@wildwusel - ich muss Dir ein echtes Kompliment machen - Du schreibst einfach so saugute Sachen.
Ich nehm von Dir soviel mit, auch wenn ich nur schnell vor dem Zubettgehen lese und es ja auch gar nicht an mich direkt geht. Danke Dir.
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Ergebnis 11 bis 16 von 16
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06.12.2015, 22:58
AW: Stabilität und Halt in instabilen Zeiten
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06.12.2015, 23:20Inaktiver User
AW: Stabilität und Halt in instabilen Zeiten
@bluuuee: im ansatz kann ich deine probleme ganz gut nachvollziehen, wenngleich ich die situation nicht eins zu eins so erlebt habe wie du.
zu der sache mit den entscheidungen habe ich nichts zu schreiben, was die anderen nicht schon geschrieben hätten (und mehr als mir einfiele).
nur zu der sache mit der masterarbeit: ich glaube, das ist kein so seltenes problem! meines wissen finden die meisten studienabbrüche oder zumindest eine große zahl von ihnen vor der abschlussarbeit statt.
das ist eine der schwersten situationen im leben, finde ich, so eine abschlussarbeit. eine herausforderung nämlich, dei man ganz allein bestehen muss.
soll heißen, wenn du jetzt labil bist, heißt das nicht, dass mit dir was nicht in ordnung ist... deine schwierigkeiten sind relativ normal.
mein tipp wäre, zur studienberatung zu gehen und dir professionelle unterstützung und ermutigung zu suchen. vielleicht auch ein coaching. lass dir helfen! und sei sicher, da bist du auch nicht die einzige, das machen mehr leute als man denkt.
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06.12.2015, 23:29
AW: Stabilität und Halt in instabilen Zeiten
@little_miss_sun:

** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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07.12.2015, 20:18
AW: Stabilität und Halt in instabilen Zeiten
DANKE! Eure Normalisierung der Dinge klingt wie Musik in meinen Ohren. Heute Morgen war es besonders schlimm, sodass ich es nicht geschafft habe, aufzustehen, aber im Laufe des Tages wurden mir einige Dinge klarer:
- Ich bin zwar nicht der stabilste Mensch, aber auch kein sehr instabiler Mensch. Ein typischer Mensch Mitte 20 wahrscheinlich.
- Und mir ist klar geworden, dass es tatsächlich die Masterarbeit ist, die mich zu einem Fähnlein im Wind macht. Mir ist klar geworden, dass es mir nicht nur so vorkommt, als wäre die Masterarbeit eine Mammutaufgabe, sondern dass es wirklich eine riesige Leistung ist, dieses Riesenprojekt hinter sich zu bringen. Bähm.
- Und ich sehe die zu treffenden Entscheidungen wieder positiver - als das was sie sind - ein Ausdruck von verschiedenen Möglichkeiten.
Nach meinem Zusammenbruch am Morgen wusste ich nicht mehr vor, noch zurück, ich war nur noch blockiert und telefonierte dann mit meiner Freundin und sie sagte mir: "Soooo blue, nun fängst du damit an und machst dann mit den und den Arbeitsschritten weiter..." Das hat mir sehr geholfen und ich sehe zum ersten Mal seit 4 Wochen wieder Licht.
Nun werde ich mal weiter im Rund-ums-Studium-Forum stöbern, vielleicht treffe ich dort auf Gleichgesinnte.
Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten!
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07.12.2015, 22:42
AW: Stabilität und Halt in instabilen Zeiten
Bluuee,
wollte auch noch loswerden, dass ich als relativ belastbare Person in Umbruchsituationen mit mir zu tun hatte und das völlig normal finde.
Denke nicht, dass das heisst, dass man generell Krisen schlecht meistert.
Bei mir äussert sich das Problem in übermässiger Nervosität.
Neben Listen wie von Wildwusel beschrieben und positives Denken haben mir Struktur sehr gut getan.
Zb einen festen Termin für Mittagessen mit Freundin, für Telefonat mit den Eltern, für ein Entspannungsbad.
Gerade in den Zeiten, wo Veränderungen im Freundeskreis anstehen, die einem Sorgen machen, fand ich das hilfreich. Zudem bewusstes Aufraffen zu Kontaktpflege, so wie andere Projekte (Masterarbeit) das erlauben.
Und wegen Umzug zu Freund: schon mal Ausmalen, was dann schön wird, welche Möglichkeiten es in der neuen Stadt gibt, die Du dann gerne nutzen willst u.ä.
Alles Gute!Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"
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08.12.2015, 06:56Inaktiver User
AW: Stabilität und Halt in instabilen Zeiten
Hallo blue- schön und freut mich

Ja- es ist manchmal wichtig sich "runter zu holen" und zu erkennen, dass man ganz normal ist
Ich lese aus Deine Zeilen Überforderung und Orientierungslosigkeit, was Unsicherheit und Angst bringt, was auch alles stimmig ist
Es ist halt nicht "nur" eine Masterarbeit sondern da spielt doch noch ganz viel mit hinein!
Das Ende einer langen Zeit vorher- unwiderbringlich.
Der Anfang einer neuen Zeit danach- was doch sicher unendlich viele Fragezeichen mit sich bringen wird und damit Unsicherheiten, die noch dazu jetzt nicht zu klären sind.
Schon diese zwei Aspekte haben ein immenses Potential um sehr ins Schwimmen zu kommen.
Wenn Du Lust hast- dann nehme es einmal auseinander!
Das könnte Dir auch sehr helfen einzelne Stationen in Dir besser anzunehmen oder auch friedlich wegzulegen.
Wenn zB mancher Abschied in Dir bewusst vollzogen ist, dann wird das nicht mehr bei allem mitmischen
Wie sollte man denn in so einer Zeit ruhig und stabil sein? Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen und es wird sicher vielen ähnlich gehen wie Dir!
Daher auch meine Gedanken, Dir nun ganz bewusst Aktionen oder Dinge zu suchen, die Stabilität und Sicherheit bringen. Und so komisch Bettzeug klingen mag- wer sein gemütliches, sicheres Nest hat, der kann es überall aufschlagen und vertraut in die Ruhe zu gehen ist von unschätzbarem Wert
alles Gute für Dich
kenzia


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