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  1. gesperrt

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Mich verwundert ein bisschen, dass ihr beide ein bisschen planlos an euer Leben geht.

    Länder wechseln, ohne Plan, ohne Job, ohne Wohnung, ist ein gewagtes Lebenskonzept.
    Pläne sind ja durchaus vorhanden; der Plan wäre ja gewesen, zum Beispiel, schnell wieder eine Stelle zu finden. Bloss hält sich das Leben eben nicht immer an unsere Pläne...

    und immerhin ist die Wohnsituation bis auf Weiteres geklärt. Was meint eigentlich die Mutter dazu, wenn er ständig am Compi sitzt?

    In dir wird wahrscheinlich der Wunsch nach Stabilität und Normalität wachsen.
    Dieses unsichere Leben ist sicher ein täglicher Stressfaktor.
    ja, genau das war ja der Grund, den Thread zu öffnen...

    gruss, barbara

  2. gesperrt

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Zitat Zitat von Amilu Beitrag anzeigen
    Zwei Arbeitslose, eine gewillt, aber findet nichts. Einer könnte, wenn er wöllte.
    Wie kommst du darauf, dass "er könnte, wenn er wollte"? ohne deutsch?

    Du bist ja auch davon ausgegangen, dass du kannst, wenn du willst. Aber klappte trotzdem nicht.

    Fremdes Land, spricht die Landessprache nicht,
    ist er denn immerhin am Lernen? geht ja auch ohne Kurs, Internet hat er ja.

    Reduziere ich es auf das Wesentliche: Er will von Zuhause aus wetten und an seinen literarischen Werken basteln.
    Dieses Schneckenhausding gefällt mir nicht. Hat er denn gar kein Bedürfnis nach Kontakten mit andern Menschen, ist er auch in seinem Heimatland ein solcher Stubenhocker? ausserdem: literarische Werke brauchen Input! - dafür muss man sich auch mal auf andere Menschen, auf neue Situationen einlassen und das aktiv suchen.

    Bleibt er bei mir, weil er kein Plan B hat
    Wie sieht es denn mit dem Plan "B wie Bruder" aus?

    Nur möchte ich mich aus der Rolle befreien, dass er passiv-bequem bevorzugt und ich den Laden schmeiße.
    Er ist offenbar sehr genügsam und bereit, diesen Preis zu bezahlen, um die 8/15-Situation zu vermeiden. Kann ich verstehen und finde ich positiv.

    Also: wenn du was organisierst, dann für DICH. Er wird sich schon melden, wenn er was braucht; offenbar braucht er einfach fast nichts.

    gruss, barbara

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Zitat Zitat von Amilu
    Ich bin frustriert durch meine Arbeitslosigkeit und Bemühungen. Auch will ich nicht von der Arbeitsagentur hören, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit an meinem gebärfähigen Alter liegt
    Mit dem problem studienabschluß, hoch qualifiziert, auch berufserfahrung und trotzdem arbeitslos in deutschland bist du jedenfalls nicht alleine und an deinem gebärfähigen alter liegt es sicher nicht (in ein paar jahren wärst du dann zu alt ). Mein Mann hat über 200 bewerbungen geschrieben. Jetzt arbeitet er seit jahren wieder im ausland und in D ist weiterhin nichts adäquates in sicht.

    Arbeitsagentur...

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir stellt sich nur eine einzige Frage:

    Bist du gerne seine Mutti?

    Du bist seine Wirtin, seine Stütze, seine Lebensorganisatorin, seine Gesellschafterin - seine Mutti, die sich kümmert, rackert, Verständnis hat, Wärme spendet, tröstet, aufbaut, bespaßt.

    Ich sehe, zumindest in deiner Beschreibung, keinerlei Partnerschaft.
    Cheshirekatz hat das, was ich mit Deiner Verhinderung, ihn "Manns genug" sein zu lassen meinte, mit wenigen Worten besser ausgedrückt als ich.

  5. Inaktiver User

    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verständnis hat, Wärme spendet, tröstet, aufbaut,

    Ich sehe, zumindest in deiner Beschreibung, keinerlei Partnerschaft.
    Die fett geschriebenen Dinge gehören für mich in einer guten Partnerschaft dazu.
    Nicht ausschließlich, aber auch.

