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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von _tarasjugina_ Beitrag anzeigen
    Aber: das Jahr. Das ist bei mir synästhetisch, es ist nicht anders zu fühlen als ein Kreis und genauer noch: ein Riesenrad, dessen Gondel "oben durch" und unten durch etwas verlangsamt, man spürt es haargenau, wann der Zenit überschritten ist, es ist eine Bewegung drin. Und ich habe an jedem Tag einen gefühlten Grad.
    +1

    Bei mir ist es wie eine Uhr, die auf dem Kopf steht und verkehrt herum läuft, also Zwölf oder der Jahreswechsel ist unten, das Frühjahr so auf drei Uhf, und Sommer oben. Ich habe nur noch nie darüber nachgedacht, dass das eine Synästhesie ist.
    Die Menge macht das Gift.
    T. B. v. Hohenheim

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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von _tarasjugina_ Beitrag anzeigen
    Aber: das Jahr. Das ist bei mir synästhetisch, es ist nicht anders zu fühlen als ein Kreis und genauer noch: ein Riesenrad, dessen Gondel "oben durch" und unten durch etwas verlangsamt, man spürt es haargenau, wann der Zenit überschritten ist, es ist eine Bewegung drin. Und ich habe an jedem Tag einen gefühlten Grad.
    Bei mir ist der "Kreis" ein ovales "Band" und ich bewege mich an seiner Innenlinie entlang vorwärts. Die Monate sind dabei gleich lange unterschiedlich eingefärbte Abschnitte.

    In der Musik (ich kann nur bei der Klassik mitreden): im 3. Klavierkonzert Beethovens reitet unverkennbar die jugendliche Mary, Queen of Scots, durch ihre Heimat. Ja, gleichzeitig rezipiert als Kind, aber es kommt nicht mehr voneinander los.
    Sehr schön und so ganz speziell! Hast du diesen "Film" während des kompletten Klavierkonzerts vor Augen, also auch während des langsamen Largo-Satzes, oder nur bei den charakteristischen Themen?

    Themenmusik geht, die Passionen, die Schöne Müllerin - ich habe meine Bilder; eine Oper geht nicht: zuviel.
    Bei großen Orchesterwerken (Symphonien, Ouvertüren, Solistenkonzerten mit charakteristischen Tutti-Stellen, Ballett-Musik etc.) sehr wuchtig und großflächig, bei Kammermusik filigran und verspielt, da man die Stimmen der Instrumente gut einzeln heraushört.... sowie irgendwo Gesang dazukommt, ist alles weg - rien ne va plus.

    Zu den Buchstaben habe ich die Farben nur durch das Wort für die Farbe: A ist blau, E ist gelb, I ist weiß, O ist rot - U ist aber schwarz. Entsprechend ist eine 5 grün und eine Vier weiß-gelb wie Joghurt mit Pfirsichstückchen. Aber eine 6 ist trotzdem blau, komisch.
    Buchstaben stehen bei mir in einer bestimmten Anordnung parat, sind aber nur isoliert farbig, Schrift und Texte sind einfarbig. Da vermisse ich auch nichts.
    Irgendwie "ungemütlich" fühle ich mich allerdings, wenn in einem zusammenhängenden Text jeder Buchstabe eine bestimmte Farbe hat, die jeweils nicht mit "meiner Farbe" übereinstimmt.
    Der Zahlenstrang liegt bunt (jede Ziffer hat ihre persönliche Farbe, mehrstellige Zahlen werden daraus zusammengesetzt) und leicht gekrümmt im Raum und ich bewege mich beim Kopfrechnen daran entlang.

    Messer sind Männer, Gabeln sind Frauen, Esslöffel sind die Großmütter.
    Hübsch!

    Danke für deine Offenheit!
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio

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