellen, das das in einer Gruppe "frisch Getrennter" anders wäre, weil ja alle das Problem haben.
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10.01.2016, 21:03
AW: sich selbst genügen
Ja, darüber habe ich auch nachgedacht. Besser Ruhe als Streitereien. Gut, sie nabeln sich möglicherweise ab. Aber das geht auch, wenn man Kontakt hat. Ich respektiere das Schweigen, natürlich.
Möglicherweise kann das sein, das ich so gesehen werden. Rede aber nicht ständig darüber. Nur, werde ich gefragt, antworte ich aber darauf.
Ich denke aber mal mehr darüber nach. Nur bitte, mit wem darf ich dann darüber reden, wenn nicht mit Freunden? Ich frag ja doch auch nach und höre zu - wenn jemand Kummer hat. Oder sich Dinge ereignen. Ich ruf auch nicht ständig an, das man das irgendwann nicht mehr hören möchte. Ich telefoniere dann eher mit der Telefonseelsorge, als mit Freundinnen. Genau aus dem Grund. Lösung mit den Kindern? Wie denn? Ich kann nichts tun. Muss warten, bis sie sich melden.
Lösung: Mein Leben mit Inhalt füllen. Ich will mein Leben doch auch genießen.
Aber ich denke darüber nach.
Dennoch, ich will lernen mir selbst zu genügen. Mich mit mir selbst wohl fühlen. Mich da ein bischen unabhängiger machen. Geht das nur über das aushalten? Welche Strategieen hattet ihr? Ist euch das nicht schwer gefallen? Wie habt ihr eure Leere gefüllt?
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10.01.2016, 21:03
AW: sich selbst genügen
Ja, darüber habe ich auch nachgedacht. Besser Ruhe als Streitereien. Gut, sie nabeln sich möglicherweise ab. Aber das geht auch, wenn man Kontakt hat. Ich respektiere das Schweigen, natürlich.
Möglicherweise kann das sein, das ich so gesehen werden. Rede aber nicht ständig darüber. Nur, werde ich gefragt, antworte ich aber darauf.
Ich denke aber mal mehr darüber nach. Nur bitte, mit wem darf ich dann darüber reden, wenn nicht mit Freunden? Ich frag ja doch auch nach und höre zu - wenn jemand Kummer hat. Oder sich Dinge ereignen. Ich ruf auch nicht ständig an, das man das irgendwann nicht mehr hören möchte. Ich telefoniere dann eher mit der Telefonseelsorge, als mit Freundinnen. Genau aus dem Grund. Lösung mit den Kindern? Wie denn? Ich kann nichts tun. Muss warten, bis sie sich melden.
Lösung: Mein Leben mit Inhalt füllen. Ich will mein Leben doch auch genießen.
Aber ich denke darüber nach.
Dennoch, ich will lernen mir selbst zu genügen. Mich mit mir selbst wohl fühlen. Mich da ein bischen unabhängiger machen. Geht das nur über das aushalten? Welche Strategieen hattet ihr? Ist euch das nicht schwer gefallen? Wie habt ihr eure Leere gefüllt?


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