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Guten Morgen und danke weiterhin für die Anregungen
    Auf die Frage, ob ihn liebe? Ja, das tue ich. Die Beziehung leidet allerdings unter unserer Situation und ist angespannt.
    @Bae und SarahYasemin: Einen Plan hatte und habe ich. Was mir persönlich gefällt ist, dass ich im Planen und Denken flexibel bin und meine Pläne den Umständen versuche anzupassen oder besser gesagt weiter zu entwicklen. Leider macht das Leben einem manchmal einen Strich durch die Rechnung und ich bekomme keinen Job innerhalb von sechs Monaten. Oder es nervt einen doch, wenn man in der Partnerschaft so eng aufeinandersitzt. Und puh, ja, da kann einem die Puste ausgehen. Wie gesagt, ich bin eigentlich ein positiv denkender Mensch und sehe solche miese Talfahrten als Lernprozess. Irgendwie.
    Was mir spontan dazu einfällt, wäre die moderne Fabel „Mäusestrategie“. Hatte das irgendwann mal online gelesen.

    Dass ich keinen Job finde, bringt einen Rattenschwanz mit sich, den sicherlich viele kennen gelernt hatten Kein Einkommen, Frust durch Absagen, wieder hinsetzen, weitermachen, Bewerbungsunterlagen verbessern, korrigieren, Internet durchforsten nach Ratschlägen, mit Freunden und Personalern sprechen. Stellenangebote genauer studieren, bei Firmen nachfragen, anrufen, sich überlegen, wie effektiv man seine Chancen endgültig verbaut, indem man ledig, lesbisch, sterilisiert in den Lebenslauf schreibt. Hm. Ihr hört schon, den sarkastischen Unterton im letzten Satz.
    Und das gemeine am Arbeitslos sein für mich: auch wenn ich scheinbar viel Freizeit habe, setze ich mich von Montag bis Freitag früh an den Schreibtisch und versuche einen geregelten Alltag zu haben und zu „arbeiten“. ich kann meine freie Zeit nicht genießen, da der Druck etwas zu finden da ist Möglicherweise bräuchte ich hier mehr Gelassenheit?

    Nee, seine Mutter möchte ich nicht sein Darum geht es mir, das will ich eben nicht. (@zio und cheshirekatz)
    Er ist in Deutschland unseretwegen. Er kennt das Land, hat ein (Lieblings-)Familienmitglied hier und seine Heimat ist in Europa, gut und schnell zu erreichen. Allerdings ist er hier nicht so glücklich, wie in unserer Wahlheimat. Kulturelle Unterschiede kommen dazu (die aggressiven Deutschen, mehr Ellenbogenmentalität, anderes Essen) Dass ich die Balance finde, zwischen ihm helfen und da zu sein und für ihn verantwortlich sein, scheint mir eine Gradwanderung zu sein. ich möchte ihn nicht bemuttern, sondern ihm den Aufenthalt in Deutschland schmackhaft machen (Ellenbogentraining oder über Dinge lachen können. Und hey guck mal, Deutschland hat ja doch sehr schöne Plätze und liebe Menschen. Und die direkte Ehrlichkeit? Manchmal fies, aber du weißt woran du bist.).
    Ich traue ihm zu und weiß, dass er z.B. alleine Lebensmittel einkaufen gehen kann oder alleine mit den Öffentlichen zum Arzt gehen kann. Meine Hilfe und Unterstützung hat er, wenn er sie einfordert. Und auch die Wärme und Geborgenheit, Unterstützung ist meinerseits da. Ich will nicht Mrs. Organiser sein für uns beide. Wir leben in einer Großstadt und Dinge, die man unternehmen kann, gibt es auch in englischer Sprache. Oder dass man zum Arzt geht, das alleine organisiert, finde nicht, dass ich von ihm zu viel erwarte. Oder doch?
    Überforderung seinerseits schließe ich nicht aus, rede mit ihm darüber. Allerdings muss da auch etwas egoistisch sein und mich erstmal wieder auf Vordermann bringen.


