waldheilerin,
bitte die Mods, deine beiden identischen Stränge zusammenzulegen. Es ist wenig ergiebig für dich und die Leute die antworten möchten, wenn es zwei gleiche "Baustellen" gibt.
Gruß Elli
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Thema: Heimweh
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21.10.2015, 09:56Inaktiver User
AW: Heimweh
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21.10.2015, 11:36Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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21.10.2015, 12:59
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21.10.2015, 13:15
AW: Heimweh
Liebe elli
Doch ich habe hier alles gute Freunde ...tolle Arbeit usw. Das ist ja gerade das verrückte.Und trotz allem zieht es meine Seele seit Jahren dort hin .(es ist unerklärlich)
Ich wurde damals von heut auf morgen entwurzelt das heisst ich habe Heimat Freunde Familie von einen Tag auf den anderen verloren aufgrund einer Flucht in den goldenen Westen ..... Da War ich 11 und konnte mich nicht verabschieden. Vielleicht hängt dieses heim (Weh ) auch etwas damit zusammen.Ich weiss es nicht die Psyche geht manchmal komische Wege.
Mein Mann ? Dem gefällt es dort auch sehr gut jedoch müsste er seinrn Job aufgeben und damit könnte ich als Mitverursacherin nicht leben.
Lg
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21.10.2015, 14:37Inaktiver User
AW: Heimweh
Ok, das kann ich nachvollziehen, aber du kannst doch jetzt jederzeit hinfahren und dich quasi "im Nachhinein" verabschieden bzw. die Lage heute dort realistisch einschätzen.
Hast du dort Kontakte bzw. Verwandte ? Sind die Beziehungen von damals heute noch vorhanden bzw. "tragfähig" ? Ich denke nach wie vor, dass du deine "alte" Heimat in einem total verklärten Licht siehst. Du hast in Hamburg einen Mann, Freunde und eine gute Arbeit, das ist ein lebenswertes Leben in meinen Augen und trotzdem kannst du dort nicht spazierengehen ?
Aber gut, ich bin da wohl ein schlechter Ratgeber, ich fühle mich dort "daheim", wo ich eine gute Arbeit habe und mich von den Menschen in meiner Umgebung wertgeschätzt fühle. Vergangene Orte sind für mich vergangen, ich denke gerne daran zurück, aber es ist eben Vergangenheit.
Wenn es deinem Mann an der Müritz auch gefällt, dann könnt ihr ja immer die Urlaube dort verbringen, vielleicht ein Ferienhaus erwerben ? Ich kann mir für mich nicht vorstellen in eine Region zu ziehen, in der es mit den Arbeitsplätzen und dem sonstigen Leben (Kultur etc.) mau aussieht, gute Luft und schöne Landschaft hin oder her. Im Hamburger Umland gibt es doch auch sehr schöne Ecken finde ich.
Aber das ist jetzt nur meine Sicht. Wenn für dich die Müritz der schönste und einzigste Ort der Welt ist, an dem es sich leben lässt, dann kann wohl nichts und niemand dagegen anstinken. Eine Lösung für dein Problem habe ich so gesehen nicht.
Eine Frage hätte ich noch: wo und vor allem wie leben denn deine Eltern heute ? Sehnen sie sich auch zurück in die "alte Heimat" ?
Gruß Elli
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21.10.2015, 15:01
AW: Heimweh
Hallo Waldheilerin,
du schreibst,durch die Flucht hast du von heut auf morgen Familie und Freunde verlassen müssen-es lebt dort aber keiner mehr. D.h. die Freunde sind inzwischen (viell.aus wirtschaftl.Gründen) auch weggezogen, allerdings ohne so eine schmerzhafte Zäsur.
Weißt du,wo sie hingezogen sin?Könntest du mit ihnen zB per Mail Kontakt aufnehmen und erfahren,wie sie über die alte Heimat denken?Vielleicht ein Treffen mehrerer,um dann gemeinsam mit der (Kinder)zeit dort abschließen.Ich habe zB eine Schulkameradin in den USA ausfinfig gemacht,wir schreiben uns regelmäßig per Mail,und einige belastenden Jugenderlebnisse der Vergangenheit konnten wir gemeinsam klären und damit abschließen.
Und in Gegenwart und Zukunft könntest du das Heimweh per Urlaub dort befriedigen.
Du musst einerseits mit deinen Kindheitserlebnissen Frieden schließen-emotional-aber auch rational deine jetzige,doch zufriedene Situation beachten,dh im Augenblick geht aus bestimmten Gründen die Rückkehr nicht.Und vielleicht ist wegen der aktuellen Unmöglichkeit das Heimweh so stark:Wenn du dort leben könntest,würde es dir evt gar nicht so 100% gefallen (2 mir bekannte "Gastarbeiterkinder",die immer von der elterlichen Heimat so begeistert waren und unbedingt später dort leben wollten,kamen nach kurzer Zeit wieder zurück,weil sich Sehnsucht und Wirklichkeit doch nicht mehr entsprachen.)
