Du musst jetzt überhaupt nicht von heute auf morgen ein fixes Bild von einer Zukunft haben.
Es ist auch alles noch viel zu frisch, um sofort und auf Knopfdruck das alte Ziel durch ein neues ersetzt zu haben.
Wie ich vorhin schon geschrieben habe, versucht einen Weg zu beginnen, der wieder passend ist.
Ihr hattet die Eltern unterstützt, das war passend für die damalige Situation, passend zu Eurem Charakter, passend zu Euch.
Nun ist eine andere Situation, für die Ihr Lösungen finden werdet, die wiederum zu Euch passen werden.
Ihr müsst nicht sofort die ideale Lösung parat haben, nicht sofort den Traumberuf oder krampfhaft nach Träumen in Euch suchen, geht kleine Schritte, einen nach dem anderen und findet Ansätze, wie sie zu Eurer Situation am besten passen.
Es reichen anfangs einmal ungefähre Vorstellungen, wie es weiter gehen könnte. Und dann alles dafür zu tun, diese Richtung einschlagen zu können.
Vielleicht auch mit Hilfe einer Checkliste, was kann ich gut, was würde ich gerne tun, wo liegen meine Talente, was wäre ich bereit, übergangsweise zu tun?
Die perfekte Lösung wird es nicht auf Knopfdruck geben, aber den richtigen Weg dorthin. Und richtig heißt wie immer "passend" zu Euch.
Liebe Grüße
Zio
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Ergebnis 31 bis 35 von 35
Thema: Verwirrende Gefühle
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29.12.2015, 19:50
AW: Verwirrende Gefühle
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29.12.2015, 20:18
AW: Verwirrende Gefühle
ich hatte die chance zu einem Neustart in meinem (Traum)Beruf. Der zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr mein Traumberuf war; zwischendurch war ich ähnlich orientierungslos wie du. inzwischen geht es mir damit ziemlich gut. ok, ich bin nicht euphorisch, aber auch nicht schwer enttäuscht, wenn etwas nicht nach Plan verläuft; realistisch, pragmatisch und durchaus zufrieden. Besser könnte es gar nicht sein, denn besser würde automatisch noch mehr Belastung mit sich bringen, das möchte ich nicht. Träume verlege ich auf die REM-Zeiten
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29.12.2015, 20:48
AW: Verwirrende Gefühle
Die Sache ist nur die, dass mein Mann eigentlich ziemlich genau weiß, was sein Traum ist... und jetzt könnte er ihn ggf tatsächlich verwirklichen, zumindest in Angriff nehmen. Vielleicht geht's ihm daher auch besser als mir mit der plötzlichen Entscheidung seiner Eltern. Ich freue mich für ihn, ich will, dass er glücklich ist, er hat es verdient. Aber ich beneide ihn auch ein wenig darum, weil er träumen kann und ich nur in der Luft hänge. Ich merke, dass er langsam Zukunftspläne schmiedet und euphorisch wird. Das setzt mich etwas unter Druck, denn was will ich eigentlich...
@ila: war das dein erlernter Beruf, der erst durch einen Neustart (zB in einem anderen Unternehmen oder nach einer Kinderpause) zum Traumberuf wurde oder hast du zwischendurch was anderes gemacht und dann im alten Beruf wieder neu angefangen?
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29.12.2015, 21:08
AW: Verwirrende Gefühle
im alte Beruf, der ursprünglich mal mein Traumberuf war, beim Neustart schon nicht mehr. jetzt sehe ich ihn sehr pragmatisch.
eines von nicht wenigen mir bekannten Beispielen (ein Teil davon selbst erfahren), bei denen sich die Spruchweisheit bestätigt hat: Sei vorsichtig mit deinen Träumen, sie könnten in Erfüllung gehen
Dann fangen die Probleme oft erst an. Und niemand als man selbst ist dafür verantwortlich. Es kann nämlich durchaus AUCH entlastend sein, es auf Umstände, Eltern, die Zeiten zu schieben, wenn die Dinge anders laufen als geplant. Stimmt ja meist auch. Nur: auch Pläne sind eine Sache, das Leben mitunter eine andere
Was aber keineswegs heißen soll,dass es immer so ist. Ich kenne auch positive Beispiele
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30.12.2015, 00:42Inaktiver User
AW: Verwirrende Gefühle
Wahrscheinlich, könnte das sein, trifft es ganz stark den wirklichen Punkt, nämlich den bei Dir?
Es ist eine Dynamik entstanden, die Dir (jetzt und verständlich auch bei der Vorgeschichte) Angst macht.
Ich finde, Du solltest viele der Beiträge hier nochmals lesen, aber ganz besonders den letzten von Zio

. Da ist ganz viel tolle Anleitung, auch und gerade für Dich, drin.
Nur Mut und alles Gute,
narrare.
P.S. Mit Ü40 noch eine sehr lernintensive Ausbildung gemacht und die staatliche Prüfung erfolgreich abgeschlossen, Fachbuchautorin. Heute, einige Jahre später, arbeite ich in mehreren Bereichen, aber v.a. Dingen in meinem Traumberuf und bin - endlich wieder - finanziell unabhängig.
Eines meiner Mantras, seit Jahren nun: man muss es "nur" tun. Erfahren habe ich dadurch, das andere kommt dann, eben siehe Zios Beitrag, Schritt für Schritt.
Es ist ein Prozess, kein von jetzt auf gleich.



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