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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Außersinnliche Wahrnehmung" klingt für mich nach PSI, Ufos und dergleichen Unsinn mehr.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man das wissenschaftlich so bezeichnen würde.

    Nur deshalb schrieb ich "hoffentlich nicht". Weil es so einen gnadenlosen Touch von "unseriös" bei mir hat.
    Ich meine, wir alle kennen doch aus dem Eso-Laden diese Sache mit der "Aura Fotografie" - der größte Humbug auf Erden. Oder das sog. Aura Lesen von meist nur von sich selbst ernannten Könnern.
    Wieso soll das mit der Aura Humbug sein? Ich glaube seit einiger Zeit schon, dass es das gibt. An Ufos glaube ich aber nicht.
    Die Phänomene, die in diesem Strang beschrieben werden, klingen schon sehr nach dem, was man unter Aura versteht. Bei Letzterer geht es ja auch um Farben und Formen.

  2. Inaktiver User

    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Synästhetiker erkennt man daran, dass sie damit nicht hausieren gehen und auch nicht ohne Not "ihre Farben" ausplaudern.
    Vielleicht wäre Deinem Anliegen eher gedient, wenn Du eine eigene Gruppe gründest. Dort könntest Du die Zugangsvoraussetzungen festlegen und würdest Dich nicht mehr durch "vermeintliche" Synästhetiker gestört fühlen, die sich hier zu Wort melden.

  3. Inaktiver User

    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von Septima
    Woran erkennst du das Geschlecht von Zahlen und Buchstaben?
    Bei Zahlen ist es eher umgekehrt zu dem, was Beekeeper geschrieben hat. Männliche Zahlen sind ungerade, weil straighter. Gerade Zahlen sind weiblich und irgendwie kompromissbereit, weil sie lassen sich teilen zum Beispiel Bei Buchstaben sind bei mir folgende männlich: G H O R T U W X Z .. Was haben diese gemeinsam? Keine Ahnung. Weiblich sind also B C D E F I J K L S V Y. A, P, M, N und Q sind neutral für mich.. Die Zusammenhänge sind mir gar nicht klar, ist nur ein Empfinden.

    @Bae, deine Vorstellungen zu Zahlen finde ich interessant! Ich hab das in dieser Form nicht ganz so dolle, aber die 0 ist zB transparent und schwebt im Raum. 1 = schwarz, 2 = grau und steinig, 3 = ockerfarben und kratzig, 4 = knallig rot und scharfkantig, 5 = grün und frisch, 6 = blau und kalt, 7 = lila billig, 8 = pink und herzlich, 9 = braunes Holz. Etwas seltsam ist das schon

    Ich hab es bisher nur meinem Freund und meinem Büronachbarn erzählt, dem ich vertraue und er fand das total interessant, kennt es aber nicht selbst.

    @Beekeeper *wink*, ich habe es bisher nie so empfunden, dass es mir gelernt worden ist. Irgendwie hatte ich in meiner Vorstellung, vielleicht auch zum Eselsbrückenbauen, Farben und Positionen, sowie Texturen der Zahlen und Buchstaben. Vielleicht hab ich es einfach vergessen

    @Naja, warst du das? Dass man auch ein exorbitant gutes Gedächtnis hat? Das stimmt bei mir definitiv gar nicht. Im Vokabeln lernen war ich immer schlecht. Dafür habe ich die grammatikalischen Regeln gut verstanden, bzw. konnte bei Gedichten und Liedern mir durch die dazu vorgestellte Geschichte und die jeweiligen Anfangsbuchstaben der Zeilen so einigermaßen behelfen. Und durch photographisches Gedächtnis.

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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Hm, vielleicht kann doch ein Austausch ohne Fronten entstehen, wenn ich mich mal in die Mitte stelle und sage: ich "habe das" in einem gaaaanz geringen Ausmaß?

    leider nicht im Intellektuellen ...
    Aber: das Jahr. Das ist bei mir synästhetisch, es ist nicht anders zu fühlen als ein Kreis und genauer noch: ein Riesenrad, dessen Gondel "oben durch" und unten durch etwas verlangsamt, man spürt es haargenau, wann der Zenit überschritten ist, es ist eine Bewegung drin. Und ich habe an jedem Tag einen gefühlten Grad.

    In der Musik (ich kann nur bei der Klassik mitreden): im 3. Klavierkonzert Beethovens reitet unverkennbar die jugendliche Mary, Queen of Scots, durch ihre Heimat. Ja, gleichzeitig rezipiert als Kind, aber es kommt nicht mehr voneinander los.
    Themenmusik geht, die Passionen, die Schöne Müllerin - ich habe meine Bilder; eine Oper geht nicht: zuviel.

    Hingezogensein in Länder oder deutlichst jedenfalls Richtungen, wo Vorfahren lebten ohne, dass sie je darüber erzählen konnten. Auch weiter"vererbte" Ängste (ohne Sprache), so sie dort leben mussten , z.B. Frieren schlimmer als Hunger.

