@Amilu: magst du zum Thema Bewerbung nicht einen zweiten Strang im Bewerbungsforum aufmachen? Da passt das besser rein. Damit man dir da Tips geben kann, braucht es aber mehr Informationen, z.B.: welchen Abschluss hast du? Wieviel Jahre Berufserfahrung? Auf welche Jobs bewirbst du dich? Nach welchen Kriterien wählst du die Jobs aus, auf die du dich bewirbst etc. pp.
Erfolg bei Bewerbungen heisst erst mal, überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Darüber entscheiden oft Kleinigkeiten, anhand derer der Personaler mentale Plus- und Minuspunkte verteilt. Das kann Flattersatz im Anschreiben, ein nicht ganz optimales Bewerbungsbild oder auch ein fehlendes Zeugnis/Beleg für eine im Lebenslauf angebebene Qualifikation sein. Hast du dazu denn schon mal ein1:1-Coaching gemacht? Also nicht so eine Massenveranstaltung vom Arbeitsamt, sondern eine "Einzelstunde".
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29.12.2015, 11:30Inaktiver User
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
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29.12.2015, 11:55
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
@Amilu, Du kennst Deinen Partner besser als wir. Neigt er zur Couch Potatoe und dazu,den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen? Ist sein tägliches Gebet "Gott erhalte mir die Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau"?

Wehre den Anfängen, würde ich dann sagen. Wovon lebst Du eigentlich im Moment? Erspartes?...........und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)
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29.12.2015, 20:34
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
@schiffsjunge: gute Gedanken. Warum bewerbe ich mich für einen Job? Einerseits benötige ich Geld und es fällt mir schwer die "Geschmacksfrage" außen vor zu lassen. Das Gefühl jemand anderen auf der Pelle zu sitzen oder Leistungen (warmes Zuhause, etc.) in Anspruch zu nehmen, für die man ja nicht so richtig gearbeitet hat, machen mir Bauchweh. Weißt du, was ich mein? Ich will keine Made im Speck sein
, nicht auf Kosten anderer leben.
Das Risiko ist sogar noch viel höher: was, wenn wir gar kein Visum für mich bekommen? Oder er findet doch einen Job und ihm gefällt es und er will gar nicht weg (während ich immer noch arbeitslos bin
).
@Aeryn_Sun: mache ich gerne. Es sprengt sicherlich den Rahmen hier
@emma: das frage ich mich, ob er eine Sofakartoffel ist. Gespräche darüber sind da, Verhaltensmuster leider auch, die dafür sprechen. Ohje
Was würde ich mir denn selbst raten als gute Freundin?
Ich lebe gerade noch von meinem Ersparten. Das ist nicht leicht, zumal Krankenkasse nächstes Jahr wieder teurer wird. Bezahle ja nur Nebenkosten und Lebensmittel."Du kannst nicht verlieren, wenn du nicht aufgibst!"
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30.12.2015, 17:57
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
Zum Thema Deutschkurse:
Erkundige Dich nach einem Integrationskurs! Wenn Ihr SGB II bekommt, ist die Teilnahme kostenfrei. EU-Bürger (ist er das? Du schreibst nur, er sei Europäer) können einen Antrag auf eine Teilnahmeberechtigung beim BAMF stellen und sich im Fall von Hartz IV bzw bei Bedürftigkeit von den Kosten befreien lassen. Das wäre zumindest ein Schritt (= eine Aktivität)!Es geht immer vorwärts!
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04.01.2016, 19:56
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
Sorry, ich habe nicht alles gelesen,
aber zur Jobsuche und deinem Partner würde ich gerne jeweils eine Anmerkung machen.
a) Jobsuche
Eigentlich sind Ingenieure doch sehr gesucht. Ruf doch einfach mal dort an, wo du Absagen bekommen hast und frage, ob man dir nicht mal genau erklären könnte, warum man dich nicht genommen hat. Wenn du dir das von einigen Firmen erklären lässt, bekommst du vielleicht ein genaues Bild von dem was fehlt oder einen falschen Eindruck erweckt.
b) Ob das mit dem Spielen nun schon eine Sucht ist oder nicht, ich hoffe, dass ihr getrennte Kassen habt und du nicht plötzlich feststellen musst, dass du für ihn bezahlen musst, weil er pleite ist? Hast du dich da abgesichert?
Und noch was: Mir erschließt es sich gerade nicht, warum es im Ausland einfacher sein soll, einen Job zu finden. Momentan gibt es in Europa hier in Deutschland die meisten Möglichkeiten und die meisten freien Arbeitsplätze. Ich kenne übrigens jemanden, der erst vor einem Jahr angefangen hat, intensiv Deutsch zu lernen. Er hat sich jede freie Minute dahintergeklemmt. Egal ob mit Internet, mit Deutschkurs oder mit Unterstützung über das Internet. Jetzt hat er zwei Jobangebote. Zwar nicht direkt in seinem Beruf aber artverwandt. Über Zeitungsannoncen gefunden. Es ist also durchaus möglich. Und wenn man nichts findet, sollte man über einen Branchenwechel nachdenken. Im sozialen Bereich sucht man händeringend Leute.Geändert von ylli (04.01.2016 um 20:18 Uhr)
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12.01.2016, 11:50
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
Hallo Zusammen (immer noch aus dem Tal, aber ich sehe zumindest irgendwo Sonne...da hinten...zwischen den Wolken).