    Er lernt ein bisschen deutsch mit einem Sprachprogramm (nicht sehr häufig, deshalb ja meine Rückfrage, ob er nicht im Deutschkurs besser aufgehoben wäre), ich spreche mit ihm deutsch oder wir üben, was man sagt beim Bezahlen an der Kasse. Das kann lustig sein und macht beiden Spaß. Zumal ich hier immer wieder die FReundlichkeit der Deutschen entdecke und ein bisschen stolz darauf bin, dass viele Deutsche sehr offen sind.

    Zieht er das mit den Wetten durch, dann verkriecht er sich in das Schneckenhäuschen. Ich kann, da muss ich fair bleiben, nachvollziehen, wie es ihm geht. Neues Land, nicht Wahlheimat, da ist es leichter sich zu verkriechen. Wäre jetzt nicht mein Ding, aber man hat ja ab und zu solche Phasen. Nur kann ich für ihn das Leben nicht wuppen (habe ja schon genug in meinem Leben )
    "Du kannst nicht verlieren, wenn du nicht aufgibst!"

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Du schreibst von kleinen Highlights, die sicher wichtig sind, aber es ist aus meiner Sicht zu wenig, was Dich an Eurer Zweisamkeit froh macht. Glaub mir, ich kenne mich aus mit Schieflagen, was das Geld verdienen angeht....

    Man liest immer wieder, dass Menschen, die plötzlich arbeitslos werden, nach sehr kurzer Zeit ihre Tagesstruktur verlieren und regelrecht "vergammeln". Daher sehe ich bei Deinem Freund die Situation, dass es immer schwieriger wird, ihn wieder in einen normalen Arbeitsprozess zu integrieren. Ich nehme mal an, er ist gesund, dann könnte er zumindest Jobs annehmen, um an Geld zu kommen (Lagerarbeit, Flughafen, Kellnern). Wenn er bereits nach den Wetten süchtig ist, wird er auch in seinem Land damit weiter machen.

    Die Deutschen sind nicht aggressiver als andere Menschen - ich lese da einige Schutzbehauptungen, die ihn daran "hindern", den Hintern hoch zu bekommen.

    Ganz ehrlich? Ich sehe schwarz für Euch.
    ...........und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Den mehrfach geäußerten Hinweis, die Problembereiche zu trennen und dadurch überschaubarer zu machen, möchte ich wiederholen, damit er nicht untergeht. Aus der Gleichzeitigkeit der Probleme resultiert ja das Gefühl, in einem "tiefen dunklen Tal" zu sein.

    Eine Beobachtung, die mit allen Teilbereichen zusammenhängt: Kann die allgemeine Unzufriedenheit und scheinbare Ausweglosigkeit nicht auch daher kommen, dass das Paar das verbindende, gemeinsame Projekt aus den Augen verloren hat?

    Der TE gefällt die Lebensweise des Mannes nicht und wie er seinen bescheidenen Lebensunterhalt bestreitet. Online-Wetten, Sparsamkeit, Zuhausehocken, keine Interesse an Menschen, Deutsch-Lernen, Fußball etc. Ihre Unzufriedenheit kann ich gut verstehen. Aber wie mag er das sehen? "Überwintert" er eine Phase in Deutschland, bis sich seine Freundin neu orientiert hat, sie vielleicht wieder ins Ausland können? So wie eine Zitruspflanze im Winter? Oder verkommt er gerade zur passiven Couch-Kartoffel? Ist also auf dem Abwärtstrend?

    Und vor allem: Was war zwischen beiden verabredet, welche Pläne wurden (gemeinsam?) gemacht, welche Pläne wurden an neue Entwicklungen angepasst? Manchmal ändern sich die Ziele oder der Fahrplan ja unterderhand, die Macht des Faktischen undsoweiter. Aber darüber muss man reden. Bei Schweigsamkeit gehen sich alle auf die Nerven...