    Merkfähigkeit - für schöne Sätze, Zitiersucht, jederzeit aufspringen und zum Regal laufen, "guck, hier stehts".
    Und für völlig blöde Details, wie dass die Frau Franz Wagenseils im Mann der nach oben will, in der Verfilmung von Anita Kupsch gespielt wurde, die auf sein bittendes "och Elseken" die schöne Antwort hatte "och Fränzeken ... leck mich doch am Ärscheken!"

    Zu den Buchstaben habe ich die Farben nur durch das Wort für die Farbe: A ist blau, E ist gelb, I ist weiß, O ist rot - U ist aber schwarz. Entsprechend ist eine 5 grün und eine Vier weiß-gelb wie Joghurt mit Pfirsichstückchen. Aber eine 6 ist trotzdem blau, komisch.

    Messer sind Männer, Gabeln sind Frauen, Esslöffel sind die Großmütter.
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky

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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von _tarasjugina_ Beitrag anzeigen
    Aber: das Jahr. Das ist bei mir synästhetisch, es ist nicht anders zu fühlen als ein Kreis und genauer noch: ein Riesenrad, dessen Gondel "oben durch" und unten durch etwas verlangsamt, man spürt es haargenau, wann der Zenit überschritten ist, es ist eine Bewegung drin. Und ich habe an jedem Tag einen gefühlten Grad.
    Interessante Vorstellung... zum Jahr hab ich auch so eine absurde Idee: nämlich dass es einen Moment gibt, wo das alte Jahr schon fertig ist und das neue Jahr noch nicht angefangen hat - nur ein kurzer Augenblick - doch da ensteht ein Spalt in der Zeit, und wer Pech hat, fällt in den Spalt zwischen den Jahren und ward nimmer gesehen. Das ist etwas, was mir tatsächlich jedes Jahr ein bisschen Sorgen macht, der Spalt zwischen den Jahren.

    jederzeit aufspringen und zum Regal laufen, "guck, hier stehts".
    Das hab ich auch. Ich hab damals noch dem Ex, mehr als ein Jahr nachdem ich ausgezogen war, sagen können, wo sich in seiner (!) Wohnung das Zeug befindet

    ist ja interessant, was da alles an Fähigkeiten zusammenkommt, die ich nie so zusammengedacht hätte.

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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Synästhetiker erkennt man daran, dass sie damit nicht hausieren gehen und auch nicht ohne Not "ihre Farben" ausplaudern.
    Also bin ich jetzt da mit irgendwas hausieren gegangen? Ist das dein Ernst?
    DU hast doch den Strang aufgemacht und u.a. ich habe meine eigenen Eindrücke dazu geschildert.
    Das mit dem gelb-braunen Gefühl sollte ein Späßchen sein, hätte ich wohl noch die rote Ironielampe dranpappen sollen, eieieiei echt.......bei mir tut sich farblich nämlich nichts

    Das mit dem exorbitant guten Gedächtnis kam übrigens auch nicht von mir, sondern von jemandem, der meinte, solange man an der Kasse nicht schon den abgezählten Betrag parat habe, falle das auch nicht so auf......ab da habe ich mich überhaupt erstmal angesprochen gefühlt, aber seis drum.

    Ich brauche es nicht, eine synästhesie zu haben oder nicht zu haben, schon gar nicht will ich damit hausieren gehen oder gar auch nur den Eindruck erwecken, ich wolle das.

    Das mit der eigenen Gruppe ist doch vielleicht ne gute Idee, da muss man sich dann nix anhören, durchlesen, das einem nicht passt, wenn ich das richtig verstanden habe. Und ja, ich bin lernfähig, nix privates mehr hier hintippen, warum hatte ich ja eingangs bereits vermerkt.

    Hier schrieb jemand, man könne sich doch in der Mitte treffen, es gebe da ja vielleicht unterschiedliche Ausprägungen (und was mich betrifft habe ich ja nur einen kleinen Teil davon "ausgepackt"), ja das dachte ich ja auch, ich dachte noch nichtmal, dass es hier ums Recht haben gehen könnte und man sich daher ja in irgendeiner Mitte treffen müsse