Entschuldigt, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Es ist viel passiert.
Der Druck wird einfach zu groß und unsere Beziehung kann dem nicht Stand halten. Jeden Tag nur noch Streit, selbst wenn wir örtlich voneinander getrennt sind. Er legt einfach während dem Gespräch auf, ich finde keine aufmunternden Worte mehr, er wird laut, ich werde still...alles nicht mehr schön.
Ich versuche zu begreifen, was passiert. Versuche ehrlich zu sein und meine Fehler oder unangemessenen Reaktionen, nicht zu wiederholen. Zu erklären, was mich zu dem macht, der ich gerade bin. Biete ihm immer wieder meine Hilfe an, für Übersetzungen, erkläre ihm deutsche Versicherungen, woher er Informationen bekommen kann.
Der Punkt an dem ich scheitere, ist seine Art, Dinge ihren Lauf zu lassen. Er hat sich nunmal in den Kopf gesetzt nach Deutschland zu kommen, ich gehe arbeiten, er bleibt in unserer gemeinsamen Wohnung, sitzt die Zeit ab mit Wetten und wir gehen nach erfolgreichem Visa-Antrag wieder zurück in Ausland.
Hilfe! Ich will nicht in die Rolle des bemuttern, das finde ich furchtbar. Er ist in meinen Augen kein Kind! Nur warum ist er so passiv?
Mir tut das unheimlich leid, dass er in Deutschland überfordert ist. Ich schlage ihm vor, seine Familie zu besuchen, ich biete ihm meine Hilfe an. Ich versuche ihn zu motivieren rauszugehen, Hobbies neu zu entdecken. Ich lasse ihn in Ruhe, schreibe meine Bewerbungen, gehe wieder meinen Hobbies nach, beschäftige mich, lese. Andererseits treibt er mich in den Wahnsinn und ich werde anstrengend und nörgeln rum. Ätzend
Das bin ich doch gar nicht!
Das Wetten macht mir Sorgen, da
- er einen Aufwand von insgesamt 2 Stunden täglich maximal dafür benötigt (es ist also genug Zeit andere Dinge zu tun, z.B. Deutschkurs, Job - kann ja auch halbtags sein)
- die risikofreien Wettangebote nicht täglich zur Verfügung stehen
- Wetten in Deutschland, wenn sie als finanzielle Haupteinnahmequelle versteuert werden müssen, egal woher man kommt, egal auf welcher internationalen Seite man wettet.
Konten sind getrennt. Da besteht keine "Gefahr" für mich. Ich sehe eher die "Gefahr" im Wetten als Haupteinkommen.
Er möchte keinen Deutschkurs machen. Sein Bruder hat ihm erzählt, dass es schrecklich ist. Und meine Partner scheut sich vor Klassenräumen, hat jedoch nicht die Muse einen Kurs Zuhause durchzuziehen.
Dass Deutschkurse finanzielle unterstützt werden weiß ich und habe ihm das gesagt.
Wieso ist er so passiv (faul, Sofakartoffel, unmotiviert, lustlos)? Ihm gefällt Deutschland nicht. Ihm gefällt die Situation nicht. Ich schlage ihm vor, Reisen zu gehen (hat den Plan mit Road-Trip durch die Staaten), will er aber nicht. ich schlage ihm vor, alleine in unser Ausland zurück zu gehen und ich komme nach. Will er auch nicht.
Ich frage ihn, nach seinen Ideen, Wünschen, vielleicht entwickeln sich daraus ja Pläne. Hat er keine. Macht für ihn keinen Sinn.
Ja, man muss dazu sagen, er ist depressiv (hatte schon zwei schlimme Phasen bevor uns).
Ich weiss nicht mehr weiter. Mir bricht es das Herz, dass er nichts mehr gebacken bekommt. Ich leide darunter. Es raubt mir Energie. Wird die Beziehung jetzt beendet (was wohl eher durch mich erfolgen muss), gibt es für mich das Ausland erstmal nicht mehr, da Visa-Antrag auf Partnerschaft beruht und andere Visen schwer zu bekommen sind (das ist eine andere Geschichte)."Du kannst nicht verlieren, wenn du nicht aufgibst!"
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12.01.2016, 20:28
AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal
Ich würde aus dem Jetzt heraus entscheiden und nicht deshalb verharren, weil die Zukunft vielleicht eine andere sein könnte als die, die sich jetzt abzeichnet.
Du kannst gerade aus der Situation, wie sie sich zuspitzt nicht darauf vertrauen, dass Ihr wieder soweit zusammenwachsen könntet, dass ein gemeinsames Auswander in Frage käme.
Ihr müsst Euch nicht sofort trennen, eine räumliche Trennung (er bei seinem Bruder, Du bei Deiner Mutter) könnte die Situation bereits etwas klarer machen.
So, wie Ihr jetzt lebt, wird es über kurz oder lang zur endgültigen Trennung kommen. Wenn Ihr dem ganzen eine Chance geben wollt, trennt Euch räumlich.
Und dann seht weiter, wie es/er sich entwickelt.
Du wirst merken, ob Du Dich überwiegend erleichtert fühlst oder ob er Dir fehlt - und umgekehrt auch.
Liebe Grüße
Zio


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