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    @emma: nein nein, ich meinte nicht im negativen, dass die deutschen aggressiver sind ihm kommt es so vor (seine Worte) und ich freue mich, wenn wir oder er das gegenteil erlebt. Auch wenn wir von westlichen Kulturen sprechen, mache ich selbst die Erfahrung von dem bekannten "Kulturschock".
    Und ja, da stimme ich Dir zu: ich spüre dieses "vergammeln", dieses Couchpotato-Dasein. Das konnte ich anfangs lockerer sehen und ihm die Vorzüge näherbringen, dennoch morgens aufzustehen. Und ja Jeans kann man auch im Haus tragen, nicht non-stop ne Jogginghose. Sich dennoch pflegen, auf regelmäßige Mahlzeiten zu achten.
    Ist er jedoch nicht gewillt, die Situation zu ändern, weil er nicht will oder nicht kann? Schöpft er (für sich) alle Möglichkeiten aus? Gespräche laufen schwierig. Er will ja irgendwie, weiß aber nicht wie Ich wünsche ihm, dass er sich selbst in den Hintern tritt. Ich gebe ihm Denkanstöße, halte mich aber an Versuchen des ihm-in-den-Hintern-tretens zurück (schnell rutscht man in das bemuttern rein).
    Ich wünsche ihm, dass seine Selbstständigkeit klappt und er Erfolge verspürt. Geht es auf meine Kosten, frage ich mich?

    @schiffsjunge: guter Ansatz. Momentansituation? Beide arbeitslos, er verdient wenig Geld, ich auf Jobsuche. Was ist unser Ziel? Zusammen zurück ins Ausland. Was müssten wir dafür tun, um von A nach Ziel C zu kommen? Schritt B. Der sich in viele Teilabschnitte aufgliedern wird.

    Wer kann also was machen im Schritt B? Kleine Erfolge sollten gefeiert werden, finde ich. Er will auch Ziel C erreichen. Aber mit nicht so viel Aufwand. Stress. Eher easy going. Geht das? Teilweise ja, mit Gelassenheit und Zuversicht. Teilweise nein, da gewisse Dinge nunmal organisiert werden müssen (Einkommen, Versicherung, Alltag, etc.)
    Überwintert er? Gute Frage. Ja, so wirkt das.

    Ich möchte ihm nichts aufzwingen, weder eine neue Einstellung oder Umkrempeln des Lebens. Das muss jeder schon selbst verstehen und seine Zeit für´s Umsetzen nehmen. Den Strang habe ich eröffnet, um neue Denkanstöße zu bekommen. Sicherlich bin ich gerade sehr angespannt und strukturiert zu denken, wenn das Herz und die Hormone eine Rolle spielen, ist schwierig
    "Du kannst nicht verlieren, wenn du nicht aufgibst!"

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    AW: Da bin ich also nun, im tiefen dunklen Tal

    Zitat Zitat von Amilu Beitrag anzeigen
    Was ist unser Ziel? Zusammen zurück ins Ausland. Was müssten wir dafür tun, um von A nach Ziel C zu kommen? Schritt B. Der sich in viele Teilabschnitte aufgliedern wird.
    Dass eine solche Phase im Schritt B eine belastende Geduldsprobe ist, verstehe ich gut. Und dass ein Paar dabei unterschiedliche Temperamente und Geschwindigkeiten hat, auch.

    Aber eine kurze Frage: Wenn ihr zusammen zurück ins Ausland wollt und das euer gemeinsamer Plan ist - warum bewirbst Du Dich dann in Deutschland um Jobs? Theoretisch (und alle Geschmacksfragen mal außen vor) würde es dann doch reichen, bei den Eltern zu wohnen, wenig Geld auszugeben und ein paar Online-Wetten zu erlösen (so wie der Mann das macht).

    Könnte aus seiner Sicht das Risiko nicht vor allem darin bestehen, dass Du einen Job in Deutschland findest, ihr euch eine eigene Wohnung leisten könnt und er so unterderhand ein Zuhause in Deutschland bekommt, obwohl eigentlich etwas anderes vereinbart war. Vielleicht sträubt er sich deshalb gegen das Deutschlernen (obwohl ich immer versuchen würde, die Sprache meines Partners zu lernen).

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