  7. Inaktiver User

    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Zahlen ist es eher umgekehrt zu dem, was Beekeeper geschrieben hat. Männliche Zahlen sind ungerade, weil straighter. Gerade Zahlen sind weiblich und irgendwie kompromissbereit, weil sie lassen sich teilen zum Beispiel
    Das kann ich total gut verstehen bzw. nachempfinden. Dann kämen deine Zahlen von einem anderen Planeten als meine. Ich seh die richtig vor mir und könnte mir vorstellen, dass deine Fünf und meine Fünf zusammen Walzer tanzen. Deine Buchstaben verstehe ich auch. Konsonanten haben bei mir zwar weder Geschlecht noch Farbe, aber glauben tu ich's ihnen trotzdem.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Beekeeper *wink*, ich habe es bisher nie so empfunden, dass es mir gelernt worden ist. Irgendwie hatte ich in meiner Vorstellung, vielleicht auch zum Eselsbrückenbauen, Farben und Positionen, sowie Texturen der Zahlen und Buchstaben. Vielleicht hab ich es einfach vergessen
    Beigebracht hat es mir auch niemand. Ich kann mich halt nur erinnern, dass es eben immer schon so war, mit den Vokalen und den Zahlen kamen die Farben direkt mit, und ich weiß für mich, dass da mein Hirn vernetzt gelernt hat und ganz sicher keine andere Besonderheit im Spiel war.
    Erzählt habe ich das natürlich meinen Eltern, schon ganz früh, und wahrscheinlich auch Freundinnen im Kindergarten, später wahrscheinlich auch den Lehrern in der Grundschule. Kapiert hat das zwar keiner, und ich kann mich an Verwunderung erinnern, aber an Ablehnung gar nicht. Meine Eltern fanden es interessant und eher positiv. Ich glaube, mein Vater fand es normal, und meine Mutter irgendwie faszinierend. (Aber sie glaubte auch lange Zeit, ich sei medial veranlagt. Manchmal denke ich, sie glaubt es heute noch. )

    @Naja, Bae & al: Bei euren Beiträgen denke ich, dass vielleicht ein Test auf Hochbegabung ganz interessant oder erhellend sein könnte. Das liest sich so ein bisschen danach.

  8. Inaktiver User

    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von _tarasjugina_ Beitrag anzeigen
    Hm, vielleicht kann doch ein Austausch ohne Fronten entstehen, wenn ich mich mal in die Mitte stelle und sage: ich "habe das" in einem gaaaanz geringen Ausmaß?
    [...]
    Zu den Buchstaben habe ich die Farben nur durch das Wort für die Farbe: A ist blau, E ist gelb, I ist weiß, O ist rot - U ist aber schwarz. Entsprechend ist eine 5 grün und eine Vier weiß-gelb wie Joghurt mit Pfirsichstückchen. Aber eine 6 ist trotzdem blau, komisch.

    Messer sind Männer, Gabeln sind Frauen, Esslöffel sind die Großmütter.
    Stimmt! Das Besteck, genau! Du hast Recht.
    Der Löffel war bei mir aber das Kind (also ich). Danke fürs dran Erinnern!
    Fronten finde ich auch unnötig. Verstehe ich auch nicht. Es muss doch jeder für sich selbst wissen, wie er was empfindet oder begreift. Für den einen ist die Synästhesie es eine besondere, übersinnliche Wahrnehmung, für den anderen eine besonders anschauliche Sicht auf die Dinge/Welt. Ist doch ok. Freut sich einer an der Aura, der andere am wachen Geist, noch ein anderer an beidem. Hauptsache man freut sich.
    Und wieso "in ganz geringem Ausmaß"? Wer wollte das denn bestimmen, das Ausmaß?

    Deine Vokale verstehe ich.
    Die Fünf ist rot, komischerweise, und die Vier grüngelb. Sechs ocker, glaub ich. Eins, zwei und drei sind alle blau-weiß, wahrscheinlich wegen des Diphtongs, der in allen dreien drin ist.

    Macht Spaß.

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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Naja, Bae & al: Bei euren Beiträgen denke ich, dass vielleicht ein Test auf Hochbegabung ganz interessant oder erhellend sein könnte. Das liest sich so ein bisschen danach.
    @ beekeeper:
    Also ich kann da ja nur für mich sprechen, und auf die Gefahr hin, dass sich das nun tatsächlich arrogant anhört, aber der Drops war dann schon länger gelutscht Zumal sich das ja nicht auf Zahlen, Texte oder irgendwas beschränkt hatte, unabhängig von dem jeweils aufnehmenden Sinn (Auge, Ohr etc) war und ja bei weitem nicht nur fürs merken können, sondern auch fürs begreifen galt/gilt.

    Wobei das Grundgefühl das gleiche ist, dass man selbst das ja für normal, im Sinne von bei allen anderen so, hält. Mein Punkt war jetzt aber der, und NUR deswegen habe ich mich hier eingeklinkt, dass sich mir da, anhand des Synästhesie-Konzeptes ganz neue Ansatzpunkte aufgetan haben, WIE das funktioniert.

    Und soweit ich mich da mal auf die Schnelle eingelesen habe, fällt das, wie das bei mir läuft, bzw schon immer gelaufen ist, da durchaus auch drunter.

    Aber seis drum, die TE empfindet das als farben-petzendes Hausieren gehen (ich hoffe, sie hat deine Farb-Bekentnisse noch nicht gelesen, denn echte Synästhetikier geben die Farben ja nicht preis ) und ich kann mir da durchaus auch alleine meine weiteren Gedanken drüber machen, ohne mich dafür (seitens der TE) hoch-demonstrativ aus einem "Kreis der Erlauchten" ausmustern lassen zu müssen.

    Deine Ansätze dazu, Beekeeper, wie schon geschrieben, finde ich da durchaus interessant.

    LG und viel Spaß noch at all

    Naja

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    AW: Synästhesie - Ballast oder Bereicherung?

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