Und den Ausdruck "mit dem goldenen Pinsel" finde ich sehr gut.
Liebe Grüße Daphnia
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21.10.2015, 15:13
AW: Heimweh
Hallo Waldheilerin,
ich kenne Deine alte Heimat, die Müritz, von Besuchen, sie ist wirklich schön!
Ja, 11-jährige Kinder werden vor Umzügen nicht nach Wünschen gefragt, ich war auch in diesem Alter, als wir umzogen und habe meine beste Freundin erstmal sehr vermisst.
Du hast mehrere Male erwähnt, dass Du keine Gelegenheit hattest, Dich zu verabschieden. Hier schlug eine Schreiberin vor, dass Du heute mal hinfährst und Dich im Nachhinein verabschiedest - ich finde diesen Vorschlag sehr gut! Probier es aus!
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21.10.2015, 15:25
AW: Heimweh
Gut, so herausgerissen zu werden aus dem gemütlichen Kinderleben macht nachvollziehbar, das du bisher noch nicht mit dem ungewollten Wechsel abschließen konntest.
Meine Empfehlung ist auch die der anderen: so oft wie nur möglich hinfahren, sich länger dort aufhalten, die Distanz ist doch nicht groß!
Alte Kontakte wieder aufleben lassen, so gewollt und noch zu ermitteln.
Du bist noch zu jung, um an Alterssitz dort zu denken, aber es wäre immerhin eine Option.
Ich hatte das auch immer wieder mal erwogen, letztlich dann aber irgendwann festgestellt, dass ich dort gar nicht mehr leben möchte. Die Stadt hat sich verändert, es war nicht mehr meine.
Was die Umgebung betrifft - du bist ja nicht vom Meer an die Berge gezogen, so ganz anders ist das ja gar nicht.
Wenn es die Großstadt ist, die dir zu schaffen macht, ist das vermutlich nicht so leicht zu lösen, außer ins Randgebiet zu ziehen.
Ich denke, dass du deine kindliche Vergangenheit als Verklärung in dir gespeichert hast, das macht den Abstand zu Realitäten schwer.
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21.10.2015, 15:32Inaktiver User
AW: Heimweh
Apropos kindliche Vergangenheit als Verklärung......ich habe nach langer Zeit das Haus, in dem ich als Kind einige Jahre verbracht habe, wieder betreten - nach fast 40 Jahren..
ES war ein ganz eigenartiges sentimentales Gefühl...ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. So ein bisschen enttäuscht war ich schon.
Ich konnte gar nicht glauben, wie klein es war...als Kind/Jugendliche ist es mir riesig vorgekommen. Jetzt ist dort alles still, es sieht alt aus..wenn ich dran denke, wie belebt dort alles war...wie wir dort Besuch hatten, gefeiert haben...meine erste Liebe mich besucht hat ;-)
Seltsam habe die Nachfolger meiner Eltern das Haus umgebaut...es ist jetzt eigenartig verschachtelt, unwiderbringbar anders..nein - es gefällt mir nicht..es riecht nicht mehr nach Zuhause, es sieht auch nicht mehr so aus. Es ist nicht Zuhause..
Ich merke, dass mein Heimweh eigentlich Heimweh nach meiner Jugendzeit, nach meinen Eltern ist..
Der Wald in der Gegend..er hat sich nicht verändert...er sieht noch genauso aus, er riecht noch genauso und es hängen zig Erinnerungen daran...Spaziergänge mit unseren Hunden damals..ich es sind die gleichen Wege, die ich auch mit 10 schon gegangen bin. Wie schön es dort ist! Ich schwelge dann in Erinnerung..und gehe dort nicht allzu oft, denn...es nutzt sich ab, wie alles im Leben.
Es ist aber gut, dass es nicht soo weit weg ist...ab und zu genieße ich das, mit ein bisschen Wehmut dabei.
Früher ist unwiderbringlich rum :-( meine Heimat ist jetzt anderswo..mal sehen, wo mich das Leben noch hinspült.. muss nach vorne schauen..auch was Schönes.
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21.10.2015, 20:28Inaktiver User
AW: Heimweh
Aber ist das nicht Teil des Problems? Weil du nie komplett abschliessen kannst?
Ich bin vor 5 Jahren aus meiner Heimatstadt weggezogen und fange jetzt an, in einer Art Abnabelungsprozess die alten Kontakte dort bewusst einschlafen zu lassen. Mir tut es zwar um die Freundschaften leid, aber ich kann nicht dauernd an zwei Orten leben. Mein Lebensmittelpunkt ist jetzt woanders.


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